Der Tag
8. April 2026
imageHeute mit Robin Grützmacher und Heidi Ulrich
Zum Archiv
22:22 Uhr

Das war Mittwoch, der 8. April 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die Lage im Nahen Osten ist seit letzter Nacht zwar nicht noch weiter eskaliert, doch die Waffenruhe ist brüchig, zahlreiche Staaten melden Verstöße. Diese und weitere Meldungen des Tages finden sie hier im Überblick:

Waffenruhe-Vereinbarung steht schon auf der Kippe

US-Regierung verstrickt sich zu Irans Zehn-Punkte-Plan in Widersprüche

Netanjahu: Israel hat im Iran "noch Ziele zu erreichen"  

Meta will ChatGPT mit neuem KI-System angreifen

OECD erwartet Milliardenkosten durch Long-Covid-Erkrankte

Wie Optimismus gegen Demenz schützen soll

Die Erde wird nachts immer heller

Spanisches Dorf bietet kostenloses Wohnen - und festen Job

Es ist Zeit abzuschalten - ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend!

Das war Mittwoch, der 8. April 2026
21:47 Uhr

Täter stehlen Gedenkkranz für ermordeten Halit Yozgat – Polizei sucht Zeugen

Vier Unbekannte haben in Kassel einen Kranz von der Gedenkstätte für den vom rechtsextremistischen NSU ermordeten Halit Yozgat gestohlen. Die Tat am späten Dienstagabend wurde der Polizei zufolge von Kameras aufgezeichnet. Sie spricht von jungen Tatverdächtigen. Einer von ihnen fuhr mit dem Kranz auf einem E-Scooter davon. Wer etwas darüber weiß, soll sich bei der Polizei melden. Ermittelt wird wegen Störung der Totenruhe und Diebstahls. Der Kranz war am Montag bei einer Gedenkveranstaltung anlässlich des 20. Jahrestags der Ermordung Yozgats durch die rechtsextremistische Zelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) abgelegt worden.

Yozgat war am 6. April 2006 bei der Arbeit in einem Internetcafé erschossen worden, das er mit seinem Vater betrieb. Die Ermittlungen und die Rolle der Behörden bei der Aufklärung des Mordes werfen bis heute Fragen auf. Ein damaliger Verfassungsschützer war kurz vor oder während der Tat in dem Internetcafé. Von dem Mord will er nichts mitbekommen haben. Der Mann geriet vorübergehend in Verdacht. Weil ihm keine Beteiligung an der Tat nachgewiesen werden konnte, wurde das Verfahren gegen ihn eingestellt. 

Täter stehlen Gedenkkranz für ermordeten Halit Yozgat – Polizei sucht Zeugen
21:22 Uhr

"Ketamin-Queen" nach Matthew Perrys Tod verurteilt

Zweieinhalb Jahre nach dem Drogentod von Schauspieler Matthew Perry hat ein kalifornisches Gericht dessen frühere Dealerin zu 15 Jahren Haft verurteilt. Die als "Ketamin-Queen" bekannt gewordene 42-Jährige hatte eingeräumt, Perry mit der tödlichen Dosis des Betäubungsmittels Ketamin versorgt zu haben. Der 54-Jährige war 2023 tot im Whirlpool seines Hauses gefunden worden. Bei der Obduktion wurde eine hohe Dosis Ketamin in seinem Blut nachgewiesen.

Berichten zufolge hatte er sich wegen Depressionen und Angstzuständen einer Ketamin-Therapie unter ärztlicher Aufsicht unterzogen. Zusätzlich soll er sich das Mittel auf dem Schwarzmarkt besorgt haben. Im Zusammenhang mit seinem Tod wurden bereits zwei Ärzte verurteilt, die an der Belieferung des Schauspielers mit Ketamin beteiligt waren. Noch in diesem Monat sollen die Urteile gegen einen Mittelsmann der "Ketamin-Queen" sowie gegen Perrys Assistenten verkündet werden. Dieser hatte Perry mindestens drei Dosen Ketamin gespritzt, die ihn schließlich das Leben kosteten. Mehr dazu hier.

"Ketamin-Queen" nach Matthew Perrys Tod verurteilt
20:57 Uhr

Seltener Nachwuchs im Zoo: Zwei Goldkatzen geboren

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Die beiden Kater in ihrem Gehege. (Foto: picture alliance/dpa/Zoo Heidelberg)

Im Heidelberger Zoo sind Anfang März zwei Asiatische Goldkatzen geboren worden. Die beiden Kater wurden per Hand aufgezogen. Dies sei die einzige Möglichkeit gewesen, das Überleben und die erfolgreiche Aufzucht der Jungtiere zu sichern, teilt der Zoo mit. Mit ihnen steige die Gesamtzahl der Tiere in europäischen Zoos auf acht. 

Die Organisation Internationale Union zur Bewahrung der Natur (IUCN) stuft die Asiatische Goldkatze als gefährdet ein. Die größten Bedrohungen sind demnach die illegale Jagd auf die Tiere und der Verlust ihres Lebensraumes. Sie leben vor allem im Wald, aber auch im Busch- und Grasland und in felsigen Gebieten. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liege in Bangladesch, Bhutan, Kambodscha, China, Indien, Indonesien, Malaysia, Myanmar, Laos, Nepal und Thailand. Mehr dazu hier.

Seltener Nachwuchs im Zoo: Zwei Goldkatzen geboren
20:26 Uhr

Gigantischer Erdrutsch spaltet Region in zwei Hälften

Nach schweren Unwettern erschüttert ein gewaltiger Erdrutsch die Region Molise an der italienischen Adriaküste. Hänge rutschen ab, Straßen werden zerstört. Eine wichtige Brücke stürzt ein. Einsatzkräfte suchen nach einem Vermissten.

Gigantischer Erdrutsch spaltet Region in zwei Hälften
19:55 Uhr

Fast jeder dritte Mensch könnte künftig unter Hitze und Dürre zugleich leiden

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Mittel- und Südamerika, Südeuropa, Afrika und Südasien werden der Studie zufolge am stärksten von den Extremereignissen betroffen sein. (Foto: picture alliance / CHROMORANGE)

Einer Studie zufolge werden kombinierte Hitze-Dürre-Ereignisse künftig häufiger auftreten. "Wenn sich an der derzeitigen Klimapolitik nichts ändert, könnte fast ein Drittel der Weltbevölkerung bis zum Ende des Jahrhunderts häufigeren und schwereren Hitze-Dürre-Bedingungen ausgesetzt sein", sagt Di Cai, Erstautorin der Studie vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). Das wären fast 2,6 Milliarden Menschen, schreibt das AWI in Bremerhaven. Haupttreiber für diese Entwicklung sind demnach die vom Menschen gemachten Treibhausgase. Länder in den tropischen und subtropischen Breitengraden werden der Studie zufolge am stärksten von den Hitze-Dürre-Extremen betroffen sein. Die Autorinnen und Autoren sagen außerdem, dass "einkommensschwache Länder, obwohl sie nur minimal zu den globalen Emissionen beitragen, voraussichtlich häufiger darunter leiden werden als einkommensstarke Länder". Dies verdeutliche den Handlungsbedarf noch mehr, warnen die Forschenden.

Fast jeder dritte Mensch könnte künftig unter Hitze und Dürre zugleich leiden
19:16 Uhr

Glückliche Katy Perry gewährt seltenen Einblick in ihr Privatleben: "Karma"

Erst im Dezember machten Katy Perry und Justin Trudeau ihre Beziehung öffentlich. Inzwischen gewährt die Sängerin ihren Fans ein paar Einblicke in ihr Privatleben. Bei Instagram postete die 41-Jährige eine Reihe von Schnappschüssen, darunter auch ein Pärchen-Foto mit dem ehemaligen kanadischen Premierminister und eine Glückskeksweisheit. Zur Bilderstrecke kommentiert sie noch: "Ich hätte nie gedacht, dass Karma so lohnend sein kann".

Glückliche Katy Perry gewährt seltenen Einblick in ihr Privatleben: "Karma"
18:42 Uhr

Lufthansa-Kabinenpersonal zum Streik aufgerufen

Die Osterfeiertage sind rum - die hatte die Flugbegleitergewerkschaft Ufo noch abgewartet. Nun soll gestreikt werden.

  • Die Gewerkschaft ruft das Kabinenpersonal der Lufthansa und der Zubringerfluggesellschaf Cityline für Freitag zum Streik auf. Der Ausstand ist von 0.01 Uhr bis 22.00 Uhr vorgesehen.

  • Es sollen alle Abflüge der Deutschen Lufthansa AG von Frankfurt und München bestreikt werden sowie alle Abflüge der Lufthansa Cityline von Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover.

  • Ende März hatten die Ufo-Mitglieder in Urabstimmungen mit klaren Mehrheiten für Arbeitskampfmaßnahmen gestimmt. Mehr dazu hier.

Lufthansa-Kabinenpersonal zum Streik aufgerufen
18:23 Uhr

Boot explodiert an Steg auf Urlaubsinsel Phuket

Vor der thailändischen Insel Phuket geht ein Boot nach einer Explosion in Flammen auf. Menschen springen in Panik von Bord. Das brennende Boot wird vom Pier weggezogen, um weitere Schäden zu verhindern. Fünf Personen werden verletzt, ein Tourguide wird vermisst. 

Boot explodiert an Steg auf Urlaubsinsel Phuket
17:46 Uhr

Hitlergruß gezeigt? AfD-Abgeordneter muss vor Gericht

Der sächsische AfD-Bundestagsabgeordnete Matthias Moosdorf muss sich vor Gericht verantworten, weil er den Hitlergruß gezeigt haben soll. Die Anklage sei zugelassen worden, sagt eine Sprecherin der Berliner Strafgerichte. Der Bundestag hatte seine Immunität bereits aufgehoben. Wann der Prozess in Berlin beginnt, steht noch nicht fest. Die Staatsanwaltschaft wirft Moosdorf vor, während einer Bundestagssitzung im Jahr 2023 einen Parteikollegen im Bereich der Garderobe am Zugang Ost zum Reichstagsgebäude mit der verbotenen Geste begrüßt zu haben. Moosdorf weist den Vorwurf zurück. Dieser fuße lediglich auf den Aussagen einer ehemaligen SPD-Abgeordneten, teilte er zuvor mit. Mehr dazu hier.

Hitlergruß gezeigt? AfD-Abgeordneter muss vor Gericht
17:22 Uhr

Aktivisten berichten von illegalem Nacktbilder-Handel in Chat-Gruppen

Zehntausende Nacktbilder von Frauen sind offenbar ohne Zustimmung der Betroffenen auf Telegram getauscht und gehandelt worden. Die Aktivistengruppe AI Forensics teilt mit, sie habe 16 Telegram-Kanäle über sechs Wochen untersucht. In dem Zeitraum seien dort mehr als 80.000 Foto-, Video- und Audiodateien mit zumeist pornografischem Inhalt ausgetauscht worden, erklärt die Nichtregierungsorganisation. Auf einigen Aufnahmen waren demnach Minderjährige zu sehen. Wie die Aktivistengruppe weiter mitteilt, stießen ihre Mitglieder bei der Untersuchung der italienischen und spanischen Chatgruppen auf fast 25.000 aktive Nutzer, die derartige Aufnahmen weiterverbreiteten, häufig gegen Bezahlung.

  • Viele der verbreiteten Fotos und Videos stammten ursprünglich von anderen Onlinediensten wie Tiktok, Instagram oder Snapchat, wie die Experten weiter berichten. Bei einem anderen Teil handelte sich es demnach um mithilfe Künstlicher Intelligenz erzeugte "Deepfakes".  

  • Laut AI Forensics betrieben einige Mitglieder der Telegram-Gruppen zudem koordinierte Kampagnen zur Belästigung von weiblichen Opfern, teilweise wurden persönliche Daten illegal veröffentlicht. Einige Nutzer riefen demnach sogar zur Vergewaltigung der gezeigten Frauen auf, andere diskutierten sexualisierte Aufnahmen von Kindern.

  • AI Forensics wirft Telegram ein mangelndes Durchgreifen gegen solche Chatgruppen vor. Einige der untersuchten Gruppen seien zwar von Telegram geschlossen worden, hätten aber nur Stunden später unter gleichem Namen weitergemacht.

  • Ein Sprecher des Onlinedienstes erklärt, die Verbreitung "nicht einvernehmlicher intimer Aufnahmen, einschließlich pornografischer Deepfakes" sei gemäß den Nutzungsbedingungen "strikt untersagt". Das Vorgehen gegen Deepfakes sei jedoch "für alle Plattformen kompliziert".

Aktivisten berichten von illegalem Nacktbilder-Handel in Chat-Gruppen
16:46 Uhr

Silbermond-Sängerin ist schwanger

Eine schöne Neuigkeit verkünden Silbermond-Sängerin Stefanie Kloß und Gitarrist Thomas Stolle: Sie erwarten ihr zweites Kind. Die 41-Jährige ist erneut schwanger. 2018 wurden die beiden bereits Eltern eines Sohnes. Mehr dazu hier.

Silbermond-Sängerin ist schwanger
16:10 Uhr

Simone Thomalla: Wurde erpresst

Simone Thomalla hat Anzeige erstattet. Ihren Worten nach hatte sich letzten Monat ein Krimineller via Phishing-Mail Zugang zu ihrem Instagram-Account verschafft und sie erpresst. "Meine ehemalige Agentur hat mir eine Mail weitergeleitet. Ich habe dann unachtsam und unkonzentriert irgendwo draufgeklickt - und zack, war es passiert", sagt die 60-Jährige der "Bild"-Zeitung. Eine unbekannte Person habe daraufhin die Zugangsdaten zu ihrem Profil geändert und 1400 Euro gefordert - angeblich um die Zugangsdaten freizugeben. Laut Thomalla konnte ihr der IT-Support vom Instagram-Mutterkonzern Meta nicht helfen. Schließlich habe sie Geld an den Erpresser gezahlt, der daraufhin aber noch mehr Geld von ihr gefordert habe. An diesem Punkt sei sie zur Polizei gegangen.  

Simone Thomalla: Wurde erpresst
15:39 Uhr

Schädel treibt im Dortmund-Ems-Kanal

Feuerwehrleute haben einen menschlichen Schädel aus dem Dortmund-Ems-Kanal in Rheine geborgen. Ein Radfahrer habe den Schädel zuvor entdeckt und die Einsatzkräfte alarmiert, sagt die Polizei. Demnach schwamm der Schädel rund zwei Meter vom Ufer entfernt. Die Polizei untersucht ihn nun. Sie prüft auch, ob es einen Zusammenhang mit dem Fall eines 71-jährigen Mannes gibt, der bereits länger vermisst worden war. Letzten Monat wurden in dem Kanal sterbliche Überreste gefunden, die ihm zugeordnet werden konnten. In diesem Fall geht die Polizei nicht von Fremdeinwirkung aus. Mehr dazu hier.

Schädel treibt im Dortmund-Ems-Kanal
15:12 Uhr

Missbrauchsfall in Thüringen "sprengt alles"

Der Fall macht fassungslos: Ein 46-Jähriger hat vor dem Landgericht Erfurt eingeräumt, sich an seinen Stiefkindern vergangen zu haben. Hunderte Male soll er seine Stieftochter sexuell missbraucht, sie und ihren Halbbruder dazu gebracht haben, sexuelle Handlungen aneinander vorzunehmen und die Taten zum Großteil gefilmt haben unter dem perfiden Vorwand, mit dem Verkauf der Aufnahmen Geldprobleme der Familie zu lösen. Der Mann aus Ilmenau hatte sich laut seiner Verteidigerin zunächst nicht äußern wollen. Doch nachdem ihm der Vorsitzende Richter deutlich machte, dass die Beweislage angesichts von Hunderten Videos erdrückend ist, räumte der Angeklagte die Vorwürfe ein. "Dieses Verfahren sprengt alles, was die Kammer je erlebt hat", sagt der Vorsitzende Richter der Jugendschutzkammer Holger Pröbstel.

Die Vorwürfe sind umfassend: So wird dem Mann über den Missbrauch hinaus unter anderem zur Last gelegt, einer Freundin der Stieftochter über einen Fake-Account bei Instagram geschrieben und vorgegeben zu haben, ein 21-Jähriger zu sein, der ihr Geld gegen Nacktaufnahme bot. Außerdem wurden bei einer Wohnungsdurchsuchung Speichermedien mit Tausenden kinder- und jugendpornografischen Aufnahmen gefunden. Aufmerksam wurden die Ermittler auf den Mann durch einen Hinweis aus den USA, nachdem dort Daten einer einschlägigen Online-Plattform ausgewertet worden waren. Mehr dazu hier.

Missbrauchsfall in Thüringen "sprengt alles"
14:38 Uhr

Scharfe Kritik aus der SPD an Katherina Reiche

In der Debatte um mögliche Entlastungen angesichts der hohen Energiepreise greift die SPD Wirtschaftsministerin Katherina Reiche scharf an. "Ich habe ehrlicherweise manchmal hier den Eindruck, Katherina Reiche lässt hier die Bürgerinnen und Bürger ehrlicherweise im Stich", sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Dirk Wiese.

Reiche sei sich offenbar nicht bewusst, welche Krise bei einer erneuten Verschärfung der Lage im Iran auf Deutschland zukommen könne. "Es muss jetzt was passieren und dringend diese Krisensituation auch richtig adressiert werden", betonte Wiese. Aktuell aber handele die Wirtschaftsministerin nicht. Stattdessen sei es Vizekanzler Lars Klingbeil, der die Debatte über Entlastungen und eine Deckelung der Spritpreise voranbringe. "Ich glaube, hier müssen wir noch mal jetzt den Druck erhöhen, dass auch Katherina Reiche endlich hier ins Handeln kommt", sagte Wiese. Mehr dazu hier.

Scharfe Kritik aus der SPD an Katherina Reiche
14:17 Uhr

Schichtwechsel

Hallo liebe Leserinnen und Leser!

An diesem sonnigen Mittwochnachmittag verabschiedet sich Robin Grützmacher in den Feierabend. Hier geht es jetzt mit mir, Heidi Ulrich, weiter. Bei Fragen oder Hinweisen zu "Der Tag" können Sie mir gern an heidi.ulrich(at)ntv.de schreiben.

Schichtwechsel
13:54 Uhr

Traurige Nachrichten vom Wal an der Ostsee

Die Hoffnungen auf ein Happy End kann man wohl leider endgültig begraben. So traurig das auch ist: Der vor Wismar in der Ostsee gestrandete Buckelwal befindet sich Experten zufolge im Sterbeprozess. Dass er nicht auf die Boote reagiere, sei ein Zeichen dafür, sagte Bianca König von der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) Deutschland. Wie lange der Sterbeprozess dauert, hänge von verschiedenen Faktoren ab.

"Der Wal hat mehrere Baustellen, die ihn beeinträchtigen und dafür sorgen werden, dass er sterben wird." Es könne heute Abend passieren, aber auch erst in drei Tagen. Falls der Wal eine Stunde nicht atme, sei das ein Zeichen dafür, dass er tot sei. Das Hauptproblem sei das Gewicht des Tieres und die geringe Wassertiefe: "Wale brauchen die Schwerelosigkeit im Wasser, das Gewicht wird immer weiter auf die Organe drücken, das führt zu Organversagen und Kreislaufkollaps", sagte König. "Es hängt davon ab, wie viel Auftrieb er im Wasser hat und vom Gesamtzustand."

Traurige Nachrichten vom Wal an der Ostsee
13:17 Uhr

Video zeigt schockierende Szene: Motorrad rast auf Schulkinder zu und explodiert

In San Antonio verliert ein Mann die Kontrolle über sein Motorrad, das mit voller Geschwindkeit auf eine Kindergruppe zurast und neben ihnen in einem Feuerball explodiert. Wie durch ein Wunder überleben alle. Überwachungsaufnahmen eines Anwohner zeigen die unfassbare Szene:

Video zeigt schockierende Szene: Motorrad rast auf Schulkinder zu und explodiert
12:52 Uhr

76-Jähriger beschmiert Hauswand des Bundeskanzleramts

Das dürfte eine ziemlich teure Aktion gewesen sein: In Berlin hat ein 76-Jähriger das Bundeskanzleramt mit roter Farbe bemalt. Der Mann beschmierte die Hauswand auf einer Fläche von etwa zwei mal drei Metern, wie die Polizei in der Hauptstadt mitteilte. Anschließend hielt er ein politisches Banner hoch. Ein 40-jähriger Begleiter filmte die Tat.

Berlin-Deutschland-Das-Bundeskanzleramt-im-Fruehling
Bundeskanzleramt in Berlin (Foto: picture alliance / dts-Agentur)
76-Jähriger beschmiert Hauswand des Bundeskanzleramts
12:23 Uhr

Noch nie gab es so ein Telefonat: Überwältigte Astronautin ruft ISS an

Die "Artemis"-Crew stellt mit ihrer Mission einige Rekorde auf. Nun erfolgt auch die erste Funkverbindung zwischen einem Mondraumschiff und der Raumstation ISS. Die Kolleginnen Jessica Meir und Christina Koch absolvierten 2019 den ersten rein weiblichen Einsatz im All und sprechen nun über Funk über Kochs Eindrücke:

Noch nie gab es so ein Telefonat: Überwältigte Astronautin ruft ISS an
11:49 Uhr

Es gibt auch mal positive Nachrichten von der Deutschen Bahn

Trotz vieler Baustellen sind die Züge im Fernverkehr der Deutschen Bahn im vergangenen Monat nicht noch unpünktlicher geworden. Die Lage hat sich sogar - auf einem immer noch desaströsen Niveau - etwas gebessert. "Der frost- und schneereiche Jahresbeginn hatte zahlreiche Baustellen verzögert", erklärte die Bahn. "Bei den milderen Temperaturen im März holten die Bauteams viele Arbeiten nach und starteten parallel mit geplanten Baustellen. Das Baugeschehen im März lag damit deutlich über dem des Februars."

Die Pünktlichkeitsquote im Fernverkehr stieg dennoch leicht von 59,4 Prozent im Februar auf - nach vorläufigen Zahlen - 62,1 Prozent. Im Februar und besonders im Januar hatte die DB massiv unter der kalten Witterung gelitten. Im Januar war die Pünktlichkeitsquote im DB-Fernverkehr auf 52,1 Prozent abgesackt. Als pünktlich gilt ein ICE oder IC, wenn er weniger als sechs Minuten Verspätung hat.

Es gibt auch mal positive Nachrichten von der Deutschen Bahn
11:24 Uhr

Riesiger Brand in USA: Papierlager geht in Flammen auf

Ein Großbrand in einer Lagerhalle für Papierprodukte im kalifornischen Ontario löst einen Großeinsatz aus. Die Flammen breiten sich schnell aus, das Dach stürzt ein. Ein Mann wird festgenommen, verletzt wird jedoch niemand:

Riesiger Brand in USA: Papierlager geht in Flammen auf
10:47 Uhr

Wegen Spritpreisen: ADAC geht auf das Kartellamt los

Im Iran-Krieg gibt es einen Waffenstillstand, der Ölpreis fällt deutlich. An den Zapfsäulen bleibt es aber erst mal weiterhin teuer. Und die Debatte, ob die heftigen Preise der letzten Wochen für Verbraucher hierzulande hätten verhindert werden können, läuft. Der ADAC hat dem Kartellamt nun Untätigkeit vorgeworfen. "Die Politik hat das Bundeskartellamt mit höheren Befugnissen ausgestattet. Es ist nicht nachzuvollziehen, dass davon nicht Gebrauch gemacht wird und die Behörden in der Beobachterrolle bleiben", erklärte der Technik- und Verkehrspräsident des Autoclubs, Karsten Schulze.

"Die Befürchtungen des Mobilitätsclubs haben sich bestätigt, dass Mineralölkonzerne auf die mangelnde Flexibilität bei Preisanpassungen mit deutlichen Risikoaufschlägen reagieren", erklärte Schulze. Die Preise seien abgekoppelt vom Ölpreis weiter angestiegen.

Wegen Spritpreisen: ADAC geht auf das Kartellamt los
10:14 Uhr

Kutschfahrt endet im Drama - Frau schwer verletzt

Bei einem Kutschenunfall in Schleswig-Holstein ist eine Frau schwer verletzt worden. Eine weitere Frau wurde bei dem Unfall bei Börnsen im Landkreis Herzogtum Lauenburg leichter verletzt, wie die Polizei in Ratzeburg mitteilte. Demnach brach während der Fahrt am Dienstag ein Reifen der Kutsche, woraufhin diese in einen Graben geriet.

Dabei wurden die 61-jährige Kutscherin und ihre 49-jährige Beifahrerin herausgeschleudert, die Kutscherin erlitt dabei schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Das Zugpferd ging durch und zog die Kutsche unkontrolliert hinter sich her, bevor diese abriss. Das Tier kehrte laut Polizei selbstständig in seinen Heimatstall zurück.

Kutschfahrt endet im Drama - Frau schwer verletzt
09:37 Uhr

Unfall auf Bundesstraße - Mann kommt ums Leben

Ein Autofahrer ist bei einem Verkehrsunfall nahe Bad Lobenstein in Thüringen ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, prallte der 57-Jährige beim Auffahren auf die Bundesstraße 90 mit seinem Wagen gegen den Sattelauflieger eines Lastwagens. Anschließend geriet das Auto des Mannes in den Gegenverkehr und kollidierte mit einem entgegenkommenden Wagen.

Der 57-Jährige erlag seinen schweren Verletzungen, wie es von der Polizei hieß. Zwei Insassen des anderen Wagens seien leicht bis schwer verletzt worden, sie wurden in eine Klinik gebracht. Ein Kleinkind blieb den Angaben zufolge unverletzt. Die Ursache des Unfalls wird noch ermittelt.

Unfall auf Bundesstraße - Mann kommt ums Leben
09:05 Uhr

Starker Anstieg: Noch nie wurde sich so viel über die Post beschwert

Der Ärger bei der Paketzustellung nimmt zu. Und wie: In Deutschland haben sich noch nie so viele Verbraucherinnen und Verbraucher über die Post und ihre Wettbewerber beschwert wie im vergangenen Jahr. Wie die Bundesnetzagentur mitteilte, gingen bei ihr 55.395 Beschwerden zu Postdienstleistungen ein und damit ein Viertel mehr als 2024. Damals waren es 44.406 gewesen. 

Es geht um Briefe und Pakete, die beschädigt ankommen oder beim falschen Adressaten landen. Außerdem beschweren sich die Verbraucher, dass sie zu lange auf ihre Sendungen warten mussten. In einem kleinen Teil der Wortmeldungen geht es um Filial-Öffnungszeiten und um Briefkästen. Laut Bundesnetzagentur entfallen rund 90 Prozent der Beschwerden auf den Logistikkonzern DHL, der im Inland als Deutsche Post auftritt und Marktführer ist. Zu den Wettbewerbern gehört DPD.

Starker Anstieg: Noch nie wurde sich so viel über die Post beschwert
08:29 Uhr

Krisensitzung in Südkorea - Nordkorea feuert ballistische Raketen ab

Nordkorea hat südkoreanischen Angaben zufolge mehrere Kurzstreckenraketen abgefeuert. Die südkoreanische Armee teilte mit, sie habe "ein unbekanntes Geschoss" entdeckt, das aus der Region Pjöngjang abgefeuert worden sei. Etwa eine Stunde später gab die Armee bekannt, sie habe zudem "mehrere ballistische Raketen" entdeckt, die aus der nordkoreanischen Region Wonsan in Richtung Ostmeer unterwegs gewesen seien.

Später erklärte die Armee, es habe sich um Kurzstreckenraketen gehandelt, die eine Flugstrecke von etwa 240 Kilometern zurückgelegt hätten. Es handelt sich dabei um den vierten bekannt gewordenen Raketentest Nordkoreas in diesem Jahr. Das Büro für nationale Sicherheit in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul berief eine Krisensitzung ein und forderte Pjöngjang auf, die "gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrates verstoßenden Provokationen" unverzüglich einzustellen.

Krisensitzung in Südkorea - Nordkorea feuert ballistische Raketen ab
07:44 Uhr

US-Sänger Ray Stevens bricht sich das Genick

Der zweifache Grammy-Preisträger Ray Stevens muss sich aktuell von einem schweren Sturz erholen. Der US-Sänger hat sich dabei bereits am 29. März das Genick gebrochen, wie unter anderem auf seinem offiziellen Instagram-Account mitgeteilt wird.

Trotz der schwerwiegenden Verletzung scheint es Stevens derzeit verhältnismäßig gut zu gehen. "Er wurde kurzzeitig in einem Krankenhaus in der Gegend von Nashville behandelt und erholt sich nun zu Hause", heißt es in dem Beitrag weiter. Ärzte haben demnach dazu geraten, dass der Sänger etwa einen Monat lang eine Halskrause zur Stabilisierung der Halswirbelsäule tragen soll. Außerdem wird mitgeteilt: "Trotz der Verletzung ist er weiterhin voll bewegungsfähig und bei guter Laune, während er sich weiter erholt."

US-Sänger Ray Stevens bricht sich das Genick
07:43 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Lesern,

eine spannende Nacht liegt hinter uns. Statt die Angriffe zu eskalieren, einigen sich die USA und Iran auf eine Waffenpause und wollen verhandeln. Inwiefern dies Bestand hat, bleibt abzuwarten. Alle Entwicklungen können Sie hier in unserem Liveticker verfolgen.

Was steht sonst noch an?

  • US-Präsident Donald Trump empfängt Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Weißen Haus in Washington

  • Verteidigungsminister Boris Pistorius will nach Berichten über eine Genehmigungspflicht für lange Auslandsreisen wehrfähiger Männer umgehend Klarheit schaffen

  • Abschluss der Sondierungsgespräche von CDU und SPD in Rheinland-Pfalz

  • Anleger schauen mit großem Interesse auf die Protokolle der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank. Die am Abend zur Veröffentlichung anstehenden Mitschriften geben Einblick in die internen Diskussionen der Währungshüter

Ich wünsche Ihnen einen schönen Mittwoch. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreiben Sie gerne eine Mail an: robin.gruetzmacher@ntv.de.

Das wird heute wichtig
07:08 Uhr

Carolin Kebekus ist "positiv überrascht" von Männern

Carolin Kebekus ist "positiv überrascht" von den Reaktionen vieler Männer auf die Vorwürfe von Moderatorin Collien Fernandes. "Mir fällt doch auf, dass sich viele Männer jetzt damit auseinandersetzen", sagte die Komikerin und Entertainerin der Deutschen Presse-Agentur.

"Sie machen sich Gedanken dazu, was sie anders machen können, oder kommen von selbst darauf zu sprechen, dass das vielleicht auch etwas mit Strukturen zu tun haben könnte. Mit Frauen, die aus verschiedensten Gründen in toxischen Beziehungen leben müssen. Okay, ich spreche jetzt nur über mein persönliches Umfeld - im Netz spielt sich gerade was ganz anderes ab. Aber ich denke schon, dass da jetzt auch positiv was ins Rollen gebracht worden ist."

Carolin Kebekus ist "positiv überrascht" von Männern
06:28 Uhr

Naht für Schüler das Ende der klassischen Hausaufgaben?

Mehr als 30 Stunden Unterricht und dann noch lernen für Prüfungen und mehrere Stunden Hausaufgaben pro Woche: Die Schulzeit kann ganz schön kräftezehrend sein. Künstliche Intelligenz vereinfacht das Leben - ob zum Vorteil der Schüler, ist allerdings zweifelhaft. Der Deutsche Lehrerverband (DL) befürchtet durch die zunehmende Nutzung Auswirkungen beispielsweise auf Hausaufgaben. "Die Gefahr besteht, dass wir Hausaufgaben so nicht mehr machen lassen können", sagte DL-Präsident Stefan Düll der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Auch betroffen seien umfangreiche Arbeiten, die außerhalb des Unterrichts entstehen - etwa Facharbeiten. Künftig müsse stärker der Entstehungsprozess abgefragt werden: "Da darf ich gar nicht den Inhalt abfragen, sondern fragen: 'Wie kommst du zu dem Inhalt?'" Düll erklärte: "Alles, was außerhalb des Klassenzimmers passiert, könnte theoretisch mit oder von einer KI erledigt worden sein." Das sei für Lehrkräfte kaum kontrollierbar. Man müsse daher bei Hausaufgaben und in Prüfungen in unteren Klassen die Handschrift fordern, um Täuschung zu verhindern.

Naht für Schüler das Ende der klassischen Hausaufgaben?
05:47 Uhr

675 Seiten Unterschriften - Zuschauer wollen Kult-Sendung retten

Mit Unterschriften von 32.667 Menschen wollen Fans der Fernsehsendung "Eisenbahn-Romantik" beim Südwestrundfunk (SWR) für deren Erhalt kämpfen. Die gesammelten Stimmen der Unterstützerinnen und Unterstützer einer Petition werden jetzt dem SWR-Intendanten Kai Gniffke geschickt, wie die Initiatoren um Ulrich Klumpp aus Speyer mitteilten. "Auf insgesamt 675 DIN-A4 Seiten wird sichtbar, wie groß die Zahl der Zuschauer ist, deren Anliegen bislang unbeachtet geblieben sind."

Der SWR hatte angekündigt, Neuproduktionen der Reihe aufgrund von Sparmaßnahmen nach mehr als 30 Jahren zu beenden. Die Marke "Eisenbahn-Romantik" bleibe aber erhalten, heißt es auf der Internetseite des Senders: "So gibt es mehr als 1.000 online verfügbare Folgen der "Eisenbahn-Romantik" in der ARD Mediathek, die weiterhin auf dem angestammten Sendeplatz im SWR wiederholt werden." Auch sollen in diesem Jahr erst 2025 produzierte Ausgaben über Züge etwa in Japan, Mexiko und Spanien zu sehen sein.

675 Seiten Unterschriften - Zuschauer wollen Kult-Sendung retten