Paraglider bleibt bei Absturz verblüffend cool
Aufnahmen zeigen die ungewöhnlich entspannte Reaktion eines Paragliders, als dieser über der Küste Uruguays abstürzt. Er schafft es während des Sinkflugs, seinen Rettungsschirm zu lösen, sich einen Schuh wieder anzuziehen und einem nahegelegenen Boot zuzuwinken.
Feuer in Pariser Luxushotel - 400 Menschen evakuiert
Wegen eines Brandes in einem Pariser Luxushotel in der Nähe des Elysée-Palastes sind mindestens 400 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Drei Menschen seien leicht verletzt worden, teilte die Feuerwehr mit. Das Feuer sei im Untergeschoss des Hotels "Bristol" ausgebrochen. Etwa 100 Feuerwehrleute seien im Einsatz. Die Polizei rief dazu auf, das Viertel zu meiden, um die Löscharbeiten nicht zu behindern.
Nach Informationen der Zeitung "Le Parisien" war das Feuer in der Küche ausgebrochen. In dem Hotel, das dem Oetker-Konzern gehört, logierte regelmäßig die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihren Paris-Besuchen.
"Weniger Flieger für Fritze": Aktivisten klettern auf Berliner Hbf und entrollen großes Banner
Aktivisten des Widerstands-Kollektivs haben den Berliner Hauptbahnhof erklettert und ein großes Banner an der Fassade aufgehängt. Darauf ist zu lesen: "Weniger Flieger für Fritze, mehr 0€-Ticket für alle". Das Banner ist ein Teil der aktuellen Kampagne des Widerstands-Kollektivs für einen kostenfreien Nahverkehr. Seit Anfang März treten die Aktivisten mit verschiedenen Aktionen dafür ein, dass klimaschädliche Subventionen für einen ticketfreien ÖPNV umgewidmet werden.
"Mit Fliegen, Dienstwagenprivileg, Pendlerpauschale wird eine umwelt- und klimazerstörende Form der Mobilität finanziell gefördert, gleichzeitig ist das Deutschlandticket noch teuer geworden. Diese Ungerechtigkeit ist empörend", sagt der 25 Jahre alte Lino Krüger in einer Mitteilung des Kollektivs. "Es ist doch nicht erst seit dem Iran-Krieg klar, dass wir insgesamt dringend weniger Energie verbrauchen müssen, also möglichst viele auf Bus, Bahn, Fahrrad und Füße umsteigen sollten. Das wird nur funktionieren, wenn das Geld in diese Formen der Mobilität fließt."
Das Kollektiv fordert, "klimaschädliche Subventionen für Kerosin und den individuellen Automobilverkehr" einzusparen, zudem soll die Regierung eine "Übergewinnsteuer für die vom Iran-Krieg profitierenden Ölkonzerne" einführen. Die Einsparungen und Einnahmen sollen "nicht Tankrabatte finanzieren, sondern energiesparsame Mobilität fördern", wie die Aktivisten mitteilen.
Razzia im Bundesgebiet: Bundespolizei geht gegen Schleuser vor
Bundespolizei und Europol gehen seit den frühen Morgenstunden an mehreren Orten gegen kriminelle Schleuser vor. Das sagte ein Sprecher der Bundespolizei und nannte dabei zunächst lediglich Essen als einen Einsatzort. Hintergrund der noch laufenden Aktion sei der Verdacht, dass kleine Boote mit Flüchtlingen illegal über den Ärmelkanal nach Großbritannien eingeschleust würden.
Dazu gebe es Ermittlungen auch unter Beteiligung belgischer Behörden. Gegen wen sich die Aktion konkret richte, sagte der Sprecher nicht. Es könnten keine Details genannt werden. Europol ist die europäische Polizeibehörde der EU mit Sitz im niederländischen Den Haag.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
Alexander Schultze hat es für heute geschafft und verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Den "Tag" auf ntv.de übernehme ich hiermit: Mein Name ist Max Patzig. Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, erreichen Sie mich am besten per E-Mail an max.patzig@ntv.de.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!
Bundeskabinett steckt zusätzlich 8 Milliarden Euro in Klimaschutz
Das Bundeskabinett hat ein neues Klimaschutzprogramm beschlossen, mit dem Deutschland das drohende Verfehlen der Klimaziele abwenden soll. Die Bundesregierung stelle für Maßnahmen zum Klimaschutz in den kommenden vier Jahren zusätzlich acht Milliarden Euro zur Verfügung, sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider in Berlin.
Laut Schneider führt das nun im Kabinett verabschiedete Programm 67 einzelne Maßnahmen für das Klimaschutzprogramm auf. Hinzu kämen 23 weitere Maßnahmen, "die unsere Wälder, Moore und Böden fit machen für den Einsatz gegen den Klimawandel", wie Schneider sagte.
Deutschland hat sich verpflichtet, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 65 Prozent verglichen mit dem Stand von 1990 zu senken. Bis 2040 muss eine Reduzierung um mindestens 88 Prozent erreicht sein, bis 2045 dann Treibhausgasneutralität. Im Jahr 2025 lagen die Treibhausgasemissionen um 48 Prozent unter dem Stand von 1990. Der Rückgang der CO2-Emissionen hatte sich zuletzt verlangsamt. 2025 betrug der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr nur noch 0,9 Millionen Tonnen CO2.
Unerwartet: AfD-Fraktionschef muss trotz Wahlerfolgs in Rheinland-Pfalz ins zweite Glied
Wenige Tage nach dem Wahlerfolg der AfD in Rheinland-Pfalz gibt es eine Überraschung an der Spitze der größten Oppositionsfraktion: Zum neuen Fraktionschef wurde unerwartet Michael Büge gewählt. Der 60-Jährige löst Jan Bollinger ab, der bisher der Fraktion vorstand und der die AfD als Spitzenkandidat in die Landtagswahl geführt hatte.
Für Bollinger, der auch Landeschef der AfD ist, ist die fraktionsinterne Wahl eine herbe Schlappe. Er werde das Ergebnis als Demokrat akzeptieren und wolle sich auch in Zukunft konstruktiv in der Fraktion einbringen, sagte Bollinger. Er habe nicht erwartet, dass er als Spitzenkandidat nach diesem Wahlergebnis nicht wiedergewählt werde. Er halte das auch für erklärungsbedürftig gegenüber den Mitgliedern und Wählern der AfD, sagte Bollinger weiter.
Die AfD hatte bei der Wahl am Sonntag ihren Stimmenanteil mehr als verdoppelt, sie konnte mit 19,5 Prozent das beste Ergebnis in einem westdeutschen Bundesland einfahren.
Betreuer soll acht Kindern sexuelle Gewalt angetan haben
Ein Betreuer soll ihm anvertraute Kleinkinder und Kinder vielfach sexuell missbraucht haben. Das Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg erhob unter anderem wegen schweren Missbrauchs von Kindern und Schutzbefohlenen sowie der Herstellung kinderpornografischer Inhalte Anklage gegen den Mann. Ihm werden 41 Fälle teils schwerer sexueller Gewalt gegen die Kinder vorgeworfen, wie das Cybercrime-Zentrum und Polizei weiter mitteilten.
Der Beschuldigte habe im an Stuttgart angrenzenden Rems-Murr-Kreis bis zu seiner Festnahme im Oktober 2025 als Tagesvater gearbeitet. Um die Kinder habe er sich zu Hause gekümmert, sagte ein Polizeisprecher. Seit 2020 soll der Mann in insgesamt 41 Fällen sexuelle Handlungen an oder vor jeweils mindestens einem von insgesamt acht der von ihm betreuten Kinder vorgenommen haben.
Die Opfer seien zwischen nicht mal einem Jahr und zwölf Jahre alt gewesen. Das betroffene Kind im ersten Lebensjahr habe sich bei den sexuellen Handlungen mit im Raum befunden, sei aber nicht selbst von einem Übergriff betroffen gewesen, hieß es weiter. Außerdem soll der Deutsche in zwei Fällen Kinder bei sexuellen Handlungen untereinander aufgenommen haben.
US-Serienstar verprügelt Nachbarn - muss aber nicht mit Strafe rechnen
Am vergangenen Wochenende ist ein Video im Netz aufgetaucht, in dem "Reacher"-Schauspieler Alan Ritchson einem am Boden knienden Mann mehrere Faustschläge zufügt. Doch die Situation hat sich nach den Ermittlungen der Polizei anders zugetragen, als die vom US-amerikanischen Klatschportal "TMZ" veröffentlichten Aufnahmen suggerieren. Den neuen Erkenntnissen der Beamten zufolge war es die Gegenseite, ein Nachbar des Stars, die den Konflikt durch ihr aggressives Verhalten im Vorfeld des Videos heraufbeschwor. Ritchson habe daraufhin lediglich in Notwehr gehandelt, wie unter anderem "Us Weekly" berichtet.
In einem offiziellen Statement der zuständigen Polizeibehörde von Brentwood im US-Bundesstaat Tennessee heißt es demnach: "Nach Prüfung der verfügbaren Beweismittel, darunter Videoaufnahmen und Zeugenaussagen, kamen die Behörden zu dem Schluss, dass keine strafrechtlichen Anklagen erhoben werden." Weitere Aufnahmen einer Body-Cam, die der Schauspieler während des Vorfalls trug, zeigen demnach eindeutig, dass der Nachbar die Eskalation herbeiführte.
Der Anwohner hatte sich offenbar über den Lärm aufgeregt, den Ritchson und seine Familie verursacht haben sollen. Auch zwei der drei Söhne des Darstellers sind in dem Video auf Motorrädern zu sehen. In einem Bodycam-Video des "Reacher"-Stars ist zu sehen, wie der Nachbar sich ihm in den Weg stellt, sodass Ritchson mit seinem Motorrad stürzt.
Skurriles Urteil: Wer bei Pinkelpause auf Weg zum Job stirbt, ist nicht unfallversichert
Wer vom Arbeitsweg in einen Waldweg abbiegt, um seine Notdurft zu verrichten, ist dabei nicht gesetzlich unfallversichert. Das Bundessozialgericht in Kassel wies die Revision eines Sohns ab, der nach dem tödlichen Unfall seines Vaters gegen die Berufsgenossenschaft auf Halbwaisenrente klagte.
Es ging um einen Fall aus Baden-Württemberg. Wie die dortigen Gerichte feststellten, verließ der Vater am Unfalltag im Oktober 2021 abends seine Wohnung und fuhr mit seinem privaten Auto weg. Am nächsten Morgen wurde er tot auf einem Waldweg gefunden. Er lag unter seinem Auto.
Die Staatsanwaltschaft nahm an, dass er für eine Pinkelpause in den Wald gefahren war. Nachdem er ausgestiegen sei, sei das Auto ins Rollen gekommen. Beim Versuch, es aufzuhalten, sei er überfahren worden. Der Arbeitgeber und die Familie gaben an, dass der Mann auf dem Weg zu einem Geschäftsessen gewesen sei. Die Berufsgenossenschaft wollte nicht zahlen. Denn es stehe nicht fest, dass der Mann sich auf einem versicherten Weg befand.
Frankreich will Milliardenkosten für AKW stemmen, braucht aber grünes Licht der EU
Die EU-Kommission könnte im April eine Prüfung französischer Staatshilfen für sechs neue Atomreaktoren einleiten. Brüssel will ermitteln, ob die massiven Subventionen gegen die Wettbewerbsregeln der EU verstoßen, wie die Nachrichtenagentur AFP aus mit den Vorgängen vertrauten Kreisen erfuhr. Eine solche Prüfung gehört den Informationen zufolge bei großen Summen zum Standard und dauert mehrere Monate.
Frankreich und der Atomkraftbetreiber EDF hoffen, dass die Ermittlungen nicht zu Verzögerungen beim Bau führen. EDF hatte seine Kostenrechnung für den Bau der sechs Reaktoren im Dezember deutlich nach oben geschraubt, auf knapp 73 Milliarden Euro. Der französische Staat will bis zu 60 Prozent der Kosten direkt selbst finanzieren. Die endgültige Investitionsentscheidung soll nach derzeitigem Stand Ende 2026 fallen.
Das neueste Atomkraftwerk Frankreichs, Flammanville 3, ging 2024 an den Start. Die Bauzeit betrug 17 Jahre, statt 5 Jahren, wie ursprünglich angenommen. Auch die Kosten explodierten. Statt der ursprünglich avisierten 3,3 Milliarden Euro mussten am Ende 23,7 Milliarden Euro berappt werden.
Schnieder versenkt Tempolimit und will mehr E-Lade-Säulen
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat zugesagt, dass die Koalition mit ihrem neuen Klimaschutzprogramm die Klimaziele für 2030 erreichen wird. "Wir werden als Bundesregierung im Klimaschutzprogramm die Ziele 2030 einhalten", sagte Schnieder im ARD-"Morgenmagazin". Ein großer Bereich, um die Transformation voranzutreiben, sei der Ausbau der Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität.
Zwar gebe es bereits eine gute Ladeinfrastruktur, aber: "Es gibt einige Lücken, vor allem im Bereich der Städte", fügte Schnieder hinzu. In Mehrfamilienhäusern gebe es einen Nachholbedarf. Ein geplantes Förderprogramm in Höhe von 500 Millionen Euro soll die Ladeinfrastruktur dort voranbringen.
Eine attraktive E-Mobilität habe mit Blick auf die Klimaziele einen positiven Einfluss. Hingegen bringe ein Tempolimit wenig. "Wir müssen Maßnahmen vorschlagen, die die Menschen akzeptieren, die sie tragen können und die wirtschaftlich umsetzbar sind", sagte der Minister.
Thüringer fällt auf Love-Scammer rein und verliert riesige Geldsumme
Betrüger haben von einem 50-Jährigen aus Jena in Thüringen über 150.000 Euro erbeutet. Der Mann fiel auf die Masche des Anlagebetrugs herein, wie die Landespolizeiinspektion Jena mitteilte. Demnach lernte der Mann über eine Dating-Plattform vermeintlich eine Frau kennen. Im Verlauf des Chats machte der oder die Unbekannte den 50-Jährigen auf eine Geldanlage-App aufmerksam.
Er eröffnete ein Konto und überwies mehrfach Geld, insgesamt mehr als 150.000 Euro. Schließlich flog der Schwindel auf. Die Polizei ermittelt nun wegen Betrug.
Lastwagen erfasst Mutter und Kind in Baden-Württemberg - beide tot
Eine Mutter und ihr Kind sind bei einem Verkehrsunfall in Schramberg im Landkreis Rottweil in Baden-Württemberg von einem Lastwagen erfasst worden und ums Leben gekommen. "Mutmaßlich aufgrund medizinischer Ursache" habe der Fahrer die Kontrolle über den Lkw verloren, woraufhin dieser "über mehrere geparkte Autos und den Gehweg hinweg gegen eine Hauswand" geprallt sei, teilte die Polizei in Konstanz mit.
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Abgesetzter Colbert enthüllt neuen Job: Der führt ihn nach Mittelerde
Stephen Colbert hat einen neuen Job gefunden. Im Mai läuft die Abschiedssendung seiner "Late Show". Der 61-Jährige macht aber offenbar gleich mit einem prestigeträchtigen Projekt weiter. Er wurde US-Medienberichten zufolge beauftragt, gemeinsam mit Philippa Boyens und Peter McGee das Drehbuch für einen "Der Herr der Ringe"-Film zu schreiben. Es ist der zweite neue Streifen in der Reihe. Colbert gab die Neuigkeit gemeinsam mit "Herr der Ringe"-Regisseur Peter Jackson auch in den sozialen Medien bekannt.
Inhaltlich soll es um ein Kapitel zu Beginn von "Die Gefährten" gehen. Das habe es nicht in den gleichnamigen ersten Teil der Trilogie geschafft. Nach Einschätzung von Colbert und Jackson soll es aber für einen eigenen Film tragen. Arbeitstitel soll sein: "The Lord of the Rings: Shadow of the Past" ("Der Herr der Ringe: Schatten der Vergangenheit"). Er soll auf "The Hunt for Gollum" folgen, der derzeit unter der Regie von Andy Serkis entsteht.
Zum Cast dieses Films, der im Dezember 2027 in die Kinos kommen soll, gehört Kate Winslet in einer noch nicht bekannt gegebenen Rolle, Ian McKellen, der erneut als Gandalf zu sehen sein wird, sowie Andy Serkis, der wieder in die Rolle des Gollum schlüpft. Auch Elijah Wood könnte als Frodo zurückkehren.
Nach Tötung in Eckernförde: 22-Jähriger stellt sich der Polizei
Zwei Wochen nach der Tötung eines Jugendlichen in Eckernförde in Schleswig-Holstein haben Ermittler einen Verdächtigen festgenommen. Der 22-Jährige sitzt in Untersuchungshaft, wie die Polizei Kiel mitteilte. Demnach hatte er sich den Beamten selbst gestellt.
Der Jugendliche war am 11. März offenbar bei einem Streit auf einem Supermarktparkplatz in der schleswig-holsteinischen Stadt schwer verletzt worden. Als die Einsatzkräfte vor Ort ankamen, trafen sie niemanden mehr an und fanden lediglich eine Blutspur. Kurze Zeit später entdeckten Beamte wenige Kilometer entfernt den schwerverletzten 15-Jährigen. Sie reanimierten ihn, auf dem Weg ins Krankenhaus starb er jedoch.
Die Beamten fahndeten daraufhin nach mutmaßlichen Tatbeteiligten und einem Auto, das sich laut Zeugenaussagen nach der Auseinandersetzung von dem Parkplatz entfernt hatte. Am Montag nahm die Polizei dann in Bremen einen 23-Jährigen unter dem dringenden Tatverdacht des Totschlags fest. Er kam in Untersuchungshaft. Weil er aber ein Alibi hatte, kam er später wieder auf freien Fuß.
Krise am Bau vorbei? Immobilienpreise machen Hoffnung
Wohnimmobilien in Deutschland haben sich 2025 nach zuvor zwei Jahren in Folge mit Preisrückgängen erstmals wieder verteuert. Sie kosteten durchschnittlich 3,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das war der erste Anstieg seit 2022. Steigende Zinsen, teure Materialien und höhere Lebenshaltungskosten hatten damals den jahrelangen Boom am Immobilienmarkt beendet. Dadurch brachen die Preise 2023 um 8,4 Prozent ein, 2024 um 1,5 Prozent. 2022 waren sie noch um 6,1 Prozent gestiegen.
Für Eigentumswohnungen zahlten Käuferinnen und Käufer in dünn besiedelten ländlichen Kreisen 5,4 Prozent und in kreisfreien Großstädten 4,8 Prozent mehr. In den sieben größten Städten Deutschlands (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf) stiegen die Preise um 2,1 Prozent zum Vorjahresquartal.
Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich im Durchschnitt mit 3,2 Prozent am stärksten in den dünn besiedelten Kreisen und mit 3,1 Prozent in den kreisfreien Großstädten. In den sieben größten Städten kosteten Ein- und Zweifamilienhäuser 1,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Für Aufschwung: Klingbeil will Ehegattensplitting beerdigen
Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge plant Finanzminister Lars Klingbeil eine Abschaffung des Ehegattensplittings. Die Idee dahinter ist, dass so mehr Frauen, die bislang nicht oder kaum berufstätig sind, künftig arbeiten - weil sich das viel eher für sie lohnt. Dadurch soll das Arbeitsvolumen in Deutschland steigen und der Wirtschaftsaufschwung möglich gemacht werden.
Eine kürzlich vorgestellte Studie kommt zudem zu dem Schluss, dass ein Ende des Ehegattensplittings zu mehr Geburten in Deutschland führen kann. Laut Analyse der Rockwool Foundation Berlin (RFBerlin) könnte "die Geburtenrate könnte um 5,7 Prozent höher liegen, wenn das Ehegattensplitting abgeschafft und Steuervorteile nicht mehr an die Heiratsurkunde gebunden würden, sondern an die Kinder", fasste RFBerlin-Projektleiterin Hanna Wang die Ergebnisse zusammen.
"Stimmt für Viktor Orban" - Trump gibt Wahlempfehlung für Autokraten ab
Diese Empfehlung kommt wenig überraschend. Viktor Orban hat mit dem Umbau Ungarns das erreicht, was Donald Trump für die USA auch anstreben könnte: Gerichte auf Linie, Medien, die den Präsidenten oder Regierungschef ausschließlich loben, Wahlen, die nicht wirklich demokratisch sind und ein System, in dem Menschen, mit Zugang zur Macht, sich bereichern können.
Daher spricht Trump vor der Parlamentswahl am 12. April dem ungarischen Regierungschef Viktor Orban seine "völlige und uneingeschränkte Unterstützung ausgesprochen. Orban sei "ein wirklich starker und mächtiger Anführer mit einer nachweislichen Erfolgsbilanz bei der Erzielung phänomenaler Ergebnisse", erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. An die Wählerinnen und Wähler in Ungarn gerichtet fügte er hinzu: "Stimmt für Viktor Orban." Er habe Orban bereits vor der Wahl im Jahr 2022 seine Unterstützung ausgesprochen, "und es ist mir eine Ehre, dies erneut zu tun", erklärte Trump.
Der US-Präsident lobte den ungarischen Regierungschef dafür, dass er gegen illegale Einwanderung kämpfe, Recht und Ordnung wiederherstelle und die Beziehungen zu Washington auf eine "neue Ebene der Zusammenarbeit" gebracht habe.
Ketchups im Test: 5 Produkte sehr gut, andere mit Schimmelpilzgift
Bei Tomatenketchup gibt es nach Angaben der Stiftung Warentest "große Unterschiede in Sensorik, Schadstoffbelastung und Verpackung". Beim Test von 23 Ketchups aus dem Handel überzeugten fünf Produkte mit sehr gutem Geschmack, wie Warentest mitteilte. Andere Produkte seien hingegen durch Schimmelpilzgifte aufgefallen. Insgesamt zwölf Ketchups schnitten bei den Warentestern gut ab, die meisten anderen wurden hingegen nur mit befriedigend oder ausreichend bewertet.
Unter die Lupe genommen wurde auch, ob sich geleerte Flaschen wieder recyceln lassen: Hier hätten sich 9 von 16 geprüften Plastikflaschen als nicht recyclingfähig erwiesen, erklärte die Stiftung. Wer auf Nachhaltigkeit achte, solle zur Glasflasche greifen, so das Urteil.
Beendet Trumps 15-Punkte-Plan den Iran-Krieg? Was heute wichtig wird
Liebe Leserinnen und Leser,
über dem heutigen Tag kreist, wie zuletzt immer, die Frage: Endet der Krieg im Nahen Osten? Glaubt man dem US-Präsidenten, ist er längst entschieden. Allerdings gehen Angriffe auf beiden Seiten weiter. Nun wollen die USA dem iranischen Regime einen 15-Punkte-Plan vorgelegt haben, der zu einem Kriegsende führen kann. Ausgang? Offen. Alle Entwicklungen verfolgen Sie in unserem Iran-Ticker.
Das zweite große Thema dieser Tage, das durch den "Fall Fernandes/Ulmen" mediale Aufmerksamkeit erhielt, ist Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Um 16 Uhr wird sich der Bundestag, auf Antrag der Regierungskoalition, damit in einer aktuellen Stunde befassen. Bereits zwei Stunden zuvor wird Kanzler Friedrich Merz sich einer Regierungsbefragung stellen.
Eine positive wirtschaftliche Entwicklung wird durch den Iran-Krieg derzeit jäh abgewürgt. Die Hoffnungen schießen zumindest aktuell nicht in den Himmel. Der ifo-Geschäftsklimaindex wird Licht ins Dunkel bringen und zeigen, wie etwa 7000 deutsche Unternehmen ihre momentane Lage und ihre Erwartungen einschätzen.
Verkehrsministerkonferenzen sind oft wenig interessant wirkende Treffen, auf denen sowieso kaum etwas Substanzielles beschlossen wird. In diesem Jahr ist die Liste der Themen jedoch nicht ohne: Maßnahmen für Sicherheit in Zügen und Bahnen, die Regelung der Trassenpreise, die Preisgestaltung des Deutschlandtickets sowie die von Verkehrsminister Schnieder lancierte Novelle der Fahrschulausbildung.
Was heute sonst noch wichtig wird?
Wie geht es weiter mit dem gestrandeten Wal am Timmendorfer Strand?
Verhandlung gegen ärgsten Erdogan-Konkurrenten Imamoglu geht weiter
Um 9:15 Uhr könnte das Urteil im Prozess um mutmaßlich Hamas-Mitglieder fallen
Bundeskabinett will Spitzensportagentur auf den Weg bringen
Um 12 Uhr stellt Borussia Dortmund seinen neuen Sportdirektor Nils-Ole Book vor
Ich hoffe, für den Moment sind Sie gut im Bilde, was Sie heute erwartet. Alles Überraschende bekommen Sie bei uns ebenfalls mit. Im Tag begleite ich Sie bis 14 Uhr. Mein Name ist Alexander Schultze und falls Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@ntv.de. Auf geht's!
Mit 240 Km/h nicht aufzuhalten - Polizei stoppt Raser erst nach 60 Kilometern
Mit mehr als 240 Kilometern pro Stunde sind zwei junge Autofahrer über die Autobahn in Bayern gerast und haben dabei mehrere Verkehrsregeln gebrochen. Erst nach rund 60 Kilometern konnten Polizisten die beiden Fahrer im Alter von 24 und 25 Jahren mit ihren Sportwagen stoppen. Zwischenzeitlich seien die Beamten mit rund 240 km/h auf ihrem Tacho den Fahrzeugen nicht mehr hinterhergekommen, sagte ein Polizeisprecher. Auf der Strecke gibt es demnach mehrere Geschwindigkeitsbegrenzungen, die von den beiden missachtet wurden. Die PS-starken Boliden waren den Angaben zufolge getunt und in der Lage, bis etwa 300 Kilometer pro Stunde zu fahren.
Zuvor hatte ein Zeuge auf der A99 nahe der Anschlussstelle Haar (Landkreis München) den Notruf gewählt, weil die beiden Raser am Dienstag anderen Fahrzeugen immer wieder dicht aufgefahren waren und rechts überholt hatten. Danach fuhren die jungen Männer auf die A8 in Richtung Salzburg. Teile der waghalsigen Fahrt dokumentierten Beamte dann aus einem Streifenwagen. Letztlich zog die Polizei die Führerscheine der beiden Fahrer ein, auch ihre Sportwagen wurden beschlagnahmt. Gegen die Raser wird nun unter anderem wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt.
Lust auf E-Auto-Kauf in Deutschland wächst
Elektroautos werden beliebter. In einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Targobank gaben 21 Prozent der Befragten an, als nächstes Auto ein rein elektrisches Fahrzeug zu bevorzugen. Das sind vier Prozentpunkte mehr als in den gleichen Befragungen der Jahre 2024 und 2025, als es jeweils 17 Prozent gewesen waren. Der Umfrage zufolge schieben sich Elektroautos auf Platz 2 in der Beliebtheitsskala deutscher Autofahrer, nur Benziner stehen mit 29 Prozent besser da (minus zwei Prozentpunkte). Hybridfahrzeuge sind unverändert bei 19 Prozent und Diesel ebenfalls gleichbleibend bei 14 Prozent. Wasserstoff-Autos führen mit einem Prozent ein Nischendasein, der Rest der Befragten war unentschlossen.
Die Frage beantwortet hatten 933 erwachsene Autofahrer, laut Forsa war das Ergebnis repräsentativ. Insgesamt teilgenommen hatten 1021 Autofahrer, von denen allerdings 88 einen Autokauf ausgeschlossen hatten.