Das war Mittwoch, der 28. Mai 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
der heutige Tag stand ganz im Zeichen des Besuchs des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin. Deutschland hat einiges an Unterstützung zugesagt, aber ziemlich wahrscheinlich nicht den langersehnten Taurus-Marschflugkörper. Mehr dazu können Sie hier lesen.
Was war heute sonst noch wichtig?
Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht und einen erholsamen Feiertag! Der Tag von ntv.de ist am Freitag wieder für Sie da.
Rechte schießen sich "aus Spaß" in die Beine
Die "Mittelbayerische Zeitung" berichtet über einen Vorfall, der sich in Schwandorf ereignet haben soll. Die Polizei wurde demnach zu einem Krankenhaus gerufen, weil sich dort zwei Personen mit Schussverletzungen befanden. Vor Ort trafen sie auf Mitglieder der rechten Szene der Region.
Die alkoholisierten Männer gaben dem Bericht zufolge an, sich in einer Wohnung aus Spaß mit einem Luftgewehr ins Bein geschossen zu haben. Dass die Wunde bei dem einen nach einem deutlich größeren Kaliber aussah, soll laut Polizeiangaben daran gelegen haben, dass er versucht habe, das Geschoss selbst "herauszuoperieren". Aufgrund von widersprüchlichen Angaben wurde die Wohnung durchsucht, neben einer Schreckschusspistole und einer Luftdruckwaffe wurden Tabletten gefunden, bei denen geprüft wird, ob es sich um Betäubungsmittel handelt.
Völlig irre Flucht: Mann entkommt der Polizei - auf einem E-Scooter
Auf den Straßen im russischen Magnitogorsk spielt sich eine ungewöhnliche Verfolgungsszene ab: Ein Mann will sich dem Zugriff der Einsatzkräfte entziehen und steigt auf einen E-Roller. Trotz Streifenwagen im Nacken und ganzem Körpereinsatz eines Polizeibeamten gelingt ihm die Flucht:
Harte Aussagen von Brad Pitt zur Scheidung von Angelina Jolie
Brad Pitt hat sich kühl zur Scheidung von Angelina Jolie geäußert. Im Interview mit dem "GQ"-Magazin erklärte der Hollywoodstar auf die Frage, ob es eine "Erleichterung" gewesen sei: "Nein, ich glaube nicht, dass es so eine große Sache war." Es sei "nur etwas, das verwirklicht wurde. Rechtlich gesehen", ergänzte er. Erst im Dezember 2024 unterzeichneten Pitt und Jolie laut US-Berichten die Scheidungspapiere - acht Jahre, nachdem Jolie die Scheidung eingereicht hatte. Vor Gericht war damals ein Streit um das Sorgerecht und Immobilien entbrannt. Um das südfranzösische Anwesen und Weingut Château Miraval soll weiterhin gestritten werden.
Als Trennungsgrund gab Jolie im September 2016 unüberbrückbare Differenzen an. Auslöser der Trennung soll ein Streit in einem Privatjet gewesen sein, bei dem Pitt handgreiflich gegenüber den Kindern gewesen sein soll. Jolie schien die Trennung auch viele Jahre später noch zu belasten. Der "Vogue" sagte sie 2023, sie habe "noch viel Heilungsbedarf". "Wir sind immer noch dabei, unseren Halt zu finden", sagte die Schauspielerin wörtlich. Und: "Ich habe nicht das Gefühl, seit einem Jahrzehnt ich selbst gewesen zu sein."
Massenausbruch aus Gefängnis - Polizei jagt Häftlinge über Highway
In New Orleans gelingt zehn Insassen die Flucht aus einem Gefängnis. Als die US-Polizei zwei von ihnen aufspürt, nehmen diese in einem SUV Reißaus. Doch der Fluchtversuch ist nicht von Erfolg gekrönt. Zwei der Häftlinge sind noch immer nicht gefunden und gelten als gefährlich:
Völlig unerwartete Wende: "Höhle der Löwen"-Investorin startet als Model durch
Man kennt Janna Ensthaler als taffe Geschäftsfrau in der Vox-Show "Die Höhle der Löwen" - analytisch, entscheidungsfreudig und auf der Suche nach dem nächsten Deal. Doch jetzt überrascht die Unternehmerin mit einer völlig unerwarteten Wende: Sie wird Model. Die gebürtige Hamburgerin hat einen Vertrag bei MGM Models unterschrieben, einer der weltweit renommiertesten Agenturen, die Luxusmarken wie Louis Vuitton, Chanel oder Dior mit ihren Gesichtern versorgt.
Für Ensthaler, die mit 1,77 Metern Modelmaße mitbringt, geht ein Lebenstraum in Erfüllung. "Ich habe früher nie gemodelt. Das ist absolut neu für mich", erzählt sie der "Bild". "Ich stand als Kind vor meinem Spiegelbild am Fenster und wollte Popstar werden. Es war immer mein Mädchentraum, so etwas zu machen, sonst hätte ich nie Ja gesagt." Der Kontakt kam über Instagram zustande: "Ich bin von MGM Models angesprochen worden, ob ich nicht Lust darauf habe. Zuerst haben sie mich bei Instagram gesehen und einfach angeschrieben." Laut Agentur-Chef Marco Sinervo ist "die Nachfrage nach ihr, von namhaften Kunden aus dem In- und Ausland, beeindruckend".
Teenager dreht bei Alkoholexzess durch - mehrere Tote und Schwerverletzte
Eine Geburtstagsfeier von Jugendlichen im russischen Sibirien ist nach dem übermäßigen Alkoholkonsum der Teilnehmer in eine Gewaltorgie mit fünf Todesopfern umgeschlagen. "Die Toten sind im Alter zwischen 13 und 17 Jahren, darunter ist auch ein Mädchen", berichtete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf einen Sprecher des Ermittlungskomitees in der Region Irkutsk.
Den Berichten nach hat einer der Jugendlichen im Rausch die anderen Partygäste mit einem Messer attackiert und dabei vier der Feiernden getötet, vier weitere teilweise schwer verletzt. Anschließend zündete er das in einer Gartenanlage liegende Häuschen an und kam bei dem Brand selbst ums Leben. Die Verletzten sollen in das Krankenhaus der Gebietshauptstadt Irkutsk verlegt werden. Der Zustand eines Opfers ist sehr kritisch. Die Staatsanwaltschaft hat ein Mordverfahren eingeleitet. In der Region wurde eine dreitägige Trauer verhängt.
Göttlicher Auftritt geht viral: Nonne fängt im TV plötzlich an zu beatboxen
Kirche kann cool: Eine Szene aus einer katholischen brasilianischen Fernsehsendung geht derzeit viral um die Welt. Darin greift Schwester Marizele Cassiano zum Mikro und fängt an zu singen. Dann aber schlägt sie plötzlich ganz andere Töne an:
Viele Maßnahmen angedacht: Der Ballermann soll umgebaut werden
Die liebste Partymeile der Deutschen auf Mallorca, die Playa de Palma, soll für viel Geld umfassend umgebaut und modernisiert werden. Palmas Bürgermeister Jaime Martínez stellte vor Journalisten in der Hauptstadt der spanischen Mittelmeer-Insel ein bis zu 300 Millionen Euro teures Renovierungsprojekt vor. Das Rathaus will das 35 Punkte umfassende Vorhaben in den kommenden zehn Jahren umsetzen und aus eigener Tasche finanzieren.
Ziel sei es, die Playa lebenswerter zu gestalten, sagte Martínez. In vielen Punkten ist das Projekt allerdings noch wenig konkret. Für 80 Millionen Euro ist etwa eine Verschönerung der zweiten und dritten Meereslinie angedacht. Dabei sollen unter anderem Straßen und Gehwege erneuert werden. In Bezug auf Mobilität soll die Playa neben anderen Verbesserungen an das öffentliche Netz von Leihfahrrädern "BiciPalma" angeschlossen werden. Zudem will man Park-and-Ride-Parkplätze bauen, die an die von der Balearen-Regierung geplante Zugstrecke angebunden sind. Um die Wohnungsnot zu bekämpfen, sollen veraltete Ein- und Zwei-Sterne-Hotels in Wohnraum umgewandelt und neue Häuser im Hinterland des Ballermanns errichtet werden.
Thüringer hält 2,5-Meter-Krokodil in Kleingarten
Ein Tierhalter in Nordhausen hat eine besondere Spezialität: Reptilien. Weil er ein besonders großes Exemplar nicht länger halten darf, veranlasst das Veterinäramt eine Beschlagnahmung der Tiere. Aufnahmen zeigen das Innere des Gartens:
Nächstes EU-Land führt wahrscheinlich den Euro ein
Und der Nächste, bitte: Die EU-Kommission wird mehreren Vertretern der Euro-Zone zufolge Bulgarien wahrscheinlich in der kommenden Woche den Weg für die Einführung des Euro ab Anfang 2026 ebnen. Sie erwarteten einen positiven Kommissionsbericht für Bulgarien, sagten drei hochrangige Vertreter des Euro-Raums. Die EU-Kommission will am kommenden Mittwoch einen Konvergenzbericht veröffentlichen, in dem sie darlegt, ob das Land die Kriterien für eine Einführung des Euro erfüllt.
Der Euro wird mittlerweile von 347 Millionen Europäern in 20 Ländern genutzt. Bulgarien wäre künftig das 21. Land, das zur Währungsgemeinschaft gehört. Seit dem Beitritt zur Europäischen Union im Jahr 2007 strebt das Land die Umstellung seines Lew auf den Euro an.
Schwerer Unfall von Bahn und Lkw - viele Verletzte
Beim Zusammenstoß eines Regionalzugs mit einem Lastwagen sind in Niederbayern mindestens zehn Menschen verletzt worden. Der Fahrer des Lastwagens und eine Person im Zug hätten sich schwere Verletzungen zugezogen, sagte eine Sprecherin der Polizei. Sieben weitere Menschen hätten zudem leichtere Verletzungen erlitten.
Der Vorfall ereignete sich demnach gegen 15 Uhr an einem unbeschrankten Bahnübergang bei Pocking (Landkreis Passau), im Bereich des Gemeindeteils Kühnham. Die Bahnstrecke sowie die kreuzende Straße seien bis auf Weiteres gesperrt, hieß es von der Polizei. Wie viele Menschen sich während des Zusammenstoßes im Lastwagen und in der Regionalbahn jeweils befanden, war zunächst unklar. Zahlreiche Rettungskräfte seien im Einsatz.
Was geschah hinter Flugzeugtür? Annemarie Carpendale "löst" halbnackt das Macron-Rätsel
Die augenscheinliche Watschn von Brigitte Macron gegen ihren Ehemann, den Präsidenten Frankreichs, zieht seit Tagen ihre Kreise. Moderatorin Annemarie Carpendale liefert mit ihrem Mann Wayne nun gleich mehrere augenzwinkernde Interpretationen, was sich im Flugzeuginneren wirklich abgespielt haben könnte:
Bruce Springsteen wird wegen Aktion im Jahr 1985 plötzlich als "Held" gefeiert
Bruce Springsteen wird in Großbritannien gerade als "Held" gefeiert. Eine neue BBC-Dokumentation enthüllte eine "lebensrettende" Spende des US-amerikanischen Sängers. In der Sendung "When Bruce Springsteen Came To Britain" heißt es Medienberichten zufolge, dass der Sänger 1985 während der Streiks Frauen, die die Bergarbeiter bei ihrem Arbeitskampf unterstützten, zu seinem Konzert im Stadion St. James' Park von Newcastle United einlud. Dort überreichte der Star offenbar den Scheck hinter der Bühne. Eine der Frauen erinnert sich in der Doku: "Er ist ein Held für uns, er hat es nicht wegen der Publicity getan. Er hat es getan, weil er es tun wollte, und das hat in den Helfergruppen sehr geholfen." Sie fügte hinzu: "Es war absolut lebensrettend."
Bruce Springsteen selbst sagte der "BBC" zufolge in der Sendung über seine Unterstützung für die Bergarbeiter: "Meine Eltern gehörten der Arbeiterklasse an und ich habe ihr ganzes Leben lang miterlebt, wie sie kämpften." Er habe damals in den Zeitungen über den Streik gelesen und "einfach das Gefühl" gehabt, dass es eine gute Sache wäre, zu helfen: "Es war keine große Sache, es war aber eine gute Sache, die man damals tun konnte."
AfD soll ihre Bundesgeschäftsstelle räumen
Die AfD soll ihre Bundesgeschäftsstelle in Berlin-Reinickendorf räumen. Die Eigentümerfirma des Gebäudes hat eine entsprechende Räumungsklage beim Berliner Landgericht eingereicht, wie eine Sprecherin mitteilte. Die AfD bestätigte die Klage. Man werde jetzt fristgerecht darauf antworten, teilte ein Sprecher mit. Dabei will die Partei den Angaben zufolge erklären, dass sie für eine Streitbeilegung durch einen Güterichter (sogenannte Mediation) bereitsteht. Dies habe das Landgericht empfohlen, da es für den Kläger keine Erfolgsaussichten sehe.
Hintergrund des Streits ist die AfD-Wahlparty nach der Bundestagswahl am 23. Februar im Innenhof des Bürogebäudes. Der Vermieter hatte der Partei nach deren Angaben und wie aus der Mitteilung des Gerichts hervorgeht, fristlos gekündigt. Sie habe bei der Feier die Fassade des Gebäudes unter anderem mit dem Parteilogo bestrahlt. Andere Mieter seien nicht mehr ins Haus gekommen, weil der Zugang stundenlang von der Polizei gesperrt worden sei.
Pfleger päppeln verwaistes Bärenjunges mit Kostümen auf
Süßes Tier, süße Idee: Ein in der Wildnis gefundenes und verwaistes Bärenjungtier wird in einer Tierstation im US-Westküstenstaat Kalifornien von Pflegern mit Bärenmaske und Pelzmantel aufgezogen. Und die geben sich wirklich alle Mühe: manche tragen Tarnanzüge und mit Laub bespickte Kapuzen, wie auf Fotos der Tierschutzorganisation San Diego Humane Society zu sehen ist.
Das Ziel dieses "tierischen" Aufwands: Das Schwarzbär-Baby soll sich nicht an Menschen gewöhnen, sondern "wild" genug für ein späteres Leben in freier Natur bleiben. Das ist zumindest die Hoffnung der Organisation, wie sie in einer Pressemitteilung schrieb. Vor einer Auswilderung müsse das Kleine aber noch bis zu einem Jahr in der Pflegestation in Ramona nahe San Diego bleiben, hieß es.
Frau filmt, wie Windhose vor ihren Augen entsteht
Unwetter mit Sturm und Gewittern ziehen über Florida. Eine Anwohnerin filmt gerade das Naturschauspiel hinter ihrem Haus, als sich dort vor ihren Augen auf dem Teich eine Windhose bildet und das Wasser aufwirbelt. So schnell das gespenstische Phänomen entsteht, zieht es auch schon weiter:
Tauben mogeln sich an Bord: Chaos bei Flug in den USA
Wer hat da wohl die Tür offen stehen lassen? Als ein Flugzeug in den USA starten will, bemerken die Fluggäste zwei blinde Passagiere: Auch zwei Tauben sind an Bord der Maschine. Die gefiederten Passagiere ohne Tickets sorgten für Chaos und Verspätung. Der erste Vogel sei kurz nach dem Boarding entdeckt worden, als er "unter den Sitzen umherlief", zitierte der Sender CBS News einen Fluggast. Eingefangen und weiter geht es? Nicht allzu weit: Als die Maschine in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota anschließend zum Rollfeld fuhr, sei plötzlich eine zweite Taube durch das Flugzeug geflattert. "Da ist eine Taube im Flugzeug, und sie geht nicht weg", ist der Pilot in einem Funkspruch an die Flugsicherung zu hören. Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge am Samstag auf einem Linienflug der Fluggesellschaft Delta Air Lines zwischen Minneapolis und Madison (Wisconsin).
Den beiden Vögeln flatterten wohl am wenigsten die Nerven: Ein Video in den sozialen Netzwerken zeigt das Chaos, das die zweite Taube an Bord des Flugzeugs auslöste. Ein Mann versucht, den Vogel mit seiner Jacke zu fangen, mehrere Menschen schreien. "Die Frau neben mir war ziemlich panisch und sagte zu mir: 'Oh, ich brauche einen Gratis-Wein'", zitierte CBS einen Passagier. Ein Mitarbeiter habe schließlich auch den zweiten Vogel aus dem Flugzeug retten können - oder die Passagiere vor dem harmlosen Vogel? Danach ging es dann wirklich ab in die Luft für Flugzeug (und vermutlich die Tauben), allerdings 56 Minuten später als geplant.
Kindesmissbrauch: Arzt zu Höchststrafe verurteilt
Über Jahrzehnte missbraucht ein Arzt in Frankreich Hunderte Kinder. Vor Gericht legt der pensionierte Mediziner ein umfassendes Geständnis ab.
Vor Sommertagen: Erst gewittert's kräftig - dann folgen bis zu 30 Grad
Eine dicke Gewitterfront rollt über Deutschland, hat Platzregen, Hagel und Sturmböen im Gepäck. Pünktlich zum Feiertag wird das Wetter dann deutlich freundlicher, bevor sich in Richtung Wochenende sommerliche Temperaturen einstellen. Im Süden sind dann an die 30 Grad möglich:
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
meine Kollegin Johanna Ohlau befindet sich im Feierabend, nun ist die Spätschicht da. Mein Name ist Robin Grützmacher und bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreiben Sie mir gerne eine Mail an: robin.gruetzmacher@ntv.de.
Mann vergewaltigt jahrelang seine Frau und stellt Videos ins Netz - Polizei räumt Fehler ein
Für die Frau muss es ein Martyrium gewesen sein und es hätte nicht so viele Jahre sein müssen: Ein Mann aus Niedersachsen konnte mindestens 15 Jahre lang immer wieder seine Ehefrau betäuben, vergewaltigen und Videos der Taten öffentlich auf Pornoseiten hochladen, ohne ins Visier der Polizei zu geraten. Das zeigen Recherchen des Reportageformates "STRG_F". Die Polizei Hamburg räumt in dem Zusammenhang massive Fehler ein. Durch Veränderung der Prozesse werde sichergestellt, so die Hamburger Polizei, dass sich ein solcher Fehler niemals wiederhole. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft Verden, wie ein Sprecher der Strafverfolgungsbehörde auf Anfrage des Reportage-Formats bestätigte. Ermittelt wird gegen Unbekannt, weil der ursprünglich Beschuldigte inzwischen nicht mehr lebe. Der 60 Jahre alte Mann starb laut des Berichts bei einem Unfall ohne Fremdeinwirkung.
In dem Bericht heißt es, dass das Bundeskriminalamt (BKA) Informationen zu dem Sachverhalt an die Polizei Hamburg gegeben habe. Ermittlungen dort seien aber erst nach mehr als einem Jahr eingeleitet worden. Die Hamburger Polizei räumt auf Nachfrage die Verzögerung als Fehler ein und hat nach eigenen Angaben interne Verwaltungsermittlungen aufgenommen. "Wir bedauern zutiefst, dass die Ermittlungen erst mit so erheblichem Verzug aufgenommen wurden und erfahrenes Leid nicht schon viel früher beendet wurde", teilen die Beamten aus der Hansestadt mit. Die Polizei übernehme Verantwortung und sei mit der zuständigen Polizeiinspektion im Austausch darüber, wie die betroffene Frau unterstützt werden könne.
Jetzt live: Selenskyj in Berlin - Pressekonferenz mit Kanzler Merz
Nach dem Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU in Kiew vor zweieinhalb Wochen ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj heute in Berlin zu Gast, wo er mit dem Kanzler über Wege zu einem möglichen Waffenstillstand mit Russland berät. Nun geben sie gemeinsam eine Pressekonferenz.
Hier geht es zum Livestream.
Digitalminister Wildberger verspricht "Tempo beim Netzausbau"
Sie haben gerade Empfang, zumindest konnten Sie diese Seite auf ntv.de aufrufen. Das geht auch im Jahr 2025 nicht jedem so, und es braucht nur eine Zugfahrt von Bremen nach Hamburg mit der Regionalbahn, um in der ernüchternden Realität anzukommen: Es gibt noch so einige Funklöcher zu stopfen beziehungsweise den Empfang zu verbessern in Deutschland. Genau das hat sich ja die neue Bundesregierung auf die Fahnen geschrieben und will den Ausbau der Glasfaser- und Mobilfunknetze erheblich beschleunigen. Wie das gehen soll? Dafür hat das Kabinett eine sogenannte Formulierungshilfe beschlossen, um das Telekommunikationsgesetz zu ändern. Somit wird aus dem Netzausbau ein "überragendes öffentliches Interesse" und das macht den Verfahrens- und Genehmigungsprozess bestenfalls schlanker und schneller. "Mit der Festlegung des überragenden öffentlichen Interesses machen wir Tempo beim Netzausbau", sagt der neue Digitalminister Karsten Wildberger von der CDU. Das Ministerium wurde erst geschaffen. Ganz kleiner Bremser: Der Entwurf muss noch durch den Bundestag. Eine Verabschiedung könnte laut Ministerium jedoch noch vor der Sommerpause erfolgen.
Apropos Funkloch: Wir alle sind ja gerade dazu aufgerufen, Funklöcher im Netz zu melden im Zuge der bundesweiten Mobilfunk-Messwoche.
UN: Ein Mensch getötet und Dutzende verletzt bei Gaza-Hilfsaktion
Nach Monaten der Blockade durch die israelische Armee gibt es wieder Hilfslieferungen für die völlig ausgezehrte Zivilbevölkerung im Gazastreifen. Israelischen Medienberichten und Augenzeugen zufolge kam es bei der Hilfsaktion im Süden zu chaotischen Szenen, tausende Menschen hätten das Zentrum gestürmt. Nach Angaben des UN-Menschenrechtsbüros sind dabei eine Person getötet und 47 verletzt worden. Laut den derzeit vorliegenden Informationen habe das israelische Militär gestern Schüsse abgegeben, sagte UN-Menschenrechtssprecherin Ravina Shamdasani der Deutschen Presse-Agentur. Die israelische Armee widerspricht Meldungen, dass sie das Feuer auf palästinensische Zivilisten in dem Verteilzentrum im südlichen Rafah eröffnet habe. Israelische Soldaten hätten "Warnschüsse in die Luft abgegeben, im Gebiet außerhalb" des Verteilzentrums, sagte der israelische Oberst Oliver Rafowicz der Nachrichtenagentur AFP. Die Schüsse seien "in keinem Fall gegen die Menschen" gerichtet gewesen.
Die neu gegründete Stiftung Gaza Humanitarian Foundation (GHF) ist umstritten. Sie soll nach dem Willen der israelischen Regierung künftig für die Verteilung der Hilfsgüter zuständig sein. Die UN lehnt eine Zusammenarbeit ab. Aus Sicht der UN-Helfer könnte die geringe Zahl an vorerst geplanten GHF-Verteilzentren dazu führen, dass Menschen lange und gefährliche Wege durch Konfliktzonen auf sich nehmen müssen, um an Hilfsgüter zu gelangen.
Schülerin bedroht Lehrerin mit Messer - Polizeieinsatz in Rheinland-Pfalz
Die Polizei musste heute Morgen in einer Schule in Rheinland-Pfalz anrücken. Eine 16 Jahre alte Schülerin soll in der Schule in Ludwigshafen eine Lehrerin im Lehrerzimmer mit einem Messer bedroht haben. Das Ganze nahm ein glimpfliches Ende: Wie die Polizei mitteilt, konnte die Jugendliche bis zum Eintreffen der alarmierten Kräfte festgehalten werden. "Verletzt wurde nach derzeitigem Kenntnisstand niemand." Eine Gefahr für Schülerinnen und Schüler bestand demnach nicht. "Die 16-Jährige befand sich augenscheinlich in einem psychischen Ausnahmezustand und wurde an den Kommunalen Vollzugsdienst der Stadt Ludwigshafen übergeben", teilt das Präsidium Rheinpfalz mit.
Maus legt mit Kurzschluss Krankenhaus lahm
Kleines Tier, große Wirkung: Eine Maus hat ein Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen lahmgelegt. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Nager in der Klinik in Radevormwald einen Kurzschluss im Traforaum verursacht, sodass der Strom in der gesamten Klinik ausfiel, wie die Stadt und der Oberbergische Kreis mitteilen. 50 Patientinnen und Patienten seien deshalb in der Nacht in andere Krankenhäuser verlegt worden. Die Notstromaggregate hätten zwar einen Teil des Krankenhauses weiterhin mit Strom versorgt. Da aber die Wiederherstellung des Stromnetzes in der ganzen Klinik nicht absehbar war, habe man sich in der Nacht entschieden, das Krankenhaus zu räumen. 30 weiteren Patientinnen und Patienten dürfte der Vorfall gelegen gekommen sein: Sie wurden deshalb schon am Abend nach Hause entlassen. Wie es dem kleinen Nager ergangen ist, ist nicht bekannt. Doch vermutlich dürfte kein Notarzt mehr von Nöten sein bei dem Kurzschluss ...
Südafrikas Präsident Ramaphosa lacht herzhaft über Trumps "Hinterhalt"
Als Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa in die USA reist, kommt es im Oval Office beinahe zum Eklat. Donald Trump agitiert den Staatsgast wegen eines angeblichen Genozids, lässt plötzlich einen Film vorspielen. Bei einem Symposium spricht Ramaphosa nun über den Vorfall - und kann darüber nur herzhaft lachen.
Betrug mit EU-Geld: Athen macht komplette Behörde dicht
Eine Behörde in Griechenland ist offenbar so korrupt, dass die Regierung sie lieber komplett dicht macht: Athen hat die für die Verwaltung und Vergabe von EU-Agrarsubventionen zuständige Behörde des Landes geschlossen. Hintergrund sind wiederholte Skandale und Betrugsfälle mit EU-Geld, an denen auch Mitarbeiter der Behörde beteiligt gewesen sein sollen. Derzeit wird gegen rund 100 Landwirte sowie Behördenmitarbeiter ermittelt.
Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung hatte im vergangenen Jahr Unregelmäßigkeiten entdeckt. So gab es etwa fiktive landwirtschaftliche Flächen und Zahlungen an Menschen, die überhaupt nicht berechtigt sein können. So seien unter anderem felsige Gelände, Wälder und sogar Areale im Nachbarland Nordmazedonien als Agrarflächen deklariert worden, schreibt die Zeitung "To Vima". Der Schaden ist beträchtlich: Untersuchungen zufolge könnten seit 2017 rund 170 Millionen Euro unrechtmäßig ausgezahlt worden sein, berichten griechische Medien. In anderen Fällen soll die Behörde es nicht geschafft haben, verfügbare Mittel auszuzahlen, die dann an die EU zurückflossen. Im vergangenen Jahr sollen das 87 Millionen Euro gewesen sein. Wegen der zahlreichen Unregelmäßigkeiten musste Griechenland der EU bereits Bußgelder und Strafen zahlen.
Gericht weist Klima-Klage eines peruanischen Landwirts gegen RWE zurück
Die Klima-Klage eines peruanischen Landwirts gegen den Energiekonzern RWE scheitert vor dem Oberlandesgericht Hamm.
Düsterer Ausblick am Jobmarkt: Deutschland zählt fast 200.000 mehr Arbeitslose
Dunkle Konjunkturwolken über Deutschland: Die Zahl der Arbeitslosen steigt im Vergleich zum Vorjahr kräftig an. Die saisonal übliche Frühjahrsbelebung fällt in diesem Jahr weitgehend aus. Die bundesweite Arbeitslosenquote sinkt nur leicht auf 6,2 Prozent.
Punkte in Flensburg verkaufen? ADAC fordert Verbot von gewerblichem Handel
Viel zu schnell im Auto unterwegs? Über rote Ampeln brettern? Handy am Steuer? Da ist der Führerschein schnell - und zu Recht - mal weg. Doch es gibt ein rechtliches Schlupfloch, wie Autofahrerinnen und Autofahrer ihren "Lappen" nicht abgeben müssen: Jemand anderes übernimmt die Strafe und damit die Punkte im Flensburger Register. Das machen mittlerweile einige gewerbliche Anbieter zu einem lukrativen Geschäft. Dem ADAC ist das ein Dorn im Auge, weshalb der Automobilclub die Schließung dieser Gesetzeslücke fordert. Die neue Bundesregierung sei hier gefragt, einen Gesetzentwurf vorzulegen, um die bestehende Lücke zu schließen, teilt der ADAC mit. Deshalb spricht sich der Club auch für mehr Personal in Bußgeldstellen aus und dafür, den Punktehandel zu sanktionieren mit einem Bußgeldrahmen von bis zu 30.000 Euro.
War Ihnen der Punktehandel bekannt? Das ist vor allem bei "Wiederholungstätern" laut einer Umfrage des Clubs so (43 Prozent).
Mast gebrochen: "Schwimmende Stadt" kommt Schiffbrüchigen zu Hilfe
Vier Menschen, drei Hunde, ein Abenteuer - so jedenfalls der Plan. Doch die junge Crew eines Katamarans gerät mitten im Südpazifik in einen Sturm. Der Mast bricht, das Boot treibt auf offener See. Bis mitten in der Nacht eine "schwimmende Stadt" aus der Dunkelheit auftaucht.
Fußgänger springen zur Seite - Autofahrer mit fast 3,5 Promille unterwegs
Er war laut eines Zeugen in Schlangenlinien gefahren und mehrere Fußgänger mussten zur Seite springen, damit sie nicht überfahren werden: Ein 41 Jahre alter Mann in Hessen hatte wohl mehr Glück als alles andere. Der Autofahrer war in Erlensee mit seinem Fahrzeug unterwegs, als einem Mann sein halsbrecherisches Fahrverhalten auffiel. Der Zeuge alarmierte die Polizei, die den 41-Jährigen daraufhin stoppte - aus gutem Grund: Der Mann war mit 3,43 Promille am Steuer unterwegs, wie ein Atemalkoholtest ergab.
Emmerich über Regierungspläne zu Migration: Union hat keine "Nächstenliebe"
Die Nächstenliebe ist ja bekanntlich ein zentrales christliches Gebot. Genau das lassen die Christlich Demokratische Union, kurz CDU, und ihre Schwesterpartei CSU aus Sicht des Grünen-Politikers Marcel Emmerich vermissen. Er wirft der Union wegen der geplanten Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte fehlende "Nächstenliebe" vor. Das Kabinett will heute einen ersten Gesetzentwurf beschließen, der die Migration begrenzen soll. Auch die beschleunigte Einbürgerung soll wieder rückgängig gemacht werden. "Von einer Partei, die sich christlich nennt, darf man mehr Nächstenliebe und Unterstützung für Familien erwarten", sagte Emmerich der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Familien zu trennen, sei "nicht nur kaltherzig, sondern integrationspolitisch verantwortungslos".
Gerade für Geflüchtete sei Familie der letzte Rückhalt, um nach Krieg, Flucht und Verfolgung Stabilität zu finden, sagte Emmerich weiter. "Eine Politik, die Familien auseinanderreißt, treibt Menschen in Isolation, verschärft psychischen Druck und erschwert Integration massiv."
Bahn lockert wieder Stornierungsbedingungen bei Flex-Tickets
Hach ja, ich fahre eigentlich gerne Zug. Die Betonung liegt auf eigentlich, weil es schon das eine oder andere Ärgernis für Bahnkunden gibt. Eines ist definitiv die Stornierungsgebühr, die die Bahn seit Jahresende für Flex-Tickets eingeführt hatte. Das ging wohl nicht nur mir so, und wenn andere Bahnreisende wie ich entschieden haben, dann sind sie auf die Konkurrenz oder aufs Auto umgestiegen, sofern möglich. Die Deutsche Bahn (DB) spricht von einem "vielfachen Kundenwunsch", dem das Unternehmen nun nachkommt und die Stornierungsbedingungen für Flexpreis-Tickets wieder rückgängig macht. Die Stornierung soll ab 15. Juni wieder bis einen Tag vor dem ersten Geltungstag kostenfrei sein, wie die DB mitteilt. Zwischenzeitlich war die Rückgabe nur bis acht Tage vor Fahrtantritt ohne eine Gebühr möglich. Ab Mitte Juni soll es auch besonders günstige Angebote für jede Zielgruppe geben.
Ein paar Good News habe ich auch für alle, die ab dem 15. Juni eine Zugreise planen oder viel auf kurzen Strecken unterwegs sind: Ab dann gibt es für Flexpreis-Fahrkarten einen Rabatt, wenn diese mehr als 28 Tage vor Abfahrt gekauft werden. Kundinnen und Kunden sollen so 20 Prozent im Vergleich zu einer Buchung am Tag der Abfahrt sparen. Fahrscheine für kurze Strecken mit einer Distanz von um die 100 Kilometer soll es ab Mitte Juni bereits ab 6,99 Euro geben. Mit einer Bahncard sinkt der Preis auf 5,24 Euro für Kurztrips, wie die DB mitteilt. Außerdem gibt es im Fernverkehr weitere Rabatte und Angebote für junge Reisende unter 27 Jahren, Seniorinnen und Senioren und Pendlerinnen und Pendler.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Ich fühle mich ein wenig getäuscht vom Mai. Nachdem er uns ja wirklich eine sommerhafte Zeit beschert hat, bekommen wir seit ein paar Tagen die "kalte Schulter" vom Wonnemonat gezeigt. Ja, die Väter an den Küchenfenstern, die sagen "Den Regen hat die Natur dringend gebraucht", verstehe ich auch. Doch gerade in einer (für die meisten) kurzen Arbeitswoche wäre der eine oder andere Sonnenstrahl hübsch, nicht? Schauen wir also nicht aus dem Fenster, sondern in den Terminkalender:
Wolodymyr Selenskyj wird in Berlin erwartet: Bundeskanzler Friedrich Merz empfängt heute Medienberichten zufolge den ukrainischen Präsidenten. Offiziell wurde der Besuch bisher weder in Kiew noch in Berlin bestätigt.
Die deutsch-amerikanischen Beziehungen etwas glätten? Außenminister Johann Wadephul von der CDU trifft sich mit seinem US-Kollegen Marco Rubio.
Die Spitzen von CDU, CSU und SPD wollen in der ersten Sitzung ihres Koalitionsausschusses am späten Nachmittag ein Arbeitsprogramm bis zum Beginn der Sommerpause Mitte Juli beschließen. Darin sollen Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft, zur Eindämmung irregulärer Migration und zum Bürokratieabbau enthalten sein.
Das Kabinett will zwei Gesetzentwürfe zur Verschärfung der Migrationspolitik auf den Weg bringen.
Die Bundesagentur für Arbeit gibt ihre Statistik für den deutschen Arbeitsmarkt im Monat Mai bekannt.
Im Fall der sogenannten Klimaklage eines Peruaners gegen den Energiekonzern RWE will das Oberlandesgericht Hamm seine Entscheidung verkünden. In dem seit 2015 laufenden Zivilprozess will der Landwirt und Bergführer Saúl Luciano Lliuya erreichen, dass sich RWE an Kosten für Schutzmaßnahmen gegen eine mögliche Flutwelle durch den Gletschersee Palcacocha beteiligt.
Im wohl größten Prozess um Kindesmissbrauch in Frankreich mit 299 Opfern wird heute das Urteil gegen den angeklagten Chirurgen erwartet. Der pensionierte Mediziner Joël Le Scouarnec hat vor Gericht im westfranzösischen Vannes gestanden, zwischen 1989 und 2014 insgesamt 158 Patienten und 141 Patientinnen im Alter von durchschnittlich elf Jahren missbraucht zu haben.
Bei Fragen, Hinweisen und Kritik schreiben Sie mir gern eine Mail an: johanna.ohlau(at)ntv.de. Weiter geht's!
"Problembären" sollen in Slowakei auf dem Teller landen
"Ich nehme das Bären-Steak!" - ja, so ähnlich könnte wohl bald eine Bestellung in der Slowakei lauten, wenn es nach dem Umwelt-Staatssekretär Filip Kuffa geht. Dieser hat angekündigt, dass erlegte Braunbären künftig auf den Teller kommen sollen. Es sei Verschwendung, dass die abgeschossenen Tiere bisher in Betrieben für Kadaververwertung entsorgt würden. Ab sofort solle sich das ändern, schrieb der nationalistische Politiker auf Facebook. "Jedes erlegte Tier, das bestimmte Bedingungen erfüllt, werden wir zum Verzehr freigeben. Warum? Weil Bärenfleisch essbar ist." Kritik daran lässt nicht lange auf sich warten: Kuffa mache "aus dem Umweltministerium eine Fleischerei", kritisierte etwa die liberale Oppositions-Abgeordnete Tamara Stohlova gegenüber der Nachrichtenagentur TASR.
Das Bären-Steak dürfte aber eine Rarität bleiben: Nach offizieller Zählung gibt es in der Slowakei rund 1.200 freilebende Bären. Sie sind grundsätzlich das ganze Jahr geschützt. Nur wenn sie Menschen gefährden, dürfen sie unter bestimmten Bedingungen abgeschossen werden. Auf Druck von Jägern und Lokalpolitikern hat die Regierung in Bratislava im April entschieden, bis zu 350 "Problembären" abzuschießen. Bisher seien mit Unterstützung der Armee erst 23 davon tatsächlich getötet worden, teilte Kuffa mit.
SpaceX-Riesenrakete explodiert bei Testflug
"Starship erlebte eine schnelle außerplanmäßige Demontage", erklärt SpaceX bei X in der Nacht und umschreibt damit das krachende Versagen beim neunten Testflug der Riesenrakete Starship. Diese sollte nach 66 Minuten Flug wieder auf die Erde zurückkehren, aber nach 45 Minuten fielen die Bordkameras aus und schließlich kam es zur Explosion. Wie immer, wenn es wieder mächtig schiefgegangen ist wie dieses Mal, betont das Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk, dass das Team aus dem Rückschlag lernen werde.
Die Rakete war um 18.36 Uhr Ortszeit (01.36 Uhr MESZ) vom unternehmenseigenen Weltraumbahnhof Starbase in Texas abgehoben. Das 123 Meter hohe Starship ist die bisher größte und leistungsstärkste Weltraumrakete überhaupt. Mit ihr verfolgt SpaceX das Ziel, eine vollständig wiederverwendbare und damit kostengünstige Rakete zu bauen.