Das war Freitag, der 27. Februar 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
ich wünsche Ihnen ein schönes, friedliches und sonniges Wochenende! Der Freitag ist rum. Er sah so aus:
US-Bankenriesen fürchten neue Finanzkrise
Dobrindt plant massive Verstärkung der Cyberabwehr
Ghana beklagt getötete Staatsbürger im Ukraine-Krieg
EU-Arzneimittelbehörde lässt Kombi-Impfung gegen Grippe und Covid zu
In Kühlschränken tummeln sich viele verschiedene Mikrobenarten
Schauspielerin Kate Beckinsale versetzt Fans in Sorge
Schlagerstar Howard Carpendale erreicht erstmals die Chartspitze
Polizei sucht mit Phantombild nach Schockanruf-Betrüger
Mit einem Phantombild sucht die Polizei in Hagen nach einem mutmaßlichen Betrüger. Er soll zu einer Gruppe von Kriminellen gehören, die sogenannte Schockanrufe macht. In diesem Fall erschlichen sich die Täter Schmuck, Uhren, Bargeld und Gold von einer Person in Südwestfalen. Die Täter gaben laut dem Geschädigten vor, seine Tochter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Dabei sei eine schwangere Frau verunglückt, diese sei die Tochter eines serbischen Diplomaten. Um den Forderungen des Diplomaten gerecht zu werden, würden Geld und Wertgegenstände benötigt, heißt es weiter zum perfiden Vorgehen. Daraufhin kam es zu zwei Übergaben am 3. und 4. Februar.
Beschrieben wird der Gesuchte als ungefähr 1,75 Meter groß, mit blonden Haaren. Er soll gebrochenes Deutsch sprechen. Als besonderes Merkmal wird "sehr feine, fast makellose Haut" genannt. Mitgeführt worden sei ein älterer Handwagen, wie ihn Zeitungszusteller nutzen.
Unzufriedener Trump lässt Militäreinsatz gegen Iran offen
Ob ein US-Angriff auf den Iran bevorsteht, ist nach den Worten des US-Präsidenten noch offen. "Wir haben noch keine abschließende Entscheidung getroffen", sagt er vor Journalisten. Es wäre besser, wenn ein Militäreinsatz nicht nötig sei - "aber manchmal muss man es auf diesem Weg machen", fährt er fort. Nach vorherigen Angaben erwägen die USA einen begrenzten Einsatz. Trump hatte Teheran eine Frist bis Anfang März gesetzt, um sich mit Washington auf ein neues Abkommen zum iranischen Atom- und Raketenprogramm zu einigen. Er sei "nicht glücklich" über den Verlauf der letzten Gesprächsrunde am Donnerstag, sagt er nun. Am Montag sollen die Gespräche weitergehen.
Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran Atomwaffen entwickelt. Irans Regierung bestreitet entsprechende Absichten, zeigt sich jedoch bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert Teheran die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen. Mehr dazu hier.
Trump redet über "friedliche Übernahme" Kubas
Der US-Präsident kann sich eine "friedliche Übernahme" Kubas vorstellen. "Es könnte durchaus sein, dass wir eine friedliche Übernahme Kubas erleben werden", sagt er zu Reportern im Weißen Haus, ohne zu erklären, was er damit meint. Trump sagt nur, dass es Gespräche mit der kubanischen Regierung gebe. Diese habe große Probleme und kein Geld. "Wir könnten etwas Gutes tun, etwas sehr Positives für die Menschen aus Kuba, die vertrieben wurden, oder Schlimmeres, und hier leben. Hier leben Menschen, die nach Kuba zurückkehren wollen und die sehr froh darüber sind, was passiert", so Trump.
Washington hat den Druck auf die kommunistische Regierung in Havanna zuletzt wieder verstärkt. Zum Beispiel erhält Kuba seit Dezember kein Öl mehr aus Venezuela, da Trump eine Blockade für sämtliche sanktionierte Öltanker aus Venezuela angeordnet hat. Mehr dazu hier.
Verdächtige nach Leichenfund an Grenze gefasst
Festnahme in Brandenburg an der deutsch-polnischen Grenze: Die Bundespolizei hat nach dem Fund einer Leiche in Hessen eine 39-jährige Tatverdächtige gefasst. Sie wollte am frühen Morgen den Grenzübergang in Schwedt in Richtung Polen überqueren, wie die hessischen Ermittler mitteilen. Die Frau werde verdächtigt, für den Tod eines Mannes verantwortlich sein. Dessen Leiche war am Mittwoch in einem Gewerbegebiet in Heusenstamm in mehreren Teilen in Mülltonnen gefunden worden. Es handelt sich um einen Mann im mittleren Alter, seine Identität ist jedoch unklar. Die Ermittler prüfen einen Zusammenhang mit einem Vermisstenfall aus Hessen.
Auswärtiges Amt rät "dringend" von Reisen nach Israel ab
Ein US-Militärschlag gegen Ziele im Iran könnte kurz bevorstehen. Die Warnungen für die Region mehren sich zumindest. Angesichts der zunehmenden Spannungen rät die Bundesregierung "dringend" von Reisen nach Israel ab. Die Sicherheitslage in der Region sei angespannt und zunehmend volatil, schreibt das Auswärtige Amt. "Bei einer Eskalation könnte es auch in Israel und den Palästinensischen Gebieten ohne Vorwarnung zu sicherheitsrelevanten Vorfällen kommen. Zudem muss jederzeit mit Einschränkungen des Flugverkehrs gerechnet werden: Flüge können storniert werden und auch längerfristige Sperrungen des Luftraums sind möglich."
Vorher hatte die US-Botschaft in Jerusalem einem Teil ihrer Mitarbeiter nahegelegt, Israel zu verlassen, "solange noch Linienflüge verfügbar sind". Großbritannien verkündete den Abzug seines gesamten Botschaftspersonals aus dem Iran und eine Verlegung von Teilen des Personals aus Tel Aviv wegen "regionaler Spannungen". US-Präsident Trump droht dem Regime in Teheran mit einem Militäreinsatz, sollte sich dieses nicht bis Anfang März auf ein neues Atomabkommen mit Washington einigen.
Feuer hinter ihr: Mutter lässt Kind von Balkon fallen
Flammen schlagen aus der Wohnung, der Fluchtweg ist versperrt. Eine Familie rettet sich auf den Balkon, unter ihnen breitet sich das Feuer aus. Unten positionieren sich Einsatzkräfte. Dann fällt die Entscheidung, das Kind in die Arme der Retter fallen zu lassen.
Clinton wird zu Epstein befragt: "Habe nichts gesehen, und nichts Falsches getan"
"Ich habe nichts gesehen, und ich habe nichts Falsches getan" - das steht im Skript für Bill Clintons Eröffnungsstatement für seine Befragung zum Epstein-Skandal. Die Befragung ist nicht öffentlich. Clinton will nur einen begrenzten Kontakt mit Epstein gehabt haben. Das betont er mehrfach in dem Redeentwurf. "Obwohl meine kurze Bekanntschaft mit Epstein Jahre vor dem Bekanntwerden seiner Verbrechen endete und ich während unserer begrenzten Interaktionen nie Anzeichen dafür gesehen habe, was wirklich vor sich ging, bin ich hier, um das Wenige, das ich weiß, weiterzugeben, damit so etwas nie wieder passieren kann." Hätte er gewusst, was Epstein treibt, wäre er niemals mit dessen Flugzeug geflogen, sondern hätte ihn angezeigt, sagt Clinton. Der frühere US-Präsident ist erstmals von Kongressabgeordneten zu seiner Verbindung zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Epstein angehört worden.
Präsident war Clinton von 1993 bis 2001. Bekannt ist unter anderem, dass Epstein während seiner Präsidentschaft mehrfach im Weißen Haus war und Clinton wiederholt mit Epsteins Privatflugzeug reiste. Clinton sagt bezüglich der Flüge, dies sei zu Beginn der 2000er Jahre im Zusammenhang mit der Arbeit für seine humanitäre Stiftung geschehen.
Der Ausschussvorsitzende Comer sagt, Epstein habe unter Clinton 17 Mal das Weiße Haus besucht. Clinton sei "mindestens 27 Mal" mit dem Privatjet geflogen.
In den bisher veröffentlichten Epstein-Akten taucht Clinton mehrmals auf: Auf einem Bild ist der Demokrat etwa beim Schwimmen in einem Pool mit Epsteins Mittäterin Ghislaine Maxwell zu sehen. Auf anderen Fotos sieht man ihn ohne Bezug zu den beiden. Die reine Nennung seines Namens oder seine Abbildung sind keine Hinweise auf ein Fehlverhalten. Mehr dazu lesen Sie hier.
BMW startet Rückruf wegen Brandgefahr
Wegen möglicher Brandgefahr ruft BMW Hunderttausende Fahrzeuge zurück. Es geht um die Modelle i5, 7er, M5, 5er und i7 aus dem Produktionszeitraum vom 9. Juni 2022 bis 5. Dezember 2025. In Deutschland sind knapp 30.000 Fahrzeuge vom Rückruf betroffen, weltweit sind es mehr als 330.000. Der Rückruf wurde in der Datenbank des Kraftfahrt-Bundesamts veröffentlicht. Demnach könne die mangelhafte Verlegung des Cockpit-Kabelbaumes "beim Ersatz des Mikrofilters zu Beschädigungen an Kabeln und damit zu einem Kurzschluss mit Rauchentwicklung und Brandfolge führen". Deswegen soll die Verlegung des Cockpit-Kabelbaumes geprüft und gegebenenfalls nachgebessert werden.
Handwerker entdeckt menschliche Knochen
Ein menschlicher Schädel, weitere Knochen und Kleidungsstücke - diesen Fund hat ein Handwerker in einem Waldstück in Essen gemacht. Der Polizei zufolge hatte er am Mittwoch an einem nahegelegenen Haus in dem Wald gearbeitet. Die Polizei hat den Bereich um den Fundort abgesperrt und auch das umliegende Gelände durchsucht. Die Knochen werden rechtsmedizinisch untersucht, um die Identität des Toten herauszufinden. Unklar sind auch die Todesumstände. Hinweise auf ein Gewaltverbrechen hat die Polizei bisher nicht.
Diäten sollen um fast 500 Euro steigen
Die Diäten der 630 Bundestagsabgeordneten steigen zum 1. Juli um voraussichtlich 497 Euro. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung soll das Plus 4,2 Prozent betragen. Die Bundestagspressestelle bestätigt dies - vorausgesetzt, dass die Gehälter tatsächlich um 4,2 Prozent gestiegen sind. Für eine sichere Aussage muss ein Schreiben des Statistischen Bundesamtes abgewartet werden, das Ende März erwartet wird.
Die sogenannte Abgeordnetenentschädigung wird jedes Jahr zum 1. Juli an die Entwicklung der Durchschnittslöhne angepasst - nach oben oder unten. Es wird nun die dritte deutliche Diätenerhöhung seit 2022. Im Jahr 2024 stiegen die Abgeordnetenbezüge um 5,4 Prozent, 2023 sogar um sechs Prozent. Aktuell beträgt die Abgeordnetenentschädigung 11.833,47 Euro im Monat.
Kind stürzt aus 10. Stock - Passanten verhindern Tragödie
In St. Petersburg spielt sich eine unglaubliche Szene ab. Ein Kind hängt an einem Fenstersims Dutzende Meter über der Straße und stürzt schließlich ab. Einige Passanten bemerken den Zwischenfall und reagieren blitzschnell. Das couragierte Eingreifen rettet dem Jungen das Leben.
Verstoßener Affe wird zur Projektionsfläche
Dieses Affenjunge erobert gerade viele Herzen rund um den Globus. Der kleine Japanmakake heißt Punch. Nach seiner Geburt in einem Zoo nahe Tokio wurde er von seiner Mutter verstoßen. Daraufhin wandte er sich einem Spielzeug-Orang-Utan zu. Videos davon, wie das Affenjunge von anderen Makaken im Gehege gejagt wird und dabei sein Stofftier hinter sich herzerrt, gehen viral. Das Tier wird zur Projektionsfläche für zahlreiche Internetnutzer, die in Punch ein Sinnbild für Vereinsamung, für Verängstigung oder Widerstandskraft sehen. In der Folge entstehen Hashtags und unzählige Memes mit Punch. Doch was einige der User als Mobbing deuten, ist Experten zufolge normales Verhalten unter Makaken. Außerdem zeigen andere Videos auch, wie Punch von einem anderen Affen geputzt wird.
Und warum kümmert sich die Mutter nicht um Punch? Die Pfleger im Ichikawa City Zoo vermuten, dass sie durch die enorme Sommerhitze mit ihrer ersten Geburt überfordert war. In solchen Situationen priorisieren Muttertiere oft das eigene Überleben. Affen klammern sich kurz nach der Geburt an das Fell ihrer Mutter, um Geborgenheit zu finden und Muskeln aufzubauen. Da Punch diese Möglichkeit nicht hatte, versuchte man es mit Alternativen wie zusammengerollten Handtüchern. Doch Punch entschied sich für das Stofftier. Inzwischen lässt Punch öfter mal seine Ersatzmama liegen, um mit anderen Affen zu spielen. Mehr dazu lesen Sie hier.
Reiseführer kritzelt auf 4000 Jahre alte Pyramide
Ein Touristen-Guide in Ägypten will an der Unas-Pyramide seiner Gruppe etwas veranschaulichen und greift dafür zur Kreide. Doch als Leinwand wählt der Mann eine Seite der 4000 Jahre alte Pyramide - und wird dabei gefilmt. Der Aufschrei ruft sogar das Innenministerium auf den Plan.
Mäc Geiz wird verkauft
Der Non-Food-Discounter Mäc Geiz wechselt den Besitzer. Die Kodi Beteiligungs GmbH, zu der auch der Discounter Kodi gehört, übernimmt die Kette. Die Kaufverträge seien bereits unterzeichnet, erklärt das Unternehmen, ohne sich zum Kaufpreis zu äußern. Der Abschluss wird in den kommenden Wochen erwartet. Ein Ziel sei es, den Einkauf enger zu verzahnen, heißt es von Kodi. Bisheriger Gesellschafter von Mäc Geiz war die MTH Retail Group mit Sitz in Österreich. Nachdem sie ihre Mäc-Geiz-Anteile verkauft hat, steigt sie bei Kodi ein.
Während Kodi mit seinen 150 Filialen im Westen Deutschlands stark vertreten ist, betreibt Mäc Geiz seine rund 200 Standorte überwiegend im Osten des Landes. Beide Markennamen sollen bestehen bleiben. Kodi und Mäc Geiz beschäftigen nach eigenen Angaben jeweils etwa 1200 Beschäftigte. Die Handelsketten verkaufen vor allem Haushaltswaren, Drogerieartikel sowie Schreibwaren.
Inflation sinkt etwas
Der Preisdruck in Deutschland lässt etwas nach. Die Verbraucherpreise liegen im Februar um 1,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats - nach 2,1 Prozent Inflation im Januar, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilt. Mehr dazu lesen Sie hier.
Schichtwechsel
Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Vielleicht konnten Sie heute auch schon Sonne tanken oder Sie können das schöne Wetter noch genießen. So macht es bestimmt auch meine liebe Kollegin Friederike Zörner, die sich ins Wochenende verabschiedet hat. Bei Fragen zu "Der Tag" schreiben Sie mir gerne an heidi.ulrich(at)ntv.de.
Kleinkind stürzt aus Fenster im ersten Stock in die Tiefe
Ein einjähriges Mädchen ist aus dem ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in Herne rund fünf bis sechs Meter in die Tiefe gestürzt. Das berichtete die Polizei, die von einem Unfall ausgeht. Es bestehe Lebensgefahr. Wie das Kleinkind am späten Donnerstagabend an das Fenster gelangen konnte, ob es allein in der Wohnung war oder sich dort zum Unfallzeitpunkt weitere Personen aufhielten, müsse noch ermittelt werden, sagte ein Sprecher. Ein Rettungshubschrauber hatte das Mädchen zur intensivmedizinischen Behandlung in ein Krankenhaus geflogen. Angaben zu näheren Hintergründen seien noch nicht möglich.
Weber erwartet Eskalation: "Nehme an, Schlag gegen Iran ist beschlossene Sache"
Islamabad erklärt der afghanischen Taliban-Regierung offen den Krieg. Zeitgleich installiert die Trump-Regierung eine Drohkulisse um den Iran. Sicherheitsexperte Joachim Weber ordnet die militärischen Eskalationen in der Region für ntv ein.
Berühmte Statue Winston Churchills in London beschmiert
Seit Beginn des Gaza-Krieges kommt es in britischen Städten immer wieder zu propalästinensischen Demonstrationen und Protestaktionen. Jetzt hat es die berühmte Statue des früheren Premierministers Winston Churchill im Zentrum Londons getroffen. Sie wurde am frühen Morgen beschmiert. Auf Bildern sind mit roter Farbe geschriebene Sprüche wie "Befreit Palästina", "Stoppt den Genozid" sowie "Nie wieder ist jetzt" und "Zionistischer Kriegsverbrecher" zu sehen. Beamte der Londoner Met Police nahmen einen 38-Jährigen fest, wie die Polizei in einem X-Beitrag mitteilte. Der Mann befinde sich in Haft. Britischen Medien zufolge wurde die Statue am Parliament Square in Westminster mit einem Polizeiband abgesperrt und wird derzeit gesäubert.
König Charles legt selbst Hand an
Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse rund um seinen Bruder dürfte dieser Termin König Charles besonders Spaß gemacht haben. Am Donnerstag besuchte der Monarch eine Militärbasis auf Thorney Island. Dabei lernte der 77-Jährige offensichtlich auch, wie man eine Drohne abschießt. Das berichtet die "Daily Mail". Auf Bildern und einem Video, das die Royals auf Instagram teilten, ist Charles zu sehen, wie er durch die Zielvorrichtung eines Flugabwehrsystems blickt. Er feuerte das Gerät jedoch nicht ab, schreibt die Zeitung weiter.
Auf dem Instagram-Account der Königsfamilie heißt es zu dem Clip über Charles' Ausflug zu der Militärbasis: "Während seines Besuchs sah sich der König eine eindrucksvolle Demonstration der Luftabwehr an, eröffnete das Junior Ranks' Restaurant und traf sich mit Mitgliedern der Gemeinde Thorney Island." Neben der Vorführung der Ausrüstung sprach der König auch mit den Soldaten der Einheit, dankte ihnen für ihren Einsatz und traf anschließend ihre Familien.
Perfide Masche: Betrüger drohen Senioren mit Rentensperre
Die Deutsche Rentenversicherung warnt vor Anrufen angeblicher Mitarbeiter. Mit Schockanrufen versuchen Betrüger, Senioren zur Herausgabe von Bankdaten zu drängen. Doch sie haben es nicht nur auf das Geld der Opfer abgesehen.
Schwedens Militär stört "wahrscheinlich" russische Drohne nahe französischem Flugzeugträger
Nächste Provokation aus Moskau? In schwedischen Gewässern ist in der Nähe eines französischen Flugzeugträgers eine verdächtige Drohne gesichtet worden. Der Flugkörper wurde am Mittwoch in mehreren Seemeilen Entfernung von der im Hafen von Malmö ankernden "Charles de Gaulle" entdeckt und von schwedischen Abwehrsystemen in seinem Betrieb gestört, wie die schwedische und französische Armee inzwischen mitteilten. Der schwedische Verteidigungsminister Pal Jonson sagte, die Drohne sei "wahrscheinlich" russischer Herkunft. Jonson begründete diese Vermutung damit, dass sich zum Zeitpunkt des Drohnen-Zwischenfalls ein russisches Militärschiff in der "unmittelbaren Umgebung" befunden habe. "Aller Wahrscheinlichkeit nach gibt es eine starke Verbindung zwischen dem russischen Militärschiff und dieser Drohne", sagte der Außenminister im Fernsehsender SVT.
Nach seinen Angaben war die Drohne "wahrscheinlich" in den schwedischen Luftraum eingedrungen. Die schwedische Armee leitete eine Untersuchung des Vorfalls ein, der sich nach ihren Angaben in 13 Kilometer Entfernung von der "Charles de Gaulle" in der Öresund-Meerenge ereignete. Ein Sprecher des französischen Generalstabs hatte zuvor mitgeteilt, dass ein Schiff der schwedischen Marine die Drohne während einer Patrouille gesichtet und mittels Störsendern "Gegenmaßnahmen ergriffen" habe.
Nacht im Flugzeug: Münchner Flughafen und Lufthansa gestehen Fehler ein
"Wir haben in dieser Nacht Fehler gemacht", sagt Lufthansa-Manager Heiko Reitz. Die Verantwortlichen von Flughafen und Airline haben nach der unfreiwilligen Übernachtung Hunderter Passagiere in Flugzeugen am Münchner Airport eingestanden, dass der Vorfall in der vergangenen Woche hätte verhindert werden können. So waren nach Airport-Angaben Dutzende Feuerwehrleute, die hätten helfen können, in unmittelbarer Nähe. "Sie hätten alarmiert werden sollen", sagte Thomas Hoff Andersson, der Geschäftsführer Aviation und Operation der Flughafen München GmbH. Insgesamt hätte es in jener eisigen Nacht mehrere Möglichkeiten gegeben, die Situation mit Notfallmaßnahmen zu beheben, das sei aber nicht geschehen. "Wir haben das nicht gut hingekriegt", sagte Hoff Andersson. Dafür wolle er sich bei den Passagieren und auch den Crews in den betroffenen Maschinen entschuldigen. Künftig soll es "klare Vorgaben geben, wenn Eskalationen auf die nächste Führungsebene erfolgen müssen". Außerdem wollen der Flughafen und die Lufthansa künftig in solchen Fällen noch enger kooperieren.
Heiko Reitz, zuständiger Bereichsvorstand von Lufthansa, sagte: "So etwas darf nicht passieren." Er sieht drei Gründe für die unfreiwillige Übernachtung der Passagiere im Flugzeug: Die Wettersituation sei außergewöhnlich schwierig gewesen, dann hätten zu wenig Busfahrer zur Verfügung gestanden, weil falsch priorisiert worden sei. Und dann habe man sich noch fälschlicherweise gegen eine "Eskalation" entschieden und dagegen, beispielsweise die Flughafenfeuerwehr zu alarmieren. Dabei hätten nach Flughafenangaben 49 Feuerwehrleute und auch Notfalltreppen in unmittelbarer Nähe zur Verfügung gestanden. Da keine Gefahr für die Passagiere bestanden habe, habe nicht automatisch ein Notfallplan gegriffen. Auch Hoff Andersson sprach von einer "Verkettung mehrerer Umstände".
Kita-Erzieher soll sechs Kinder missbraucht haben
Schlimmer Verdacht im hessischen Vogelsbergkreis: Ein 34-jähriger Kita-Erzieher ist in Untersuchungshaft genommen worden. Der nicht vorbestrafte Mann stehe unter dringendem Verdacht, sechs Jungen im Alter von etwa vier Jahren während seiner Berufsausübung sexuell missbraucht und auch missbräuchliche Darstellungen hergestellt zu haben, teilten die Staatsanwaltschaft Gießen und das Polizeipräsidium Osthessen mit. Es könne auch nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren Übergriffen gekommen sei. Bei seiner Vorführung beim Ermittlungsrichter habe sich der Mann zu den Vorwürfen nicht geäußert. Er sei bereits in einer Justizvollzugsanstalt, hieß es.
Auf die Spur des Mannes waren Polizei und Staatsanwaltschaft durch Ermittlungen auf einschlägigen Portalen im Darknet gekommen. Zunächst sei gegen ihn wegen des Verdachts auf Besitz missbräuchlicher Darstellungen von Kindern ermittelt worden. Bei einer Durchsuchung seien dann zahlreiche Datenträger und weitere Beweismittel bei dem 34-Jährigen sichergestellt worden. Dabei fanden die Ermittler Bilder und Videos. Bis zu seiner Festnahme soll der Mann als Erzieher in einer Kita in Grebenhain gearbeitet haben.
Schein besonders oft gefälscht: Smaragdzahl verrät falsche 50-Euro-Noten
Falschgeld verursacht Millionen-Schäden, besonders oft trifft es den 50-Euro-Schein. Zwar registriert die Bundesbank weniger Blüten als im Vorjahr, doch Zehntausende Scheine sind weiter im Umlauf. Experten raten: "Fühlen, sehen, kippen". Im Fall der Fälle Falschgeld sofort bei der Polizei abgeben.
US-Militär schießt eigene Drohne ab
Dumm gelaufen: Das US-Verteidigungsministerium hat im Grenzgebiet zu Mexiko eine Drohne der eigenen Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) abgeschossen. Nahe Fort Hancock im Bundesstaat Texas setzte das Militär dafür einen Hochenergie-Laser ein, wie die "New York Times" unter Berufung auf vier mit der Angelegenheit vertrauten Personen berichtete. Der Luftraum wurde zeitweise eingeschränkt.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums, der CBP und der US-Luftfahrtbehörde (FAA) erfolgte der Abschuss, um ein "scheinbar bedrohliches unbemanntes Luftfahrzeug" im militärischen Luftraum zu neutralisieren. Der Vorfall habe sich "weit entfernt von bewohnten Gebieten" ereignet, zivile Flugzeuge seien nicht in der Nähe gewesen. Nach Informationen der "New York Times" hatte die Grenzschutzbehörde das Militär jedoch nicht darüber informiert, dass sie in dem Gebiet eine eigene Drohne starten wollte. Für das Militär sei das Fluggerät daher als unbekannt erschienen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen mit den Ermittlungen vertrauten Pentagon-Vertreter.
Arbeitslosenzahl bleibt oberhalb der Drei-Millionen-Marke
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Februar im Vergleich zum Vormonat auf 3,07 Millionen gesunken. Das sind 15.000 weniger als im Januar, aber 81.000 mehr als im Februar 2025, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank im Februar im Vergleich zum Vormonat Januar um 0,1 Punkte auf 6,5 Prozent.
Ungebrochener Hype: Pokémon-Sammler "kommen mit gesicherten Koffern"
Der Hype kennt kein Ende, das Geschäft ist Milliarden schwer: Vor 30 Jahren erscheinen in Japan die ersten Pokémon-Spiele für den Gameboy. Heute vererben Eltern die Leidenschaft für die kleinen Fantasiewesen und die dazugehörigen Sammelkarten an ihre Kinder. Einige der bunten Sammlerstücke sind heute hohe Summen wert.
Nach Spaziergang vermisst: Frau tot in Schacht gefunden
Sie ging mit ihren beiden Hunden spazieren und kam nicht mehr zurück. Jetzt herrscht nach der Suche nach einer vermissten Frau in Schleswig-Holstein traurige Gewissheit: Sie ist tot. Ein Unglück sei nicht auszuschließen, erklärte die Polizei. Einsatzkräfte fanden die seit Mittwochnachmittag vermisste 64-Jährige aus Hammoor im Kreis Stormarn demnach am Donnerstagmorgen leblos in einem von einem Bach abgehenden Schacht.
Zuvor war einer ihrer Hunde tot in dem Gewässer gesichtet und geborgen worden, wie die Polizei in Ratzeburg am Donnerstagabend mitteilte. Das zweite Tier befand sich angeleint am Ufer. Es war am Donnerstagmorgen von einem Anwohner gesichtet worden, was verstärkte Suchmaßnahmen in dem Gebiet auslöste. Dabei fanden Einsatzkräfte zunächst den toten Hund im Bach und dann die Frau in dem Schacht. Hinweise auf ein Verbrechen gebe es nicht, erklärten die Beamten. Sie leiteten ein Todesermittlungsverfahren ein, um die Abläufe zu klären.
Melania Trump leitet erstmals Sitzung des UN-Sicherheitsrats
Ihr Mann versucht, mit dem "Friedensrat" ein Gegengremium zu etablieren, nichtsdestotrotz wird First Lady Melania Trump am Montag eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats leiten. An dem Tag übernehmen die USA die monatlich rotierende Präsidentschaft. Es sei das erste Mal, dass die Ehefrau eines amtierenden Staatschefs eine Sitzung des 15-köpfigen Gremiums führe, teilte ein UN-Sprecher mit. Die Sitzung unter dem Titel "Kinder, Technologie und Bildung in Konflikten" solle Bildung als Weg zu mehr Toleranz und Weltfrieden hervorheben, erklärte Melania Trumps Büro.
Der Auftritt erfolgt während angespannter Beziehungen zwischen den USA und den Vereinten Nationen. Präsident Donald Trump hatte die UN wiederholt als ineffektiv kritisiert und Reformen gefordert. Die USA sind mit mehr als vier Milliarden Dollar bei ihren UN-Beiträgen im Rückstand. UN-Sprecher Stephane Dujarric wertete Melania Trumps Auftritt jedoch als Zeichen dafür, dass die USA den Sicherheitsrat und das Thema ernst nehmen. Die First Lady hatte sich bereits in der Vergangenheit für Kinderbelange eingesetzt.
China entfernt hochrangige Militärs aus Volkskongress
Wenige Tage vor Beginn einer wichtigen Tagung hat China "aufgeräumt" und mehrere ranghohe Generäle und Militärs aus dem Parlament entfernt. Wie aus einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua hervorging, verloren neun Abgeordnete ihr Mandat. Sie stammen demnach aus verschiedenen Teilstreitkräften der Volksbefreiungsarmee. Bei den meisten Betroffenen bestand laut Experten schon länger der Verdacht, dass sie im Zuge der von Staats- und Parteichef Xi Jinping vorangetriebenen Antikorruptionskampagne in Schwierigkeiten geraten waren.
Betroffen waren mit Bian Ruifeng und Wang Donghai zwei Mitglieder der Zentralen Militärkommission, die unter dem Vorsitz Xis Chinas Volksbefreiungsarmee befehligt. Erst Ende Januar hatte Peking Xis Vertreter in der Kommission, Zhang Youxia, sowie Generalstabschef Liu Zhenli ins Visier genommen und Ermittlungen gegen sie bekannt gemacht. Zhang wird Fehlverhalten und Korruption vorgeworfen. Zudem ging aus der Mitteilung hervor, dass Generäle und Kommandeure der Armee, Marine, Luftwaffe und Raketenstreitkräfte, die auch das Atomwaffenarsenal Chinas kontrollieren, als Abgeordnete des Volkskongresses entfernt wurden.
Deutsche Ermittler werden nach Prüfung der Epstein-Akten "das Notwendige tun"
Die internationalen Verflechtungen des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein sind noch nicht vollständig entschlüsselt. Klar ist, dass der pädophile Straftäter, der auch einen Missbrauchsring betrieb, dem viele Mädchen und Frauen zum Opfer fielen, auch mit einflussreichen Menschen in Deutschland in Kontakt stand. Etwa mit dem Heidelberger Mäzen und Psychiater Henry Jarecki.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken bezeichnete die jüngsten Berichte zum Zirkel um Epstein als "erschütternd" und bestätigte eine Prüfung möglicher Verbindungen zu deutschen Mittätern durch die deutschen Sicherheitsbehörden. "Ich gehe fest davon aus, dass die zuständigen Stellen und Behörden sich die Dinge anschauen und das Notwendige tun werden", sagte die CDU-Politikerin dem "Tagesspiegel". Aktuell sei "die Situation noch sehr unübersichtlich. Aber natürlich kann unser Interesse nur sein, dass alles, was aufgeklärt werden muss, auch aufgeklärt wird".
"Pflegebedürftige werden allein gelassen": Medizinischer Dienst warnt vor erheblichen Missständen
Der Begutachtungsdienst von Kranken- und Pflegekassen hat vor erheblichen Missständen in der ambulanten Pflege gewarnt. "Die 60 Prozent der Pflegebedürftigen, die allein sind oder von Angehörigen gepflegt werden, sind im Dunkeln. Die Pflegebedürftigen und deren Familien werden allein gelassen", sagte die Vize-Chefin des Medizinischen Dienstes Bund, Carola Engler, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Niemand kümmere sich standardmäßig darum, wie die Situation durch Reha-Maßnahmen oder durch Physio- oder Ergotherapie stabilisiert oder verbessert werden könne. "Unsere Gutachter sehen zwar die Möglichkeiten und schreiben Empfehlungen in ihre Gutachten. Aber das verpufft dann oft, weil sich niemand zuständig fühlt", beklagte sie.
Der Medizinische Dienst stelle dann eine immer weitere Verschlechterung des Zustands fest, bis am Ende nur noch das Pflegeheim infrage komme, berichtete Engler. "In Deutschland wird die Pflegebedürftigkeit oft nur verwaltet", kritisierte sie. Für die geplante Pflegereform forderte sie, in einem ersten Schritt dem Medizinischen Dienst einen Zugriff auf die elektronische Patientenakte zu ermöglichen. Die Gutachter hätten dann alle relevanten Gesundheitsdaten, um die Situation besser einschätzen zu können. "Gleichzeitig wird so aber auch der Hausarzt eingebunden, der durch das Pflegegutachten entscheidende Informationen erhält und dann empfohlene Therapien oder Hilfsmittel verordnen könnte."
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
nach seiner Ehefrau ist nun Bill Clinton an der Reihe. Im Skandal um den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein befragen Kongressabgeordnete den ehemaligen Präsidenten (ab 17 Uhr MEZ). Die Republikaner in dem Ausschuss fordern Aufklärung über die Rolle des heute 79-Jährigen. Viele jüngst veröffentlichte Fotos aus den Epstein-Akten zeigen den Demokraten-Politiker, der von 1993 bis 2001 Präsident war: zum Beispiel im Pool oder im Seidenhemd neben Epstein.
Die Anhörung ist für einen früheren Präsidenten außergewöhnlich. Sie findet in Chappaqua im Bundesstaat New York nahe Clintons Haus statt. Ein Fehlverhalten im Zusammenhang mit seiner Bekanntschaft zu Epstein hat Clinton wiederholt bestritten.
Diese Themen stehen heute außerdem auf der Agenda:
Bei Bussen und Bahnen im Nahverkehr gibt es seit den frühen Morgenstunden wegen Warnstreiks erhebliche Einschränkungen. Die Gewerkschaft hat in fast allen Bundesländern zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. In den allermeisten Regionen dürften heute durch den Ausstand kaum Busse, Tram- und U-Bahnen fahren.
Bei der Deutschen Bahn wird es in den nächsten Monaten dagegen nicht zu Streiks kommen. Der bundeseigene Konzern und die Lokführergewerkschaft GDL haben sich in der Nacht auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Die Details sollen am Vormittag vorgestellt werden.
Steigende Preise für Lebensmittel, Sprit und Deutschlandticket, dazu die Mindestlohnerhöhung: Im Januar zog die Inflation mit einer Rate von 2,1 Prozent deutlich an. Zahlen zu den Verbraucherpreisen im Februar legt das Statistische Bundesamt heute um 14 Uhr vor.
Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht ihren Arbeitsmarktbericht für den Monat Februar 2026.
Der weltgrößte Chemiekonzern BASF präsentiert um 10.30 Uhr, wie sich das Geschäft des Dax-Konzerns 2025 entwickelt und welche Pläne das Management im laufenden Jahr hat.
Der FC Augsburg absolviert in der Fußball-Bundesliga heute Abend (20.30 Uhr) ein besonderes Spiel. Zum 500. Mal laufen die Schwaben in der Bundesliga auf. Gegen den 1. FC Köln könnte der Mannschaft von Trainer Manuel Baum dabei der 150. Sieg glücken.
Die deutschen Basketballer stehen in der WM-Qualifikation vor einer kniffligen Aufgabe und treten um 20 Uhr in Zagreb gegen Kroatien an.
Ich hoffe, Sie kommen trotz der widrigen Umstände dorthin, wo Sie hin möchten. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.
Epstein-Skandal: Britische Polizei gerät in den Fokus
Im Skandal um den früheren Prinzen Andrew und dessen unrühmlichen Verbindungen zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein steht nun auch die britische Polizei wegen möglicher Mitwisser unter Druck: Nach der vorübergehenden Festnahme von Andrew Mountbatten-Windsor wird vermehrt gefordert, auch Personenschützer der Königsfamilie zu dessen Epstein-Freundschaft zu befragen. Andrew war am Donnerstag vergangener Woche infolge der Freigabe neuer Epstein-Akten durch die US-Regierung festgenommen und mehrere Stunden lang von der Polizei festgehalten worden. Gegen den Bruder von König Charles III. wird wegen des Verdachts auf Fehlverhalten in einer offiziellen Funktion ermittelt: Er soll als britischer Handelsgesandter vertrauliche Informationen an Epstein weitergegeben haben.
Missbrauchsvorwürfe gegen Andrew sind offiziell bislang nicht Teil der Ermittlungen. Die Londoner Polizei teilte vergangene Woche lediglich mit, sie habe "ehemalige und aktuelle Beamte" der Einheit der Metropolitan Police "kontaktiert", die für den Schutz der Königsfamilie zuständig ist. Andrews Personenschützer wurden demnach gebeten, "sorgfältig zu prüfen", ob sie während ihrer Dienstzeit Dinge "gesehen oder gehört" haben, die für die Ermittlungen relevant sein könnten. Ein ehemaliger Leiter der Einheit forderte nun, die Beamten nicht nur informell zu kontaktieren, sondern sie formell zu verhören. Wenn die Ermittler die Vermutung hätten, dass Andrews Personenschützer "über wichtige Beweise verfügen", müssten sie "an ihre Türen klopfen", sagte Dai Davies, der die Einheit von 1994 bis 1998 leitete, dem Sender Times Radio.
US-Vize Vance: US-Angriff auf den Iran würde keinen langfristigen Krieg auslösen
US-Vizepräsident JD Vance hat Sorgen vor möglichen Konsequenzen eines US-Angriffs auf den Iran zurückgewiesen. Es bestehe "keine Chance", dass ein solcher Schlag gegen Teheran die USA "jahrelang in einen Krieg im Nahen Osten" verwickeln würde, "ohne dass ein Ende in Sicht ist", sagte Vance in einem Interview mit der "Washington Post". US-Präsident Donald Trump hatte einen solchen Schritt zuletzt in Erwägung gezogen. Alle würden die "diplomatische Option" bevorzugen, betonte der US-Vizepräsident, der als US-Marinesoldat im Irakkrieg gedient hat. "Aber es hängt wirklich davon ab, was die Iraner tun und was sie sagen."
Am Donnerstag hatten die USA und der Iran die jüngste Runde indirekter Gespräche in Genf abgeschlossen. Sowohl die iranische Seite wie auch der Vermittler Oman berichteten übereinstimmend von "Fortschritten". Irans Außenminister Abbas Araghtschi sagte im iranischen Staatsfernsehen, es sei "sehr ernsthaft über die Elemente eines Abkommens" zur Atomfrage und den gegen den Iran verhängten Sanktionen gesprochen worden.