Mittwoch, 05. Oktober 2022Der Tag

mit Lea Verstl
Lea Verstl
22:30 Uhr

Das war Mittwoch, der 5. Oktober 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

die ukrainische Notenbank druckt Geld, um den Staatsaushalt vor der Pleite zu retten. Dabei droht eine Hyperinflation von 1000 Prozent oder mehr. Nur noch 40 Prozent ihres Haushalts kann die Regierung in Kiew durch ihre Steuereinnahmen decken, denn die Kosten des Krieges sind hoch. Und internationale Geldgeber wie die EU bleiben hinter ihren Versprechungen zurück. Über die katastrophale wirtschaftliche Lage des kriegsgebeutelten Landes berichtet mein Kollege Max Borowski.

Ansonsten möchte ich Ihnen diese Geschichten ans Herz legen:

Ich wünsche Ihnen einen friedlichen Abend und eine gute Nacht.

21:58 Uhr

Ohne Lappen zum Gericht wegen Fahrens ohne Führerschein

Zu einer Gerichtsverhandlung wegen Fahrens ohne Führerschein ist ein Mann in Delbrück mit dem Auto angereist - und das noch immer ohne Lappen. Der 34 Jahre alte Fahrer sei im Juni bei einer Verkehrskontrolle, bei der er die Anhaltezeichen ignoriert hatte und weitergefahren war, ohne Führerschein erwischt worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Die Strafanzeige führte nun zu der Gerichtsverhandlung. Auf dem Weg zum Amtsgericht fiel einem als Zeugen geladenen Polizisten dem Bericht nach dann aber am heutigen Mittwoch wiederum das Auto des Mannes auf, das er dann mit seinem Streifenkollegen stoppte. Am Steuer saß der 34-Jährige selbst, der - immer noch ohne Führerschein - zum Gericht fuhr. Die Fahrt setzte er im Polizeiauto fort, in der Verhandlung wurde er zu einer mehrmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt.

21:19 Uhr

Witz über tschechische Annexion Kaliningrads düpiert Russen

Wenn vier ukrainische Gebiete russisch werden, dann wird Kaliningrad eben tschechisch: Dieser Satire-Angriff auf die russische Exklave hat in den vergangenen Tagen viel Aufsehen in Online-Netzwerken erregt. In Anspielung auf die vergangene Woche von Russland proklamierte Annexion von vier ukrainischen Regionen schlugen zahlreiche Nutzer vor, das früher deutsche Königsberg an die Tschechische Republik anzuschließen. Unter anderem wurde unter dem Titel "Make Kaliningrad Czech Again" an tschechische Bürger appelliert, sich am kommenden Montag vor der russischen Botschaft in Prag zu versammeln.

Insbesondere Nutzer aus Tschechien und Polen trugen mit Witzen und Memes zu dem Online-Phänomen bei. "Es ist Zeit, Kaliningrad aufzuteilen, damit unsere tschechischen Brüder einen Zugang zum Meer bekommen", schrieb ein polnischer Nutzer unter dem Pseudonym "Papiez internetu" (Internet-Papst) im Kurzbotschaftendienst Twitter - und fügte einen Kartenausschnitt an, in der die an Polen, Litauen und die Ostsee grenzende russische Exklave in eine polnische und eine tschechische Hälfte aufgeteilt ist.

Mehrere Internetnutzer schlugen eine U-Bahn-Linie zwischen der zweitgrößten tschechischen Stadt Brünn, der polnischen Hauptstadt Warschau und Kaliningrad vor - oder eine Bier-Pipeline "Beer Stream II", die Kaliningrad von Prag aus mit dem weltweit begehrten tschechischen Gerstensaft versorgt.

Der christdemokratische tschechische Politiker Tomas Zdechovsky trug zur Popularität des Internet-Gags bei, indem er ihn auf Twitter verbreitete - womit er allerdings auch empörte Reaktionen in Russland hervorrief. Das Nachrichtenportal "EurAsia" schrieb von einem "revanchistischen" Tweet und nannte die Autoren einer scherzhaft gemeinten Petition für die Annexion Kaliningrads "Provokateure". "Russen haben nicht viel Sinn für Humor", entgegnete Zdechovsky auf Twitter.

20:44 Uhr

Hillary Swank erwartet Zwillinge mit 48

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Freut sich auf ihr spätes Mutterglück: Hillary Swank.

(Foto: picture alliance / NurPhoto)

Die US-Schauspielerin Hilary Swank erwartet Zwillinge. "Ich werde Mutter - und nicht nur von einem Kind, sondern von zwei", sagte die 48-Jährige in der US-Fernsehsendung "Good Morning America". "Ich kann es nicht glauben." Weitere Details verriet die zweifache Oscar-Preisträgerin zunächst nicht.

Swank ist seit 2018 mit dem Unternehmer Philip Schneider verheiratet, zuvor war sie zwischen 1997 und 2007 schon einmal mit dem Schauspieler Chad Lowe verheiratet gewesen. Bislang hat Swank keine Kinder. Berühmt wurde sie mit ihren Rollen in Filmen wie "Million Dollar Baby" oder "Boys Don't Cry".

20:13 Uhr

Unbekannter klaut behinderten Schülern Tiere aus Streichelzoo

In Erfurt hat ein Unbekannter die Tiere aus dem Streichelzoo einer Schule gestohlen. Wie die Polizei in der thüringischen Landeshauptstadt nun mitteilte, stellte der Hausmeister der Schule am Dienstag das Fehlen der Tiere fest. Aus dem für Kinder mit Behinderung errichteten Streichelzoo klaute der Unbekannte drei Meerschweinchen und drei Zwergkaninchen. Lediglich einen Rammler namens Eckardt ließ der Täter demnach zurück. Der Sachwert der Tiere sei zwar gering, der Verlust für die Schüler jedoch sehr groß, erklärten die Beamten.

20:01 Uhr
19:18 Uhr

Ebola breitet sich in Uganda aus - 29 Tote

Im ostafrikanischen Uganda sind seit einem Ebola-Ausbruch vor zwei Wochen 29 Menschen an der Viruskrankheit gestorben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilte in Genf mit, insgesamt seien 63 bestätigte und mutmaßliche Fälle gemeldet worden. Zehn Mitarbeiter des Gesundheitssystems seien infiziert worden, vier von ihnen seien gestorben, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus vor Journalisten. Vier Ebola-Patienten seien inzwischen genesen und würden im Rahmen der Nachsorge betreut.

Das Gesundheitsministerium in Kampala hatte vor zwei Wochen eine Ebola-Epidemie im Zentrum des Landes gemeldet. Uganda war in der Vergangenheit mehrfach von Ebola-Ausbrüchen betroffen. 2019 waren dort mindestens fünf Menschen an Ebola gestorben. Im Jahr 2000 starben bei einem Ebola-Ausbruch im Norden des Landes 200 Menschen.

18:19 Uhr

Fünf falsche Polizisten sollen Tausende Euro erbeutet haben

In Hannover haben die Ermittler fünf Trickbetrüger im Alter von 17 bis 21 Jahren gefasst. Die mutmaßlichen Täter hätten als falsche Polizisten einen hohen fünfstelligen Betrag erbeutet, teilte die Polizei mit. Den fünf Verdächtigen - zwei 17-Jährige, ein 18-Jähriger, ein 19 und ein 21 Jahre alter Mann - werden insgesamt 21 vollendete Betrugstaten vorgeworfen.

Die Beamten fanden bei mehreren Wohnungsdurchsuchungen in Hannover sowie einer im nordrhein-westfälischen Grevenbroich diverse Mobiltelefone sowie Kleidung, die zu den jeweiligen Taten getragen worden war. Den Angaben zufolge wurden nach Abschluss der Maßnahmen vier der fünf mutmaßlichen Täter wieder entlassen.

17:52 Uhr

Baldwin darf Western nach Todesschüssen weiterdrehen

Hollywood-Star Alec Baldwin hat nach dem tödlichen Schuss auf die Kamerafrau Halyna Hutchins bei einem Western-Dreh eine außergerichtliche Einigung mit der Familie der Verstorbenen erzielt. Das gab Baldwin im Onlinedienst Instagram bekannt. "Wir sind all jenen dankbar, die zur Lösung dieser tragischen und schmerzhaften Situation beigetragen haben." Es sei allen stets darum gegangen, was das Beste für Hutchins Sohn sei, erklärte Baldwin.

Hutchins Witwer Matthew, der Baldwin und weitere Produzenten des Westerns "Rust" im Februar verklagt hatte, erklärte, der Film solle nun ab Januar 2023 zu Ende gedreht werden. Er selbst werde Produzent des Westerns, die Klage werde zurückgezogen. US-Medienberichten zufolge wird Hutchins dadurch einen Teil der Einnahmen des Films erhalten. Die Vereinbarung muss noch von einem Gericht abgesegnet werden.

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17:32 Uhr

CDU sieht große Gefahr für die deutsche Industrie

Aus Sicht des stellvertretenden Vorsitzenden der CDU muss die Ampel-Regierung schnell handeln, um die Industrie zu retten. Carsten Linnemann kritisierte die Regierenden scharf für ihre Untätigkeit. "Ich weiß nicht, ob das allen in der Politik bewusst ist: Zum ersten Mal seit 70 Jahren steht unser Geschäftsmodell in Frage", sagte Linnemann gegenüber RTL/ntv. Deutschland baue seinen Wohlstand auf den industriellen Mittelstand, sagte der CDU-Politiker und fügte hinzu: "Wenn die Industrie einmal weg ist, ist sie weg. Dann war es das mit dem Wohlstand in Deutschland. Deshalb muss jetzt gehandelt werden."

Linnemann forderte von der Ampel-Regierung u.a., das "Energie-Angebot" zu erweitern und die Wirtschaft zu unterstützen. Die geplanten weiteren Hilfen der Bundesregierung in Höhe von 200 Milliarden Euro bezeichnete Linnemann als eine "abstrakte Zahl" - man wisse nicht konkret, was dann wirklich für die Menschen komme.

17:07 Uhr

Scheuer zu Corona-Maskendeal: "Würde alles wieder machen"

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Gut gelaunt auf dem Weg in den Masken-Untersuchungsausschuss: Andreas Scheuer.

(Foto: picture alliance/dpa)

Dank einer Vermittlung durch den ehemaligen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat eine Firma dem deutschen Staat zu Beginn der Corona-Pandemie 2020 fehlerhafte Masken geliefert. Scheuer hatte damals ein Angebot eines Unternehmens aus Niederbayern an die Regierung vermittelt. Tatsächlich kam das Geschäft am Ende zustande: Ministerpräsident Markus Söder und Scheuer nahmen damals publikumswirksam eine Masken-Ladung in Empfang. Später stellte sich heraus, dass ein Teil der aus China gelieferten Masken mangelhaft war und noch einmal ausgetauscht werden musste.

Nun verteidigt Scheuer im Masken-Untersuchungsausschuss des bayerischen Landtags sein Vorgehen. Man sei damals in einer Notsituation gewesen, betonte Scheuer als Zeuge im Ausschuss. Alle hätten das Ziel gehabt, den Engpass bei Corona-Schutzmasken zu beseitigen und zu helfen. Er habe es deshalb für wichtig gehalten, Angebote an die zentralen Stellen weiterzuleiten. Denn er habe es als seine Pflicht angesehen, nach bestem Wissen und Gewissen mitzuhelfen. Sonst hätte es den Vorwurf der Untätigkeit und noch mehr gegeben. "Ich würde alles genauso wieder machen", betonte Scheuer.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:40 Uhr

Polizistinnen lassen Kollegen allein im Kugelhagel - Bewährung

Weil sie ihre Kollegen bei einem Schusswechsel allein ließen, sind zwei Polizistinnen aus Nordrhein-Westfalen im Berufungsverfahren zu jeweils vier Monaten Haft verurteilt worden. Die Strafe wurde jedoch zur Bewährung ausgesetzt, wie ein Sprecher des Landgerichts Hagen sagte. Das Berufungsurteil gibt den Angeklagten demnach die Möglichkeit, weiterhin als Beamtinnen tätig zu sein.

Das Amtsgericht Schwelm verurteilte die Beamtinnen bereits zu jeweils einem Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung. Bei einer rechtskräftigen Verurteilung hätten sie ihren Beamtenstatus verloren. Sie legten aber Berufung gegen das Urteil ein. In Hagen wurde der ganze Fall deswegen noch einmal aufgerollt.

Die inzwischen 33 und 38 Jahre alten Polizistinnen waren im Mai 2020 zufällig an zwei Kollegen vorbeigefahren, die dort einen Autofahrer einer Verkehrskontrolle unterzogen. Dieser zog plötzlich eine Waffe und schoss auf die beiden Kollegen, die das Feuer erwiderten. Obwohl sie den Schusswechsel bemerkten, hätten die Polizistinnen nicht geholfen, lautete der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

16:14 Uhr

Lindner will Rundfunkgebühren wegen Inflation "einfrieren"

Die Filz-Vorwürfe beim RBB rufen die Liberalen auf den Plan. So sprach sich Bundesfinanzminister Christian Lindner gegen eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags aus. "Ein Einfrieren der Gebühren wäre das richtige Signal angesichts der Belastungen der Menschen durch die Inflation", sagte Lindner der "Süddeutschen Zeitung". Steigerungen bei Preisen und Tarifen sollten die Sender "durch Konsolidierung und Reformen in den bestehenden Budgets finanzieren". Dies sei "realistisch und ambitioniert zugleich", sagte der FDP-Politiker.

Lindner schlug als Teil von Reformbemühungen vor, die Gehälter der Intendanten zu begrenzen. Da die öffentlich-rechtlichen Sender gebührenfinanziert sind, brauche es "einen objektiven Maßstab". Dies könnten "die Bezüge höchster Staatsämter sein, wie in unserem Fall Bundeskanzler oder Ministerpräsident".

15:19 Uhr

Hier kauft Angela Merkel ihre Brötchen

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Selbst ist die Frau: Merkel beim Bäcker in Berlin.

(Foto: action press)

Ihr Leibgericht ist Pommersche Kartoffelsuppe. Und obwohl sie es nicht müsste, kauft Angela Merkel selbst im Supermarkt ein, wie zahlreiche Paparazzi-Fotos belegen. Beliebt war die Ex-Kanzlerin bereits zu ihrer Amtszeit nicht zuletzt wegen ihrer Bodenständigkeit. Auch in der Rente bleibt Merkel auf dem Teppich: Sie holt ihre Bötchen selbst beim Bäcker. Das belegen neue Bilder, die Merkel dabei zeigen, wie sie die Bäckerei Wiener Brot im Stadtteil Mitte besucht, um dort einzukaufen. Starallüren – Fehlanzeige!

15:00 Uhr

Räuber-Duo will flüchten und landet in Grube

Im brasilianischen Alambari rauben zwei Männer die Kassen einer Tankstelle aus und wollen danach auf einem Motorrad fliehen. Doch das läuft nicht wie geplant: Die beiden Diebe landen mit Vollgas in einer Werkstattgrube. Kameras halten das Schauspiel fest.

14:40 Uhr

Gegen Kopftuchzwang: Stars schneiden sich ihre Haare ab

Auch im Iran sollten Frauen entscheiden dürfen, ob und wie sie ihren Kopf bedecken. Doch in dem Land gehen Sicherheitskräfte momentan brutal gegen Demonstranten vor, die den Kopftuchzwang der Regierung abschaffen wollen. Aus Solidarität mit dem Protest haben sich rund 50 berühmte französische Schauspielerinnen und Sängerinnen Haare abgeschnitten. Auf dem Protestvideo blickt zunächst Oscar-Preisträgerin Juliette Binoche in die Kamera, sagt "for freedom" (für die Freiheit), schneidet sich ein Haarbüschel ab und hält es in die Kamera.

Weitere Beteiligte an dem mit der Hymne "Bella Ciao" unterlegten Video sind unter anderem Isabelle Huppert, Jane Birkin und Charlotte Gainsbourg. "Das iranische Volk, allen voran die Frauen, demonstrieren unter Einsatz ihres Lebens. Dieses Volk hofft nur auf den Zugang zu den grundlegendsten Freiheiten. Diese Frauen, diese Männer bitten um unsere Unterstützung", heißt es in einem begleitenden Text zu dem Video auf dem Instagram-Account "soutienfemmesiran".

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14:19 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Kristin Hermann beendet ihren "Tag", damit sie ihren Feierabend genießen kann. Mein Name ist Lea Verstl und ich darf Sie von nun an durch diesen Mittwoch begleiten. Die milde Herbstsonne lässt in Berlin die Blätter bunt leuchten, während ich es mir mit einem Ingwertee vor dem Schreibtisch gemütlich gemacht habe, um mit Ihnen gemeinsam den Nachmittag zu verbringen. Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreiben Sie mir gerne: dertag@n-tv.de.

13:57 Uhr

Clubs, Kneipen und Bordelle: Großrazzia auf St. Pauli

Bei einer Großrazzia auf dem Hamburger Kiez haben Steuerfahnder, Polizei- und Zollbeamte Clubs, Kneipen und Bordelle auf St. Pauli durchsucht. Insgesamt seien 26 Durchsuchungsbeschlüsse in Hamburg, Schleswig-Holstein und Österreich vollstreckt worden, sagte Oberstaatsanwältin Liddy Oechtering. Dabei seien auch Privatwohnungen von insgesamt zehn Beschuldigten durchsucht worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen der gemeinschaftlichen, bandenmäßigen Hinterziehung von Umsatzsteuer bei der Betreibung von Bordellen. Dabei handele es sich um einen hohen sechsstelligen Betrag.

13:19 Uhr

Nach Anschlag auf Nord Stream: Estland schlägt Pipeline-Unterwasserüberwachung vor

Nach dem Anschlag auf die Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 in der Ostsee fordert der estnische Verteidigungsminister Hanno Pevkur eine gemeinsame Unterwasserüberwachung der NATO und einen besseren Informationsaustausch. "Die NATO betreibt seit Jahren "air policing", also Luftraumüberwachung, über der Ostsee", sagte Pevkur der Wochenzeitung "Die Zeit". "Wir sollten jetzt auch über "sub policing" nachdenken, also Unterwasserüberwachung." Während die Luft- und Landaufklärung der NATO bereits gut sei, habe das Verteidigungsbündnis zu wenige Informationen über die Meere - vor allem in der Tiefe. "Was die Meere angeht, wissen wir nur, was sich an der Oberfläche tut. Darunter wird's schwierig", meinte Pevkur.

12:48 Uhr

Nach Attacken von Klimagruppe auf Erdölleitung ermittelt Staatsanwalt

Im Zusammenhang mit Attacken von Mitgliedern der Klimaschutzgruppe "Letzte Generation" auf Erdölpumpstationen in Mecklenburg-Vorpommern ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen mehrere Beschuldigte. Wie ein Sprecher in Neubrandenburg sagte, geht es um zwölf Verfahren. In den meisten Fällen werde zwei Beschuldigten Störung öffentlicher Betriebe, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch vorgeworfen. Die Fälle sollen sich seit Anfang 2022 vor allem in Lindenhof bei Demmin und Glantzhof bei Strasburg in Vorpommern-Greifswald ereignet haben.

Dort verläuft seit Jahrzehnten eine Erdölleitung vom Ölhafen in Rostock ins brandenburgische Schwedt, die wegen des Erdölembargos Deutschlands die Raffinerie dort versorgen soll - statt der unterirdischen Druschba-Ölleitung aus Russland. Zu den verdächtigen Aktivisten, die den Angaben zufolge die Leitungen blockieren wollten, gehören zwei 66 und 72 Jahre alte Männer aus Bayern, die bei Demmin gefasst worden waren. Den Beschuldigten droht eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Die Gruppe "Letzte Generation" war unter anderem immer wieder mit Autobahnblockaden in Berlin aufgefallen.

12:26 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

12:07 Uhr
Breaking News

Chemie-Nobelpreis geht an drei Molekülforscher

Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an die Forscher Carolyn Bertozzi, Morten Meldal und Barry Sharpless für die Entwicklung von Methoden zum zielgerichteten Aufbau von Biomolekülen. Das teilt die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mit.

11:53 Uhr

Bericht: Tiktok macht Unterdrückung von Kommentaren nicht transparent

Die chinesische Kurzvideo-Plattform Tiktok nutzt nach einem Bericht von tagesschau.de weiterhin fragwürdige Wortfilter, um bestimmte Kommentare zu unterdrücken, ohne dass die betroffenen User davon etwas mitbekommen. Unter den Wörtern, die von Tiktok offenbar blockiert werden, finden sich "Nazi", "Sklaven" und "Gas", aber auch "LGBTQ" und "schwul", wie die Recherchen von NDR, WDR und der "Tagesschau" ergaben. Bei den Test-Postings von NDR, WDR und der "Tagesschau" machte die Videoplattform den Nutzerinnen und Nutzern gegenüber kein einziges Mal transparent, ob und warum ein Kommentar nicht erschien. Stattdessen erweckte die App den Eindruck, ihre Kommentare seien öffentlich. Tiktok-Nutzer können sich daher nicht gänzlich sicher sein, ob der eigene Kommentar auch für andere Menschen sichtbar ist.

Eine Tiktok-Sprecherin räumte ein, dass ihr Unternehmen Technologien einsetze, mit der man "proaktiv" nach Kommentaren suche, die gegen die Tiktok-Richtlinien verstoßen oder die ein Spam-Verhalten darstellen. Man versuche auch zu unterbinden, dass Nutzerinnen und Nutzer denselben Kommentar mehrmals posten. In dem aktuellen Fall seien auch Kommentare, die nicht gegen die Community-Richtlinien verstoßen haben, fälschlicherweise als potenziell schädlich gekennzeichnet worden. "Dies hätte nicht passieren dürfen, und wir werden unsere automatisierten Systeme weiter trainieren, um eine faire und einheitliche Moderation zu gewährleisten", erklärte die Tiktok-Sprecherin.

11:24 Uhr

Jeder Dritte hat kein Geld für unerwartete Ausgaben

Unerwartete größere Ausgaben übersteigen bei fast einem Drittel der Menschen in Deutschland die eigenen Finanzmittel. 31,9 Prozent der Bevölkerung hierzulande war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im vergangenen Jahr nicht in der Lage, spontan 1150 Euro oder mehr aus dem vorhandenen Budget zu stemmen. Damit war diese Gruppe nach Berechnungen der Wiesbadener Statistiker in Deutschland größer als etwa in Frankreich (27,6 Prozent) und den Niederlanden (15,1 Prozent). In Rumänien, Kroatien, Griechenland, Zypern und Lettland verfügten nach Angaben der Behörde jeweils mehr als 40 Prozent der Bevölkerung nicht über ausreichende finanzielle Rücklagen für ungeplante größere Ausgaben.

In Deutschland mussten im Jahr 2021 den Angaben zufolge zwei Fünftel der Menschen mit einem Nettoeinkommen von weniger als 22.000 Euro auskommen. Einem Fünftel der Bevölkerung stand ein sogenanntes Nettoäquivalenzeinkommen von unter 16.300 Euro im Jahr zur Verfügung. Beim Äquivalenzeinkommen handelt es sich um ein um Einspareffekte in Mehr-Personen-Haushalten bereinigtes Pro-Kopf-Einkommen, wie das Bundesamt erklärte. Auf der anderen Seite hatten zwei Fünftel (40 Prozent) der Bevölkerung ein Einkommen von 28.400 Euro und mehr.

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10:41 Uhr
Breaking News

EU-Staaten bringen neues Sanktionspaket gegen Russland auf den Weg

Die EU-Staaten bringen ein achtes Paket mit Sanktionen gegen Russland auf den Weg. Wie mehrere Diplomaten in Brüssel bestätigen, billigen die ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten unter anderem die rechtlichen Voraussetzungen für einen von den G7-Staaten unterstützten Preisdeckel für Ölimporte aus Russland. Die Einigung muss noch im schriftlichen Verfahren von den Hauptstädten der Mitgliedsstaaten bestätigt werden.

10:18 Uhr

Bergsteiger stirbt nach tiefem Sturz am kleinen Watzmann

Polizei und Bergwacht haben im Bereich des Watzmanns einen Wanderer tot geborgen. Der Mann war rund 150 bis 200 Meter tief gestürzt, wie die Polizei mitteilt. Die Einsatzkräfte hatten die Leiche auf der Suche nach einem vermissten 60-jährigen Urlauber aus dem Bodenseekreis gefunden, ob es sich bei dem Toten um ihn handelt, ist allerdings noch offen. Der 60-Jährige war am Dienstagmorgen als vermisst gemeldet worden, da ihn seine Familie seit Freitag nicht mehr erreicht hatte.

Polizei und Bergwacht suchten ihn im Bereich einer von ihm geplanten Bergtour am Grünstein und kleinen Watzmann. Im Tagesverlauf wurde dann auf einer Höhe von rund 1700 Metern die Leiche von einem Polizeihubschrauber entdeckt und geborgen. Erst vor zwei Wochen hatte die Bergwacht auf dem nahe gelegenen Hochkalter eine tagelange Vermisstensuche nach einem 24-Jährigen erfolglos einstellen müssen.

09:48 Uhr

"Unser Traum": Mel C hofft auf Spice-Girls-Comeback von Victoria

Gibt es noch einmal "Girl Power" mal fünf? Die Spice Girls versuchen nach den Worten von Sängerin Mel C weiterhin, Victoria Beckham für ein Band-Comeback zu gewinnen. "Wir bearbeiten sie ständig. Wir sagen: "Kein Druck. Aber die Welt will es"", sagte die 48-Jährige in einem Interview der TV-Show "Extra". Einen Zeitrahmen für eine mögliche Wiedervereinigung der Band könne sie nicht nennen: "Wir versuchen, es durchzusetzen. Im Moment steht Victoria noch in den Startlöchern. Sie ist immer kreativ involviert. Wir wollen, dass sie glücklich ist. Es ist unser Traum, sie zurückzubekommen."

Eine Teilnahme an einer gemeinsamen Tour im Jahr 2019 hatte "Posh Spice" Beckham abgelehnt. Die fünf Bandmitglieder seien aber weiterhin in Kontakt, sagte Mel C: "Wir sehen uns nicht so oft, wie wir gerne würden ... Aber wir bleiben in Kontakt und sprechen immer über Möglichkeiten und versuchen, alle wieder zusammen auf die Bühne zu bringen." Gemeinsam mit ihrer Bandkollegin Mel B arbeite sie daran, das auch umzusetzen. Mel C, die bürgerlich Melanie Chisholm heißt, war bei den Spice Girls als "Sporty Spice" bekannt.

09:18 Uhr

Mindestens 25 Tote bei Busunglück mit Hochzeitsgesellschaft in Indien

Beim Sturz eines Reisebusses mit Hochzeitsgästen in eine Schlucht sind in Indien mindestens 25 Menschen getötet worden. 20 der insgesamt 45 Passagiere konnten nach Polizeiangaben nach dem Unfall im nordindischen Bundesstaat Uttarakhand gerettet werden. Der Bus war auf einer Bergstraße unterwegs, als er von der Fahrbahn abkam und in einen etwa 500 Meter tiefen Abgrund stürzte.

Tödliche Verkehrsunfälle sind in der Region Uttarakhand, die einen Teil des indischen Himalaya-Gebirges umfasst und viele religiöse Pilgerstätten beherbergt, relativ häufig. Einem im vergangenen Jahr veröffentlichten Bericht der Weltbank zufolge entfallen elf Prozent aller Verkehrstoten weltweit auf Indien, obwohl das Land nur ein Prozent der Fahrzeuge stellt. Der Bericht schätzt die Zahl der Verkehrstoten in Indien auf 150.000 pro Jahr; das entspricht einem Toten alle vier Minuten.

08:48 Uhr

Lindner will Frist für Abgabe der Grundsteuerklärung verlängern

Bundesfinanzminister Christian Lindner will noch in dieser Woche mit den Bundesländern Gespräche führen, um die Frist zur Abgabe der Grundsteuerklärung zu verlängern. "Damit die Menschen nicht in die Säumnis kommen, ist es vielleicht angezeigt, realistisch zu sein", sagte Lindner im "ntv Frühstart" und fügte hinzu: "Mein Angebot an die Länder ist, gemeinsam zu entscheiden, den Menschen etwas mehr Zeit zu geben." Bislang hätten nur zwischen einem Viertel und einem Drittel der Betroffenen die Erklärungen abgegeben. Es habe Software-Probleme gegeben.

Teilweise fühlten sich die Menschen aber auch sehr stark gefordert. "Manche, vielleicht auch ältere Menschen, Rentnerinnen und Rentner, überfordert die Abgabe der Grundsteuer", so Lindner. Er schlug für die Fristverlängerung einen "überschaubaren Zeitraum" von "nicht vielen Monaten" vor. Derzeit ist die Erklärung der Grundsteuer spätestens am 31. Oktober fällig.

08:30 Uhr

Haftbefehle, Hausdurchsuchungen: Krawalle von Nizza haben Folgen für Köln-Fans

Nach den Krawallen beim Conference-League-Spiel zwischen OGC Nizza und dem Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln hat die Kölner Polizei Haftbefehle gegen mutmaßliche Tatbeteiligte vollstreckt. Wie die Polizei mitteilte, durchsuchen Beamte seit den frühen Morgenstunden Wohnungen und Häuser in Köln, Hürth, Pulheim und Bergisch Gladbach.

Am 8. September war es in Nizza zu Auseinandersetzungen im Stadion und dessen Umfeld gekommen, mehrere Menschen wurden verletzt. Der Anstoß hatte sich um eine Stunde verzögert, Köln und Nizza hatten sich letztendlich 1:1 (1:0) getrennt.

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08:15 Uhr

Oktoberfest: FDP-Politiker soll Frau ins Gesicht geschlagen haben

Der NRW-Landtagsabgeordnete Dietmar Brockes soll auf dem Oktoberfest einer 31 Jahre alten Frau ins Gesicht geschlagen haben. Das berichtet die "Bild"-Zeitung und beruft sich auf Angaben der Polizei und Brockes selbst. Nach amtlicher Darstellung soll der FDP-Politiker im Streit um Handyfotos handgreiflich geworden sein. Security-Leute hätten den 51-Jährigen anschließend mit Kabelbindern gefesselt und der Polizei übergeben. Der wirtschaftspolitische Sprecher wurde nach eigenen Angaben mit dem Kopf gegen die Wand gedrückt und eine halbe Stunde festgesetzt, berichtet die Zeitung weiter.

Dem FDP-Politiker zufolge hatte der Streit eine Vorgeschichte. Er sagte der "Bild": "Die Dame und ein Komplize haben versucht, mich zu berauben. Ich habe darauf versucht, sie zur Rechenschaft zu ziehen." Die Frau habe versucht, ihm sein Handy zu klauen. Als er sie dabei erwischt habe, habe er sie zur Beweissicherung fotografieren wollen. Dann sei es zu den Handgreiflichkeiten gekommen. Er habe der Frau eine Ohrfeige gegeben, heißt es dem Bericht. Brockes kündigte eine Gegenanzeige an.

07:54 Uhr

Schauspielerin Emma Caulfield Ford über MS-Erkrankung: "Ich bin es leid, nicht ehrlich zu sein"

Die US-Schauspielerin Emma Caulfield Ford ("Buffy - Im Bann der Dämonen") berichtet von ihrem Leben mit Multipler Sklerose (MS). Die ersten Symptome seien 2010 aufgetreten, sagte die 49-Jährige in einem "Vanity Fair"-Interview. "Eines Morgens wachte ich auf und meine linke Gesichtshälfte fühlte sich an, als ob eine Million Ameisen darauf herumkrabbeln würden." MS ist eine entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems, welche Gehirn und Rückenmark betrifft. Sie tritt meist im frühen Erwachsenenalter auf.

Ihr Vater habe ebenfalls an der Krankheit gelitten, sagte Caulfield Ford weiter. Er sei vor einigen Jahren gestorben, jedoch nicht an MS. In der Filmbranche habe sie ihre Krankheit lange geheim gehalten. "Ich wusste ganz genau, dass ich nicht mehr arbeiten würde, wenn ich darüber spreche." Nur ihre Eltern und ihr Ehemann hätten davon gewusst. Dies wolle sie nun ändern, auch weil es schwerer werde, mit Beeinträchtigungen durch die Krankheit umzugehen. So vertrage sie etwa die Sommerhitze in Kalifornien immer schlechter, was auch bei den Dreharbeiten zur Marvel-Serie "WandaVision" aufgefallen sei. "Ich bin es so leid, nicht ehrlich zu sein", sagte die Schauspielerin.

07:20 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

Bund und Länder haben gestern trotz mehrstündiger Beratungen keine Annäherung im Streit über die Finanzierung milliardenschwerer Entlastungsmaßnahmen in der Energiekrise gefunden. "Da gibt es noch Diskussionen, wie das im Einzelnen geschultert werden kann", sagte Kanzler Scholz gestern Abend nach Beratungen mit den Ländern. Zumal eine der zentralen Fragen, die Ausgestaltung des geplanten Gaspreisdeckels, noch völlig offen ist. Zumindest darauf soll es nun bald eine Antwort geben. Die von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission will am Wochenende einen Vorschlag vorlegen.

Ansonsten sind heute noch diese Themen wichtig:

  • Bei dem Vormarsch der ukrainischen Armee sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in den vergangenen Tagen Dutzende Ortschaften aus russischer Besatzung befreit worden. Es seien Ortschaften in den Gebieten Cherson, Charkiw, Luhansk und Donezk wieder unter ukrainische Kontrolle gebracht worden. Alle Entwicklungen rund um den Ukraine-Krieg finden Sie wie gewohnt in unserem Liveticker.
  • US-Präsident Joe Biden will in den Bundesstaat Florida reisen, um sich dort ein Bild von den schweren Schäden durch den Hurrikan "Ian" zu machen.
  • Das Ölkartell OPEC+ will seine Förderstrategie für den November festlegen. Im Raum steht eine Drosselung der Produktion, um den zuletzt gesunkenen Ölpreis zu stabilisieren.
  • Auf Medizin und Physik folgt traditionell Chemie: In Stockholm werden am Mittag die nächsten Nobelpreisträger bekannt gegeben.
  • Borussia Dortmund und RB Leipzig stehen am dritten Spieltag der Champions League bereits unter Druck. Der BVB sollte sich im Spiel beim FC Sevilla möglichst keinen Ausrutscher erlauben, ansonsten gerät das Achtelfinale nach einem Sieg und einer Niederlage in Gefahr. Unbedingt gewinnen muss Leipzig gegen den schottischen Meister Celtic Glasgow. Nach zwei Niederlagen in zwei Spielen steht RB auf dem letzten Tabellenplatz.

Die Entwicklungen an der Börse können Sie unter anderem in unserem Börsen-Tag verfolgen.

Mehr Nachrichten zum Thema Sport finden Sie in unserem Sport-Tag.

Mein Name ist Kristin Hermann und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit Nachrichten. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: kristin.hermann@nachrichtenmanufaktur.de. Kommen Sie gut durch den Tag!

06:59 Uhr

Mutter auf der Suche nach ihrer vermissten Tochter in Mexiko erschossen

In Mexiko ist eine Frau erschossen worden, die seit 2021 auf der Suche nach ihrer verschwundenen Tochter war. Die Aktivistin Esmeralda Gallardo wurde im zentralmexikanischen Puebla getötet, wie die lokalen Behörden mitteilten. Die Frau war demnach am Morgen auf dem Weg zur Arbeit von Unbekannten gestoppt worden, die mehrfach auf sie schossen. Die Aktivistin des Vereins "La Voz de los Desaparecidos" (Die Stimme der Verschwundenen) war seit über einem Jahr auf der Suche nach ihrer 22-jährigen Tochter, die im Januar 2021 zuletzt zusammen mit einer Freundin in Puebla und im benachbarten Bundesstaat Tlaxcala gesehen worden war.

Die beiden jungen Frauen verschwanden in einem Gebiet, in dem auf Frauen- und Sexhandel spezialisierte Banden agieren. Seit 1964 bis August wurden in Mexiko offiziell 105.000 Menschen als vermisst gemeldet. Aktivisten schätzen, dass die Zahl noch höher liegen könnte, weil viele Familien aus Angst oder aus Misstrauen den Behörden gegenüber keine Anzeige erstatten.

06:34 Uhr

Coldplay müssen Tour unterbrechen: Chris Martin hat schwere Lungeninfektion

Coldplay haben mehrere Termine ihrer Tour verschoben. Grund ist eine schwere Lungeninfektion bei Sänger Chris Martin, wie die Band in den sozialen Medien und auf ihrer Webseite mitgeteilt hat. "Mit großem Bedauern sehen wir uns gezwungen, unsere kommenden Shows in Rio de Janeiro und São Paulo auf Anfang 2023 zu verschieben. Aufgrund einer schweren Lungeninfektion wurde Chris von einem Arzt strikte Ruhe für die nächsten drei Wochen verordnet", heißt es in dem Statement.

Laut Tourplan hätten Coldplay vom 11. bis zum 22. Oktober acht Konzerte in den brasilianischen Städten gespielt. Weiter geht es dann erst am 25. Oktober in Argentinien. "Wir arbeiten so schnell wie möglich daran, die neuen Termine festzulegen und werden in den nächsten Tagen weitere Informationen geben", erklären Coldplay weiter.

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06:15 Uhr

Südkoreanische Rakete nach Fehlstart zu Boden gestürzt

Bei einem Militärmanöver ist eine Rakete der südkoreanischen Armee nach einem Fehlstart zu Boden gestürzt. Wie die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf den südkoreanischen Generalstab berichtet, wurde bei dem Unfall niemand verletzt. Das Fachmedium NK News meldete unter Berufung auf das Militär, ein in der Rakete integrierter Sprengkopf sei nicht explodiert. Die Rakete wurde von einer Militärbasis nahe der südkoreanischen Ostküstenstadt Gangneung gestartet.

In den sozialen Medien kursieren unbestätigte Videos, in denen ein riesiges Feuer in der Nähe der Basis zu sehen sein soll. Bei einigen Bewohnern von Gangneung war Panik ausgebrochen, da sie zunächst einen Angriff durch Nordkorea befürchteten. Etliche Südkoreaner kritisieren, dass die großen Medien des Landes erst rund neun Stunden später über den Vorfall berichtet hätten. Nach dem Fehlstart der Rakete schossen die Streitkräfte der USA und Südkoreas am Mittwoch vier Boden-Boden-Raketen in Richtung des Japanischen Meers (Ostmeers). Wie das südkoreanische Militär mitteilte, feuerten beide Seiten jeweils zwei Raketen ab, die Scheinziele präzise getroffen hätten.

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05:59 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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