mit Marc DimpfelDas war Freitag, der 30. August 2024
Liebe Leserinnen und Leser,
das erste Mal seit der Machtübernahme der Taliban schiebt Deutschland Menschen nach Afghanistan ab. Der Flieger mit 28 afghanischen Straftätern an Bord startete am Morgen von Leipzig in Richtung Kabul. Das sei ein wichtiges Signal, kommentiert mein Kollege Volker Petersen. "Der deutsche Staat ist noch handlungsfähig, noch in der Lage, Menschen nach Hause zu schicken, die kein Recht haben, hierzubleiben", schreibt er.
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Insassen aus Gefängnis an deutscher Grenze geflohen
Zwei Insassen sind aus einem Schweizer Gefängnis in Basel direkt an der deutschen Grenze geflohen. Die Polizei fahnde international nach ihnen, teilte das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt mit. Das Gefängnis Bässlergut, aus dem der Tunesier und der Algerier flohen, liegt direkt an der Grenze, rund einen Kilometer Luftlinie südlich des Bahnhofs der südbadischen Stadt Weil am Rhein.
Der 22-jährige Tunesier war in Haft, weil ihm unter anderem vorsätzliche Tötung, schwere Körperverletzung und Raub vorgeworfen werden. Der 37-jährige Algerier war wegen Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und rechtswidriger Einreise verurteilt worden. Wie die Männer aus dem Gefängnis entkamen, teilten die Behörden nicht mit.
Farmer in Südafrika soll Frauenleichen an Schweine verfüttert haben
Der Fund von zwei Frauenleichen in einem Schweinestall sorgt in Südafrika für Entsetzen: Der weiße Besitzer der Farm und zwei seiner Mitarbeiter werden beschuldigt, die beiden schwarzen Frauen ermordet und ihre Leichen an die Schweine verfüttert zu haben. Die drei Verdächtigen im Alter von 60, 45 und 19 Jahren mussten sich vor dem zuständigen Gericht in der Stadt Mankweng wegen Mordes verantworten. Das Motiv für die Tat blieb zunächst unklar.
Die Polizei hatte die Ermittlungen nach eigenen Angaben aufgrund einer Vermisstenanzeige aufgenommen. Demnach waren eine 45-jährige Frau und ihre 35-jährige Begleiterin nach dem Besuch einer Farm Mitte August nicht mehr aufgetaucht. Die sterblichen Überreste der beiden Frauen wurden schließlich drei Tage später im Schweinestall des Betriebs in der Provinz Limpopo rund 350 Kilometer nordöstlich von Johannesburg entdeckt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gaben die Beschuldigten offenbar mehrere Schüsse auf ihre Opfer ab.
Jungen in Friseursalon missbraucht: Mann muss in Haft
Das Landgericht Köln verurteilt einen 38-jährigen Mann wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Jungen in einem Friseursalon zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe. Das Gericht verhängt gegen den Angeklagten dreieinhalb Jahre Haft.
Der Anklage zufolge soll der Mann zwischen September 2023 und April dieses Jahres einem Jungen, der zum Haareschneiden in seinen Friseursalon kam, in zwei Fällen in die Hose gefasst haben. In einem weiteren Fall soll er sich mit dem Jungen im Badezimmer des Salons eingeschlossen haben. Dort sei es zu einem sexuellen Übergriff gekommen. Der Angeklagte wurde deshalb wegen sexuellen Missbrauchs eines Kinds in zwei Fällen und schweren Missbrauchs verurteilt.
Bergung von Frachter "Verity" gestartet - Spezialkran im Einsatz
Seit dem tödlichen Schiffsunfall im Oktober 2023 liegt der Frachter "Verity" auf dem Meeresboden. Jetzt beginnt in der Deutschen Bucht südwestlich von Helgoland die Bergung - nach monatelangen Vorbereitungen. Ein Schwimmkran hob das Heckteil aus 40 Metern Tiefe an die Oberfläche, teilt eine Sprecherin der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt in Bonn mit. "Die Arbeiten verliefen reibungslos." Das 40 Meter lange und 600 Tonnen schwere Heckteil sei am Abend aus dem Wasser gehoben worden. Nun solle darin gezielt nach den vier vermissten Seeleuten gesucht werden, so die Sprecherin weiter. Für die Bergung ist der Behörde zufolge einer der stärksten Schwimmkräne Europas im Einsatz.
Das Küstenmotorschiff "Verity" mit sieben Menschen an Bord war am 24. Oktober 2023 mit dem Frachter "Polesie" in der Deutschen Bucht zusammengestoßen. Die "Polesie" mit 22 Menschen an Bord war nach dem Unfall weiter schwimmfähig. Die unter der Flagge Großbritanniens fahrende 91 Meter lange "Verity" sank. Die Behörden gehen davon aus, dass fünf Seeleute ums Leben kamen, geborgen wurde bislang aber nur die Leiche des Kapitäns.
Orban: EU schuldet Ungarn Geld
Ungarns rechtspopulistischer Ministerpräsident Viktor Orban will die Europäische Union für die aus seiner Sicht erfolgreiche Abwehr von Flüchtlingen zur Kasse bitten. Das geht aus einer von Orban unterschriebenen Verordnung hervor, die im Ungarischen Gesetzblatt erschienen ist. Darin heißt es, Ungarn habe seit dem Jahr 2015 für den Schutz der EU-Außen- und Schengen-Grenzen rund zwei Milliarden Euro ausgegeben. Die EU schulde Ungarn dieses Geld. Deswegen seien die "zuständigen Entscheidungsträger" angewiesen zu prüfen, ob man diese Summe gegen das Zwangsgeld aufrechnen könne, zu dem der Europäische Gerichtshof (EuGH) Ungarn im Juni dieses Jahres wegen dessen Asylpolitik verurteilt hat. Wie Ungarn diesen Plan konkret durchsetzen will, ist unklar.
Regina Halmich mit Kampfansage an Stefan Raab
In gut zwei Wochen tritt die ehemalige Profiboxerin Regina Halmich gegen einen Gegner an, auf den sich viele freuen: Stefan Raab will wieder öffentlich auftreten - im Ring. Seine Gegnerin macht bereits eine Kampfansage: "Ich bin 47 Jahre alt. Nicht mehr Weltmeisterin. Nicht mehr Profiboxerin. Und trotzdem kann ich Stefan Raab noch schlagen", sagt sie im Interview mit "Zeit Online".
Sie hat für den TV-Kampf nach 17 Jahren Pause wieder mit dem Boxtraining angefangen. "Mein Distanzgefühl ist nicht mehr so gut", sagt Halmich. Aber Boxen sei wie Fahrradfahren, "das verlernt man nicht". Das Duell am 14. September in Düsseldorf läuft bei RTL.
Video: Vulkanausbruch tobt unter den Polarlichtern
Im Südwesten Islands spielt sich ein besonderes Naturphänomen ab. Während die Polarlichter am Himmel tanzen, reißt in der Nähe von Reykjanesskagi ein Vulkanausbruch den Boden auf. Behörden warnen Touristen davor, sich dem Lavastrom zu nähern.
Kleinflugzeug fliegt gegen Windrad - Insassin stirbt
Tragischer Unfall in Nordrhein-Westfalen: Ein Kleinflugzeug ist mit einem Windrad kollidiert und abgestürzt - dabei starb eine Frau. Ein zweiter Insasse des Flugzeugs wurde schwer verletzt, so ein Sprecher der Kreispolizeibehörde Euskirchen. Der Unfall ereignete sich am Nachmittag in der Gemeinde Nettersheim (Kreis Euskirchen).
Die Propellermaschine startete dem Sprecher zufolge vom Flugplatz Würselen-Aachen und wollte nach Speyer in Rheinland-Pfalz. Bei sehr starkem Nebel sei sie dann mit einem Windrad kollidiert und auf eine Wiese in Nettersheim gestürzt. Die Frau starb noch vor Ort, der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Die letzten deutschen Soldaten haben Niger verlassen
Im vergangenen Jahr putscht das Militär im Niger, die neue Regierung wendet sich vom Westen ab. Nach gescheiterte Verhandlungen gibt die Bundeswehr ihre Präsenz im Land auf. Nun haben die letzten verbliebenen deutschen Soldaten den Lufttransportstützpunkt in Niamey verlassen. Das nigrische und das Bundesverteidigungsministerium "geben den Abschluss des Abzugs der deutschen Streitkräfte und Ausrüstung aus Niger bekannt", verliest der nigrische Oberstmajor Mamane Sani Kiaou eine von ihm und dem deutschen Oberst Karsten Struss unterzeichnete Erklärung.
Die Bundeswehrsoldaten sollen nach Informationen des "Spiegel" am Abend auf dem Fliegerhorst im niedersächsischen Wunstorf landen. Das Bundesverteidigungsministerium bestätigt dies zunächst nicht. Nach Angaben Kiaous wurden die 60 deutschen Bundeswehrangehörigen und 146 Tonnen Ausrüstung mit fünf Frachtflugzeugen ausgeflogen.
Video: Helikopter überschlägt sich mehrfach nach Absturz
In Bayern kommt es zu einem tragischen Unfall. Ein Helikopter stürzt über einem Acker ab. Augenzeugen berichten, dass der Hubschrauber aus einer Höhe von etwa fünfzehn Metern plötzlich absackt. Die Ursache ist bisher nicht bekannt.
14 IS-Terroristen im Irak getötet
Im Irak und Syrien sind weiterhin vereinzelt Zellen der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) aktiv. Das irakische Militär hat nun nach offiziellen Angaben 14 IS-Mitglieder getötet. Die staatliche Nachrichtenagentur INA berichtet unter Berufung auf das irakische Operationskommando, dass bei dem Einsatz im Westen des Landes auch Anführer der Terrorgruppe getötet wurden. Die gezielten Luftangriffe erfolgten demnach am frühen Donnerstagmorgen. Der Einsatz sei "mit der Unterstützung der internationalen Koalition" erfolgt, heißt es weiter.
Der IS kontrollierte über Jahre große Gebiete im Irak und im benachbarten Bürgerkriegsland Syrien. Mittlerweile haben die Extremisten ihr Herrschaftsgebiet wieder verloren. Die USA führen in der Region ein Militärbündnis zum Kampf gegen die Terrormiliz an.
Nicole Kidman über Rolle in Erotikdrama: "entblößt und verletzlich"
Hollywood-Star Nicole Kidman verkörpert in ihrem neuen Film eine Frau, die lange unterdrückte sexuelle Wünsche auslebt. Das Erotikdrama "Babygirl", das beim Filmfest Venedig Premiere feiert, beinhaltet viele explizite Sexszenen. "Es entblößt mich und macht mich verletzlich, und ich habe Angst und all das, wenn es der Welt präsentiert wird", sagt die 57-Jährige. "Aber es mit diesen Leuten hier zu machen, war feinfühlend und es wurde sehr, sehr tiefgründig. Im Moment sind wir alle ein bisschen nervös." Neben Kidman spielen Harris Dickinson und Antonio Banderas in dem Film von Halina Reijn mit. Kidman spielt eine Geschäftsfrau, die sich auf eine Affäre mit einem deutlich jüngeren Praktikanten (Dickinson) einlässt.
Ex-Polizist hortet Handgranaten und scharfe Waffen
Bei einem ehemaligen Polizisten in Berlin sind Handgranaten, mehrere scharfe Schusswaffen und Waffenzubehör gefunden worden. Beamte stießen bei einer vorab angekündigten Routinekontrolle in der Wohnung des Manns, bei der die Lagerung von Waffen überprüft wird, auf die Sammlung, wie die Berliner Polizei berichtet. Der 61-jährige ehemalige Polizeibeamte hat eine Waffenerlaubnis.
Als die Beamten beim Betreten seiner Wohnung am Montag mehrere nicht ordnungsgemäß gelagerte scharfe Schusswaffen, Munition und Waffenzubehör fanden, wurde diese anschließend untersucht. Dabei fanden die Ermittler unter anderem explosive Stoffe und Handgranaten. Sie wurden ebenso wie verschiedene Patronen, Messer, Pistolenmagazine und Pfefferspray beschlagnahmt.
Video: LKW mit Gasflaschen geht nahe Leipzig in die Luft
In der Nähe von Leipzig kommt es zu einer Verkettung mehrerer schwerer Verkehrsunfälle. Weil Tage zuvor ein Sattelzug ein liegengebliebenes Auto erfasst, war die Fahrbahn Richtung Göttingen gesperrt. Infolgedessen kommt es zu einem Stau und einem folgenreichen Auffahrunfall.
Mann wegen fast 1000 Straftaten am Flughafen verhaftet
Die Bundespolizei hat auf dem Flughafen Hannover einen Mann verhaftet, der von der Justiz wegen fast 1000 Straftaten gesucht wurde. Nach Angaben der Bundespolizeiinspektion Flughafen landete der 41-Jährige in der Nacht mit einem Flug aus dem türkischen Antalya in Deutschland. Bei der Einreisekontrolle entdeckten die Beamten, dass gegen den Mann ein Untersuchungshaftbefehl und ein Europäischer Haftbefehl vorlagen.
Die Staatsanwaltschaft Hildesheim suchte den Verdächtigen schon lange wegen insgesamt 993 Straftaten, die er zwischen 2013 und 2018 begangen haben soll. In allen Verfahren geht es um Drogendelikte. Der 41-Jährige wurde verhaftet und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Huthis veröffentlichen Video von Öltanker-Beschuss
Die Huthi-Miliz setzt ihre Angriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer fort. Jüngst nehmen sie dabei den griechischen Öltanker "MV Sounion" ins Visier, die Besatzung wird evakuiert. Nach Beschuss kommt es zu Bränden an Deck. Öl sei bisher nicht ausgetreten.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
meine geschätzte Kollegin Sabine Oelmann entschwindet in den Feierabend, ab jetzt begleite ich Sie durch den Nachrichtentag. Bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie mich unter marc-oliver.dimpfel[at]ntv.de.
Regierung verschärft Asyl-Kurs deutlich
Die Bundesregierung verschärft den Asyl-Kurs deutlich: Nach der Vorlage eines Maßnahmepakets mit Gesetzesverschärfungen wurden am Freitag erstmals seit der Machtübernahme der radikal-islamischen Taliban im August 2021 wieder Menschen nach Afghanistan abgeschoben.
"Deutschland schiebt heute 28 Straftäter nach Afghanistan ab", teilte Bundesinnenministerin Nancy Faeser mit. "Das ist ein klares Zeichen: Wer Straftaten begeht, kann nicht darauf rechnen, dass wir ihn nicht abgeschoben kriegen", sagte Kanzler Olaf Scholz.
Er kündigt zudem "harte Gespräche" mit europäischen Partnern an, damit diese Flüchtlinge zurücknehmen, deren Asylverfahren dort laufen sollten.
Dänemarks Prinz Christian arbeitet auf einer Farm in Afrika
Dänemarks Kronprinz Christian wird in den kommenden Monaten in Ostafrika leben. Dort soll er das Tagesgeschäft auf zwei Farmen kennenlernen und Einblicke in den lokalen Naturschutz gewinnen, wie das dänische Königshaus mitteilt. Am kommenden Mittwoch geht die Reise los - erst im Dezember soll der Prinz planmäßig nach Dänemark zurückkehren. In welchem ostafrikanischen Land oder welchen Ländern der Aufenthalt stattfinden wird, ließ der dänische Hof offen.
In der dänischen Königsfamilie ist es Tradition, dass Thronfolger in jungen Jahren längere Auslandserfahrung sammeln. Christians Vater König Frederik X. zum Beispiel nahm 1986 an einer Expedition in die Mongolei teil und arbeitete 1989 ein Jahr lang auf einem Weingut in Kalifornien. Christian selbst hatte in diesem Sommer an einem Gymnasium nördlich von Kopenhagen sein Abitur gemacht und dabei durchblicken lassen, nach den Sommerferien "die Welt sehen" zu wollen.
Die dänische Regierung hatte zu Wochenbeginn eine umfassende Afrika-Strategie vorgestellt, mit der sie bei unterschiedlichen Themen neue Partner auf dem afrikanischen Kontinent finden will. Wie aus den Angaben des Königshauses hervorgeht, soll es sich bei der Reise des 18-Jährigen allerdings von Anfang bis Ende um einen privaten Aufenthalt handeln - einen Zusammenhang mit der Regierungsstrategie dürfte es also nicht geben.
Melanias Buch über Trump schon vor Veröffentlichung ein Bestseller
Erst am 1. Oktober veröffentlicht Melania Trump ihre Memoiren, aber schon jetzt mausert sich das Buch zum Bestseller. Auf Amazon lässt sich "Melania: A Memoir" bereits vorbestellen.
Laut der Beschreibung reflektiert die ehemalige First Lady in "Melania" über ihre "slowenische Kindheit, die entscheidenden Momente, die sie in die Welt der Haute Couture in Europa und New York führten und die zufällige Begegnung mit Donald Trump, die ihr Leben für immer veränderte". Seit Ex-US-Präsident Donald Trumps Ausscheiden aus dem Weißen Haus im Januar 2021 hat sich die 54-Jährige größtenteils bedeckt gehalten. Ihre Memoiren sollen nun einen persönlichen Einblick in ihr Leben bieten.
Laut Melania Trumps Website, wo "Melania" für 40 Dollar oder unterschrieben für 75 Dollar erhältlich ist, erzählt das Buch die "kraftvolle und inspirierende Geschichte einer Frau, die persönliche Spitzenleistung definiert, Widrigkeiten überwunden und ihren eigenen Weg eingeschlagen hat". "Die ehemalige First Lady lädt die Leser in ihre Welt ein und bietet ein intimes Porträt einer Frau, die ein außergewöhnliches Leben geführt hat." Zudem verspricht die Website "Geschichten und Bilder, die nie zuvor mit der Öffentlichkeit geteilt worden sind".
Angelina Jolie begeistert in Venedig, Brad Pitt wird sich anstrengen müssen
Angelina Jolie hat am Donnerstagabend bei den Filmfestspielen in Venedig ihren neuen Film "Maria" über die französische Opernsängerin Maria Callas vorgestellt. In einer champagnerfarben Robe von Designerin Tamara Ralph mit Pelzstola sorgte die Schauspielerin für viel Glamour am Roten Teppich. In Venedig feiert der Film des chilenischen Regisseurs Pablo Larraín seine Weltpremiere.
"Ich empfand es als ein Privileg, diese Frau kennenzulernen und einen Moment in ihrer Haut zu stecken. Sie liegt mir wirklich sehr am Herzen", sagte Jolie kurz vor der Premiere über ihre Filmfigur. Regisseur Larraín war schon 2016 mit "Jackie" in Venedig gewesen, einem Film über Jackie Kennedy (gespielt von Natalie Portman) in den Tagen nach dem Attentat auf ihren Mann, den US-Präsidenten John F. Kennedy. 2021 kam der Chilene wieder mit Kristen Stewart als Lady Diana in "Spencer". Maria Callas ist nun die dritte berühmte Frau, der sich der Regisseur widmet. Der Film erzählt von den letzten Wochen im Leben der Opernsängerin im Jahr 1977. Callas starb im Alter von 53 Jahren an einem Herzinfarkt.
Boris Pistorius und eine Kandidatur
Schonmal gleich vorweg, und das wird viele enttäuschen: Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius wird bei der Bundestagswahl 2025 nicht im Wahlkreis Osnabrück antreten. Das hat Pistorius der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) gesagt.
Pistorius, laut Politbarometer Deutschlands beliebtester Bundespolitiker, beendet damit zumindest teilweise die Spekulationen: Es hieß, die Bundes-SPD dränge ihr derzeit stärkstes Zugpferd zu einer Bundestagskandidatur. Allerdings ließ der Verteidigungsminister im Gespräch mit der NOZ offen, ob er in einem anderen niedersächsischen Wahlkreis kandidieren wird: "Dazu werde ich mich zu gegebener Zeit äußern", so Pistorius.
Für Pistorius, der im kommenden Jahr 65 Jahre alt wird, wäre Osnabrück der naheliegende Wahlkreis: Hier ist er geboren, hier hat er seinen Wohnsitz, hier war er sieben Jahre lang (2006 bis 2013) Oberbürgermeister. Im Anschluss war er zehn Jahre lang Niedersachsens Innenminister, bevor der Bundeskanzler ihn als Bundesverteidigungsminister ins Ampel-Kabinett holte.
Das Wetter am Wochenende
Samstag
Über der Mitte noch wolkig und in den Mittelgebirgen und nach Osten hin noch Schauer möglich.
Im Norden oft sonnig, teils vorübergehend Wolkenfelder möglich und trocken.
Auch im Süden reichlich Sonnenschein und meist nur Schönwetterwolken, über den Bergen vor allem vom Südschwarzwald bis in die Alpen vereinzelt Hitzegewitter.
Höchstwerte um 20 Grad an der Ostsee, knapp 25 Grad in Berlin und Dortmund und 26 bis 33 Grad im Süden.
Meist schwacher, teils mäßiger Wind aus Nordost bis Ost.
Sonntag
Reichlich Sonnenschein, vor allem vom Norden bis in den Osten meist sonnig, in der Südwesthälfte vor allem über den Bergen Quellwolken und Wärme-/Hitzegewitter möglich.
Höchstwerte 20 bis 23 Grad an der Ostsee und 26 bis 33 Grad in der Mitte und im Süden.
Warnung vor Anrufen falscher Polizisten
Seit heute Morgen kommt es in Marburg erneut zu Anrufen von falschen Polizeibeamten. Ziel der Betrüger ist es, Wertgegenstände oder Geld zu erlangen.
Die Polizei warnt eindringlich vor solchen betrügerischen Anrufen und weist nochmals darauf hin, dass die Behörde niemals die Herausgabe von Schmuck oder Bargeld verlangen oder am Telefon nach solchen Vermögensverhältnissen fragen. Wertgegenstände, egal welcher Art, werden auch niemals von der Polizei abgeholt, um präventiv verwahrt zu werden.
Eventuelle weitere Geschädigte werden gebeten, sich mit ihrer örtlichen Polizeidienstelle in Verbindung zu setzen oder den Polizeiruf 110 zu wählen.
Peter Maffay wird 75, wir gratulieren!
Unglaublich, Peter Maffay wird morgen 75. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Rockmusiker als "Musiker-Legende" und als "Mann mit Haltung" gewürdigt. Maffay sei seinen Überzeugungen immer treu geblieben und habe seinen Glauben an das Gute im Menschen, an die Veränderbarkeit der Welt, an die Liebe und die Achtung vor dem anderen nie verloren, schreibt er. Steinmeier unterstrich aber auch das gesellschaftliche und politische Engagement des gebürtigen Rumänen, der in Oberbayern aufwuchs und dort bis heute lebt.
Mit der Peter-Maffay-Stiftung und als Schirmherr der Tabaluga-Kinderstiftung helfe der Musiker benachteiligten und traumatisierten Kindern, die Opfer von Gewalt, Drogen oder Krankheit wurden. Außerdem sei er eine beständige Stimme gegen Antisemitismus, gegen Fremdenhass und Rassismus.
Sein Freund, Kollege und Nachbar Leslie Mandoki formuliert das so: "Lieber Peter! Unsere Biografien sind eng miteinander verwoben, (...) wir beide haben in jungen Jahren weit von unserem Geburtsland entfernt in Deutschland eine Heimat gefunden. (...) Als humanistischen Idealen verpflichteter Künstler zeigst du klare Haltung und hältst mit deiner Meinung nicht hinter dem Berg, auch wenn es unbequem sein mag. In dieser Hinsicht bist du für mich ein echter Leuchtturm, (...) der diese Haltung und Werte selbst vorlebt und dort Licht erzeugt, wo es dunkel ist.
Das gilt im Musikalischen genauso wie in deinem breiten gesellschaftlichen und sozialem Engagement (...). Was für eine beeindruckende Lebensleistung an Aufrichtigkeit, Verantwortung und Menschlichkeit! Für die meisten bist du der erfolgreichste deutsche Sänger, (...) für mich ganz persönlich bist du auch der verlässlichste, beste Freund. (...)
Ermittler finden kiloweise Drogen in Hessen
Beamte haben kiloweise Drogen und große Mengen Bargeld in mehreren Wohnungen in Riedstadt im Kreis Groß-Gerau gefunden. Wie die Polizei und die Staatsanwaltschaft Darmstadt mitteilen, beschlagnahmten die Ermittler knapp 20 Kilogramm Marihuana, mehr als 10 Kilogramm Haschisch, etwa 3 Kilogramm Amphetamin, circa 400 Ecstasy-Pillen, rund 270 Gramm Kokain sowie größere Mengen verschreibungspflichtiger Medikamente.
Außerdem wurden den Angaben zufolge rund 36.000 Euro Bargeld, ein Teleskopschlagstock und eine Schreckschusswaffe in den drei durchsuchten Wohnungen sichergestellt. Die Durchsuchung fand demnach bereits am Dienstag im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln statt.
Gegen zwei 27 und 38 Jahre alte Verdächtige lagen bereits Haftbefehle vor, sie kamen in Justizvollzugsanstalten.
Netflix-Star stirbt überraschend mit 41 in Marbella
Fans der spanischen Netflix-Serie "Élite" sind geschockt, Schauspieler Julián Ortega ist überraschend im Alter von 41 Jahren gestorben. Wie mehrere spanische Medien berichten, ereignete sich die Tragödie bereits am vergangenen Sonntag im spanischen Marbella.
Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, erlitt Ortega an einer Strandbar am Zahora Beach in Barbate einen Herzinfarkt und starb noch vor Ort. Strandbesucher hatten Rettungskräfte alarmiert, die noch eine halbe Stunde versuchten, den Schauspieler zu reanimieren – erfolglos.
Auf Instagram zeigen sich Freunde und Fans sehr traurig über den viel zu frühen Tod des Serien-Stars. Sein Schauspielkollege Fernando Tejero schreibt: "Das Leben kann manchmal so grausam sein. Ich bin untröstlich, lieber Freund. Du warst ein großartiger Schauspieler und ein noch besserer Mensch."
Junge zerstört unabsichtlich 3500 Jahre alten Krug - Museum bleibt locker
Ein Museum in Israel hat einem Vierjährigen vergeben, der in der Einrichtung unabsichtlich ein 3500 Jahre altes Ausstellungsstück zerstört hat. Das mit der Universität Haifa verbundene Hecht Museum lud den Jungen und seine Familie sogar ein, erneut zu Besuch zu kommen. Alex Geller, der Vater des Jungen, sagte, sein Sohn - das jüngste von drei Kindern - sei sehr neugierig. Als er es am Freitag scheppern gehört habe, sei sein erster Gedanke gewesen: "Bitte lass das nicht mein Kind sein." Sein Sohn sei kein Kind, das üblicherweise Sachen zerstöre, er habe nur wissen wollen, was sich in dem Gefäß aus der Bronzezeit befinde, so Geller.
Der Krug ist eines von vielen Ausstellungsstücken, die im Hecht Museum frei und ohne besondere Absperrungen präsentiert werden. Das Gefäß sei am Eingang des Museums platziert gewesen. Die Familie habe das Museum nach dem unfreiwilligen Akt der Zerstörung schnell verlassen, ohne den Besuch zu beenden. Die Restauration des Kruges wolle sie als Gelegenheit zur Bildung nutzen - und sicherstellen, dass sich die Familie für eine Rückkehr willkommen geheißen fühle.
Geller und seine Familie leben in der nordisraelischen Stadt Naharija, nur wenige Kilometer von der Grenze mit dem Libanon entfernt. Das Gebiet wird seit mehr als zehn Monaten im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg von der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah mit Raketen beschossen. Die Familie habe die Sommerferien für Museumsbesuche genutzt, um den Spannungen zu entfliehen, sagte Geller.
28 afghanische Straftäter im Flugzeug auf dem Weg nach Kabul
Deutschland hat einem Medienbericht zufolge das erste Mal seit der Machtübernahme der Taliban nach Afghanistan wieder Menschen in das zentralasiatische Land abgeschoben. Wie der "Spiegel" mit Verweis auf Sicherheitskreise berichtete startete am Morgen ein Charterjet der Fluggesesellschaft Qatar Airways von Leipzig aus mit 28 afghanischen Straftätern an Bord in Richtung Kabul. Diese waren demnach zum Teil in der Nacht aus verschiedenen Bundesländern nach Leipzig gebracht worden.
Die Aktion sei federführend vom Bundesinnenministerium organisiert worden. Jeder Abgeschobene erhielt demnach vor dem Flug 1000 Euro Handgeld. Die Abschiebung sei vom Kanzleramt und den Innenbehörden seit gut zwei Monaten vorbereitet worden, hieß es weiter. Innenministerin Nancy Faeser hatte am Donnerstag angekündigt, dass Deutschland "sehr bald" Abschiebungen nach Syrien und Afghanistan umsetzen werde. Ein "großes Rückführungs- und Abschiebepaket" sei schon vor dem tödlichen Anschlag von Solingen "auf den Weg gesetzt" worden.
Bei einem Messerangriff auf einem Stadtfest in Solingen waren vor einer Woche drei Menschen getötet und acht weitere teils schwer verletzt worden. Der mutmaßliche Täter, ein 26-jähriger Syrer, wurde am Samstag festgenommen. Die Bundesanwaltschaft geht von einer Tat mit islamistischem Hintergrund aus. Der Fall löste unter anderem eine Debatte über Abschiebungen und mögliche Versäumnisse der Behörden aus.
Was heute wichtig wird
Kein Mensch kann wirklich wissen, was heute wichtig wird, ehrlich gesagt. Die Überschrift ist etwas großmundig. Vielleicht ist wichtig, dass man nicht mit dem falschen Fuß aufsteht. Die Woche gut beendet. Alles erledigt hat. Sich am Wochenende erholt oder feiert. Keine weiteren Katastrophen passieren, Kriege beendet werden. Jemand ein Mittel gegen Hunger erfindet. Oder gegen Fettleibigkeit. Neben Ozempic, das ist ja schwer zu kriegen. Sie werden schon wissen, was wichtig ist für Sie, hier aber noch ein paar Denkanstöße.
Der Innenausschuss des Bundestags befasst sich ab 11 Uhr mit dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag von Solingen. Die Bundesregierung und der ermittelnde Generalbundesanwalt sollen Bericht erstatten. Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat baldige Abschiebungen nach Syrien und Afghanistan angekündigt. Deswegen müsse man Menschen, die hier straffällig werden, auch wieder abschieben können.
Wie geht der Trouble in Duisburg weiter? Bei Thyssenkrupp ist der Streit um die Neuaufstellung der Stahlsparte eskaliert: Drei Stahlvorstände und vier Aufsichtsratsmitglieder werfen hin, darunter auch Chefaufseher Sigmar Gabriel und Stahlchef Bernhard Osburg.
Die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin hat in ihrem ersten TV-Interview seit ihrer Nominierung die Erfolge der Regierung von Präsident Joe Biden verteidigt und für einen politischen Neuanfang geworben. Kamala Harris kündigte an, bei einem Wahlsieg einen Republikaner in ihr Kabinett holen zu wollen. Bei illegalen Grenzübertritten hat sie auf Konsequenzen gepocht.
Kurz vor den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen werben die Parteien noch einmal kräftig um Zustimmung. Bundeskanzler Olaf Scholz wird gemeinsam mit SPD-Spitzenkandidatin Petra Köpping beim Wahlkampfabschluss der sächsischen Sozialdemokraten in Chemnitz erwartet. In Thüringen liegt die AfD in der Umfrage bei 29 Prozent und damit klar auf dem ersten Platz vor der CDU mit 23 Prozent und dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) mit 18 Prozent.
Während Israels Armee im Rahmen ihres großangelegten Einsatzes im Westjordanland gegen militante Palästinenser vorgeht, sollen mehrstündige Feuerpausen im Gazastreifen die Massenimpfung von Hunderttausenden Kindern gegen Polio ermöglichen.
Die Ukraine bittet beim wichtigsten Verbündeten um die Erlaubnis zum Einsatz weitreichender Waffen gegen Militärziele im russischen Rückraum. Nach Angaben des Pentagons empfängt US-Verteidigungsminister Lloyd Austin seinen ukrainischen Kollegen Rustem Umjerow heute in Washington.
Wie war der Sommer in diesem Jahr? Der Deutsche Wetterdienst (DWD) zieht heute Bilanz. Eine erste Einschätzung, wie sie ausfallen wird, liegt bereits vor. Trotz des abwechslungsreichen Wetters wird er am Ende wohl in den Top 10 der wärmsten Sommer seit Aufzeichnungsbeginn landen.
Harris' Positionen sind klar, Trump findet sie "boring"
Zu zentralen Themen wie Klimawandel und Immigration hat US-Vizepräsidentin Kamala Harris ihre Werte nach ihrer Aussage in einem Interview mit CNN nicht geändert, auch wenn sie ihre politischen Positionen angepasst habe. Die Präsidentschaftskandidatin lobte die Wirtschaftspolitik von Joe Biden, nannte aber keine wesentlichen neuen Details zu ihrem möglichen Regierungsprogramm.
"Wir können wachsen und eine blühende grüne Wirtschaft ohne ein Fracking-Verbot schaffen", so Harris. Auf die Frage nach der Einwanderung verwies Harris auf ihre Qualifikationen als ehemalige Generalstaatsanwältin von Kalifornien: "Wir haben Gesetze, die befolgt und durchgesetzt werden müssen, die sich mit Menschen befassen, die unsere Grenze illegal überqueren, und dort sollte es Konsequenzen geben", so Harris. Auf die Frage nach Bidens Bemühungen um eine Beendigung des Krieges in Gaza blieb Harris der Position des Präsidenten treu und forderte Israel und die Hamas auf, eine Vereinbarung über einen Waffenstillstand und einen Geiselaustausch zu treffen.
Sie wolle einen Republikaner in ihr Kabinett berufen, wenn sie das Weiße Haus gewinnt, nannte aber keine möglichen Namen. "Ich denke, es ist wichtig, bei den wichtigsten Entscheidungen Leute mit am Tisch zu haben, die andere Ansichten und Erfahrungen haben." Donald Trump schrieb als Reaktion auf das Interview auf seiner Social-Media-Plattform: "BORING!!!" Er fügte hinzu: "Ich freue mich darauf mit Genossin Kamala Harris zu debattieren, und sie als Betrügerin zu entlarven, die sie ist."
"Sind im Fall von Mpox gut aufgestellt"
Für einen möglichen ersten Fall einer Mpox-Erkrankung ist Niedersachsen laut Gesundheitsminister Andreas Philippi gewappnet. "Wir sind gut aufgestellt", sagt der SPD-Politiker in Hannover. Die Krankenhäuser seien immer auf infektiöse Patienten vorbereitet. Philippi gehe derzeit von keiner großen Gefahr aus. "Aber es wäre fatal, das Virus auf die leichte Schulter zu nehmen."
Die Menschen müssten für das Virus, das früher Affenpocken hieß, sensibilisiert werden. Zudem sprach sich Philippi für Lieferungen von Impfstoffen nach Afrika aus. "Wir müssen jetzt schnellstmöglich unsere Vorräte prüfen und das vertretbare Maximum an Impfstoffen abgeben", so der Minister. Dies müsse bürokratiefrei und kostenlos geschehen. Am Montag hatte die Bundesregierung angekündigt, 100.000 Dosen Impfstoff an betroffene Länder zu spenden. Der Impfstoff soll aus Beständen der Bundeswehr kommen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte wegen der aktuellen Mpox-Ausbrüche in Afrika und der neuen, womöglich gefährlicheren Klade Ib vor zwei Wochen die höchste Alarmstufe ausgerufen. Vor allem die Demokratische Republik Kongo ist mit mehr als 18.000 Verdachtsfällen und 575 registrierten Todesfällen laut WHO von Ausbrüchen betroffen. Hinzu kommen mehr als 200 bestätigte Infektionen mit der neuen Variante Ib in Burundi, Kenia, Ruanda und Uganda. Außerhalb Afrikas wurden Ib-Fälle bei Menschen in Schweden und Thailand registriert, die zuvor in Afrika waren.
Ulrich Wickert: "Wir müssen uns fragen: Was erträgt Deutschland?"
Ex-Tagesthemen-Moderator Ulrich Wickert ist angesichts des Zuspruchs für die AfD im Osten wie auch im Westen überzeugt, dass es bei der Partei "ganz vernünftige Wähler gibt". "Die sind einfach genervt vom Staat, von der Bürokratie", sagt er im Podcast "Die Wochentester" .
Wickert spricht neben den anstehenden Landtagswahlen auch über die Stimmung im Land nach dem Messer-Attentat von Solingen. "Ich verstehe Leute, die in ihrem Stadtzentrum nicht mehr das Gefühl haben: Ich bin zu Hause. Ich sehe hier immer mehr, die von woanders hergekommen sind. Die müssen nicht rechtsradikal sein, sondern die haben ein Gefühl, das ihnen sagt: Ich fühle mich zu Hause nicht mehr wohl. Und das muss man den Leuten wiedergeben."
Der Journalist und Bestsellerautor, zehn Jahre Paris-Korrespondent der ARD, warnt: "Es steht sehr ernst um Deutschland. Wir müssen uns fragen: Was erträgt Deutschland?"
