Donnerstag, 09. Januar 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
22:47 Uhr

Das war Donnerstag, der 9. Januar 2020

Nach dem Absturz eines ukrainischen Passagierflugzeugs in der Nähe von Teheran verdichten sich die Anzeichen für einen Abschuss der Maschine durch den Iran. Die USA halten sich noch mit Schuldzuweisungen zurück. Präsident Trump hat aber einen "Verdacht, dass jemand auf der anderen Seite einen Fehler gemacht haben könnte." Kanadas Ministerpräsident Trudeau habe Informationen, dass die Boeing von einer iranischen Rakete getroffen worden sei, sagt er in einer TV-Ansprache. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht.

22:40 Uhr

So wohnt es sich unter einer Glaspyramide

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Auch im Winter gedeihen hier Oliven- und Orangenbäume.

(Foto: Staiger Lebensräume GmbH & CoKG)

In Baden-Württemberg hat ein Hobby-Architekt ein Wohnhaus gebaut und darauf eine Glaspyramide gestülpt. Meine Kollegin Franziska Türk hat ihn in Bönnigheim besucht.

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22:17 Uhr

Leonardo DiCaprio rettet Mann vor Ertrinken

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Filmheld DiCaprio wird zum echten Helden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor mehr als 20 Jahren spielte Leonardo DiCaprio im Film "Titanic" einen Schiffbrüchigen. Die Geschichte wiederholt sich nun in der Realität - jetzt ist aber DiCaprio derjenige, der einen Ertrinkeneden vor sicherem Tod rettet.

Der Hollywoodstar hat zusammen mit mehreren Freunden einen Mann vor dem Ertrinken gerettet, der elf Stunden im offenen Meer trieb. Das berichtet das US-Magazin "People".

  • Der Vorfall ereignete sich demnach, als der Hollywoodstar zusammen mit seiner Freundin Camila Morrone und einigen Freunden in der Karibik Urlaub machte. Die Gruppe zusammen mit dem Kapitän und der Crew eines gemieteten Bootes befand sich am 30. Dezember gerade in der Nähe der Insel St. Barts befunden, als ein Notruf einging.
  • Gesucht wurde nach einem Mann, der betrunken von Bord eines Schiffes gefallen sei.
  • Die Gruppe machte sich auf die Suche und fand schließlich den völlig entkräfteten Mann, der seit elf Stunden im Meer trieb.
21:38 Uhr

Lufthansa-Flugzeug nach Teheran kehrt um

Die Lufthansa hat ein Flugzeug auf dem Weg in die iranische Hauptstadt Teheran umkehren lassen. Grund sei eine veränderte Einschätzung der Sicherheitslage für den Luftraum um den Flughafen Teheran, sagte ein Sprecher.

  • Das Flugzeug mit der Flugnummer LH 600 befinde sich auf dem Rückweg, sagte der Sprecher um kurz vor 20 Uhr. Die Maßnahme sei rein vorsorglich.
  • Zuvor hatte es in US-Medienberichten geheißen, die am Mittwoch bei Teheran abgestürzte ukrainische Passagiermaschine könnte von einer iranischen Flugabwehrrakete getroffen worden sein.
  • Erst am Donnerstagvormittag hatte die Lufthansa erklärt, nach eintägiger Unterbrechung wegen der Zuspitzung des Iran-Konflikts ihre Flüge nach Teheran wieder aufzunehmen. Der Flug LH 600 hatte Frankfurt am Nachmittag verlassen.
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21:03 Uhr

Bericht: Rakete nahe US-Basis im Irak eingeschlagen

In der Nähe der von den US-Truppen genutzten Luftwaffenbasis Balad im Irak ist eine Rakete eingeschlagen. Das meldete die irakische Nachrichtenseite Al-Sumaria unter Berufung auf irakische Sicherheitskreise. Angaben zu möglichen Opfern oder Schäden machte sie nicht. Auch wer die Rakete abgeschossen hat, war zunächst unklar. Die Luftwaffenbasis liegt rund 80 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bagdad.

  • In den vergangenen Wochen waren mehrfach Raketen in der Nähe von Stützpunkten eingeschlagen, an denen US-Truppen stationiert sind. Davon war auch Balad getroffen.
  • Der Verdacht richtet sich meistens gegen schiitische Milizen, die mit dem Nachbarland Iran verbündet sind.
  • Am Mittwochabend gingen zwei Raketen in der hoch gesicherten Grünen Zone der Hauptstadt Bagdad nieder. Dort liegt unter anderem die US-Botschaft.
20:55 Uhr
Breaking News

Kanada geht von Abschuss aus

Nach dem Absturz einer ukrainischen Passagiermaschine bei Teheran geht die kanadische Regierung von einem Abschuss der Maschine aus. Man habe Informationen, dass die Boeing von einer iranischen Rakete getroffen worden sei, sagte Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau in einer TV-Ansprache.

Bei dem Absturz waren am Mittwoch mehr als 170 Menschen ums Leben gekommen - darunter 63 Kanadier.

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20:48 Uhr

Experte Lüders: "Nato hat im Nahen Osten nichts verloren"

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Nahost-Experte Michael Lüders

Die Nato hat im Nahen Osten nichts verloren

Der Vergeltungsschlag des Iran für die Tötung ihres Top-Generals Soleimani fällt gemäßigt aus. US-Präsident Trump fordert daraufhin neue Verhandlungen. Die wird es aber nicht geben, analysiert Nahost-Experte Michael Lüders. Denn die USA haben ihr Vertrauen verspielt.

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20:32 Uhr

Berliner Moschee trauert um Soleimani

Knapp hundert Menschen haben sich heute an einer Trauerfeier für den getöteten iranischen Top-General Ghassem Soleimani in der Berliner Imam-Riza-Moschee beteiligt.

  • Rund 50 Menschen demonstrierten im Stadtteil Neukölln dagegen. Die Kundgebung sei zunächst ohne Zwischenfälle verlaufen. Die Polizei war mit knapp 150 Kräften im Einsatz.
  • Die USA hatten den General in der vergangenen Woche in Bagdad gezielt getötet.
  • Zu dem Protest aufgerufen hatte die Kampagne "Stop the Bomb". In der Ankündigung heißt es: "Wir protestieren gegen die Glorifizierung von islamistischem Terror und Antisemitismus und für die Unterstützung der demokratischen Proteste im Iran."
20:00 Uhr

Die Videos des Tages

19:57 Uhr

Trump: Neue Iran-Sanktionen bereits beschlossen

Die neuen US-Wirtschaftssanktionen gegen den Iran sind nach Angaben von Präsident Donald Trump bereits beschlossen. "Ich habe sie gerade erst gebilligt", sagte Trump im Weißen Haus auf eine Journalistenfrage zu den Sanktionen. Die Strafmaßnahmen gegen Teheran seien verschärft worden. "Sie waren schon sehr strikt, aber jetzt wurden sie bedeutend verschärft."

Nähere Angaben zum Inhalt der Strafmaßnahmen machte Trump allerdings nicht. Dies werde bald bekanntgegeben.

Trump hatte am Mittwoch nach iranischen Raketenangriffen auf US-Stützpunkte im Irak neue Sanktionen gegen Teheran angekündigt.

19:28 Uhr

Familie aus NRW unter Absturzopfern im Iran

Beim Flugzeugabsturz nahe Teheran ist eine in Nordrhein-Westfalen lebende Frau aus Afghanistan mit ihren beiden Kindern ums Leben gekommen. Es handelte sich um eine 30-jährige anerkannte Asylbewerberin sowie ihre achtjährige Tochter und ihren fünfjährigen Sohn, die seit mehreren Jahren in Werl bei Soest lebten - dies sagte der Bürgermeister der Stadt, Michael Grossmann. Er berief sich auf den in Werl lebenden Bruder der Frau.

Grossmann zeigte sich betroffen. Die Familie habe er gekannt. "Man nimmt jeden Tag Katastrophen zur Kenntnis, und dann erlebt man hautnah, dass Menschen betroffen sind, die man gut kennt. Plötzlich bekommt die Katastrophe ein Gesicht. Das geht mir sehr nah", sagte er dem "Soester Anzeiger".

18:48 Uhr

Russe liefert Raketentechnik aus Deutschland nach Moskau

Ein seit 25 Jahren in Deutschland lebende Russe lieferte jahrelang illegal Raketentechnik nach Moskau. Jetzt ist der 69-Jährige dafür zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Der Staatsschutzsenat am Oberlandesgericht Hamburg sah es als erwiesen an, dass der Unternehmer aus Baden-Württemberg die Güter zwischen 2014 und 2018 gewerbsmäßig und ohne Genehmigung verschickt hat. Die EU hatte 2014 ein striktes Embargo gegen Russland verhängt.

Konkret handelt es sich um eine Lieferung von 4,5 Kilogramm der Chemikalie Decaboran. Die hatte der bis zu seiner Verhaftung in Keltern bei Pforzheim wohnende Russe mit einer Rüstungsfirma in Moskau vereinbart. Die Chemikalie wird zur Herstellung von Raketentreib- und Sprengstoffen verwendet. Die hatte er zum Teil im Flugzeug-Gepäck transportiert und so auch Zollbeamte und Reisende gefährdet. Bei Hautkontakt oder beim Einatmen von Decaboran besteht Lebensgefahr.

18:45 Uhr
Breaking News

Unterhaus stimmt für Brexit-Gesetz

Das britische Unterhaus hat drei Wochen vor dem geplanten EU-Austritt abschließend für das Brexit-Gesetz von Premierminister Boris Johnson gestimmt. 330 Abgeordnete unterstützten den von der Regierung vorgelegten Gesetzestext zum Austrittsvertrag mit der EU, 231 stimmten dagegen. Das Gesetz muss nun noch vom britischen Oberhaus abgesegnet werden, auch das Europaparlament muss das Abkommen noch ratifizieren.

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18:37 Uhr

AfD unterliegt vor Gericht im Streit um Bußgeld für Spendenaffäre

Das vom Bundestag wegen einer Spendenaffäre gegen die AfD verhängte Bußgeld von mehr als 260.000 Euro ist rechtmäßig. Das entschied das Berliner Verwaltungsgericht. Die AfD habe in der Angelegenheit gegen das Parteiengesetz verstoßen.

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18:31 Uhr
Breaking News

US-Regierung geht wohl von Abschuss ukrainischer Boeing aus

Eine schlimme Theorie droht sich zu bestätigen. US-Regierungsvertreter vermuten Medienberichten zufolge, die im Iran abgestürzte ukrainische Passagiermaschine könnte versehentlich abgeschossen worden sein.

Die Sender CBS und CNN berichten unter Berufung auf Regierungsvertreter, das Flugzeug könnte irrtümlich vom iranischen Luftabwehrsystem abgeschossen worden sein. US-Präsident Donald Trump sagte, er habe einen "Verdacht"; womöglich habe jemand einen "Fehler" begangen.

Mehr dazu in Kürze auf ntv.de

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18:10 Uhr

Pistenraupe überrollt deutschen Skifahrer

Schrecklicher Unfall: Ein 36-jähriger Skifahrer aus Frankfurt am Main ist in Österreich von einer Pistenraupe überfahren und lebensgefährlich verletzt worden. Das Fahrzeug streifte auch seinen Begleiter, einen 40-Jährigen aus Essen. Er kam mit Prellungen davon.  

Die Piste im Skigebiet Silvretta Montafon, auf der die beiden unterwegs waren, war für Präparierungsarbeiten gesperrt. Die Skifahrer fuhren trotzdem darauf und bremsten hinter einer Pistenraupe ab, die mit eingeschalteten orangefarbenen Dachleuchten und Pieps-Warnton rückwärts fuhr und die beiden Deutschen erfasste. Der Fahrer der Pistenraupe erlitt einen Schock.

17:30 Uhr

Mädchen stürzt aus fahrendem Bus - Fahrer angeklagt

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Das Mädchen fiel durch geplatzte Fensterscheibe.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Juli vergangenen Jahres stürzte ein fünfjähriges Mädchen aus einem fahrenden Linienbus in Bonn, nachdem es in einer Rechtskurve gegen die zersplitterte Fensterscheibe gedrückt wurde. Die Fensterscheibe zerbrach. Die Fünfjährige stürzte heraus und erlitt zahlreiche Riss- und Quetschwunden und kam zwei Tage ins Krankenhaus. Psychisch ist sie seitdem instabil.

Die Bonner Staatsanwaltschaft hat nun den Busfahrer wegen fahrlässiger Körperverletzung angeklagt. Der 44-jährige Busfahrer hätte - so der Vorwurf der Anklage - die defekte Scheibe genauer untersuchen und eine Sicherung vornehmen müssen. Auch hätte er erkennen können, dass das Gefährt nicht fahrbereit war, so die Staatsanwaltschaft. 

Der Staatsanwaltschaft zufolge war der Busfahrer am Unfalltag mit seinem Fahrzeug bei einem Ausweichmanöver an einer Haltestelle mit einem Baum kollidiert. Dabei sei der Bus im hinteren Bereich beschädigt worden. Die Fensterscheibe sei zwar in sich zersplittert gewesen, schien aber noch fest im Rahmen zu sitzen. Der Busfahrer habe den Bus kontrolliert und den Unfall an die Leitstelle gemeldet. Der Anklage zufolge teilte er auch mit, dass der Bus weiterhin fahrbereit sei.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:44 Uhr

Lebensmittelwarnung: Vorsicht vor diesem Lachs

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Haben Sie den "Youkon Wildlachs Wild & Red" mit MHD 8.3.2020 gekauft und noch nicht aufgegessen? Dann geben Sie den lieber im Laden zurück.

(Foto: Lebensmittelwarnung.de)

Wegen eines falschen Verbrauchsdatums auf der Packung warnt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit vor dem Verzehr eines Wildlachs-Produkts.

  • Fälschlicherweise sei das Datum 8.3.2020 aufgedruckt worden und nicht der 8.1.2020, teilte die Behörde mit. Betroffen sei das Produkt des Großhändlers Weiling aus Coesfeld mit dem Namen "Youkon Wildlachs Wild & Red".
  • Ausgeliefert wurde der Lachs ausschließlich an Bioläden. Betroffen sind 48 Läden in Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein.
  •  "Wir gehen davon aus, dass die meisten Packungen für Weihnachten und Silvester gekauft und der Lachs da auch gegessen wurde", so das Unternehmen aus dem Münsterland. Falls nicht, können betroffene Kunden das Produkt mit dem falschen Verbrauchsdatum im Laden zurückgeben und bekommen den Kaufpreis erstattet.
16:17 Uhr

Wer soll raus aus Bundeskabinett?

Vor wenigen Tagen forderte Markus Söder für die zweite Hälfte der Legislaturperiode den Austausch von Ministern. Man müsse das Regierungsteam "verjüngen und erneuern", sagte der CSU-Chef. Was halten die Wähler von seinem Vorschlag?

  • Mehr als die Hälfte der Bundesbürger fände es gut, wenn das Bundeskabinett umgebildet und ein Teil der Minister ausgewechselt würde, zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag von ntv und RTL. 54 Prozent der Befragten stimmten dafür, 36 Prozent dagegen. Doch wen würden die, die für Kabinettsumbildung gestimmt haben, auswechseln?
  • Fast jeder Vierte (22 Prozent) nannte den Namen des Verkehrsministers Andreas Scheuer von der CSU, an dem Söder eigentlich festhalten will.  
  • Auch ein Austausch von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (15 Prozent) und Innenminister Horst Seehofer (14 Prozent) gewünscht.
  • Sechs Prozent sähen es am liebsten, wenn alle Kabinettsmitglieder ausgewechselt würden.
15:39 Uhr

Mann erstickt nach Polizeikontrolle am Eiffelturm

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Die Beamten drückten den Mann zu Boden, während er seinen Helm trug. Wohl dadurch erlitt er einen Kehlkopfbruch.

(Foto: imago/PanoramiC)

In Frankreich ist ein Mann nach einer Polizeikontrolle am Eiffelturm gestorben.

  • Videoaufnahmen von Zeugen der Polizeikontrolle zeigen, wie mehrere Beamte den Mann bäuchlings zu Boden drücken, während er seinen Motorradhelm trägt.
  • Nach Angaben der Polizei wurde der Lieferant nahe des Pariser Eiffelturms auf seinem Motorroller angehalten, weil er mit einem Handy in der Hand fuhr. Er habe sich äußerst aggressiv verhalten und sei die vier Polizisten körperlich angegangen. Sie hätten ihn zu Boden gedrückt, weil er sich der Festnahme widersetzt habe.
  • Die Familie des toten 42-Jährigen wirft der Polizei tödliche Gewalt vor. Eine medizinische Untersuchung ergab, dass der Familienvater einen Kehlkopfbruch erlitt und erstickte. Nach der Justiz kündigte auch der französische Bürgerrechtsbeauftragte Jacques Toubon Ermittlungen an.
15:11 Uhr

Putin testet Hyperschallrakete am Schwarzen Meer

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Die Rakete "Kinschal" wurde vor knapp zwei Jahren von Putin als hochmoderne Waffe präsentiert.

(Foto: Wikipedia / The Presidential Press and Information Office)

Bei einer Militärübung am Schwarzen Meer hat Russland seine neue Hyperschallrakete vom Typ Kinschal (Dolch) eingesetzt.

Kremlchef Putin höchstpersönlich beobachtete das Manöver vor der Schwarzmeerhalbinsel Krim, teilte der Kreml mit. Die Rakete sei von Kampfflugzeugen abgefeuert worden und habe wie geplant einen Übungsplatz erreicht, teilte der Kreml mit.

Russischen Angaben zufolge fliegt die Mittelstreckenrakete mit bis zu zehnfacher Schallgeschwindigkeit und ist deshalb kaum abzufangen.

*Datenschutz

14:32 Uhr

Iglo bringt Hackfleisch ohne Fleisch auf den Markt

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Fleisch aus Fleisch ist nicht mehr in.

(Foto: picture alliance / dpa)

"Hack" aus Erbsen, "Pulled BBQ-Stripes" aus Erbsen und sogar "Mini-Schnitzel" aus Erbsen. Alles ohne Fleisch und Hefeextrakt. Der Tiefkühlkosthersteller Iglo steigt in den Markt für Fleischersatzprodukte ein. Ab Ende Januar werden neun Produkte auf Erbsenbasis im Handel erhältlich sein, teilt das Unternehmen mit. Ziel sei es, den Trend zu weniger Fleisch im Alltag und einer modernen Ernährung "massentauglich" zu gestalten.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Juliane Kipper verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Ich, dagegen, starte jetzt erst in den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag.

13:55 Uhr

Vorwerk muss nicht über Modellwechsel informieren

Der Hausgerätehersteller Vorwerk ist nach einem Urteil des Landgerichts Wuppertal nicht verpflichtet, seine Kunden lange im Voraus von dem geplanten Modellwechsel bei dem Luxusküchengerät Thermomix zu informieren. Die Wuppertaler Richter weisen eine entsprechende Klage einer Thermomix-Käuferin aus Kaiserslautern endgültig ab, die nach der überraschenden Präsentation des neuen Thermomix TM6 im vergangenen Frühjahr ihr wenige Wochen zuvor gekauftes Vorgängermodell zurückgeben wollte.

Der Vorsitzende Richter Stefan Istel betont in seiner Urteilsbegründung, der Hausgerätehersteller habe ein berechtigtes Interesse gehabt, die aktuelle Produktion noch abzusetzen, ohne Hinweise auf den künftigen Produktwechsel zu geben. Selbst wenn das neue Gerät schon in den Startlöchern gestanden habe, gebe es keine Pflicht, die Vorgängermodelle als Auslaufmodell zu bezeichnen.

13:24 Uhr

Endlos-Streit um Kraftwerk-Beat geht in Verlängerung

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Der Streit zwischen dem Musikproduzenten Moses Pelham und den Elektropop-Pionieren Kraftwerk um einen Zwei-Sekunden-Rhythmus bleibt auch nach mehr als zwei Jahrzehnten eine vertrackte Geschichte. In der inzwischen vierten Verhandlung des Bundesgerichtshofs (BGH) zeichnet sich zwar ab, dass Pelham den Kraftwerk-Beat wohl 1997 ungefragt kopieren und unter den Song "Nur mir" mit der Rapperin Sabrina Setlur legen durfte.

Die Karlsruher Richter scheinen aber davon auszugehen, dass von 2002 an die Herstellung weiterer Tonträger wegen einer neuen Rechtslage nicht mehr erlaubt gewesen sein dürfte. Offen blieb, ob die fraglichen Tonträger trotzdem vertrieben werden dürfen. Das Urteil soll erst in den kommenden Wochen bis Monaten verkündet werden.

12:32 Uhr

Wolke am Kölner Dom löst Großeinsatz aus

Eine tiefhängende Wolke an einem Turm des Kölner Doms hat in der Nacht einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Ein Passant hielt das Wetterphänomen für eine Rauchwolke und wählte um kurz nach 1.00 Uhr den Notruf, wie ein Feuerwehrsprecher auf Anfrage mitteilte. Umgehend wurden demnach mehr als 160 Feuerwehrleute alarmiert.

Als die Brandbekämpfer auf dem Weg zum Dom waren, ging noch eine zweite Meldung über Rauchentwicklung an der gotischen Kathedrale ein. Die Furcht vor einem Brand im Kölner Dom erwies sich jedoch als grundlos: Die Feuerwehrleute konnten Entwarnung geben, nachdem sie die beiden Domtürme gründlich erkundet hatten.

11:46 Uhr

Wird Elon Musk etwa Vater?

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Mit einem kontroversen Foto und einem mehr oder weniger kryptischen Kommentar setzt  Musikerin Grimes das Gerücht in die Welt, dass sie schwanger ist. Seit 2018 ist Grimes, deren bürgerlicher Name Claire Boucher ist, mit dem Tesla-Gründer und Multi-Millionär Elon Musk zusammen. Auf Instagram postet die Musikerin - die derzeit auch an einem neuen Album arbeitet - ein retuschiertes Bild, auf dem auf ihrem gewölbten Babybauch ein Fötus zu sehen ist.

Auf einen Kommentar, der darauf hinweist, dass sie ihre Brustwarzen nicht nach den Instagram-Richtlinien zensiert habe, antwortete sie schließlich: "Ich habe kurz darüber nachgedacht, sie zu zensieren (es wird vermutlich sowieso runtergenommen) aber das Foto ist viel ungezähmter mit den Nippeln. Außerdem ist es ein sehr wilder und kriegerischer Zustand, schwanger zu sein. [...]"

Für viele Fans eine eindeutige Bestätigung. Nachdem das Bild von Instagram tatsächlich gelöscht worden ist, hat Grimes es mittlerweile noch einmal hochgeladen.

11:01 Uhr

26-Jähriger stirbt Jahre nach Verzehr von Gift-Pausenbroten

Zehn Monate nach dem Urteil im Prozess um vergiftete Pausenbrote ist eines der Opfer gestorben. Der 26-Jährige lag jahrelang im Wachkoma, nachdem ein Kollege ihm im ostwestfälischen Schloß Holte-Stukenbrock nach Überzeugung der Richter giftiges Pulver auf seine Brote gestreut hatte.

Das Landgericht Bielefeld hatte im März 2019 den damals 57-Jährigen wegen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt und zudem die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Die Richter gingen davon aus, dass er mehreren Kollegen ein Pulver mit Blei- und Cadmiumverbindungen auf die Pausenbrote gestreut hatte.

10:04 Uhr

Sonja Zietlow verteidigt das Dschungelcamp

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Am 10. Januar geht das Dschungelcamp in die 14. Staffel. Während in Australien an der West- und Ostküste seit Oktober große Waldflächen brennen, mindestens 26 Menschen und viele Millionen Tiere bereits gestorben sind, nehmen wieder eine Reihe mehr oder weniger prominente Menschen an der Reality-Show teil.

Vielen passt das nicht. Ein RTL-Sprecher betonte deswegen schon: "Wir nehmen die Situation in Australien sehr ernst. Wir haben uns auch mit teils direkt betroffenen australischen Crewmitgliedern ein persönliches Bild von der Situation gemacht. Die Buschbrände werden in der Sendung thematisiert."

Und auch Moderatorin Sonja Zietlow verteidigt die Show gegen Vorwürfe. "Unsere australischen Kollegen sind mehr als dankbar, ihren Job bei IBES nicht (auch noch) zu verlieren!", schrieb sie auf ihrer Facebook-Seite. "Diese Arbeit sichert ihnen nicht nur im Januar gutes Einkommen."

 

*Datenschutz

09:31 Uhr

Grüne: Händler sollen bei Arzneimittel-Engpässen Alarm schlagen

Angesichts der anhaltenden Lieferprobleme bei Medikamenten fordern die Grünen die Einführung eines Frühwarnsystems. Künftig solle der Großhändler bereits dann Alarm schlagen und unverzüglich das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte informieren, wenn er erkennt, dass sich die Regale in seinem Lager leeren und ein Lieferengpass sich abzeichnet, heißt es in dem Vorschlagspapier, aus dem die "Bild"-Zeitung zitiert.

Ziel sei "eine gesteigerte Transparenz im Liefergeschehen von Arzneimitteln", sagte Kordula Schulz-Asche, Sprecherin für Pflegepolitik, der Zeitung. "Das ist der erste Schritt zur Besserung." Außerdem sieht das Papier Lagerausweitungen sowie temporäre Exportverbote vor, um die Situation unter Kontrolle zu bekommen.

In dem Papier fordert die Partei außerdem, dass es für Patienten keine finanzielle Mehrbelastung geben dürfe: "Selbstverständlich dürfen Patientinnen und Patienten unter den Lieferengpässen nicht auch noch finanziell leiden", zitiert die "Bild" aus dem Dokument. "Die Krankenkassen sollten im Falle einer Nicht-Lieferfähigkeit die Kosten für Ausweich-Präparate übernehmen."

09:00 Uhr

Hinweise auf Korruption beim UN-Flüchtlingshilfswerk

Nach Recherchen des Wochenmagazins "Stern" sollen Mitarbeiter des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR Afrikanern gegen Geldzahlungen eine Umsiedlung in den Westen ermöglicht haben. Die Mitarbeiter stellten dafür unter anderem falsche Papiere aus, mit denen es die Afrikaner auf die begehrten Listen des sogenannten "Resettlement"-Programms schafften.

In dessen Rahmen bieten mehrere westliche Staaten, darunter auch Deutschland, besonders schutzwürdigen Flüchtlingen eine sichere Zukunft in ihrem Land. Profitieren sollen davon vor allem Menschen, die aufgrund von Krankheiten und Verfolgung bedroht sind. Da aber derzeit weltweit nur 50.000 bis 60.000 solcher Umsiedlungen pro Jahr stattfinden, sind die Chancen verschwindend gering, einen der Plätze zu bekommen.

Wie der "Stern" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet hat sich in der ugandischen Hauptstadt Kampala, die als einer der Hauptanlaufpunkte für Flüchtlinge in Ostafrika gilt, ein Markt mit Vermittlern für illegale Geschäfte rund um die Umsiedlungen gebildet.

Mehr dazu gleich auf ntv.de.

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09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:32 Uhr

Mann stirbt bei Brand in Kleingartenkolonie

Beim Brand einer Gartenlaube in Braunschweig ist ein Mann ums Leben gekommen. Das Feuer in einer Kleingartenkolonie sei in der Nacht zu Donnerstag gemeldet worden und aus bisher ungeklärten Gründen ausgebrochen, teilte die Feuerwehr am Morgen mit. Als die Feuerwehrleute an der Parzelle eintrafen, wurde eine Frau bereits von der Polizei betreut.

Sie konnte sich den Angaben zufolge selbst ins Freie retten und wies auf einen Bekannten hin, der noch in der Laube war. Der Mann konnte nur noch tot geborgen werden. Die Frau kam mit einem Schock ins Krankenhaus. Das genaue Alter des Mannes war zunächst unbekannt. Die Polizei sagte, er sei zwischen 30 und 40 Jahre alt.

07:48 Uhr

Richter stoppt Netflix-Serie mit schwulem Christus

Ein brasilianischer Richter untersagt dem Streamingdienst Netflix vorläufig die Verbreitung einer Weihnachtssatire mit einem homosexuellen Christus. Der Richter in Rio de Janeiro erließ eine einstweilige Verfügung gegen den Film.

  • Damit wolle er bei den Katholiken und in der Gesellschaft "die Gemüter beruhigen", erklärte Richter Benedicto Abicair.
  • Wegen des Films hatte die katholische Vereinigung Centro Dom Bosco Klage eingereicht.
  • Das jetzt erlassene vorläufige Verbreitungsverbot betrifft auch die brasilianische Firma Porta dos Fundos, die den Film mit dem Titel "Die Erste Versuchung Christi" produziert hatte.

Den Film hatte Netflix Anfang Dezember in sein Sortiment aufgenommen. Die Satire löste wütende Reaktionen unter konservativen Politikern und in katholischen wie evangelikalen Kreisen des südamerikanischen Landes aus. Tausende Brasilianer unterzeichneten eine Petition gegen den schwulen Jesus.

07:30 Uhr

Ukrainische Maschine brannte vor Absturz im Iran

Das im Iran abgestürzte ukrainische Passagierflugzeug hat unmittelbar vor dem Unglück gebrannt. Das geht aus einem vorläufigen Bericht der iranischen Luftverkehrsbehörde hervor. Darin wird auf entsprechende Aussagen von Augenzeugen am Boden verwiesen.

Außerdem hätten das Feuer Augenzeugen in einem anderen Flugzeug gesehen, das in großer Höhe in der Nähe der Unglücksmaschine unterwegs gewesen sei. Bei dem Absturz der Boeing 737 der Ukraine International Airlines am Mittwoch kamen alle 176 Insassen ums Leben. Das Flugzeug war auf dem Imam-Chomeini-Flughafen in Teheran gestartet und ging kurz darauf südwestlich der iranischen Hauptstadt zu Boden. Dem Bericht der iranischen Ermittler zufolge hatte die Maschine vor dem Absturz ein technisches Problem.

06:57 Uhr

Drei Menschen bei Frontalzusammenstoß gestorben

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Autowracks an der Landstraße 307 im Westerwaldkreis.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei einem Frontalzusammenstoß auf einer Landstraße im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz sind drei Menschen ums Leben gekommen, drei weitere wurden schwer verletzt. Aus zunächst unbekannten Gründen geriet ein Wagen am Mittwochabend in Hilgert auf die Gegenfahrbahn, wie die Polizei mitteilte.

Dabei stieß das Auto mit einem entgegenkommenden Wagen zusammen. An beiden Autos entstand Totalschaden. Der Unfall ereignete sich auf der Landstraße 307, die Straße war in Folge für mehrere Stunden voll gesperrt.

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06:41 Uhr

Nur im Süden bleibt es sonnig und trocken

Jetzt gibt es direkt mal ein Tiefdruck-Doppelpack. Denn hinter Tief "Clara" folgt direkt Tief "Damira", bevor wir zum Start ins Wochenende Hochdruckeinfluss bekommen. Der wird uns wieder etwas kühlere Temperaturen bescheren, während uns die Tiefs zuvor sehr milde Luft bringen. Allerdings kommt diese Luft mit Regen daher. Einzig im Süden bleibt es - nach einem frischen Beginn - oft freundlich bis sonnig und trocken.

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Im übrigen Land fällt aus dichten Wolken hingegen immer wieder Regen. Besonders in den Mittelgebirgen auch recht ergiebig. Dort sind vom Bergischen Land und dem Siegerland über den Taunus und die Rhön bis in den Thüringer Wald stellenweise mehr als 20 Liter pro Quadratmeter binnen 12 Stunden möglich. An der Nordsee gibt es zwar später mehr Auflockerungen. Allerdings können die zum Abend hin auch von Gewittern begleitet sein.

Die Temperaturen steigen auf 8 Grad in Regensburg und Passau, 11 Grad in Leipzig bis 15 Grad im südlichen Baden-Württemberg. Zwischen Bayerischem Wald und Fichtelgebirge bleiben die Werte zum Teil unter 7 Grad. Hierbei weht mit den Regenwolken ein teils starker bis stürmischer Wind. An der Nordsee mit starken bis stürmischen Böen aus Süd bis Südwest. Auf dem Brocken im Harz sind sogar orkanartige Böen drin.

Die weiteren Aussichten: morgen wechselhaft, windig und sehr mild bei 7 bis 12 Grad. Am Samstag wird es dann freundlicher und trocken bei 3 bis 9 Grad. Der Sonntag verläuft in der Nordwesthälfte leider schon wieder unbeständiger bei wenig geänderten Temperaturen. Ihr Björn Alexander

06:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

die erste Arbeitswoche im neuen Jahr ist fast geschafft. Keine Lust auf ihre Verpflichtungen haben schon jetzt Prinz Harry und Herzogin Meghan. Gerade sind sie erst nach einer mehrwöchigen Auszeit nach London heimgekehrt, da droht schon neuer Ärger im Königshaus: Sie wollen in Zukunft einen Großteil ihrer royalen Pflichten abgeben und finanziell unabhängig sein. In der Hoffnung, dass Sie heute nicht die Flinte ins Korn werfen, blicken wir auf Themen, die heute wichtig werden:

  • Das britische Unterhaus soll das Gesetz zur Ratifizierung des Brexit-Abkommens verabschieden. Die Abgeordneten hatten bereits am 20. Dezember in zweiter Lesung mit großer Mehrheit für den Gesetzentwurf gestimmt. Die Zustimmung, mit der am späten Nachmittag gerechnet wird, gilt daher als sicher.
  • Der Islam-Verband Ditib bildet nach viel Kritik künftig einen Teil seiner Imame in Deutschland aus. Im Eifel-Ort Dahlem eröffnet die Spitze der Türkisch-Islamischen Union offiziell ihr neues Ausbildungszentrum.
  • Deutschlands Exportunternehmen haben im vergangenen Jahr Gegenwind zu spüren bekommen. In den ersten zehn Monaten 2019 lieferten sie Waren im Wert von 1,116 Billionen Euro ins Ausland, das waren 1,0 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Wie sich der Außenhandel im November entwickelt hat, gibt das Statistische Bundesamt bekannt.
  • Vor einem halben Jahr soll ein Mann eine 34-Jährige in Voerde am Niederrhein vor einen Zug gestoßen und getötet haben, heute beginnt in Duisburg der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Haben Sie Fragen oder Kritik? Sie erreichen mich unter: juliane.kipper@nama.de. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.

06:05 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht