Samstag, 30. Januar 2021Der Tag

Heute mit Frauke Niemeyer und Johanna Ohlau
22:29 Uhr

Das war Samstag, der 30. Januar 2021

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Ein gut "geschützter" Schneemann in Berlin.

(Foto: imago images/Christian Spicker)

Liebe Leserinnen und Leser,

haben Sie den Tag heute vielleicht dafür genutzt, einen richtig schönen Schneemann oder eine Schneefrau zu bauen? Ich habe jedenfalls heute schon so einige weiße Schnee-Figuren bestaunen können - für mich ist der Schnee das Highlight der Woche. Model Heidi Klum und ihre Familie sind mir dabei nicht begegnet, aber ihrem Instagram-Posting nach zu urteilen, hat auch der Klum-Clan Freude am Schneegestöber.

Doch es ist natürlich nachrichtlich noch einiges mehr passiert. Folgende Leseempfehlungen möchte ich Ihnen noch zum Ende des Tages geben:

Black Lives Matter könnte Friedensnobelpreis erhalten

"Hörner-Mann" will gegen Trump aussagen

Putin-Vertrauter will Besitzer des "Protz-Palasts" sein

Leider kommen wir auch an diesem Samstag nicht um das unangefochtene Thema Nummer 1 herum: die Corona-Pandemie. Da lege ich Ihnen zum Abschluss noch folgende Artikel ans Herz:

Auch Moderna reduziert Impfstoff-Lieferungen

Politiker stimmen auf längeren Lockdown ein

Mehr rund um den Impfstoff und Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie erfahren Sie im Corona-Ticker. Damit verabschiede ich mich von Ihnen und wünsche noch einen angenehmen Samstagabend.

Ihre Johanna Ohlau

21:59 Uhr

Nach Abschiebung: Zwölfjährige nimmt weiter online an Distanzunterricht teil

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Die Zwölfjährige kann dem Unterricht in ihrer Klasse trotz Abschiebung virtuell folgen. (Themenbild)

(Foto: picture alliance / dpa)

Sowohl eine Petition mit Tausenden Unterschriften als auch massiver Protest von Menschen on- und offline konnten nichts daran ändern, dass die zwölfjährige Tina und zwei weitere Schülerinnen in der Nacht zum Freitag aus Österreich nach Georgien und Armenien abgeschoben wurden. Doch die Unterstützer haben die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr nicht aufgegeben und die zwölfjährige Tina offenbar auch nicht: Der Schülerin kommt gerade zu Gute, dass der Unterricht in ihrer Schule coronabedingt online stattfindet. So kann sie von Georgien aus weiter am Unterricht in der Wiener Schule teilnehmen, wie der österreichische Grünen-Politiker Georg Bürstmayr auf Twitter berichtet. "Siri, definiere Heimat", schreibt Bürstmayr am Ende des Tweets. Die Schule, die das Mädchen bis zu ihrer Abschiebung besucht hat, sei auf die Idee gekommen, erklärte Wiens Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr in einem Antwort-Tweet. Die Abschiebung der Kinder und ihrer Familien hat eine große Debatte in Österreich über die Abschiebepraxis und den Umgang mit Kindern entfacht, die ihre ursprüngliche Heimat überhaupt nicht richtig kennen und den Großteil ihres Lebens in Österreich verbracht haben.

21:20 Uhr

Frau und Kind tot in Wohnungen gefunden - 30-Jähriger festgenommen

Die Polizei in Cloppenburg hat heute Nachmittag einen grausigen Fund gemacht: In einer Wohnung wurden die leblosen Körper einer Frau und eines Jungen entdeckt. Noch vor Ort sei ein 30-jähriger Mann festgenommen worden, hieß es von der Polizei. Er stehe im Verdacht, die beiden getötet zu haben, und habe keinen Widerstand geleistet. In welchem Verhältnis die drei Personen zueinander standen, war nach Angaben der Polizei zunächst unklar. Die 27 Jahre alte Frau und der sechsjährige Junge waren den Angaben zufolge mit Stichverletzungen in der Wohnung in einem Mehrparteienhaus gefunden worden.

21:00 Uhr

Die Videos des Tages

20:50 Uhr

Polizei stellt Waffen und NS-Devotionalien in Wiener Wohnung sicher

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Bei der Durchsuchung wurden Granaten und NS-Devotionalien sichergestellt. (Symbolbild)

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

In Wien hat die österreichische Polizei in einer Wohnung eine Sammlung verbotener NS-Symbole, Waffen und Munition sichergestellt, wie die Behörde mitteilte. Der Bewohner, ein 46 Jahre alter Ungare, erklärte, es würde sich um "Requisiten" handeln. Er kooperierte bei der Durchsuchung mit den Mitarbeitern des Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) und wies die Ermittler auf einen Kasten im Schlafzimmer hin, wo er seine "Sammlung" aufbewahre: Eine Handgranate, zwei Stielhandgranaten, diverse Dolche und weitere Ausrüstungsgegenstände. Der Mann versicherte, dass die Granaten entschärfte Attrappen seien. Dies wurde von einem Sprengstoffexperten später bestätigt.

  • Der 46-Jährige gab an, dass er die Gegenstände auf Flohmärkten und im Fachhandel für Replikate gekauft bzw. selbst mittels Metalldetektor gefunden habe. Einen Teil dieser Gegenstände würde er für eine Statistenrolle als Requisiten benötigen.
  • Außerdem stellten die Beamten einen Nachbau einer Maschinenpistole MP 40 samt Munition sicher, welche sich in einer Holzkiste mit Reichsadler und Hakenkreuz befand. In dieser Kiste befanden sich ebenfalls NS-Devotionalien. Der Mann wurde nach dem Verbotsgesetz angezeigt, weitere Ermittlungen sind im Gange.
  • Erst vor wenigen Wochen haben die Behörden in Niederösterreich einen ähnlichen Fund bei einem 53-jährigen Mann gemacht.
20:19 Uhr

15-Jährigen ins Koma geprügelt - Verdächtige sollen in U-Haft

Der Vorfall in Frankreich sorgte für großes Entsetzen: Rund zwei Wochen nach dem brutalen Angriff auf einen Jugendlichen in Paris liegen die Untersuchungen nun in der Hand eines Ermittlungsrichters. Wie die Pariser Staatsanwaltschaft bestätigte, wurde heute ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Den neun Verdächtigen wird demnach unter anderem versuchter Mord und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Bisher hatte es lediglich Vorermittlungen in dem Fall gegeben. Sechs Jugendliche und ein Erwachsener sollen nach dem Willen der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft kommen. Zwei weitere verdächtigte Jugendliche sollen demnach unter Justizaufsicht gestellt werden.

  • Ein 15-Jähriger war Mitte Januar im Pariser Geschäftsviertel Beaugrenelle brutal zusammengeschlagen worden.
  • Das Video einer Überwachungskamera zeigt den Übergriff, bei dem die Angreifer auf eine am Boden liegende Person unter anderem mit Baseballschlägern einschlagen und diese mit Füßen treten.
  • Im Krankenhaus war der Jugendliche in ein künstliches Koma versetzt worden, aus dem er am vergangenen Wochenende erwachte.
19:39 Uhr

Grünen-Mitbegründer Wilhelm Knabe mit 97 Jahren gestorben

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Als Forstwissenschaftler setzte sich Knabe schon früh für Themen wie Natur- und Umweltschutz ein.

(Foto: imago stock&people)

Die Grünen verlieren einen ihrer Gründerväter: Der ehemalige Grünen-Bundessprecher, Bundestagsabgeordnete und Grünen-Mitbegründer Wilhelm Knabe ist tot. Die Bundespartei teilte in Berlin unter Berufung auf Knabes Familie mit: "Wir trauern um Wilhelm Knabe. Mit ihm verliert unsere Partei einen ihrer Mitbegründer und prägenden Köpfe der ersten Jahre." Knabe sei zentral für die Umwelt- und Ökologiebewegung gewesen und habe die Grünen maßgeblich mitgestaltet. "Wir alle haben ihm viel zu verdanken." Knabe habe auch die entscheidende Abstimmung bei der Gründung der Bundespartei in Karlsruhe 1980 geleitet. Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Landesverbandes der Grünen starb Knabe im Alter von 97 Jahren.

Knabe sei 1979 Gründungsmitglied des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen gewesen und sei dann dessen erster Landesvorsitzender geworden. "Anschließend war Knabe auch Bundessprecher der Grünen und von 1987 bis 1990 Mitglied des Bundestages." Die beiden Landeschefs Mona Neubaur und Felix Banaszak teilten mit: "Mit Wilhelm Knabe verliert unser Landesverband eine prägende Persönlichkeit der Gründungsjahre und der darauffolgenden Jahrzehnte." Knabe habe die Partei maßgeblich mitgeformt.

19:13 Uhr

Bild der Kaaba neben LGBTI-Fahne - Istanbuler Polizei nimmt Studenten fest

Regenbogenfahnen wehen im Wind. Foto: picture alliance / Gregor Fischer/dpa/Archiv

Regenbogenfahnen wehen im Wind. Foto: picture alliance / Gregor Fischer/dpa/Archiv

(Foto: picture alliance / Gregor Fischer/dpa/Archiv)

Von einer "hässlichen Attacke" auf einen heiligen Ort des Islam spricht das Istanbuler Gouverneursamt: Die Polizei in der türkischen Metropole hat vier Studierende festgenommen, die bei einem Protest an der renommierten Bogazici-Universtiät mit einem Bild religiöse Werte beleidigt haben sollen. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Gegen die Studierenden wurde demnach ermittelt.

  • Dem Istanbuler Gouverneursamt zufolge wurde auf dem Campus ein Bild gezeigt, auf dem die Kaaba in Saudi-Arabien neben einer LGBTI-Fahne abgebildet war. Die würfelförmige Kaaba im Hof der Großen Moschee von Mekka ist die heiligste Stätte für Muslime. Die Regenbogenflagge ist das Symbol der LGBTI-Bewegung. LGBTI steht für Homosexuelle, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle.
  • Die Polizei suchte den Angaben nach noch zwei weitere Verdächtige im Zusammenhang mit dem Bild, das unter anderem bei Justizminister Abdulhamit Gül und Innenminister Süleyman Soylu für Empörung sorgte. Letzterer verurteilte den Protest bei Twitter als "respektlose Attacke". Berichten zufolge hatten Studierende gestern unter anderem mit einer Schau von Bildern friedlich auf dem Campus protestiert.
  • Seit Anfang Januar wehren sich Studenten der Bogazici-Universtiät gegen den von Präsident Recep Tayyip Erdogan eingesetzten neuen Direktor Melih Bulu, der der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP nahesteht. Als Präsident hat Erdogan das Recht, Rektoren einzusetzen. Die Studenten kritisieren die Nähe zur AKP und den Schritt als undemokratisch. Sie fordern das Recht ein, ihren eigenen Direktor zu wählen.
18:41 Uhr

Sturm aufs US-Kapitol: "Schamane" will gegen Trump aussagen

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"Schamane" oder auch "Bison-Mann" wird der Randalierer Jacob Chansley genannt.

(Foto: AP)

Das Bild vom "Schamanen" im US-Kapitol ging am 6. Januar 2021 um die Welt, als ein Mob das Kongressgebäude in Washington stürmte. Wie andere Randalierer wollte Jacob Anthony Chansley erreichen, dass der frühere US-Präsident Donald Trump trotz Wahlniederlage im Amt bleibt - und vermutlich noch Schlimmeres. Mehrere Menschen kamen bei dem Sturm aufs Kapitol ums Leben, darunter ein Polizist. Der Mann, der auch den Namen Jake Angeli verwendet, wurde mit seiner sonderbaren Erscheinung zum Gesicht des Chaos. Er gilt als Anhänger der kruden Verschwörungsideen von QAnon und als rechtsextremer Aktivist.

Doch jetzt will Chansley offenbar genau gegen den Mann, für den er am 6. Januar ins Herz der US-amerikanischen Demokratie gestürmt ist, gegen Trump im laufenden Amtsenthebungsverfahren aussagen. Das berichten mehrere US-Medien unter Berufung auf seinen Anwalt Albert Watkins. Der Sinneswandel hat nichts mit Reue zu tun, sondern sein plötzliches Problem mit Trump beruht darauf, was der scheidende Präsident in seinen letzten Amtstagen unterlassen hat. Chansleys Anwalt teilte demnach mit, dass sich sein Mandant betrogen fühlt, weil Trump keine Begnadigung für die Randalierer erwirkt hat. Tatsächlich war es eine viel beachtete Frage, ob der US-Präsident von diesem Vorrecht gebracht machen würde, um seine Anhänger vor einer weiteren Strafverfolgung zu schützen.

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18:07 Uhr

H&M-Stellenabbau - sollen Mütter, Langzeiterkrankte und Schwerbehinderte gehen?

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H&M steht für seine Entlassungsstrategie massiv in der Kritik.

(Foto: imago images/Pius Koller)

"Frauen und Kinder zuerst" - so lautet ein alter Verhaltenskodex, der besagt, dass Frauen und Kinder als erstes aus gefährlichen Situationen gerettet werden sollen, etwa von einem sinkenden Schiff. Das schwedische Modehaus H&M hat den Grundsatz wohl etwas ins Gegenteil gekehrt, denn dort heißt es jetzt offenbar: "Eltern mit Kindern zuerst." Dabei sollen Beschäftigte mit jungen Familien als erstes beim geplanten Stellenabbau über die sprichwörtliche "Planke" gehen. Das Unternehmen steht massiv in der Kritik für sein "Freiwilligenprogramm". Sich "nur nach Außen familienfreundlich zu geben, im Inneren aber Mütter und Eltern mit Kindern aus dem Unternehmen zu drängen, passt nicht zusammen", sagte die SPD-Fraktionsvize Katja Mast.

"Ich habe in den letzten Tagen Gespräche geführt - aus unterschiedlichen Quellen wurden mir die Kündigungspläne bestätigt. Die gewählten Kriterien für das sogenannte 'Freiwilligenprogramm' sind eindeutig", kritisierte Mast. Mehrere Medien hatten darüber berichtet. Nach Recherchen von "Business Insider" sollen neben jungen Müttern auch langzeiterkrankte und "schwerbehinderte" Mitarbeiter im Fokus stehen. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück. H&M hatte am Dienstag angekündigt, in Deutschland rund 800 Stellen zu streichen, etwa fünf Prozent aller Beschäftigten des Unternehmens in der Bundesrepublik.

17:21 Uhr

Frankreich: Erneut Proteste gegen umstrittenes Sicherheitsgesetz

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Seit Wochen regt sich großer Protest gegen das geplante Sicherheitsgesetz in Frankreich.

(Foto: imago images/IP3press)

In zahlreichen französischen Städten haben Menschen erneut ihrem Unmut über ein geplantes Sicherheitsgesetz Luft gemacht. Den Veranstaltern zufolge gab es heute mindestens 55 Versammlungen. Mit dem Sicherheitsgesetz will Frankreichs Mitte-Regierung die Polizei besser schützen. Kritiker fürchten unter anderem eine Beschränkung der Pressefreiheit. Nach Massenprotesten wird nun ein besonders umstrittener Artikel umformuliert, der die Verbreitung von Aufnahmen von Polizeieinsätzen eingrenzen soll. Die Organisationen fordern seine vollständige Streichung und kritisieren weitere Gesetzespunkte wie etwa die Ausweitung der Videoüberwachung. Ende vergangenen Jahres gab es auf den Straßen des Landes bereits massiven Protest gegen das Gesetz, teils hatten landesweit mehr als Hunderttausend Menschen demonstriert. Mitte Januar waren Tausende Menschen gegen das Gesetzesvorhaben auf die Straße gegangen.

16:52 Uhr

Eigentümer reißt mit Bagger Loch in Haus - mit Mieter darin

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In der Hauswand und im Dach klafft jetzt ein großes Loch.

(Foto: Polizei Trier)

Ein Streit zwischen Vermieter und Mieter in Rheinland-Pfalz ist mal mächtig eskaliert: Der Hauseigentümer hat sich an das Steuer eines Baggers gesetzt - und das Haus in Gerolstein teilweise abgerissen. "Der Mieter befand sich zu diesem Zeitpunkt im Haus, wurde aber glücklicherweise nicht verletzt", teilte die Polizei mit. Das Gebäude sei unbewohnbar und gelte als einsturzgefährdet. Ein Teil einer Außenwand und im Dach darüber klafft ein großes Loch. Gegen den Vermieter hat die Polizei nach dem Vorfall gestern Morgen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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16:32 Uhr

Diebstahl wertvoller Rotweine für mehr als 800.000 Euro offenbar aufgeklärt

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Themenbild

(Foto: imago/Panthermedia)

Der Diebstahl sorgte im September für Aufsehen: 1600 Flaschen wertvoller Bordeaux-Weine mit einem Wert von mindestens 800.000 Euro waren plötzlich aus einem Händlerdepot in Frankreich verschwunden. Doch den Dieben gelang das nicht spurlos, sodass jetzt, vier Monate danach die Tat offenbar aufgeklärt ist. Wie es aus Polizeikreisen in Bordeaux heißt, wurden sieben Verdächtige festgenommen. Etwa die Hälfte der Flaschen konnte den Angaben zufolge sichergestellt werden. Die mutmaßlichen Täter wurden den Angaben zufolge bei großangelegten Razzien in mehreren Orten festgenommen. Unter ihnen waren auch eine Frau sowie ein chinesischer Staatsbürger, der das Diebesgut offenbar exportieren wollte. Bei den Razzien wurden neben rund 800 Flaschen Wein aus dem Diebesgut auch mehrere tausend Euro, zwei Waffen und geringe Mengen an Drogen beschlagnahmt.

15:45 Uhr

Nicht Putins Protz-Palast? Angeblicher Eigentümer meldet sich

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Ein Screenshot aus dem von Nawalny produzierten Videos zeigt eine Drohnenansicht eines Anwesens am Schwarzen Meer.

(Foto: dpa)

Fast zwei Wochen nach der Veröffentlichung des millionenfach aufgerufenen Enthüllungsvideos "Ein Palast für Putin" des Kremlgegners Alexej Nawalny hat sich der angebliche Eigentümer zu Wort gemeldet. Er sei der Begünstigte, sagte der Oligarch Arkadi Rotenberg in einem im Telegram-Nachrichtenkanal Mash veröffentlichten Video. "Jetzt ist es kein Geheimnis mehr." Rotenberg ist ein enger Vertrauter und Ex-Judopartner des Kremlchefs Wladimir Putin. Der 69-Jährige gilt als einer der reichsten Menschen in Russland. Er steht auf einer Liste von Russen, die vom Westen im Zuge des Krieges in der Ostukraine mit Sanktionen belegt sind. Lange gab es Spekulationen darüber, wem das Grundstück mit dem Palast am Schwarzen Meer im Süden Russlands gehört. Putin hatte am Montag bestritten, dass das Anwesen ihm oder seinen engen Verwandten gehöre. Einen Tag später erklärte der Kreml einen Unternehmer zum Eigentümer. Putins Sprecher Dmitri Peskow nannte aber keine Namen. Auf die Frage, weshalb er sich nicht früher zu Wort gemeldet habe, nannte Rotenberg einen "rein menschlichen Faktor" als Grund: "Es gibt ja ohnehin schon Sanktionen gegen mich."

  • Rotenbergs Pressestelle sagte der Agentur Interfax, derzeit liefen Arbeiten für den Bau eines Hotels. Er hoffe, dass diese in ein paar Jahren abgeschlossen seien. Das Grundstück samt Palast ist Nawalnys Film zufolge fast 40 Mal so groß wie Monaco und soll bereits mehr als 100 Milliarden Rubel (1,1 Milliarden Euro) verschlungen haben. Nach Darstellung des Oppositionellen sind die Besitzverhältnisse gezielt verschleiert worden.
  • Das Video ist bei Youtube bereits mehr als 103 Millionen Mal aufgerufen worden - und hatte den Kreml unter Druck gesetzt. Neben der Inhaftierung Nawalnys war auch der Film einer der Auslöser der Massenproteste am vergangenen Wochenende. Für morgen sind in Russland neue Demonstrationen geplant.
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15:25 Uhr

Musikproduzentin Sophie Xeon stirbt bei Kletterunfall

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Sophie Xeon

Die schottische Musikproduzentin Sophie Xeon ist bei einem Kletterunfall ums Leben gekommen. Das teilte das Plattenlabel Transgressive auf seiner Webseite mit. "Sie war getreu ihrer Spiritualität in die Höhe geklettert, um den Vollmond zu sehen, und rutschte versehentlich aus und fiel", hieß es dort. Dem "Guardian" zufolge spielte sich das Unglück in den frühen Morgenstunden in Athen ab, wo die 34 Jahre alte Künstlerin lebte. Die meist nur als Sophie bekannte Musikproduzentin war für ihren intensiven Elektro-Pop-Kreationen bekannt. Für ihr 2018 erschienenes Album "Oil of Every Pearl's Un-Insides" war sie für den Grammy-Award nominiert worden. Sophies Management würdigte sie dem "Guardian" zufolge als "Pionierin eines neuen Klangs" und als "eine der einflussreichsten Künstlerinnen des vergangenen Jahrzehnts".

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14:32 Uhr

Schichtwechsel

Meine liebe Kollegin Frauke Niemeyer entschwindet jetzt in den verdienten Feierabend. Ab jetzt übernehme ich für sie die zweite Hälfte von "Der Tag" bei ntv.de und behalte den Überblick für Sie an diesem verschneiten Samstag! Haben Sie Lob, Kritik oder Hinweise für uns? Schreiben Sie mir gern eine Mail an: johanna.ohlau[at]nachrichtenmanufaktur.de.

Ihre Johanna Ohlau

14:07 Uhr

Frauen in Südfrankreich erschossen - Festnahme

Nach der Ermordung von zwei Frauen in Südfrankreich hat die französische Justiz einen arbeitslosen Ingenieur beschuldigt. Der 45-jährige Mann wurde in Untersuchungshaft genommen. Er steht im Verdacht, am Donnerstag erst eine Mitarbeiterin des Arbeitsamtes in Valence und dann die Leiterin der Personalabteilung einer Firma im nahegelegenen Guilherand-Granges erschossen zu haben. Er hatte bis 2010 für die Firma gearbeitet.

Der mutmaßliche Täter wurde noch am selben Tag auf der Flucht von der Polizei festgenommen. In seinem Auto wurden eine Waffe und Munition gefunden. Eine mögliche Verbindung zu einem dritten Mord wird untersucht. Am Dienstag war auch die Personalchefin einer Firma in Wolfgantzen in der Region Grand Est erschossen worden. Die Ermittler prüfen nun, ob es eine Verbindung zwischen den Taten gibt.

13:40 Uhr

Moskau rüstet sich für neue Nawalny-Proteste

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Menschenrechtler melden 4000 Festnahmen aus der vergangenen Woche.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die Unterstützer des inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalny geben nicht auf. Auch an diesem Sonntag rechnen russische Behörden mit Protesten. Um es den Putin-Kritikern besonders schwer zu machen, werden in Moskau sieben U-Bahn-Stationen geschlossen. Außerdem sollen mehrere Straßen in der Nähe des Kremls gesperrt und Geschäfte, Restaurants und Cafés in der Nähe geplanter Proteste geschlossen werden.

Nutzer in sozialen Netzwerken sehen das vielfach als "hysterischen Schritt". Vor einer Woche waren landesweit Hunderttausende Menschen für eine Freilassung Nawalnys und gegen Präsident Wladimir Putin auf die Straße gegangen. An diesem Sonntag sind nach bisherigen Angaben von Nawalnys Team Aktionen in rund 80 Städten geplant. Die Behörden warnten abermals vor einer Teilnahme an den nicht genehmigten Protesten und drohten mit Konsequenzen. Vor einer Woche gab es Menschenrechtlern zufolge rund 4000 Festnahmen.

13:15 Uhr

Windstoß sperrt Fahrer in Kühltransporter ein

Der Fahrer eines Kühltransporters im Allgäu ist nur knapp dem Erfrierungstod entkommen. Der Italiener habe am Freitag einen Fehler in dem Kühlraum beheben wollen, gibt die Polizei an. Als er in den Auflieger des Fahrzeugs stieg, wehte der starke Wind die Tür zu und der Mann war im Kühlraum eingesperrt.

Es gelang ihm, über sein Handy einen Notruf abzusetzen, berichtete ein Polizeisprecher heute. Trotz einiger Sprachbarrieren schafften es die Beamten, seinen Standort zu ermitteln und ihn aus der lebensgefährlichen Lage zu befreien - komplett durchgefroren. Nach dem Aufwärmen konnte er den Angaben nach seine Fahrt unversehrt fortsetzen.

12:44 Uhr

Eisschwimmer schafft zwei Kilometer durch den Bodensee

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Zwei Kilometer bei fünf Grad im Wasser - das muss man mögen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das kann nicht gesund sein: Der Extremschwimmer Paul Bieber aus dem Allgäu hat heute den deutschen Rekord im Distanz-Eisschwimmen gebrochen: Er schwamm mehr als zwei Kilometer durch den eiskalten Bodensee. Bei unter fünf Grad Wassertemperatur kam Bieber, 37 Jahre alt, 2210 Meter weit und brauchte dafür 41 Minuten.

Um die sogenannte Eismeile samt Rekordversuch angehen zu dürfen, musste er zunächst zwei Qualifikationsschwimmen und einen Medizincheck in der Uniklinik Ulm hinter sich bringen. Ein Arzt und die Wasserwacht begleiteten seinen Rekordversuch und die anschließende Aufwärmphase.

12:25 Uhr

Wohnungsmarkt in Berlin umkämpft wie sonst nirgends

In keiner anderen Stadt in Deutschland sind Mietwohnungen so umkämpft wie in Berlin. Auf der Onlineplattform Immoscout24 erhielten Vermieter einer Bestandswohnung in der Bundeshauptstadt im Schnitt 137 Kontaktanfragen auf ein Inserat, das berichtet der "Spiegel". Er beruft sich auf eine interne Datenanalyse für 2020. Mit einigem Abstand folgen demnach Köln mit 63 und Leverkusen mit 57 Anfragen auf den Plätzen zwei und drei.

In Hamburg und München kommen 53 und 40 Interessenten auf eine Wohnung. Den Abstand zwischen Berlin und anderen Großstädten führe Immoscout24 auf den Mietendeckel in der Bundeshauptstadt zurück, berichtet der "Spiegel". Dieser habe die Konkurrenzsituation in der Bundeshauptstadt wegen eines damit verbundenen Rückgangs des Angebots offenbar noch einmal verschärft. Wer - dank Homeoffice - nicht so auf die Berliner Wohnung angewiesen ist, könnte über einen Umzug nach Zwickau oder Gera nachdenken. Dort gibt es laut der Studie im Schnitt nur jeweils einen Interessenten für eine freie Wohnung.

11:55 Uhr

Polen wehren sich gegen Abtreibungsverbot

Am Mittwoch hat Polens Regierung ihre Begründung für die Verschärfung des Abtreibungsrechts öffentlich gemacht, seitdem gibt es jeden Abend Proteste im Land: Erst gestern Abend wurden sechs Menschen bei einer Demonstration in Warschau festgenommen. Zwei Polizisten seien nach Auseinandersetzungen mit Demonstranten ins Krankenhaus gebracht worden, sagte ein Sprecher am Samstag.

In Warschau und anderen polnischen Großstädten waren am Freitag den dritten Tag in Folge Hunderte Menschen auf die Straße gegangen, um gegen das reformierte Abtreibungsrecht zu protestieren. Es verbietet eine Abtreibung auch dann, wenn das ungeborene Kind schwere Fehlbildungen aufweist. Mit diesem Verbot ist das polnische Abtreibungsrecht, ohnehin eines der strengsten in Europa, noch um einiges schärfer geworden.

11:31 Uhr

Supermarkt hilft Singles beim Pandemie-Flirt

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Es muss nicht zwingend die Obstabteilung sein. Auch bei den Milchwaren kann der Traumpartner lauern.

(Foto: picture alliance/dpa)

Für Singles kann die Corona-Pandemie auf Dauer doch sehr öde werden: keine Kinos, keine Kneipen, kein Kontakt, einziges Sozial-Event ist das Einkaufen im Supermarkt. Ein Laden in Franken hilft im Lockdown beim Flirten. In Volkach können sich Interessierte freitagabends zum "Single-Shopping" treffen. "Schließlich machen es Ausgangssperre und Kontaktbeschränkung derzeit nicht leicht, einen Partner zu finden", sagt der stellvertretende Marktleiter Steven Schellhorn. Jeden Freitag zwischen 18 und 20 Uhr können sich Singles am Eingang ein Herz mit einer Nummer schnappen und auf ihre Jacke pappen.

Wird zwischen den Regalen ein attraktiver Single erspäht, kann die Nummer an der Kasse ausgerufen werden oder man hinterlässt seine Telefonnummer mit einer Nachricht. Dafür sind Zettel ausgelegt, auf denen die Art der Kontaktaufnahme angekreuzt werden kann, wie zum Beispiel: "Ich würde mich freuen, dich auf einen Orangensaft in der Obstabteilung zu treffen." Erst seit Corona wurde der Stand mit den Herzen laut Aussage eines Mitarbeiters zum Hingucker.

11:11 Uhr

Bahnverkehr normalisiert sich wieder

Gute Nachricht für alle, die heute noch mit der Bahn rausfahren wollten (was man ja gar nicht soll im Lockdown): In Niedersachsen und in Bremen läuft der DB-Fernverkehr wieder weitgehend normal. Es komme noch ganz vereinzelt zu Beeinträchtigungen, sagte eine Bahnsprecherin. Auch der private Bahnbetreiber Metronom teilte mit, dass die meisten der eingefrorenen Weichen wieder befahrbar sind. Es kann aber noch immer zu Verspätungen oder einzelnen Zugausfällen kommen. Bei den Zugverbindungen von Enno und Erixx gibt es laut einem Sprecher derzeit keine Beeinträchtigungen mehr. Der Bahnhof Göttingen ist ganz unabhängig vom Schneefall seit dem Morgen gesperrt. Dort laufen Vorbereitungen für eine Bombenentschärfung.

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10:49 Uhr

Scharfe Kritik an Kölner Kardinal Woelki

Sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche - das Thema hat Sprengstoff, und den hat vermutlich auch ein Gutachten, das der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki in Auftrag gab. Seit Monaten hält er die Ergebnisse zur Rolle hochrangiger Kirchenvertreter bei der Verfolgung von Fällen sexuellen Missbrauchs zurück. Dafür bekommt er nun harsche Kritik vom Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung.

Johannes-Wilhelm Rörig ist "erschüttert" über das Verhalten des Erzbischofs. "Dieses Verhalten diskreditiert den Aufarbeitungsprozess in der katholischen Kirche insgesamt und zerstört Vertrauen, das eigentlich zurückgewonnen werden müsste", so hat es Rörig dem "Spiegel" gesagt. Das erschüttere ihn. All die, die zur Vertuschung von sexualisierter Gewalt in der Kirche beigetragen hätten, "müssen benannt werden, auch was sie getan haben", sagte Rörig.

Am Freitag hat sich die Vertrauenskrise im Erzbistum Köln weiter verschärft. Der Diözesanrat, die Vertretung der Laienvertreter, stellte sich offen gegen Woekli, es sei schier "unglaublich", wie sich die Leitung des Erzbistums verhält. "Wir befinden uns in der größten Kirchenkrise, die wir alle je erlebt haben. Der Erzbischof von Köln hat als moralische Instanz versagt und zeigt bis heute keine Haltung", fasst Tim Kurzbach, der Vorsitzende des Diözesanrats zusammen.

10:12 Uhr

Vier Männer bei Hochwasser im Schlauchboot gekentert

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Die Sieg in Rheinland-Pfalz tritt an mehreren Stellen über die Ufer.

(Foto: picture alliance / dpa)

Vier Männer sind in der Nacht zum Samstag in einem Schlauchboot auf einem Sieg-Nebenfluss gekentert. Dort, auf der Nister in Rheinland-Pfalz, herrschte zum Zeitpunkt des Unglücks wegen Hochwassers eine starke Strömung, so sagte es ein Polizeisprecher. Drei Männer wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht, der Vierte blieb unverletzt.

Die Polizei wurde kurz vor Mitternacht vom Anruf eines Anwohners alarmiert. Dieser hörte laute Hilferufe von der Nister, die hinter seinem Haus fließt. Er nahm an, dass ein Auto in den Fluss gefahren sein könnte. Die Einsatzkräfte, die herbeigeeilt kamen, stießen dann aber auf das Schlauchboot.

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09:37 Uhr

Beim Kapitolsturm getöteter Polizist wird dort aufgebahrt

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Fünf Menschen kamen beim Anschlag rechter Trump-Anhänger Anfang Januar ums Leben.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Der beim Sturm auf den US-Kongress tödlich verletzte Polizist wird in der Rotunde des Kapitols aufgebahrt. Die demokratischen Mehrheitsführer von Repräsentantenhaus und Senat, Nancy Pelosi und Chuck Schumer, haben am Freitag angekündigt, den Beamten Brian Sicknick auf diese seltene Art und Weise zu ehren. Sie wird sonst nur ehemaligen Präsidenten, Parlamentariern und Kriegshelden zuteil.

Militante Anhänger von Ex-US-Präsident Donald Trump hatten den 42-jährigen Sicknick am 6. Januar im Kapitol mit einem Feuerlöscher am Kopf verletzt. Er kehrte dann noch in das Büro seiner Einheit zurück und brach dann zusammen. Am nächsten Tag starb er in einem Krankenhaus.

Der ganze US-Kongress empfinde Trauer und Dankbarkeit für die Leistungen und die Aufopferung Sicknicks, erklärten Pelosi und Schumer in einer Erklärung: Hunderte Polizisten versammelten sich an der Constitution Avenue in Washington und salutierten als Sicknicks Sarg vorbeigefahren wurde.

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09:06 Uhr

Japanerin versteckt Leiche ihrer Mutter im Gefrierschrank

Eine Japanerin hat Medienberichten zufolge zehn Jahre lang die Leiche ihrer Mutter im Gefrierschrank aufbewahrt, weil sie nicht aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen wollte. Sie wurde unter dem Verdacht festgenommen, eine "weibliche Leiche versteckt" zu haben. Die Leiche war am Mittwoch in einer Wohnung in Tokio gefunden worden.

Japanische Medien haben berichtet, die Frau habe zusammen mit ihrer Mutter in der Wohnung gelebt. Als die Mutter vor zehn Jahren starb, habe sie die Leiche versteckt, weil sie "nicht ausziehen wollte". Der Name der Mutter stand im Mietvertrag.

Mitte Januar musste die Tochter den Berichten zufolge dann doch ausziehen, weil sie die Miete nicht mehr gezahlt hatte. Eine Reinigungskraft fand dann die Leiche der Mutter im Gefrierschrank. Die Todesursache und die genaue Todeszeit konnten bei einer Autopsie den Berichten zufolge nicht mehr festgestellt werden.

08:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

Ich hoffe, Sie sind noch mit der Außenwelt verbunden und gehören nicht zu den Gemeinden - vorwiegend in Norddeutschland -, die von der Bahn wegen "witterungsbedingter Störungen" nicht mehr angefahren werden konnten. Aber falls sich vor Ihrer Haustür ein Meter Schnee türmt, bleiben Sie einfach drin und dran – hier gibt es alles, was heute wichtig wird:

  • Black Lives Matter wird mit schwedischem Olof-Palme-Preis 2020 ausgezeichnet. Die internationale Bürgerrechtsbewegung habe auf eine einzigartige Weise Not, Schmerz und Wut der afroamerikanischen Minderheit aufgedeckt, nicht gleichgestellt zu Menschen anderer Hautfarbe betrachtet zu werden, so sieht es der Olof-Palme-Gedächtnisfonds.
  • Wer keine Regierung hat, hat auch kein Wochenende: Italien versucht auch heute, am Tag 4 nach dem Rücktritt von Premier Giuseppe Conte nach einer neuen Regierung. Bis Dienstag will man ausloten, ob es eine Mehrheit unter jenen Gruppen gibt, die die bisherige Regierung unter Conte unterstützt haben.
  • In Frankreich rufen Gegner des geplanten Sicherheitsgesetzes erneut zu Demos in Paris, Lyon und anderen Städten auf. Das geplante Gesetz, das die Polizei besser schützen soll, steht seit Monaten in der Kritik. Konkret werden etwa Einschränkungen der Pressefreiheit befürchtet.

Ansonsten - Schlitten raus, würde ich sagen. Lob, Kritik oder Hinweise? Sie erreichen mich dafür am besten per Mail: frauke.niemeyer[at]nachrichtenmanufaktur.de.

08:22 Uhr

Kaliforniens Highway 1 bricht weg

Als würde die Pandemie nicht schon reichen, nun macht auch noch der Highway 1 schlapp. Nach heftigen Regenfällen ist ein Stück der legendären Küstenstraße in Kalifornien weggebrochen. 25 Kilometer südlich von Big Sur wurde sie gesperrt, sagt die zuständige Verkehrsbehörde.

Der Highway 1 verbindet Los Angeles mit San Francisco und bietet dabei auch noch ein atemberaubendes Panorama auf den Pazifik. Es kommt aber auch immer wieder zu längeren Sperrungen. 2017 gab es monatelang keine Durchfahrt, weil eine alte Brücke so beschädigt war, dass sie abgerissen werden musste.

Derzeit haben Stürme mit Starkregen die Region so im Griff, dass der Gouverneur den Notstand ausgerufen hat. Es wird auch vor weiteren Erdrutschen und Überschwemmungen gewarnt. Nach den Waldbränden der vergangenen Jahre sind die Böden in den betroffenen Gebieten anfälliger für Erdrutsche.

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:04 Uhr

Friseure setzen Lichtzeichen

Der Blick in den eigenen Spiegel ist in Pandemiezeiten zuweilen recht ernüchternd. Gut frisiert darf man aber auch nicht rumlaufen, da sofort Verdacht aufkommt, man würde die Kontaktbeschränkungen umgehen. Die hart getroffene Friseurbranche setzt nun ein Zeichen. Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks ruft die Inhaber der 80 000 heimischen Friseursalons dazu auf, 24 Stunden Licht anzulassen - von Sonntagmorgen bis Montagmorgen, manche Salons dürften schon am heutigen Abend damit beginnen. Die Aktion geht bis zum 1. Februar, "An diesem Tag sollten wir ursprünglich wieder öffnen können", heißt es vom Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks. "Uns steht das Wasser bis zum Hals - wir brauchen endlich schnelle und umfassende Hilfe vom Staat."

07:32 Uhr

Hubschrauber zerschellt an Berg - Fünf Tote auf Kuba

Beim Absturz eines Hubschraubers in Kuba sind alle fünf Insassen ums Leben gekommen. Der Helikopter sei im Osten des Landes gegen einen Berg geprallt, teilte das Verteidigungsministerium mit. Es seien Untersuchungen zur Unglücksursache eingeleitet worden. Angaben zur Identität der Opfer machte das Ministerium nicht.

Der Hubschrauber war den Angaben zufolge auf dem Weg von Holguín nach Guantánamo. Die Region ist vor allem bekannt wegen des berüchtigten US-Gefangenenlagers auf einem Marinestützpunkt in der Bucht von Guantánamo. Zuletzt hatte sich in Kuba im Mai 2018 ein schweres Flugunglück ereignet. Damals stürzte eine Boeing 737-200 kurz nach dem Start in Havanna ab. 112 Menschen starben. Im April 2017 waren beim Absturz eines kubanischen Militärflugzeugs in der Region Artemisa im Westen des Karibikstaates acht Soldaten ums Leben gekommen.

07:01 Uhr

Polizei stellt gefälschten Pass von Sylvester Stallone sicher

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Täuschend echt

(Foto: via REUTERS)

Sylvester Stallone als bulgarischer Staatsbürger: Mit einem gefälschten Pass des Hollywood-Schauspielers haben Kriminelle in Bulgarien offenbar für ihre Dienste geworben. Der Pass unter Stallones Namen und mit einem Bild des US-Stars wurde bei der Hausdurchsuchung eines Mitglieds der mutmaßlichen Fälscherbande in der Stadt Plowdiw gefunden, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Bande das Dokument potenziellen Kunden "als Beispiel für die hohe Qualität ihrer Arbeit" zeigte.

  • Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden vier Bandenmitglieder wegen mutmaßlicher Verbrechen in Zusammenhang mit Fälschungen angeklagt, zwei weitere Mitglieder wurden anderer Straftaten beschuldigt.
  • Die Hausdurchsuchung war Teil einer großangelegten Polizeiaktion. Seit Beginn der Woche gingen Polizisten in mehreren Regionen Bulgariens unter Beteiligung des US-Geheimdienstes und Europol gegen die Fälscher vor.
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06:45 Uhr