mit Janis PeitschDas war Dienstag, der 28. Oktober 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
ein ereignisreicher Tag neigt sich dem Ende entgegen. Bevor ich mich in den Feierabend verabschiede, möchte ich Ihnen noch folgende Stücke der Redaktion empfehlen:
Nach Feuergefecht: Netanjahu ordnet "intensive Angriffe" im Gazastreifen an
Lieferung absichtlich beschränkt: Peking gräbt Kiews Drohnenproduktion das Wasser ab
Präsident wolle nur trollen: Top-Republikaner Johnson sieht "keinen Weg" für dritte Trump-Amtszeit
Lage extrem gefährlich: Hurrikan "Melissa" trifft mit voller Kraft auf Jamaika
Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und eine erholsame Nacht.
Trumps Umfragewerte rauschen in den Keller
Die Zustimmungswerte für US-Präsident Donald Trump sind in Reuters-Umfragen auf den tiefsten Stand seit seinem Amtsantritt gesunken. Grund dafür ist die wachsende Unzufriedenheit vieler US-Bürger mit seinem Umgang mit den Lebenshaltungskosten.
Nach der am Sonntag abgeschlossenen Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos befürworten 40 Prozent der Amerikaner die Amtsführung des Republikaners. Der Anteil derjenigen, die seine Arbeit ablehnen, stieg auf 57 Prozent.
Trump hatte die Wahl im vergangenen Jahr unter anderem mit dem Versprechen gewonnen, den Anstieg der Inflation zu bekämpfen. Die Umfrage zeigt jedoch, dass doppelt so viele Amerikaner seinen Umgang damit ablehnen wie diejenigen, die zufrieden mit der Handhabung der Teuerung der Kosten sind.
Virologe warnt: Vogelgrippe hat Potenzial für neue Pandemie
In Deutschland breitet sich die Vogelgrippe unter Tieren rasant aus. Vor diesem Hintergrund warnt der Virologe Klaus Stöhr vor einer möglichen neuen Pandemie auch beim Menschen.
Prinzipiell habe das Vogelgrippe-Virus H5N1 alle Voraussetzungen, um eine Pandemie auszulösen, sagte der Wissenschaftler der "Mitteldeutschen Zeitung".
Stöhr spricht sich dafür aus, Vorsorge zu treffen. So sollten Impfstoffe entwickelt und die Pandemiepläne weltweit auf den neuesten Stand gebracht werden. Auch die Überwachung von Tierbeständen müsse verbessert werden.
Bisher sei das Infektionsrisiko für Menschen extrem gering, sagte Stöhr der Zeitung. Allerdings sei das Virus inzwischen weltweit in Wildgeflügel verbreitet. "Damit gibt es jetzt unendlich mehr Möglichkeiten der Übertragung und Anpassung an den Menschen. Diese Gefahr ist nicht zu unterschätzen."
Forschende filmen erstaunliche Jagdtechnik bei Ratten
Forschende dokumentieren erstmals ein verblüffendes Jagdverhalten bei Wanderratten: Die Tiere lauern Fledermäusen an deren Ruheplätzen auf und fangen sie direkt aus der Luft. Eine solch gezielte Jagdtechnik war der Wissenschaft bislang unbekannt.
Merz will sich nicht zu Brandbrief prominenter Frauen äußern
"Fragen Sie mal Ihre Töchter", hat Merz in der "Stadtbild"-Debatte vorgeschlagen. 60 Frauen aus Kultur, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft antworten ihm mit zehn konkreten Forderungen. Doch der Kanzler schweigt dazu.
Auf die Frage einer Journalistin, ob er auf die Forderungen eingehen werde und wo er Handlungsbedarf sehe, wollte Merz auf einer Pressekonferenz bei einem Besuch der Handwerkskammer in Dresden nicht antworten.
Er sei bei der Handwerkskammer, um sich "mit den Themen, die die Menschen wirklich in der Breite und Tiefe beschäftigen, zu befassen", sagte er.
Influencer schimpft über Vollzeit-Job - und trifft Nerv
"Ich hätte jetzt dreieinhalb Stunden, um zu leben", beschwert sich Influencer Julian Kamps auf dem Nachhauseweg über seine 40-Stunden-Woche und regt damit die Diskussion um die angeblich faule Gen-Z an. Wie viel arbeiten die Deutschen und wie möchte die Jugend arbeiten?
EU-Land beschließt Tempolimit auch für Fußgänger
In der Slowakei müssen sich künftig auch Fußgänger an ein Tempolimit halten. Das sieht eine Novelle des Verkehrsgesetzes vor, die das Parlament in Bratislava beschloss. Demnach darf man sich künftig auf Gehwegen im Ortsgebiet nicht schneller als mit sechs Kilometern pro Stunde fortbewegen.
"Das Hauptziel ist es, angesichts sich häufender Zusammenstöße mit Rollerfahrern die Sicherheit auf den Gehwegen zu erhöhen", begründete der Parlamentsabgeordnete und ehemalige Verkehrsminister Lubomir Vazny den von ihm vorgelegten Gesetzesantrag.
Bereits vor dem Parlamentsbeschluss sorgte das Thema für manches Kopfschütteln und für Witze im Internet.
AfD in Rheinland-Pfalz will Trump zum Ehrenbürger machen
Wird US-Präsident Donald Trump in Rheinland-Pfalz zum Ehrenbürger ernannt? Über diesen Antrag der AfD soll der Kreistag im pfälzischen Bad Dürkheim am Mittwoch entscheiden.
Der Tagesordnung zufolge beantragt die AfD, dass der Kreistag eine entsprechende Satzung erlassen und Trump zum Ehrenbürger des Landkreises ernennen soll. Die Partei verweist unter anderem auf Trumps Vorfahren, die aus Kallstadt im Kreis Bad Dürkheim stammen, sowie auf seine Vermittlerrolle im Nahen Osten.
Bad Dürkheims Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld hatte betont, er wolle der Entscheidung nicht vorgreifen, könne sich aber nicht vorstellen, dass die Anträge eine Mehrheit finden. Die AfD verfügt im Kreistag über sieben der 46 Sitze.
Netanjahu ordnet "intensive Angriffe" im Gazastreifen an
Im Gazastreifen kommt es offenbar zu einem Feuergefecht zwischen israelischen Truppen und der Hamas. Der israelische Regierungschef reagiert hart: Es soll "intensive Angriffe" in dem Gebiet geben.
"Fawlty Towers"-Schauspielerin Prunella Scales ist tot
Bekannt war sie vor allem für ihre Rolle in der britischen Kultserie "Fawlty Towers": Nun ist die Schauspielerin Prunella Scales im Alter von 93 Jahren in ihrem Haus in London gestorben. Das berichtete die Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf eine Mitteilung der Familie.
In "Fawlty Towers" verkörperte Scales einen der wichtigsten Charaktere: die Ehefrau der von Comedystar John Cleese gespielten Hauptfigur Basil Fawlty mit dem Namen Sybil. Am Tag vor ihrem Tod habe die an Demenz erkrankte Britin die Serie sogar noch angesehen, hieß es in der Mitteilung laut PA.
"Fawlty Towers" gehört zu den beliebtesten britischen Fernsehserien und spielt in einem leicht heruntergekommenen Hotel im südwestenglischen Küstenort Torquay, das von dem cholerischen Chef Basil geleitet wird. Die TV-Serie, von der es nur zwei Staffeln mit je sechs Folgen gibt, wurde 1975 beziehungsweise 1979 in der BBC ausgestrahlt.
Kourtney Kardashian verkauft jetzt Vagina-Lollis
Kourtney Kardashian sorgt mit einem neuen Produkt für Aufsehen: Mit ihrer Marke Lemme hat sie einen Lolli auf den Markt gebracht, der die Vaginalgesundheit unterstützen soll. Seit zwei Jahren verkauft die 46-Jährige bereits Fruchtgummis, die denselben Effekt erzielen sollen.
"Wir haben echte Ananas und Vitamin C mit der Kraft der klinisch untersuchten Probiotika SNZ 1969 kombiniert, um die vaginale Gesundheit und den pH-Wert zu unterstützen, der für Frische und Geschmack sorgt", kündigte sie die Lollis auf Instagram an.
Doch nicht alle Fans zeigten sich in der Kommentarspalte begeistert. Auch Gynäkologen kritisierten laut "Daily Mail" Kardashians Produkt und warnten Verbraucher vor den Versprechen.
125-Meter-Windrad im Münsterland stürzt plötzlich zu Boden
Gut anderthalb Jahre steht das mehr als 125 Meter hohe Windrad bei Münster - am Montagmorgen stürzt es plötzlich ein. Der Kopf samt Rotorblättern zersplittert in unzählige Teile. Es ist bereits der zweite Zwischenfall mit einer Anlage des Herstellers Nordex. Die Betreiber rätseln über die Ursache.
USA: Haben vier Boote im Pazifik angegriffen
Das US-Militär greift seit Wochen angeblich mit Drogen beladene Boote an. Dutzende Menschen sollen dabei getötet worden sein. Nun verkündet der Pentagon-Chef gleich mehrere Angriffe im östlichen Pazifik.
Insgesamt habe es am Montag drei Attacken auf vier Boote gegeben, bei denen 14 Menschen getötet worden seien, erklärte Pete Hegseth auf der Plattform X. Eine Person habe überlebt. Nach seinen Angaben koordinierten mexikanische Behörden die Rettungsmaßnahmen, nachdem die für die Region zuständige Kommandozentrale des US-Militärs sie eingeleitet hatte.
Hegseth sprach, wie schon bei früheren Angriffen dieser Art, von getöteten "Terroristen". Er gab außerdem an, die Attacken hätten in internationalen Gewässern stattgefunden.
Kleiner Tumult bei Auftritt: Mann ruft König Charles Epstein-Frage zu
Auch König Charles wird die Verbindung von Prinz Andrew zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein nicht los. Bei einem Besuch in der englischen Stadt Lichfield fällt ein Mann durch einen Zwischenruf auf, wird aber prompt von anderen Anwesenden zurechtgewiesen.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
Kollegin Johanna Ohlau verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Mein Name ist Janis Peitsch und bis zum Abend versorge ich Sie im "Tag" mit spannenden und unterhaltsamen Nachrichten aus aller Welt.
Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an dertag{at]ntv.de. Los geht's!
Wird sie das neue Bond-Girl? Das sagt Sydney Sweeney zu Gerüchten
Wer wird als nächstes Geheimagent James Bond den Kopf verdrehen? Die Gerüchteküche brodelt und als Bond-Girl soll Hollywoodstar Sydney Sweeney im Gespräch sein. Deshalb hat "Variety" die Schauspielerin direkt darauf angesprochen und ihre Reaktion war wohl überraschend: Gibt sich Sweeney sonst im Gespräch souverän und kontrolliert, kommt sie nach einem "Ich kann nicht" ins Stocken für ganze sieben Sekunden. Dann folgt ein "Ich weiß es nicht" und weitere elf Sekunden Stille, berichtet das Branchenblatt. Dann findet die 28-Jährige doch noch ein paar Worte und sagt: "Um ehrlich zu sein, kenne ich nicht alle Bond-Gerüchte. Aber ich war schon immer ein riesiger Fan des Franchise, und ich bin gespannt und neugierig, was sie damit machen werden." Doch wäre sie überhaupt interessiert? Sweeney selbstsicher: "Kommt auf das Drehbuch an. Ich glaube, ich hätte mehr Spaß als James Bond." Okay, jetzt sind wir nicht viel schlauer, aber: Ein Nein hört sich anders an ...
Elf Tote bei Flugzeugabsturz in Kenia - zwei Deutsche unter den Opfern
Im ostafrikanischen Kenia ist ein Kleinflugzeug abgestürzt. Dabei sind elf Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei Deutsche. Das teilt die Fluggesellschaft Mombasa Air Safari mit. Bei den weiteren Toten handelt es sich um acht Menschen aus Ungarn und einen Kenianer.
Falsche Kunsthändlerin betrügt mehr als 100 Künstler - 900.000 Euro Schaden
Warum nicht seine Gemälde zur Verfügung stellen, damit sie bei einer Ausstellung einem größeren Kreis bekannt werden? Das haben sich wohl einige Künstlerinnen und Künstler gedacht und einer angeblichen Kunsthändlerin ihre Werke geschickt und sogar noch "Vertragsgebühren" bezahlt in Höhe von rund 2000 Euro. Gebracht hat es nur ganz viel Ärger: Die 52-Jährige aus dem Bodenseeraum hatte zahlreiche Kunstschaffende via Facebook kontaktiert und so betrogen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Ravensburg mitteilen. Der entstandene Vermögensschaden belaufe sich auf rund 900.000 Euro. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Frau nie beabsichtigte, die vereinbarten Leistungen zu erbringen. Die Taten sollen zwischen Oktober 2023 und Februar 2025 geschehen sein.
Immerhin: Bei Durchsuchungen in von der Frau genutzten Räumen in Lindau, Kressbronn und Friedrichshafen beschlagnahmten die Ermittler aus Baden-Württemberg mehr als 200 Kunstwerke. Über Chatverläufe in Messengerdiensten identifizierte die Polizei zahlreiche Geschädigte, denen die Kunstwerke inzwischen weitgehend zurückgegeben wurden. Gegen die 52-Jährige wird nun wegen Verdachts des besonders schweren Falls des Betrugs in nahezu 140 Fällen ermittelt. Sie sitzt bereits wegen anderer Betrugsdelikte in Haft. Auch ihr 57-jähriger Ehemann steht unter Verdacht.
Girlband "All Saints": Management forderte Abtreibungen von Sängerinnen
Wer das Biopic "Better Man" über Robbie Williams gesehen hat, war sicherlich auch schockiert zu sehen, dass "All Saints"-Star Nicole Appleton ihr Kind abgetrieben hat - auf Druck des Managements der britischen Girlband. So erzählt es auch das frühere Bandmitglied Melanie Blatt jetzt in der neuen BBC-Dokumentation "Girlbands forever". Die 90er und der Beginn der 2000er waren die goldene Ära der Girl- und Boybands. Doch hinter den Kulissen gab es vor allem Druck, Kontrolle und fragwürdige Entscheidungen. Blatt und Appleton waren seit ihrer Kindheit befreundet und damals zeitgleich schwanger. "Wir flogen nach Los Angeles, und am Flughafen stand unser Manager hinter uns und sagte uns, wir sollten unsere Babys abtreiben", erinnert sich Blatt. Der Grund: Die Band hatte gerade mit "Never Ever" (1997) den amerikanischen Markt erobert, und die Bosse fürchteten um den Erfolg. Sie entschied sich für das Kind, Appleton gab dem Druck nach und trieb das Baby ab.
Doch nicht nur in der Frage mischten sich die Managements ein: In der Doku, die ab Samstag verfügbar ist, kommen auch Mitglieder von Atomic Kitten, Eternal, Sugababes, Mis-Teeq und Little Mix zu Wort. Sie berichten von Gewichtskontrollen, Social-Media-Druck, Diskriminierungen und geheim gehaltenen Beziehungen. Genau so und schlimmer wird heute übrigens noch mit vielen K-Pop-Sternchen verfahren.
Davor Polizisten erschossen: Bewaffneter Biker kracht auf Flucht in Auto
Nach einer Schießerei in Los Angeles flieht ein Verdächtiger auf einem Motorrad. Die US-Polizei jagt den Bewaffneten, der zuvor einen Beamten erschossen haben soll. Mit der Waffe in der Hand flieht der Mann in hohem Tempo über einen Highway - bis vor ihm ein Auto unvermittelt die Spur wechselt.
Nach Fund einer Frauenleiche im Kreis Steinburg: Polizei nimmt Verdächtigen fest
Gestern findet ein Mann seine 65 Jahre alte Lebensgefährtin im Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein tot vor und alarmiert die Polizei. Ein Zeugenhinweis kann die Ermittler schnell auf die Spur eines Verdächtigen führen. Der 20 Jahre alte Deutsche wurde in Itzehoe gefasst, wie ein Polizeisprecher sagte. "Ein Zeuge hatte das gesuchte weiße Auto in Itzehoe gesehen und sofort die Polizei alarmiert. Es lief genauso, wie wir es uns gewünscht hatten", so der Polizeisprecher. Weitere Details nannte er nicht.
Gericht: "Likör ohne Ei" darf weiterhin so heißen
"Likör ohne Ei" darf so heißenAufatmen bei einem kleinen Unternehmen in Henstedt-Ulzburg: Ihr "Likör ohne Ei" darf weiterhin so heißen. Die Firma aus Schleswig-Holstein bietet eine vegane Eierlikör-Variante an - und dadurch selbstverständlich ohne Ei. Das wollte der Spirituosen-Verband nicht gelten lassen und klagte. Doch das Landgericht Kiel folgt der Argumentation nicht und entscheidet zugunsten des "Likörs ohne Ei". Die Kammer habe den Antrag für unbegründet gehalten, sagte der Sprecher des Landgerichts, Markus Richter, nach der Verkündung. Sie halte die Formulierung für unproblematisch. Europarechtliche Verbraucherschutzvorschriften stünden dem nicht entgegen. "Weil es eben nicht Eierlikör ist", sondern gerade eine Abgrenzung gegenüber dem Begriff Eierlikör sei, sagte Richter. Der Verband hatte argumentiert, die Bezeichnung 'Likör ohne Ei' stelle eine gedankliche Verbindung zu Eierlikör her, die nicht erlaubt sei. Das beklagte Unternehmen muss aber 5.000 Euro an den Kläger zahlen, weil es zu einem Detail des Streits eine Unterlassungserklärung abgegeben und dagegen verstoßen hatte.
Angriffe auf CSD-Veranstaltungen erreichen Rekordniveau
Besorgniserregend ist das Ergebnis einer Untersuchung der Amadeu Antonio Stiftung: Angriffe auf Veranstaltungen zum Christopher Street Day (CSD) haben in Deutschland in diesem Jahr ein Rekordniveau erreicht. Bei fast jedem zweiten CSD kam es 2025 zu Angriffen und Störungen, fast die Hälfte davon ging von Rechtsextremen aus, wie die Stiftung in Berlin berichtet. 111 solcher Vorfälle wurden demnach dokumentiert. "Die Angriffe auf CSDs sind keine zufälligen Provokationen, sondern Teil einer Strategie: Rechtsextreme versuchen den öffentlichen Raum zu erobern und die demokratische Zivilgesellschaft einzuschüchtern", erklärte Lea Lochau von der Stiftung. Doch noch eine Zahl ist interessant: In diesem Jahr gab es in Deutschland mit 245 CSD-Paraden so viele dieser Veranstaltungen wie noch nie. Die Amadeu Antonio Stiftung setzt sich seit 1998 gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus ein.
Prominente Frauen schreiben Brandbrief an Merz
Die Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz nach dessen Aussagen zum "Stadtbild" geht weiter. Ein offener Brief von 50 Frauen aus Kunst, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft fordert Merz zu einem stärkerem Einsatz für die Sicherheit von Frauen auf. "Auf Nachfrage, was genau Sie bei Ihren Aussagen zum 'Stadtbild' meinten, erklärten Sie, man solle 'die Töchter' fragen", heißt es in dem Text, der ntv.de vorliegt. Und weiter: "Wir möchten gerne über Sicherheit für Töchter, also Frauen sprechen. Wir möchten es allerdings ernsthaft tun, und nicht als billige Ausrede dienen, wenn rassistische Narrative gerechtfertigt werden sollen." [sic!]
Unterzeichnet haben den Brief unter anderem die Grünen-Politikerin Ricarda Lang, die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer, die Sängerin Joy Denalane, die Autorin Alice Hasters und die Ökonomin Isabella Weber. Außerdem dabei: die Schauspielerin Melika Foroutan, die Soziologin Jutta Allmendinger sowie die Schriftstellerinnen Lena Gorelik und Mithu Sanyal. Die Initiatorinnen stellen zehn Forderungen auf.
Das wäre David Beckhams Henkersmahlzeit
Wenn David Beckham eine Henkersmahlzeit wählen müsste, wäre das Aal in Aspik. Das hat der Fußballstar im Interview mit dem britischen Magazin "Country Life" ausgeplaudert. "Wenn ich mir mein letztes Mahl aussuchen müsste, dann wären das Fleischpastete, Kartoffelpüree, grüne Petersiliensoße und Aal in Aspik", sagte der 50-Jährige. Demnach sagte Beckham mit seinem Lieblingsessen im Mund: "Es gibt etwas so Nostalgisches an Kartoffelpüree, Leber, Speck und ganz viel Soße." Das sei eines dieser britischen Wohlfühlessen, das seine Mutter früher für ihn gekocht habe und das auch das Lieblingsgericht seines Großvaters gewesen sei. Es sei allerdings nicht jedermanns Sache: "Zwei meiner Kinder lieben Leber, die anderen beiden hassen sie. Aber für mich hat sie etwas ganz Besonderes." Dann mal guten Appetit!
Sturmjäger filmen Flug ins Auge von Hurrikan "Melissa"
In Rekordzeit wächst "Melissa" vom Tropensturm zu einem Hurrikan der höchsten Stufe an. Nun bewegt sich der Monster-Wirbelsturm auf Jamaika zu und dürfte dort verheerende Zerstörung anrichten. Sturmjäger der US Air Force fliegen zur Datensammlung mitten in das Auge des Hurrikans.
"No Angels"-Sängerin Lucy teilt ihr Liebesglück mit ihren Fans
Ihre neue Partnerin sei "wie ein Blitz" in ihr Leben gekommen, schwärmt "No Angels"-Sängerin Lucy Diakovska. Und die Anspielung auf den Hit von Schlager-Ikone Helene Fischer ist wohl ganz bewusst gewählt: Bei ihrem "Lieblingsmenschen", wie die 49-Jährige schreibt, handelt es sich um Yasi Hofer. Sie ist selbst Musikerin und zwar als Gitarristin Teil der Band von Helene Fischer. Mit einem Posting bei Instagram mitsamt Video macht Diakovska ihre Beziehung zu der Musikerin jetzt offiziell:
"Ich schreibe heute als eine Frau, die immer mehr die Bedeutung von Glück und Liebe versteht, lebt und vor allem fühlt", formuliert die Sängerin es. Ihre Partnerin sei "wie ein Blitz" in ihr Leben gekommen - "unerwartet, ehrlich, bedeutend". Ganz klar, wer so etwas schreibt, der oder die ist über beide Ohren verliebt ...
Prozess um Putschversuch: Bolsonaro geht in Berufung gegen 27 Jahre Haft
27 Jahre Gefängnis - dazu wurde der frühere brasilianische Präsident Jair Bolsonaro für seine Putschpläne in einem historischen Urteil im September verurteilt. Das will der "Trump Brasiliens" offenbar nicht hinnehmen: Bolsonaros Verteidigung hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Die Anwälte des rechtsextremen Ex-Staatschefs kritisierten die Doppeldeutigkeiten, "Auslassungen, Widersprüche und Unklarheiten" in der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs. Die Richter des Obersten Gerichtshofs haben keine Frist, um über die Berufung zu entscheiden. Bolsonaro kann jedoch erst inhaftiert werden, wenn alle Berufungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind. Bolsonaro steht seit August unter Hausarrest.
Das Oberste Gericht befand ihn für schuldig, eine "kriminelle Organisation" angeführt zu haben, die seine Wahlniederlage von 2022 gegen den heutigen linksgerichteten Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva habe kippen wollen. Das Oberste Gericht gelangte unter anderem zu dem Schluss, dass Bolsonaro seine Anhänger zur Erstürmung des Obersten Gerichts, Präsidentenpalastes und Kongresses in der Hauptstadt Brasília am 8. Januar 2023 angestiftet habe. Die Szenen der Gewalt erinnerten an den Angriff von Anhängern Donald Trumps auf das Kapitol in Washington zwei Jahre zuvor. Bolsonaro und der seit Anfang dieses Jahres wieder als Präsident amtierende Trump sind eng verbündet.
Musk bringt seine Wikipedia-Kopie an den Start
Tech-Milliardär Elon Musk preist seine Online-Enzyklopädie als "besser als Wikipedia" an. Vor allem ist Grokipedia - war xPedia schon vergeben? - wohl eine Kopie des weltbekannten Online-Lexikons, zumindest in Teilen. Nicht nur das Design ähnelt Wikipedia: Nutzerinnen und Nutzern fiel auf, dass einige Texte auf Artikeln bei Wikipedia basieren. So verwies das Technologie-Blog "The Verge" auf den Grokipedia-Beitrag zu Apples Macbook Air, unter dem steht, dass er von Wikipedia "adaptiert" worden sei. Die Wikipedia-Beiträge werden von Nutzerinnen und Nutzern erstellt und bearbeitet. Musk behauptet aber schon lange, die Enzyklopädie sei nicht objektiv und habe eine linke politische Ausrichtung. Er selbst ist für rechte Ansichten bekannt. Entwickelt wurde die Alternative bei der KI-Firma xAI des Tech-Milliardärs.
Über den Artikeln der Musk-Enzyklopädie steht, dass sie von Grok einem Faktencheck unterzogen worden seien. Bisher ist unklar, wie genau das funktioniert - und auf welche Quellen dabei zum Beispiel zugegriffen wird. KI-Software ist zudem generell für sogenannte Halluzinationen bekannt, bei denen sie plausibel klingende Informationen erfindet. Zudem hat Grok in der Vergangenheit mit antisemitischen Äußerungen und anderen Fehlern nicht gerade geglänzt beziehungsweise die von Musk so oft betonte "Wahrheit" bei Suchen zutage gefördert.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
die Frage ist heute nicht "Huhn oder Ei?", sondern "Likör ohne Ei"?! Das geht aus Sicht des Schutzverbands der Spirituosen-Industrie nicht, weshalb er vor dem Landgericht Kiel gegen ein kleines Unternehmen in Schleswig-Holstein klagt. Dieses hatte eine vegane Spirituose mit eben diesem Namen auf den Markt gebracht - auf Sojabasis mit Rum. Heute soll die Entscheidung fallen. Zudem stehen diese Termine bei uns im Kalender:
Fangmengen in der Ostsee: Die Verhandlungen der EU-Fischereiminister gehen in die entscheidende Phase. Bis heute soll ein Kompromiss gefunden werden, wie viele Tonnen Fisch deutsche Ostseefischer im kommenden Jahr an Land bringen dürfen.
Prozessbeginn um Zugunglück in Garmisch Partenkirchen: Mehr als drei Jahre nach dem Zugunglück mit fünf Toten beginnt am Morgen der Prozess vor dem Landgericht München. Angeklagt sind zwei Bahnmitarbeiter wegen fahrlässiger Tötung. Ursache des Zugunglücks waren laut verschiedener Gutachten marode Betonschwellen.
Fällt heute das Urteil in Prozess um Strafvereitelung gegen Polizisten? Der 29-Jährige soll gegen den mutmaßlichen Messerstecher von Aschaffenburg keine Ermittlungen eingeleitet haben, als dieser Monate vor der Bluttat mit zwei Toten bereits seine Freundin in Alzenau (Landkreis Aschaffenburg) angegriffen haben soll.
Ein 25 Jahre alter Niederländer soll eine führende Rolle in einem internationalen Netzwerk von sadistischen Online-Chat-Gruppen unter dem Namen "No Lives Matter" (Kein Leben zählt) gespielt haben. Er soll Jugendliche erpresst und zu extremen Gewalttaten getrieben haben. Der Mann aus Eindhoven wird heute erstmals einem Gericht in Rotterdam vorgeführt.
Kracher im DFB-Pokal: Das Top-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund steht heute (18.30 Uhr/ZDF und Sky) im Mittelpunkt der acht Zweitrundenspiele.
Sie erreichen mich wie gehabt bei Fragen, Hinweisen und Kritik per Mail: johanna.ohlau(at)ntv.de. Weiter geht's!
Zwei Autofahrer sterben bei Frontalcrash in Bayern
Tödlicher Frontalcrash in der Nacht in Bayern: Nahe Breitenbrunn in der Oberpfalz sind zwei Autos frontal zusammengestoßen - ein 59- und ein 34-Jähriger kamen ums Leben. Die beiden Männer seien in einer leichten Kurve zwischen Breitenbrunn und Dietfurt kollidiert, teilt die Polizei mit. Beide starben den Angaben nach noch an der Unfallstelle. Sie befanden sich demnach jeweils allein in ihren Autos. Zur Klärung der genauen Unfallursache sei auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ein Gutachter hinzugezogen worden. Der Grund für den Unfall ist bislang unklar. Die Ermittlungen dauern an.
Schweres Erdbeben erschüttert die Westtürkei
In der Türkei hat die Erde gebebt: Ein Erdbeben der Stärke 6,1 hat die westtürkische Stadt Sindirgi erschüttert. Das Beben ereignete sich gestern am späten Abend und war auch in Istanbul und Izmir zu spüren, wie die türkische Katastrophenschutzbehörde AFAD erklärt. Berichte über Opfer gibt es bislang nicht. Nach den Worten von Innenminister Ali Yerlikaya stürzten mehrere Gebäude ein. Im August hatte ein Beben derselben Stärke Sindirgi erschüttert, dabei kam ein Mensch ums Leben. Dutzende Menschen wurden zudem verletzt.