Der Tag
23. April 2025
imageHeute mit Heidi Ulrich und Johanna Ohlau
Zum Archiv
22:49 Uhr

Das war Mittwoch, der 23. April 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

ich weiß leider nicht mehr genau, was mein erstes Video war, was ich mir bei Youtube angesehen habe, aber ich weiß, dass ich fasziniert von dieser neuen "Internetseite" mit den ganzen Videos war. Ich war gewiss keine Nutzerin der ersten Stunde, aber ja, das erste Youtube-Video im Jahr 2005 ist schon ein Stück Internet-Geschichte und deshalb will ich heute auf dieses auch in meinem letzten Eintrag des Tages eingehen. Angela Merkel war noch nicht Kanzlerin und die Konklave in Rom hatte Joseph Kardinal Ratzinger gerade zum Papst gewählt - später als Benedikt XVI. bekannt. Die Bild-Schlagzeile "Wir sind Papst!" ist also noch einen Tick älter als das Netzwerk (auf die 2013 "Wir sind Rente!" folgte). Momentan nehmen die Menschen in Rom noch Abschied von Ratzingers Nachfolger Franziskus. Was für ein Zufall, dass das 20-jährige Youtube-Jubiläum mit der Wahl eines Papstes zusammenfällt - worauf auch verschiedene Chatbots keine Antwort wissen (Eintrag um 21:22 Uhr). Was haben sich die Zeiten seit dem Video im Zoo von San Diego doch verändert!

Zudem habe ich noch diese Leseempfehlungen für Sie:

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Die "rote Linie" war erreicht: Kevin Kühnert spricht erstmals über Rücktrittsgründe

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Smarte Stromer für China: Das sind die drei neuen ID-Modelle von VW

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Ich empfehle Ihnen zudem einen Blick in den Ukraine-Ticker und sage damit gute Nacht.

Ihre Johanna Ohlau

Das war Mittwoch, der 23. April 2025
22:25 Uhr

Heftiges Gewitter fegt über Harz hinweg - Straßen kniehoch unter Wasser

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Eine unschöne Überraschung erlebten einige Menschen im Harz. (Foto: -/Nord-West-Media TV /dpa)

Wie ist die Wetterlage bei Ihnen? Bei mir sind die Füße in meiner Pause vorhin auf jeden Fall trocken geblieben. Anders ist das wohl im Harz in Sachsen-Anhalt: Dort wurde eine Reihe kleinerer Ortschaften am Nachmittag von einem heftigen Gewitter erfasst. Die Straßen hätten teilweise kniehoch unter Wasser gestanden, sagte ein Sprecher der Leitstelle am Abend. Außerdem seien durch den starken Regen viele Keller in den Ortschaften rund um Osterwieck und in der Gemeinde Huy vollgelaufen. Verletzte durch das Unwetter gab es nicht. Auch Bäche und kleinere Flüsse seien teilweise über die Ufer getreten. Der Regen habe über zwei Stunden angehalten, hieß es weiter.

Heftiges Gewitter fegt über Harz hinweg - Straßen kniehoch unter Wasser
21:56 Uhr

Dreh zu "Emily in ... Rom" startet im Mai - ein bekanntes Gesicht fehlt

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"Camille" (gespielt von Camille Razat, ganz rechts) wird kein Grund mehr für Drama in "Emily in Paris" sein. (Foto: picture alliance / abaca)

Wenn man sich mal sanft unterhalten lassen will - und Lust auf ganz viele lächerliche Klischees über Franzosen hat - sollte man sich "Emily in Paris" ansehen. Bei Netflix ist die Serie von "Sex and the City"-Schöpfer Darren Star jedoch nicht ohne Grund ein Hit: Viele der Figuren sind einfach zum Knutschen! Auf eine Rolle müssen Fans in Staffel 5 verzichten: Die französische Schauspielerin Camille Razat, deren Serienfigur ebenfalls den Namen Camille hat, ist nicht mehr dabei. Ihr Charakter war in den bisher vier Staffeln sowohl eine Freundin der in Paris lebenden Amerikanerin Emily Cooper (Lily Collins) als auch deren Rivalin um das Herz des Kochs Gabriel (Lucas Bravo). "Ich verlasse die Serie mit nichts als Liebe und Bewunderung für die Darsteller, die Crew und die Fans, die uns auf diesem Weg unterstützt haben", schrieb Razat bei Instagram. "Diese Figur hat mir sehr viel bedeutet, und ich finde, ihre Geschichte ist nun ganz natürlich zu Ende. Es fühlte sich wie der richtige Moment an, neue Horizonte zu erkunden." Zumindest im echten Leben scheint wohl klar zu sein, dass sie und ihre Kollegin Lily Collins Freundinnen sind: "Ich liebe dich, Schwester. Es war eine wilde Fahrt und ein absolutes Vergnügen", kommentierte die 36-Jährige unter dem Post.

Noch ein paar Hardfacts: Die Serie spielt erst einmal in Rom, später geht es zurück nach Paris - was Präsident Emmanuel Macron sehr freuen dürfte. Seine Frau Brigitte hatte auch einen kleinen Cameo-Auftritt. Auf weitere Lieblinge der Serie wie Philippine Leroy-Beaulieu (Sylvie Grateau), Ashley Park (Mindy Chen), Samuel Arnold (Julien), Bruno Gouery (Luc) und Lucien Laviscount (Alfie) müssen die Fans nicht verzichten. Neu dabei und sicherlich für ein Liebesdreieck und gewohnt viele Missverständnisse wird wohl Italiener Marcello (Eugenio Franceschini) sorgen.

Dreh zu "Emily in ... Rom" startet im Mai - ein bekanntes Gesicht fehlt
21:22 Uhr

Wer wird der nächste Papst? Das sagen vier Chatbots

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Papst Franziskus starb im Alter von 88 Jahren. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Wer folgt auf den am Ostermontag verstorbenen Papst Franziskus als Oberhaupt der katholischen Kirche? Zu der Frage lassen sich nicht nur Bürgerinnen und Bürger, Vatikan-Insider und die Buchmacher der Wettbüros befragen - sondern inzwischen ja auch Künstliche Intelligenz (KI). Die Nachrichtenagentur AFP hat vier Chatprogramme nach ihren Prognosen befragt. Doch ähnlich wie die Kirchenexperten kämpft auch die KI mit klaren Antworten auf die Frage nach der Papstnachfolge:

Grok von Tech-Milliardär Elon Musk und Googles Chatbot Gemini setzten unter acht diskutierten Kandidaten immerhin auf den gleichen Spitzenkandidaten: den italienischen Kardinal Pietro Parolin. "Auf der Grundlage aktueller Analysen und prominenter Diskussionen kristallisiert sich Kardinal Pietro Parolin als ein starker Anwärter heraus", antwortete Gemini. ChatGPT von OpenAI stellte klar, dass es keine "Kristallkugel" sei, sondern eine Prognose basierend auf "Wahrscheinlichkeiten und den aktuellen Diskussionen und Daten" erstelle. Das KI-Programm favorisierte den philippinischen Kardinal Luis Antonio Tagle als wahrscheinlichsten Nachfolger von Franziskus, da er dem verstorbenen Papst als Fürsprecher der Armen, Migranten und Ausgegrenzten ähnele. Alle befragten Chatprogramme betonten jedoch, dass es nahezu unmöglich sei, das Ergebnis der Papstwahl verlässlich zu prognostizieren. Der Chatbot des französischen Unternehmens Mistral AI überraschte mit seiner Weigerung, sich auf Spekulationen einzulassen: "Ich bin nicht in der Lage, vorherzusagen (...), wer der nächste Papst sein wird", lautete seine Rückmeldung. Da müssen wir wohl doch warten, bis weißer Rauch über dem Vatikan aufsteigt und das Gremium seine supergeheime Entscheidung getroffen hat ...

Wer wird der nächste Papst? Das sagen vier Chatbots
20:57 Uhr

Spahn: Neue Regierung muss die AfD halbieren

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Jens Spahn (Foto: picture alliance/dpa)

Union und AfD gleichauf - oder liegt die rechtsextreme Partei inzwischen sogar schon vor der Union in der Gunst der Wählerinnen und Wähler? Jüngste Umfragen legen das nahe und mischen die Union wohl ganz gut auf. Immerhin wollte der wahrscheinlich nächste Bundeskanzler Friedrich Merz die AfD bereits 2018 schon mal halbieren. Ursachensuche. Beschuldigungen. Forderungen. Da reiht sich auch CDU-Politiker Jens Spahn ein, der unter anderem für den Posten als Unionsfraktionsvorsitzender gehandelt wird. Und er gibt Merz' Ziel nochmal neu aus und sieht die künftige Bundesregierung in der Pflicht, den starken Zuspruch für die AfD deutlich einzudämmen. "Die gemeinsame Aufgabe von Union und SPD ist es, Probleme zu lösen und so die AfD zu halbieren", sagte der CDU-Politiker den "Westfälischen Nachrichten" laut Vorabbericht.

Wie das klappen soll? "Die größte Sorge der AfD ist, dass Deutschland gut regiert wird", sagte Spahn dem Bericht zufolge. Auf die nächsten vier Jahre komme es deswegen besonders an. "Das ist jetzt vielleicht der letzte Schuss der demokratischen Mitte."

Spahn: Neue Regierung muss die AfD halbieren
20:18 Uhr

Tödliche Polizeischüsse: Rassismus-Diskussion laut GdP-Chef "viel zu früh"

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Die Anteilnahme nach den tödlichen Schüssen auf einen 21-Jährigen in Oldenburg ist groß. (Foto: picture alliance/dpa)

Drei Schüsse trafen einen 21-Jährigen bei einem umstrittenen Polizeieinsatz in Oldenburg, ein weiterer Schuss streifte ihn am Oberschenkel. Laut Obduktionsbericht trafen die drei Schüsse den jungen Mann von hinten und genau das sorgt für Diskussion - neben der Tatsache, dass es sich bei dem Getöteten um eine Person of Colour handelt. Das sind Menschen, die als nicht weiß, westlich oder deutsch wahrgenommen werden. Hat auch Rassismus in den Reihen der Polizei Anteil am tödlichen Ausgang? Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) meldet sich zu Wort und warnt vor einer Vorverurteilung der Polizei. "Es kommt eine Stimmung auf, in der Polizisten als schießwütige Raufbolde bezeichnet werden", sagte der GdP-Landesvorsitzende Kevin Komolka dem NDR. Die Diskussion um Rassismus bezeichnete er in dem Fall als "viel zu früh". "Die Ermittlungen zeigen noch kein Bild, und wir können uns von der ganzen Situation noch überhaupt kein Bild machen." Er verstehe jedoch auch das große öffentliche Interesse an dem Fall, der tragischer nicht sein könne. Der 27-jährige Polizist wurde laut Staatsanwaltschaft vom Dienst suspendiert und ein Verfahren wegen des Verdachts auf Totschlags eingeleitet. Das Bündnis "Gerechtigkeit für Lorenz" fordert entschieden Aufklärung. "Der Fall muss ordentlich aufgearbeitet werden und Konsequenzen nach sich ziehen", heißt es auf Instagram.

Tödliche Polizeischüsse: Rassismus-Diskussion laut GdP-Chef "viel zu früh"
20:01 Uhr

Happy B-Day, Youtube! Mit diesem Video fing vor 20 Jahren alles an

Als Youtube vor 20 Jahren an den Start ging, war Angela Merkel NOCH nicht Bundeskanzlerin. Das gibt Ihnen jetzt vielleicht einen kleinen Eindruck, wie lange die Videoplattform bereits online ist. Im April 2005 läutet sie ein neues Zeitalter der Unterhaltung ein. Welches war das erste Video bei Youtube? Wir haben da für Sie mal im Archiv gekramt: Mitbegründer Jawed Karim filmt sich im Zoo von San Diego ...

Happy B-Day, Youtube! Mit diesem Video fing vor 20 Jahren alles an
19:26 Uhr

Seit 525 Tagen in Gaza: Hamas veröffentlicht erneut Geisel-Video

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Omri Miran wurde am 7. Oktober aus seinem Kibbuz in den Gazastreifen verschleppt. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Seit eineinhalb Jahren wartet die Familie von Omri Miran darauf, dass der Familienvater zurückkehrt nach Hause. Der 48-Jährige ist eine von derzeit noch 24 Geiseln, die sich seit dem Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 in den Händen der radikalislamischen Hamas-Kämpfer befinden. Omris Familie in Israel hat nun ein "Lebenszeichen" erhalten: Die Hamas hat erneut ein Video des entführten Israelis veröffentlicht. Die Familie des 48-Jährigen stimmte der Verbreitung der Aufnahmen nach Angaben des Forums der Geisel-Familien nicht zu. "Unser Omri ist stark und wird nicht brechen – aber unsere Herzen sind gebrochen", ließ die Familie mitteilen. "Am Vorabend des Holocaust-Gedenktags, an dem wir 'Nie wieder' sagen, ruft ein israelischer Bürger aus den Tunneln der Hamas um Hilfe. Es ist ein moralisches Versagen für den Staat Israel", hieß es in der Mitteilung weiter.

Neben den 24 vermutlich noch Lebenden hat die Hamas nach israelischen Informationen noch die Leichen von 35 Menschen in ihrer Gewalt. Die Hamas versucht offensichtlich mit den Videos von verzweifelt wirkenden Menschen, die häufig um ihre Freilassung flehen, Druck auf die israelische Regierung aufzubauen.

Seit 525 Tagen in Gaza: Hamas veröffentlicht erneut Geisel-Video
18:47 Uhr

Falscher Polizist ruft an - ausgerechnet bei der echten Polizei

Telefonbetrüger sind häufig nicht direkt als solche zu erkennen, nicht selten sind die Maschen ausgefeilt und die Täter gut vorbereitet. So im Fall von angeblichen Polizeibeamten - in Euskirchen führt das zu einem äußerst kuriosen Gespräch.

Falscher Polizist ruft an - ausgerechnet bei der echten Polizei
18:16 Uhr

Jäger verliert Revolver - 40 Polizisten mit Spürhunden helfen suchen

Die Geschichte ging wohl nicht gut für das Wildschwein aus, aber für einen Jäger in Mecklenburg-Vorpommern gab es ein Happy End - nach einer großangelegten Suche mit rund 40 Beamten, Sprengstoffspürhunden und Metalldetektoren. Der Jäger hatte bei der Nachsuche nach einem angeschossenen Wildschwein im Wald im Landkreis Ludwigslust-Parchim einen geladenen Revolver verloren. Nachdem er auch mithilfe von Bekannten vergeblich nach der Schusswaffe gesucht hatte, schaltete er die Polizei ein. Vier Hektar abzusuchen, das ist auch keine ganz einfache Aufgabe! Wie die Polizei mitteilt, sei der Revolver schließlich in der Waldschonung "zwischen den Kiefern" entdeckt worden. Der Jäger erhielt seinen Revolver dann zurück. Ein strafbares Verhalten war nach Polizeiangaben nicht erkennbar. "Schwein gehabt" heißt es für den Jäger - also zumindest, was den Revolver angeht. Was aus dem verletzten Wildtier geworden ist, lässt sich wahrscheinlich nicht mehr aufklären ...

Jäger verliert Revolver - 40 Polizisten mit Spürhunden helfen suchen
17:27 Uhr

Lkw kracht in Reisebus bei Hannover - mehrere Verletzte

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Nach dem schweren Unfall kam es zu einem langen Stau auf der A2. (Foto: picture alliance/dpa)

Ein Reisebusfahrer bremst auf der A2 bei Hannover ab, weil der Verkehr vor ihm ins Stocke gerät. Ein Lkw-Fahrer hinter ihm erkennt das offenbar zu spät - und kracht mit dem Lastwagen in den Reisebus. Bei dem Zusammenstoß sind mehrere Menschen teils schwer verletzt worden. Durch den Aufprall wurden zwei Menschen schwer und vier Menschen leicht verletzt, wie die Feuerwehr mitteilt. Insgesamt waren demnach 37 Menschen von dem Unfall betroffen. Vor der Unfallstelle in Fahrtrichtung Dortmund staute sich der Verkehr am Nachmittag nach Angaben der Verkehrsmanagementzentrale auf rund zehn Kilometern Länge.

Lkw kracht in Reisebus bei Hannover - mehrere Verletzte
17:08 Uhr

Hass, Angriffe, Angst: Deshalb zog sich Kevin Kühnert aus der Politik zurück

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Warnte vor Geschichtsvergessenheit: Kevin Kühnert übte in seiner vorerst letzten Bundestagsrede viel Kritik an Friedrich Merz. (Foto: picture alliance/dpa)

Im Februar hatte sich der Hoffnungsträger der SPD und frühere Generalsekretär Kevin Kühnert noch einmal mit einem eindringlichen Rede im Bundestag zurückgemeldet - und damit auch aus dem Parlament verabschiedet. Der Grund für seinen Rückzug war lange vage geblieben: Gesundheitliche Gründe gab er im Oktober bei seinem Rücktritt als Generalsekretär bekannt. Nun spricht Kühnert erstmals öffentlich über die Hintergründe: Es hat unter anderem mit Angriffen und Bedrohungen gegen ihn, etwa von Neonazis und Corona-Leugnern, zu tun. "Meine rote Linie ist da, wo Gewalt in der Luft liegt. Ich bin nur 1,70 Meter groß", sagt der 35-Jährige der Wochenzeitung "Die Zeit". Selbst im Urlaub habe er sich nicht mehr sicher gefühlt und seine Ferien deshalb immer öfter in einsamen Gegenden im Gebirge verbracht. "Irgendwann ist mir klar geworden: Wenn ich in Ruhe gelassen werden will, muss ich dahin, wo gar keine Menschen sind", sagte er nun weiter. Er habe den Glauben daran verloren, gegen den Hass ankämpfen zu können, der vor allem auf Social Media verbreitet werde. "Vielleicht ist das der Punkt, wo es pathologisch geworden ist. Am Ende war da ein Gefühl von absoluter Vergeblichkeit."

Für alle, die große Hoffnungen in den 35-Jährigen gesetzt hatten, gibt es auch einen Hoffnungsschimmer: Eine Rückkehr in die Politik schließt Kühnert nicht aus: "Ich bin nicht ausgestiegen, weil ich das alles lächerlich oder überflüssig fände", sagte er dem Blatt zufolge.

Hass, Angriffe, Angst: Deshalb zog sich Kevin Kühnert aus der Politik zurück
16:29 Uhr

Satellit filmt alles: So frisst sich ein gigantischer Sandsturm durch Mexiko

Man ist im Auto unterwegs und plötzlich ist alles dunkel! Eine Staubwand walzt sich durch die Landschaft und lässt kein Sonnenlicht mehr durchkommen. Etwa so haben es einige Autofahrerinnen und Autofahrer im mexikanischen Bundesstaat Chihuahua erlebt, als ein Sandsturm über sie hinwegfegt. Ein Autofahrer filmt, wie sich die Staubwand am Horizont auftürmt. Auch auf Satellitenaufnahmen ist die Staublawine zu sehen.

Satellit filmt alles: So frisst sich ein gigantischer Sandsturm durch Mexiko
16:02 Uhr

Polizei legt weltweiten Drogen-Shop in Bayern lahm

Fans der Netflix-Serie "How to sell drugs online (fast)" erfreuen sich ja gerade an Staffel 4. In der Serie geht es um einen Onlineversandhandel für Drogen, den zwei Teenager erst im Darknet und später im normalen Internet hochziehen und erst ganz viel Geld damit machen - was natürlich nicht für lange gut geht. Der Plot basiert lose auf dem Fall eines 18-Jährigen aus Leipzig, der mit "Shiny Flakes" aus seinem Kinderzimmer heraus zu einem "Drogenbaron" wurde. Beim Lesen der folgenden Meldung habe ich direkt aufs Alter geschaut und muss alle Sensationslustigen "enttäuschen": Die Polizei hat in Bayern zwar einen weltweiten Onlineversand für Drogen dicht gemacht, aber: Es sind wohl keine nerdigen Teenager am Werk. Bei der Razzia nahmen die Ermittler drei Männer und eine Frau zwischen 24 und 56 Jahren fest. Im Landkreis Eichstätt und in Neuburg an der Donau stellten die Ermittlerinnen und Ermittler 53 Kilogramm Betäubungsmittel sicher, davon etwa 30 Kilogramm Methamphetamin, zwei Kilo Heroin, vier Kilo Kokain sowie rund 150.000 arzneimittelpflichtige Tabletten, wie das bayerische Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Bamberg gemeinsam mitteilen.

Professionell war nicht nur der Versand aufgezogen: Nach Angaben der Ermittler haben die Menschen hinter dem kriminellen Vorhaben die Substanzen höchst professionell gelagert und verwaltet. So lagen die Drogen teils bereits vorportioniert in rund 7.000 vakuumverschweißten Tütchen bereit - die werden wohl keine "Kundinnen und Kunden" mehr erreichen, sondern wandern in die Asservatenkammer der Polizei. Ihnen dürfte die Professionalität der Kriminellen wohl auch zum Verhängnis werden: Die Ermittlerinnen und Ermittler fanden eine detaillierte Buchführung mit den dazugehörigen Kundendaten vor von mehr als 7000 Bestellungen. Das dürfte wohl auch mit ein Grund gewesen sein, warum wir erst jetzt von der Razzia erfahren, die bereits im Februar stattgefunden hat.

Polizei legt weltweiten Drogen-Shop in Bayern lahm
15:12 Uhr

Trauer um Heimatfilm-Schauspielerin: Waltraut Haas ist tot

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Waltraut Haas (links) hier mit Peter Alexander, Ruth Rex und Hanita Hallau in "Im weißen Rössl". (Foto: picture alliance / Sammlung Richter)

Waltraut Haas ist Ihnen vielleicht aus Filmen der Nachkriegszeit wie "Im weißen Rössl" oder "Wenn der Vater mit dem Sohne" bekannt. Jetzt ist die österreichische Schauspielerin im Alter von 97 Jahren gestorben. Die aus diversen Heimatfilmen und Komödien bekannte Darstellerin starb am Morgen, wie ihr Management mitteilte. Mit Paul Hörbiger, Peter Alexander und Heinz Rühmann stand Haas vor der Kamera - im Laufe ihrer Karriere waren es rund 70 Filme. Die Österreicherin stand noch bis ins hohe Alter auf der Bühne. Vor der Kamera war sie 2020 im TV-Film "Das Glück ist ein Vogerl" als Wachkomapatientin noch einmal zu sehen.

Trauer um Heimatfilm-Schauspielerin: Waltraut Haas ist tot
14:45 Uhr

Schichtwechsel

Meine liebe Kollegin Heidi Ulrich hat sich in den Feierabend verabschiedet. Ich übernehme jetzt in "Der Tag" und halte Sie mit Nachrichten und Wissenswertem aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden und bestenfalls auch etwas bei Laune. Mein Name ist Johanna Ohlau. Hinweise, Fragen und Kritik bekomme ich gern per E-Mail: johanna.ohlau(at)ntv.de. Los geht's!

Schichtwechsel
14:24 Uhr

Italiener ist bei Buchmachern klarer Favorit für Papst-Nachfolge

Während sich Zehntausende Menschen im Petersdom vom verstorbenen Papst verabschieden, nehmen Buchmacher bereits Wetten auf seinen Nachfolger an. Der italienische Kardinal Pietro Parolin liegt bei verschiedenen Londoner Wettbüros durchgehend klar vorn. Der 70-jährige Kardinalstaatssekretär ist die bisherige Nummer zwei des Vatikans.

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Pietro Parolin trauert in der Papstbasilika Santa Maria Maggiore um den verstorbenen Papst Franziskus. (Foto: REUTERS)

Auf dem zweiten Platz findet sich meist ein anderer Kurienkardinal: der frühere Erzbischof von Manila aus den Philippinen, Luis Antonio Tagle. Dahinter folgen die Kardinäle Peter Turkson (Ghana), Matteo Zuppi (Italien), Peter Erdö (Ungarn) und Pierbattista Pizzaballa (Italien). Die Entscheidung über den nächsten Papst wird vermutlich in einem Konklave im nächsten Monat fallen.

Italiener ist bei Buchmachern klarer Favorit für Papst-Nachfolge
13:49 Uhr

Johann Lafer hat Schuh-Tick

Der Fernsehkoch muss zu Hause über viel Stauraum verfügen, denn er besitzt wirklich viele Schuhe: "Ich habe über 800 Paar Schuhe, ich bin Schuh-Fetischist. Ich sammele Schuhe auf der ganzen Welt", erzählt Johann Lafer bei SRW3. Den Ursprung für diese Vorliebe sieht der 67-Jährige in seiner Kindheit: "Meine Eltern haben sehr großen Wert darauf gelegt, dass wir uns sonntags immer sehr schick gemacht haben", erzählt der aus der Steiermark stammende Österreicher. Sein Job als Kind sei es gewesen, dafür die Schuhe der ganzen Familie zu putzen. "Das waren manchmal zehn Paare auf einmal." Heute nehme er zur Sicherheit zu jedem Termin drei Paar mit. "Es kann ja immer mal was sein, und es muss dann ja immer zum restlichen Stil passen."

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Ein ganz kleiner Blick auf das ausgewählte Schuhwerk - mehr ist bei so vielen Paaren natürlich nicht möglich. (Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)
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Für ein Event auf dem roten Teppich fiel die Wahl auf rot. (Foto: picture alliance / AAPimages/Timm)
Johann Lafer hat Schuh-Tick
12:55 Uhr

Bericht: Scholz sprach intern dramatische Warnung aus

Als es im letzten Jahr um die Frage ging, wer der Kanzlerkandidat der SPD bei der Bundestagswahl sein wird, sind offenbar dramatische Worte gefallen. Nach Informationen des "Stern" warnte Kanzler Olaf Scholz seine Partei im November 2024 intern vor einem Niedergang wie bei den französischen Sozialisten. "Ich möchte nicht der letzte sozialdemokratische Bundeskanzler gewesen sein", hat Scholz Teilnehmern zufolge in einer vertraulichen Runde im Kanzleramt gesagt, in der auch über die Option diskutiert wurde, mit Boris Pistorius ins Rennen zu gehen. Laut dem Bericht verglich Scholz seine schlechte Ausgangssituation mit der Lage von Francois Hollande nach der ersten Amtszeit als französischer Präsident. Hollande habe damals wegen schlechter Umfragewerte auf eine erneute Kandidatur verzichtet, so Scholz. Trotzdem hätten die Sozialisten deutlich verloren. Auch sei Popularität keine Garantie für einen Wahlsieg, mahnte der Kanzler demnach mit Blick auf Pistorius und verwies auf die Beispiele gescheiterter Kanzlerkandidaturen von Martin Schulz und Peer Steinbrück.

Bericht: Scholz sprach intern dramatische Warnung aus
12:19 Uhr

Starkes Beben erschüttert Istanbul

Ein starkes Beben hat die gesamte Region um Istanbul erschüttert. In der türkischen Millionenmetropole rannten zahlreiche Menschen aus Gebäuden ins Freie, um sich in Sicherheit zu bringen. Laut dem Helmholtz-Zentrum für Geoforschung in Potsdam hatte das Beben eine Stärke von 6,2 und ereignete sich in einer Tiefe von zehn Kilometern. Der US-Erdbebenwarte USGS zufolge lag das Epizentrum im Marmarameer, 21 Kilometer südöstlich der Hafenstadt Marmara Ereğlisi. Der Sender TGRT berichtet, dass mindestens eine Person verletzt wurde.

Laut dem Katastrophendienst Afad gab es mehrere Nachbeben der Stärken 4 bis 5. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass ein weiteres großes Beben folge, sagt der Geologe Okan Tüysüz dem türkischen Sender NTV. Auch in Teilen Griechenlands war das Beben zu spüren. Vor allem im Nordosten des Landes am Grenzfluss Evros zur Türkei hin wurden die Menschen in Angst versetzt, berichten griechische Medien.

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Nach dem schweren Erdbeben warten zahlreiche Menschen im Freien ab. (Foto: AP)
Starkes Beben erschüttert Istanbul
11:55 Uhr

Trump-Regierung erleidet Gerichtsschlappe

Im Streit um die Schließung öffentlich finanzierter US-Auslandssender muss die Regierung von Präsident Trump einen Rückschlag hinnehmen. Ein Bundesrichter in Washington hat die Anweisungen der Regierung vorerst gestoppt. Diese habe "wahrscheinlich direkt gegen mehrere Bundesgesetze verstoßen", sagt der Richter. Die Regierung müsse daher alle Mitarbeiter wieder einstellen und die Finanzierung des Senders Voice of America (VOA) wieder aufnehmen, bis ein Gericht dazu ein umfassendes Verfahren geführt und ein Urteil gefällt habe. Auslandssender wie VOA hätten den Auftrag, "sorgfältig, objektiv und umfassend" zu berichten, sagt der Richter. "Aber die Beklagten haben VOA zum Schweigen gebracht."

Mitarbeiter des Senders hatten gegen den Finanzierungstopp geklagt. Die Trump-Regierung hatte letzten Monat damit begonnen, Hunderte Mitarbeiter von US-Auslandssendern zu entlassen. Der richterliche Beschluss betrifft auch den Sender Radio Free Asia.

Trump-Regierung erleidet Gerichtsschlappe
11:50 Uhr

EU verhängt Millionen-Strafen gegen Apple und Meta

Die EU-Kommission verhängt gegen Apple und Meta Strafen in Höhe von 500 Millionen und 200 Millionen Euro. Die US-Techkonzerne haben nach Ansicht der Behörde europäisches Digitalrecht verletzt. Gegen die Strafen kann noch vor Gericht vorgegangen werden. Apple wird Wettbewerbsverzerrung im Zusammenhang mit seinem App-Store vorgeworfen, Meta soll gegen die Regeln für die Verwendung persönlicher Daten in seinen Onlinediensten Facebook und Instagram verstoßen haben.

EU verhängt Millionen-Strafen gegen Apple und Meta
11:22 Uhr

Berlin, Paris und London kritisieren Israels Blockade scharf

Die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens kritisieren die Blockade von Hilfslieferungen für den Gazastreifen durch Israel scharf. "Die israelische Entscheidung, den Zugang von Hilfsgütern nach Gaza zu blockieren, ist untragbar", erklären sie gemeinsam. Als "inakzeptabel" bezeichnen die Chefdiplomaten zudem Israels Pläne zu einem Verbleib im Gazastreifen nach dem Ende des Krieges.

Mit Blick auf die im Gazastreifen herrschende islamistische Palästinenserorganisation Hamas heißt es: Die Hamas dürfe "keine Hilfsleistungen für den eigenen finanziellen Nutzen abzweigen" und "zivile Einrichtungen (nicht) für militärische Zwecke nutzen". Außerdem fordern sie die Hamas zur "sofortigen" Freilassung der von ihr im Gazastreifen festgehaltenen israelischen Geiseln auf.

Berlin, Paris und London kritisieren Israels Blockade scharf
10:30 Uhr

Vater und Sohn auf A19 tödlich verunglückt

Bei einem Autounfall auf der Autobahn 19 in Mecklenburg-Vorpommern sind ein Mann und sein neunjähriger Sohn ums Leben gekommen. Das Fahrzeug der Familie kam am Dienstagabend in Höhe der Ortschaft Kuchelmiß aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine Notrufsäule, wie die Polizei mitteilt. Anschließend stürzte der Wagen eine Böschung hinab, durchschlug einen Wildschutzzaun und prallte gegen einen Baum. Der 51-jährige Vater und sein Sohn starben noch an der Unfallstelle. Die 45-jährige Mutter wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Vater und Sohn auf A19 tödlich verunglückt
10:12 Uhr

So abhängig ist Deutschland bei seltenen Erden von China

Seltene Erden stecken zum Beispiel in Akkus, Halbleitern oder in Magneten für Elektromotoren. Bei diesen Metallen ist die Abhängigkeit von China groß – die Volksrepublik benutzt sie daher auch als Druckmittel im Handelsstreit mit den USA. Auch Deutschland bezieht einen hohen Anteil dieser Rohstoffe aus China. Der Import-Anteil aus China lag im vergangenen Jahr bei fast zwei Drittel (65,5 Prozent). Laut dem Statistischen Bundesamt hatte die Chinesen im Jahr zuvor allerdings noch 69,1 Prozent der Import-Menge geliefert.

  • Im europäischen Vergleich steht Deutschland damit ungünstig da, denn die Importquote aus China für die gesamte EU liegt bei 46 Prozent. Die nächstgrößeren Lieferländer sind allerdings das mit Sanktionen belegte Russland (28,4 Prozent) und Malaysia (19,9 Prozent).

  • Für Deutschland ist Österreich die zweitwichtigste Import-Quelle (23,2 Prozent), gefolgt von Estland (5,6 Prozent). In beiden Ländern werden seltene Erden weiterverarbeitet - die ursprüngliche Herkunft sei statistisch nicht nachweisbar, erklärt das Bundesamt.

So abhängig ist Deutschland bei seltenen Erden von China
09:36 Uhr

Papst für Aufbahrung einbalsamiert

Der Leichnam des verstorbenen Papstes Franziskus ist in den Petersdom überführt worden. Dort wird der Leichnam im offenen Sarg für drei Tage aufgebahrt, damit Gläubige Abschied vom Papst nehmen können. Dafür ist der Leichnam zuvor bei einer sogenannten Thanatopraxie einbalsamiert und geschminkt worden. "Das umfasst die Injektion einer Konservierungsflüssigkeit in das Kreislaufsystem, gefolgt von einer Schönheitsbehandlung des Gesichts und der Hände", sagt der Gründer des Italienischen Nationalinstituts für Thanatopraxie, Andrea Fantozzi. Ziel ist es, "den natürlichen Prozess der Verwesung zu verlangsamen", erklärt er. Das Verfahren müsse innerhalb von 36 Stunden nach dem Tod angewandt werden und dauere mehrere Stunden. Am Samstag wird Franziskus in der päpstlichen Basilika Santa Maria Maggiore in Rom beisetzt. Er hatte sich ein schlichtes Erdgrab gewünscht.

Papst für Aufbahrung einbalsamiert
08:55 Uhr

Carlos Santana in Krankenhaus eingeliefert

Sorge um Carlos Santana: Der 77-jährige Gitarrist musste gestern Abend ein Konzert in den USA absagen und wurde ins Krankenhaus geliefert. Vorher hatte er bei den Vorbereitungen für die Show einen Schwächeanfall erlitten. Im Krankenhaus sei eine Dehydrierung festgestellt worden, erklärt ein Sprecher des Musikers laut dem "The Hollywood Reporter". Inzwischen soll es dem 77-Jährigen wieder besser gehen. Er freue sich darauf, das Konzert in San Antonio nachzuholen und seine Tour fortzusetzen, erklärt sein Management.

Carlos Santana in Krankenhaus eingeliefert
08:38 Uhr

Abschied von Papst Franziskus: Gläubige strömen zum Petersplatz

Schauen wir nach Rom und zum Vatikan, wo immer mehr Menschen auf den Petersplatz strömen. Sie wollen sich vom verstorbenen Papst Franziskus verabschieden. Im Petersdom soll der Leichnam aufgebahrt werden, nachdem dieser in einer Prozession vom Gästehaus Santa Marta über den Petersplatz in die Basilika gebracht wurde.

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Die ersten Menschen wurden um kurz nach 07.30 Uhr auf den Platz gelassen. (Foto: REUTERS)
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Andere stehen noch in der Schlange, ... (Foto: REUTERS)
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... um dem verstorbenen Papst Franziskus die letzte Ehre zu erweisen. (Foto: REUTERS)
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Um 9 Uhr soll die Überführung des Leichnams beginnen. (Foto: dpa)
Abschied von Papst Franziskus: Gläubige strömen zum Petersplatz
07:45 Uhr

Abriss: Von Siegfried und Roys "Little Bavaria" ist nichts mehr übrig

Von "Little Bavaria" ist nichts mehr übrig. Die Gebäude auf dem Anwesen des ehemaligen Magier-Duos Siegfried und Roy in Las Vegas sind abgerissen worden, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. Bagger und anderes schweres Gerät machten mehrere Villen, ein Gartenhaus und eine kleine Kapelle demnach dem Erdboden gleich. Dem Bericht zufolge sollen auf dem Grundstück neue Wohneinheiten entstehen. Der Abriss trifft Siegfrieds Schwester Dolore, die Nonne ist, schwer. Der "Bild"-Zeitung sagt sie: "Oh mein Gott, macht mich das traurig. Besonders die Kapelle war für Siegfried und Roy ein so wichtiger Ort. Siegfried hat für die Kapelle eigenhändig mit dem Flugzeug ein Kreuz aus Israel nach Las Vegas gebracht. Die beiden haben dort meditiert, ihre innere Sammlung gefunden und gebetet." Roy Horn war 2020 gestorben, Siegfried Fischbacher 2021.

Abriss: Von Siegfried und Roys "Little Bavaria" ist nichts mehr übrig
07:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

Schauen wir auf die Termine des Tages:

  • In London wird um eine mögliche Waffenruhe im Ukraine-Krieg gerungen: Außenminister und Sicherheitsberater der USA, mehrerer europäischer Verbündeter sowie der Ukraine setzten ihre Beratungen über eine Beendigung des russischen Angriffskriegs fort.

  • Zwei Monate nach der Bundestagswahl läuft heute die Frist zur Anfechtung des Ergebnisses ab. Am Nachmittag will das Bündnis Sahra Wagenknecht seinen angekündigten Einspruch beim Wahlprüfungsausschuss des Bundestags einreichen. Ziel der Partei ist eine bundesweite Neuauszählung aller Stimmen.

  • Gläubige können ab heute im Petersdom Abschied von Papst Franziskus nehmen. Der Leichnam des katholischen Kirchenoberhaupts wird in einer Prozession aus der Residenz Santa Marta in die Basilika gebracht. Erwartet wird, dass Zehntausende ihm dort die letzte Ehre erweisen.

  • In der chinesischen Metropole Shanghai stellen von heute an Hunderte Firmen aus der Autobranche ihre neuen Produkte aus. Neben den großen deutschen Konzernen wie Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz werden auch zahlreiche chinesische Hersteller sowie Marken aus anderen Ländern ihre neuen Autos präsentieren.

  • Weil er Informationen aus Ermittlungsverfahren an Kokain-Händler weitergegeben haben soll, muss sich ein Staatsanwalt vor dem Landgericht Hannover verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 39-Jährigen 14 Fälle von besonders schwerer Bestechlichkeit sowie Verletzung des Dienstgeheimnisses und Strafvereitelung im Amt vor.

Das wird heute wichtig
06:39 Uhr

Kardinal Woelki: Papstwahl ist nicht wie im Film "Konklave"

Der Thriller "Konklave" lief letztes Jahr im Kino. Auch der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat sich den Film angesehen. Anders als die allermeisten Kinobesucher kennt er das Konklave aus eigener Erfahrung. Er nahm 2013 daran teil, als Franziskus zum Papst gewählt wurde. Nun ist Woelki einer der 135 Kardinäle, die den Nachfolger des verstorbenen Papstes wählen. Über den Film sagt Woelki: "Ich fühlte mich da gut unterhalten, aber die Realität ist um einiges anders." Am ehesten getroffen sei in dem Film noch die Abgeschiedenheit des Konklaves in der Sixtinischen Kapelle. Es komme während des Konklaves aber nicht zu so großen emotionalen Ausbrüchen, wie es in dem Film dargestellt wird.

Kardinal Woelki: Papstwahl ist nicht wie im Film "Konklave"
06:12 Uhr

Viele Beschäftigte in Deutschland sind gestresst - anders in einem Nachbarland

Viele Menschen sind in einem Krisenmodus - und das wirkt sich auch auf ihre Arbeit aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Beratungsunternehmens Gallup. Demnach blicken nur 45 Prozent der Beschäftigten in Deutschland zufrieden und zuversichtlich in die Zukunft. Die Ergebnisse bleiben damit auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres.

  • "Beschäftigte in Deutschland sind im emotionalen Krisenmodus gefangen", sagt Gallup-Forscher Marco Nink. Politische und wirtschaftliche Entwicklungen schlügen auf die Stimmung. Hinzu kämen Belastungen durch steigende Lebenshaltungskosten.

  • Zum hohen Stresslevel trägt laut Studie auch eine geringe Work-Life-Balance bei. Nur 26 Prozent der Befragten könnten im Feierabend wirklich abschalten.

  • In Deutschland treffe die gedämpfte Lebenszufriedenheit "auf ein weiterhin hohes Stresslevel", erklärt Gallup. So gaben 41 Prozent der Menschen an, am Tag vor der Befragung gestresst gewesen zu sein. Das ist Platz 14 von 38 untersuchten Ländern in Europa. Am wenigsten gestresst waren die Menschen in Dänemark (21 Prozent). Besonders hoch war das Stresslevel mit 59 Prozent in Griechenland.

Viele Beschäftigte in Deutschland sind gestresst - anders in einem Nachbarland