Das war Freitag, der 23. Dezember 2022
Liebe Leserinnen und Leser,
nicht nur die Woche ist rum, die Weihnachtsfeiertage stehen an! Auch wenn die Vorstellung von weißer Weihnacht romantisch ist, so bin ich irgendwie immer froh, wenn kein Schnee auf den Straßen liegt oder es Blitzeis wie Anfang der Woche gibt. So kommen hoffentlich alle sicher zu ihren Eltern, Kindern, Geschwistern, Freunden und wen Sie vielleicht noch an diesen Tagen besuchen. Denken Sie auf jeden Fall auch an die Menschen, die an Heiligabend allein sind und "keine große Sache" daraus machen wollen. Einsamkeit ist besonders an diesen Tagen quälend und es ist leicht, mit einem Anruf oder einem kleinen Geschenk Freude zu machen. Ansonsten hoffe ich für Sie, dass Sie nicht noch morgen wie verrückt durch die Läden laufen auf der Suche nach einem Last-Minute-Geschenk. Ich habe zwar keine Geschenke-Tipps (Ja, im Zweifel tut es der Gutschein ...), aber einige Lese-Empfehlungen:
Anlaufstelle für russische Überläufer: "Wir bekommen täglich 50 bis 100 Anfragen" - ein Interview des unabhängigen exil-belarussischen Nachrichtenportal Zerkalo.io, das mein Kollege Uladzimir Zhyhachou übersetzt hat.
Die Kolumne "Wieduwilts Woche: Wenn Selenskyj bei mir Rat sucht, werfe ich meinen Job hin" von Hendrik Wieduwilt.
Doppelagent mit Befugnissen: Mutmaßlicher BND-Spion hatte Zugriff auf NSA-Daten
Pendlerstress vermeiden: Psychologe verrät Strategien zum Runterkommen
George Cohen ist tot: Englands Fußball trauert um einen WM-Helden
Zum Schluss noch ein Tweet, über den ich heute ziemlich schmunzeln musste. Sieht es bei Ihnen vor der Tür auch so aus? Bei mir vor der Haustür lichtet sich auch das (Park-)Feld vor Heiligabend wie hier:
Ich wünsche Ihnen schöne Weihnachtsfeiertage!
Ihre Johanna Ohlau
Meerschweinchen in Altkleidercontainer "entsorgt"
Großes Glück im Unglück für einen kleinen Nager in Mönchengladbach: Beim Leeren eines Altkleidercontainers finden Mitarbeiter ein kleines verängstigtes Meerschweinchen. Sie rufen die Polizei, die das augenscheinlich kranke Tier ins Tierheim bringt und der Weihnachtszeit entsprechend auf den Namen "Noël" tauft. Das teilt die Polizei mit. Der Container ist glücklicherweise noch vor den Feiertagen geleert worden. Sonst wäre der kleine Nager wohl nicht mehr rechtzeitig entdeckt worden, da er sich nur in eine Richtung öffnen lässt. Die Polizei ermittelt, aber es dürfte schwierig werden, den Verantwortlichen für diese Tierquälerei ausfindig zu machen.
Nahverkehrszug in Rheinland-Pfalz teilweise entgleist - keine Verletzten
In Rheinland-Pfalz ist am Abend ein Nahverkehrszug teilweise entgleist - vermutlich aufgrund eines witterungsbedingten Erdrutsches. Verletzt wurde bei dem Unfall in Herdorf im Landkreis Altenkirchen niemand, wie die Polizei mitteilt. Der Triebwagen mit Passagieren sei im Gleisbett geblieben, jedoch seien zwei Achsen von den Gleisen gerutscht. An Bord waren nach Angaben der Bundespolizei 14 Reisende. Die Bahnstrecke muss bis auf weiteres komplett gesperrt werden. Der Zug bleibe bis 27. Dezember dort stehen, weil ein Spezialzug zur Bergung benötigt werde, heißt es auf Anfrage bei der Bundespolizei.
Falsches "stilles Örtchen": Baustellen-Klo unabsichtlich gestohlen
In Bremerhaven gab es seit Donnerstag ein Rätselraten um ein vermeintlich gestohlenes Baustellen-Klo. Diebe können ja mit allem Möglichen etwas anfangen, aber mit einem mobilen Lokus? Will da jemand Wasser sparen und steigt für die nächste Zeit aufs "Dixi" um? Ein fieser Move der Konkurrenz? Oder war's ein ausgeuferter Jugendstreich? Die Antwort ist sehr viel simpler: Das Toilettenhäuschen wurde einfach verwechselt. Ein Mitarbeiter eines Miet-Lokus-Transporters hatte sich in der Straße geirrt und das Klo versehentlich auf sein Fahrzeug geladen. Die Aufstellerfirma hatte daraufhin einen Diebstahl vermutet und die Polizei eingeschaltet. Wie die Polizei nun mitteilt, wurde das "Stille Örtchen" zurück an seinen Platz gebracht. Das erlebt die Polizei sicherlich nicht allzu oft, aber manchmal lösen sich Fälle auch (fast) von selbst ...
Nord-Ostsee-Kanal bleibt über Weihnachten gesperrt - Öl ausgelaufen
Der Nord-Ostsee-Kanal bleibt mindestens noch über die Weihnachtstage für die Schifffahrt gesperrt. Am vergangenen Mittwoch ist dort Öl aus einer Pipeline ausgetreten. Wann es für Schiffe auf der künstlichen Wasserstraße weitergehen kann, könne weiterhin nicht mit Sicherheit gesagt werden, teilt das Havariekommando mit. Die Ölbekämpfungsmaßnahmen würden fortgesetzt. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Nord-Ostsee-Kanal geht den Angaben zufolge davon aus, dass die Sperrung des Kanals frühestens am Mittwoch wieder aufgehoben werden kann - das wäre eine Woche nach dem Auftreten des Lecks.
Salmonellen-Gefahr: Firma ruft Schoko-Weihnachtsmann zurück
Checken Sie bitte nochmal die Schokoladen-Weihnachtsmänner, die Sie zu Weihnachten verschenken wollen - sonst könnte das wortwörtlich "nach hinten losgehen": Die Firma Hans Riegelein & Sohn ruft einen Weihnachtsmann aus Vollmilch-Schokolade zurück. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Packungen mit der Chargennummer L-102293N und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 31.07.2023 mit Salmonellen belastet seien, teilt das Unternehmen im mittelfränkischen Cadolzburg mit. Ein Verzehr des Weihnachtsmannes "Santa Claus in town" könne zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Im Klartext: Das gibt dann Durchfall, Bauchschmerzen und gelegentlich Erbrechen und leichtes Fieber.
Der Rückruf erfolge somit aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes. Der genannte Nikolaus aus 200 Gramm Schokolade sei in Filialen von Netto Marken-Discount in Teilen von Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verkauft worden. Kundinnen und Kunden bekämen auch ohne Vorlage des Kassenbons in ihren Läden das Geld zurück. Wer den Nikolaus gegessen habe und schwere oder anhaltende Symptome entwickele, solle ärztliche Hilfe aufsuchen und auf eine mögliche Salmonellen-Infektion hinweisen, hieß es.
Afghanistan: Taliban-Regierung gespalten nach Univerbot für Frauen?
Die Taliban sind sich ja eigentlich bei einer Sache immer einig: Wenn es darum geht, Frauen abzuwerten und zu entrechten. So schien es auch am vergangenen Dienstag zu sein, als die Islamisten Frauen aus den Universitäten verbannten. Umso verwunderlicher für mich, dass sie beim Hochschulverbot für Frauen wohl doch nicht ganz einer Meinung sind. Einem Medienbericht zufolge ist die Taliban-Regierung gespalten. Innenminister Siradschuddin Hakkani und Verteidigungsminister Mullah Jakub Mudschahid sollen eine Wiedereröffnung der Universitäten für Frauen diskutiert haben, berichtet der für gewöhnlich gut informierte afghanische Sender Tolonews unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Quelle im Innenministerium. Der zuständige Taliban-Minister für Höhere Bildung, Scheich Neda Mohammed Nadim, hatte das Universitätsverbot für Frauen hingegen in einem Interview im Staatsfernsehen verteidigt.
Den drastischen Schritt begründete der Hardliner mit ...
... diesen Satz aus der Agenturmeldung breche ich hier mal ab. Wir alle hier wissen, dass es keine Rechtfertigung dafür gibt, Menschen in Klassen zu unterteilen oder Frauen ihrer Rechte zu berauben. Die menschenverachtenden Bedingungen - etwa dass eine Frau sich voll verschleiern und mit ihrem männlichen Begleiter (wohl eher Bewacher) kommen muss, sind keine weitere Zeile wert. Fakt ist: Solange die Taliban dort ihre Macht ausüben und die Frauen unterdrücken können, wird es immer schlimmer werden. Ich fühle sehr mit den Afghaninnen. Vor allem mit der ganzen Generation junger Frauen, die in Kabul in den vergangenen zwei Jahrzehnten auf ein besseres Leben gehofft hatte und die nun von diesen Steinzeit-Männern ihrer Zukunft beraubt wird. Seit August 2021 gibt es ihre Welt nicht mehr.
Christina Applegate: Humor "schützt" beim Umgang mit MS-Erkrankung
Wer wie ich ein Fan der Netflix-Serie "Dead to me" ist, dem wird sicherlich beim Sehen der neuesten Staffel nicht entgangen sein, dass sich Christina Applegate, die eine der Hauptrollen spielt, körperlich verändert hat. Etwa 20 Kilogramm habe sie zugenommen und könne nicht ohne Stock gehen, sagte die Schauspielerin kürzlich. Die 50-Jährige leidet an Multipler Sklerose (MS), einer Erkrankung des Nervensystems. Bei der Enthüllung ihres Sterns auf dem Hollywood Walk of Fame war es der 50-Jährigen anzusehen, wie sehr die Krankheit ihr zu schaffen macht. Applegate versuche, ihre Krankheit mit Humor zu nehmen, um sich selbst zu "schützen". "Mein Humor-Schild schützt mich, aber natürlich, im Inneren spürt man diese Dinge. Ich mache das, um mich abzulenken und auch um Leuten um mich herum die Angst vor mir zu nehmen", sagte Applegate in der "The Kelly Clarkson Show".
Das sei jedoch nicht immer einfach, da andere Leute sie nun als eine "Person mit Behinderung" sehen würden. Applegate wolle, dass sich die Menschen um sie herum immer noch wohl fühlen. Sie möchte, dass man gemeinsam über ihre Situation lachen könne. "Menschen haben mich fast 40 Jahre lang als diese andere Person gesehen. Jetzt bin ich ganz anders und es ist unglaublich schwierig", gab die US-Amerikanerin jedoch zu. Die Dreharbeiten zu "Dead to me" habe sie nicht aus Zwang gemacht, so Applegate. Viel mehr war es eine Herzensangelegenheit für Applegate, dieses Projekt zu beenden.
Messerangriff auf wohnungslosen Mann - Polizei nimmt Teenager fest
Einen wohnungslosen Menschen anzugreifen, ist eine erschütternde Tat. Das Alter des mutmaßlichen Täters nach einer lebensgefährlichen Messerattacke in Köln erschreckt da zusätzlich: Erst 15 Jahre alt soll der Jugendliche sein, der dafür verantwortlich sein könnte. Das teilt die Polizei mit. Der Jugendliche wurde demnach festgenommen. Er stehe im Verdacht, den 50-Jährigen gestern im Laufe eines Streits angegriffen und lebensgefährlich verletzt zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat einen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags beantragt. Warum es zu der Tat kam, ist noch unklar. Eine gute Nachricht ist schon mal: Der attackierte Mann ist mittlerweile außer Lebensgefahr.
Weiterer Geflügelpest-Ausbruch in Niedersachsen: 22.000 Puten getötet
Der Landkreis Cloppenburg kämpft weiter mit der Geflügelpest: Erneut ist in einem Betrieb ein Ausbruch des Virus nachgewiesen worden, das für Tiere gefährlich ist. Der Bestand mit 22.000 Puten in der Gemeinde Garrel sei tierschutzgerecht getötet worden, teilt die Behörde mit. Schon am Dienstag hatte es auf einem anderen Geflügelhof einen Ausbruch gegeben. Insgesamt mussten damit in dem Landkreis in dieser Woche mehr als 30.000 Puten getötet werden. Zum Schutz vor einer Ausbreitung der Krankheit richtete der Landkreis eine Schutzzone und eine Überwachungszone ein.
Pariser Bürgermeisterin: Schüsse waren Tat eines Rechtsextremisten
Ein bewaffneter Mann stürmt in ein kurdisches Gemeindezentrum in Paris, schießt um sich. Dann feuert er auch in einem gegenüberliegenden Restaurant und in einem Friseursalon Schüsse ab. Mehrere Menschen sterben, weitere werden verletzt. Die Menschen hat er nicht zufällig ausgewählt. Nach Angaben der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo sind die tödlichen Schüsse die Tat eines Rechtsextremisten gewesen. "Die kurdische Gemeinschaft und durch sie alle Pariser wurden durch diese Morde, die von einem rechtsextremen Aktivisten begangen wurden, ins Visier genommen", schreibt Hidalgo auf Twitter. "Die Kurden, wo auch immer sie leben, müssen in Frieden und Sicherheit leben können. Mehr denn je steht Paris in diesen dunklen Stunden an ihrer Seite." Sicherheitskräfte nahmen den mutmaßlichen Täter, einen 69 Jahre alten Mann, fest.
Erst jede zweite Grundsteuererklärung eingereicht
Hausbesitzerinnen und -besitzer müssen bis Ende Januar noch etwas erledigen: ihre Grundsteuererklärung. Doch nicht mal jeder zweite von ihnen soll die Steuererklärung für die neue Steuer wenige Wochen vor Ablauf der Frist eingereicht haben. Das berichtet das "Handelsblatt" und zitiert darin aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums. Demnach betrug die Quote der eingegangenen Erklärungen bis zum 22. Dezember 46,2 Prozent. Knapp 42 Prozent der bisher eingereichten Steuererklärungen wurden elektronisch über das Steuerportal Elster übermittelt, etwa 5 Prozent auf einem Papiervordruck. Wegen der schleppenden Abgabe hatte das Bundesfinanzministerium die Abgabefrist bereits um drei Monate verlängert: Statt bis zum 31. Oktober 2022 haben Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken nun bis zum 31. Januar 2023 Zeit.
Der Chef der Steuergewerkschaft, Florian Köbler, sieht dem Bericht zufolge weiterhin Probleme mit der Verfassungsmäßigkeit der neuen Grundsteuermodelle. "Die Politik muss dringend reagieren und die Bescheide hinsichtlich verfassungsrechtlicher Fragen vorläufig stellen, um einen Einspruchs-Tsunami zu verhindern." Durch die im Jahr 2019 beschlossene Grundsteuerreform greifen ab 2025 neue Methoden für die Berechnung der Steuer, fast 36 Millionen Grundstücke müssen dem Bericht zufolge neu bewertet werden.
Mann vergisst Umschlag mit Geld auf Autodach - und hat großes Glück
Ein Mann in Dersau im Kreis Plön hat heute sein eigenes kleines Weihnachtswunder erlebt: Auf dem Weg zu einem Autokauf legt er einen Umschlag mit 10.000 Euro kurz auf das Dach seines Wagens - und vergisst ihn dort und fährt los. Wie die Polizei mitteilt, bemerkt der Mann kurzes Zeit später das folgenschwere Malheur und meldet sich bei der Polizei. Die hat für den Mann überraschend gute Nachrichten: Das Geld ist wieder aufgetaucht. Eine Frau hatte den Umschlag im Straßengraben gefunden und die große Summe bei der Polizei abgegeben. Auch für sie gab es ein kleines Geschenk in Form von Finderlohn.
Schichtwechsel
Mein liebe Kollegin Vivian Micks verabschiedet sich in die Weihnachtsfeiertage. Ich übernehme für sie im "Tag" und halte Sie hier bis zum späten Abend mit Nachrichten und Wissenswertem aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden. Mein Name ist Johanna Ohlau. Hinweise, Fragen und Kritik bekomme ich gern per E-Mail: dertag@n-tv.de. Los geht's!
Schüsse in Paris - Zahl der Toten steigt auf drei
Bei den Schüssen in Paris ist ein weiterer Mensch ums Leben gekommen. Die Staatsanwaltschaft Paris bestätigt, dass es ein drittes Todesopfer gibt. Zuvor hatte sie von zwei Toten und vier Verletzten berichtet - zwei von ihnen seien schwer verletzt worden. Ein Mann hatte im zehnten Pariser Arrondissement Schüsse abgefeuert. Der Stadtteilbürgermeisterin Alexandra Cordebard zufolge, schoss er in einem kurdischen Gemeindezentrum sowie einem gegenüberliegenden Restaurant und einem Friseursalon. Sicherheitskräfte nahmen einen 69 Jahre alten Mann fest. Die Staatsanwaltschaft leitete Untersuchungen wegen vorsätzlicher Tötung und schwerer Gewalt ein. Zum Motiv des Schützen gibt es noch keine Informationen.
Einbrecher verlieren bei Raubzug Gebiss
Gleich verabschiede ich mich in den Feierabend - vorher möchte ich Ihnen diese skurrile Nachricht aber nicht vorenthalten: In Sankt Augustin bei Bonn haben Einbrecher im Haus eines Ehepaars eindeutige Spuren hinterlassen - ein Gebiss und einen Schuhabdruck. Wie die Polizei mitteilte, hebelten die Einbrecher am Donnerstag die Terrassentür des Hauses auf und durchwühlten es, als das Paar auf einem Spaziergang war. Auf der Suche nach Beute versuchten die Täter auch einen Wandtresor mit einer Spitzhacke aus dem Schuppen des Ehepaars aufzubrechen. Da dies nicht gelang, ließen sie die Hacke in der Wand neben dem geschlossenen Tresor stecken. Geklaut haben die Räuber dafür Armbanduhren, Schmuck und Bargeld. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.
In Eiseskälte geschickt: TV-Reporter jammert live über seinen Job
Über die USA bricht der Winter herein. Ein Lokalsender im Bundesstaat Iowa schickt einen Reporter in den Schnee. Der Mann ist jedoch eigentlich Sportreporter - und hat so gar keine Lust auf seinen Wettereinsatz. Während der stundenlangen Sendung gibt er sich auch keine Mühe, das zu verbergen.
Krankenhaus verwechselt Leichen - Muslim eingeäschert
Der Medizinischen Hochschule Hannover ist ein Missgeschick mit unangenehmem Nachspiel passiert. Nach einer Verwechslung von zwei Leichen ist aus Versehen ein Muslim eingeäschert worden. "Die MHH bedauert die Verwechslung zutiefst, unser Mitgefühl gilt den Angehörigen", sagte ein Sprecher der Medizinischen Hochschule. Feuerbestattungen gelten im islamischen Bestattungsritus als Tabu. Die Leiche des 71 Jahre alten türkischen Staatsbürgers war am vergangenen Freitag im Krematorium verbrannt worden. Eigentlich sollte der Leichnam eines 81-Jährigen aus der Region Hannover eingeäschert werden. Am Montag war dann die Beisetzung mit der Urne und dem falschen Verstorbenen. Die Polizei ist eingeschaltet. Es gebe aber keine strafrechtlichen Ermittlungen, da es keinen Hinweis auf eine vorsätzliche Tat gebe.
Mann tötet zwei Menschen in Paris mit Schüssen
Im Zentrum von Paris spielten sich offenbar angsteinflößende Szenen ab. Mehrere Menschen sind durch Schüsse verletzt worden, zwei sollen an den Verletzungen gestorben sein. Ein Mann um die 60 sei festgenommen worden, hieß es in Polizeikreisen. "Es gab sieben oder acht Schüsse, es herrschte Panik", sagte eine Augenzeugin. Die Schüsse seien im zehnten Arrondissement der französischen Hauptstadt gefallen. Die Polizei rief auf Twitter dazu auf, die Gegend zu meiden. BFMTV und "Le Parisien" zufolge fielen die Schüsse bei einem kurdischen Kulturzentrum. Wie die Staatsanwaltschaft Paris mitteilte, leitete sie Untersuchungen wegen vorsätzlicher Tötung ein.
Fünf Autos krachen bei Recklinghausen ineinander
Auf der Autobahn 43 bei Recklinghausen ist es zu einem Auffahrunfall mit fünf Autos gekommen. Bei starkem Regen war ein 25 Jahre alter Autofahrer in Fahrtrichtung Münster auf das vor ihm fahrende Auto eines 31-Jährigen aufgefahren. Drei nachfolgende Autofahrer - eine 53-Jährige, ein 31-Jähriger und eine 26-Jährige - konnten einen Zusammenstoß mit den beiden Wagen nicht mehr verhindern. Fünf Insassen wurden verletzt, zwei mussten ins Krankenhaus. Die A43 wurde am Abend für rund drei Stunden gesperrt.
18-Jähriger verletzt 26 Restaurant-Gäste mit Pfefferspray
So haben sich die Gäste eines Schnellrestaurants ihren Abend sicher nicht vorgestellt. Offenbar hat ein 18-Jähriger im Landkreis Osterholz Atemwegsreizungen bei 26 Menschen ausgelöst, weil er ausversehen ein Pfefferspray betätigt haben soll. Zwei Menschen mussten laut Polizei sogar in ein Krankenhaus gebracht werden. Gegen den 18-Jährigen ermittelt die Behörde wegen gefährlicher Körperverletzung.
Paketbote rettet sich mit Sprung auf Motorhaube vor Autofahrer
Paketboten haben es in den Tagen vor Weihnachten nicht leicht. Hunderte Pakete wollen pünktlich ausgeliefert werden - trotz Personalmangel und Grippe-Welle. Ein Paketbote hatte in Gelsenkirchen aber einen besonders schweren Tag. Zunächst geriet er beim Ausliefern mit einem Mann in einen Streit. Daraufhin soll der Autofahrer seinen Wagen gewendet und auf den 33-jährigen Paketboten zugefahren sein. Dieser konnte sich nur durch einen Sprung auf die Motorhaube retten. Dabei wurde er laut Polizei verletzt und die Frontscheibe des Autos beschädigt. Der Fahrer flüchtete, konnte aber gefunden werden. Halleluja!
Notruf-App löst Großeinsatz auf Hamburger Reeperbahn aus
Ein Notruf über die Notruf-App Nora am Donnerstagabend hat in Hamburg St. Pauli einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Demnach sollte ein Mann mit einer Waffe in einem Casino auf der Reeperbahn gesehen worden sein. Bei dem Einsatz, an dem auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war, wurde die Reeperbahn an der U-Bahn-Station St. Pauli zwischenzeitlich abgeriegelt. Eine Bedrohung konnte die Polizei aber nicht ausmachen, nach zwei Stunden wurde der Einsatz beendet. Ob eine missbräuchliche Nutzung von Notrufen vorliegt, muss nun der Kriminaldauerdienst ermitteln.
ICE-Messerstecher muss 14 Jahre hinter Gitter
Im Prozess um einen Messerangriff auf mehrere Fahrgäste in einem ICE von Passau nach Nürnberg hat das Oberlandesgericht (OLG) München den Angeklagten zu 14 Jahren Haft verurteilt. Abdalrahman A. sei des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung schuldig. Er hatte im November vergangenen Jahres insgesamt vier Fahrgäste attackiert.
Ex-Oberbürgermeister Feldmann der Korruption schuldig gesprochen
Der abgewählte Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann ist im Korruptionsprozess vor dem Landgericht schuldig gesprochen worden. Feldmann muss wegen Vorteilsnahme in zwei Fällen eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu 175 Euro zahlen, wie das Landgericht Frankfurt bekannt gab.
Aufnahmen zeigen Verwüstung im Inneren rund um Riesen-Aquarium
Das Ausmaß der Zerstörung, die das Platzen des AquaDoms in Berlin anrichtet, ist auch Tage später unübersehbar. Die Arbeiten kommen nur schleppend voran, denn Teile der Decke drohen abzustürzen. Derweil läuft die Suche nach den Ursachen für den Vorfall, der Rätsel aufgibt.
Aus Netflix bekannter Serienmörder kommt frei
Der in der Netflix-Serie "Die Schlange" porträtierte französische Serienmörder Charles Sobhraj ist nach fast zwei Jahrzehnten aus dem Gefängnis in Nepal freigekommen. Der 78-Jährige wurde aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus der Haft entlassen. Er soll innerhalb von 15 Tagen nach Frankreich abgeschoben werden. Der Franzose hatte in den 70er Jahren in Asien zahlreiche Menschen getötet. Er wird mit mehr als 20 Morden in Verbindung gebracht. In Nepal saß er seit 2003 wegen der Ermordung von zwei nordamerikanischen Touristen in Haft. Sobhrajs Masche war es, sich zunächst mit seinen späteren Opfern anzufreunden und ihr Vertrauen zu erschleichen, bevor er sie unter Drogen setzte, ausraubte und tötete. Die Pässe männlicher Opfer nutzte er, um weiterzureisen. Seinen Spitznamen "Die Schlange" erhielt er wegen seiner Fähigkeit, andere Identitäten anzunehmen und dadurch den Fängen der Justiz zu entgehen.
Mehrere Menschen sterben nach schweren Schneefällen in Japan
Nicht nur in den USA haben die Menschen mit einem schweren Wintereinbruch zu kämpfen, auch in Japan sorgen rekordhohe Schneemassen für Lebensgefahr. Wie der japanische Fernsehsender NHK am Freitag meldete, kamen mindestens acht Menschen ums Leben, mindestens 45 weitere erlitten Verletzungen. Besonders betroffen von den teils rekordhohen Schneemassen sind wie üblich vor allem Regionen am Japanischen Meer und auf Hokkaido im Norden Japans. Auch andernorts waren in den vergangenen Tagen Straßen und Autobahnen immer wieder unter Schnee begraben. Es kam zu kilometerlangen Autokolonnen. In den nächsten Tagen soll es so weiter gehen.
Bahnchaos vor Heiligabend - DB-Chef bekommt Gehaltserhöhung
Ob mit dem Auto, der Bahn oder im Flugzeug: Wer einen Tag vor Heiligabend durch Deutschland reist, wird das wohl kaum ohne teils erhebliche Verspätungen schaffen. Für besonders großen Unmut sorgt dabei die Deutsche Bahn - nicht zuletzt, weil mitten im Chaos ihr Chef eine kräftige Gehaltserhöhung bekommt.
Frau öffnet Lieferdienst mit blutverschmiertem Gesicht die Tür
Man möchte glauben, dass sich kurz vor Weihnachten die Menschen einander Liebe und Mitgefühl schenken. Doch weit gefehlt: Die Polizei hat in Wadern einen betrunkenen Mann festgenommen, der seine Lebensgefährtin beleidigt, bedroht und ins Gesicht geschlagen haben soll. Ans Licht kam es dank eines aufmerksamen Lieferdienst-Mitarbeiters. Ihm ist die Frau am späten Donnerstagabend aufgefallen, weil sie mit blutverschmiertem Gesicht eine Pizza entgegengenommen und dabei stark verängstigt gewirkt habe. Später stellte sich heraus, dass die Frau einen Nasenbruch erlitt. Sie wurde im Krankenhaus behandelt.
Gegen ihren Partner, der auch die Einsatzkräfte beleidigte, wurde ein mehrtägiges Rückkehrverbot in die Wohnung ausgesprochen. Als Beamte später die Frau vom Krankenhaus zurück zur Wohnung begleiteten, hatte er die Tür jedoch von innen blockiert. Ihn erwarten mehrere Strafverfahren wegen Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Wer ist der Lieblingssänger des Weihnachtsmanns?
Elf-is Presley!
Haben Sie gelacht? Den Weihnachtswitz können Sie sich gerne ausborgen und an Heiligabend bei Ihrer Familie oder Freunden zum Besten geben. Falls Sie einen Besseren kennen, schicken Sie ihn mir gerne an: vivian.micks@ntv.de.
Was steht sonst einen Tag vor Heiligabend noch an? Der politische Terminkalender ist bereits leer. Viel steht nicht auf dem Programm:
In den USA hat der Untersuchungsausschuss des Kongresses zum Sturm auf das Kapitol in Washington seinen Abschlussbericht vorgelegt. Darin spricht sich der Ausschuss dafür aus, dass der ehemalige US-Präsident Donald Trump wegen Anstiftung zu dem Aufstand am 6. Januar 2021 strafrechtlich belangt werden sollte. Der Bericht umfasst mehr als 800 Seiten. Er basiert auf fast 1200 Interviews, Hunderttausenden Dokumenten sowie den Urteilen zahlreicher Gerichte.
Urteil im Prozess gegen mutmaßlichen Islamisten wegen Messerangriffs auf Reisende in einem ICE in der Oberpfalz: Am 6. November 2021 hatte der damals 27-Jährige laut Anklage in dem Zug Passau-Hamburg zwischen Regensburg und Nürnberg plötzlich vier Männer angegriffen und zum Teil schwer verletzt.
Urteil im Prozess gegen den Frankfurter Ex-Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) wegen Korruptionsverdachts: Feldmann wird im Zusammenhang mit dem Awo-Skandal Vorteilsannahme vorgeworfen. So habe ihn die Arbeiterwohlfahrt im Wahlkampf 2018 durch Einwerbung von Spenden unterstützt. Im Gegenzug habe er die Interessen des Sozialverbands "wohlwollend berücksichtigen" wollen.
Damit wünsche ich Ihnen einen angenehmen (hoffentlich) letzten Arbeitstag und viel Erfolg beim Kauf der letzten Geschenke. Und nicht vergessen: Eigentlich geht es an Weihnachten ja um was anderes. Gerade in diesen Zeiten können sich nicht mehr alle Menschen in Deutschland das Weihnachtsfest leisten, das Sie gerne gehabt hätten. Und falls Sie kein Weihnachten feiern, wünsche ich Ihnen schöne Feiertage und einen großen Dank an alle Rettungskräfte, Feuerwehrleute, Gastro-Kräfte und viele andere, die trotzdem arbeiten gehen.
Ihre Vivian Micks
Nur in einem Teil Deutschlands Chance auf weiße Weihnacht
Der Freitag bietet größtenteils Regenschauer. Lediglich in den Küstenregionen wird es etwas freundlicher. An Heiligabend ist es vielerorts für Schnee deutlich zu warm. Im Nordosten bleibt dank der drei Grad eine Restchance bestehen.
"Historischer" Wintersturm stürzt Teile der USA vor Weihnachten ins Chaos
Eine arktische Kaltfront mit Temperaturen bis zu minus 40 Grad Celsius hat weite Teile der USA kurz vor Weihnachten ins Chaos gestürzt. Unzählige Menschen konnten ihre für das Fest geplanten Reisen am Donnerstag (Ortszeit) nicht antreten; für 280 Millionen US-Bürger galten Wetterwarnungen. Präsident Joe Biden warnte seine Landsleute: "Das ist nicht wie ein schöner Schneetag in Kindertagen. Das ist richtig ernst." Betroffen ist vor allem der Norden und der mittlere Westen des Landes - aber auch der Süden der USA. Für die Bundesstaaten Louisiana, Teile von Mississippi, Alabama und Texas wurde extreme Frostwarnung ausgerufen. Meteorologen warnten, dass die Menschen ihre Häuser nicht verlassen sollten. Wer nach draußen gehe, riskiere innerhalb von Minuten Frostbeulen. Bei längeren Aufenthalten drohe gar der Tod. Dem Bundesstaat New York wurde ein Sturm vorhergesagt, "wie er nur einmal pro Generation vorkommt". Tausende Flüge wurden gestrichen, ebenso wie viele Straßen.
Auf Deutschlands Straßen könnte es heute eng werden
Zum Weihnachtsfest drängt es viele nach Hause, einige auch in die Ferne: Auf Deutschlands Straßen herrscht wegen des regen Reiseverkehrs rund um die Festtage über Weihnachten Staugefahr. Nach Angaben des ADAC könnte es vor allem an diesem Freitag zu Behinderungen kommen, wenn der Berufsverkehr auf den Feiertagsverkehr trifft.
Während es am Heiligen Abend und am 25. Dezember auf den Fernstraßen weitgehend ruhig bleiben dürfte, erwarten die Verkehrsexperten am zweiten Weihnachtstag (26. Dezember) erneut ein hohes Verkehrsaufkommen. "An diesem Tag kehren viele Weihnachtsurlauber und -urlauberinnen von ihrem Verwandten- und Familienbesuch heim. Ganz so stark wie zu Beginn des Weihnachtswochenendes wird das Verkehrsaufkommen aber nicht sein", heißt es aus München.
In Bayern erwartet der ADAC unter anderem auf der A3 Frankfurt-Nürnberg-Passau, auf der A8 Stuttgart-München-Salzburg oder der A9 München-Nürnberg-Berlin, dass die Fahrbahnen an ihre Kapazitätsgrenzen kommen könnten.
Die Deutsche Bahn hat auf das zu erwartende hohe Reiseaufkommen rund um die Feiertage bereits im Vorfeld reagiert: 80 Sonderzüge sollen 40.000 Sitzplätze zusätzlich auf die Schiene bringen.