Der Tag
8. Juni 2026
WhatsApp-Image-2025-01-14-at-07-23-43mit Tobias Hauser
Zum Archiv
22:15 Uhr

Das war Montag, der 08. Juni 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

Der Wochenstart liegt hinter uns. Was die Nachrichtenlage angeht, war es ein relativ ruhiger Montag. Herausgestochen hat aus deutscher Sicht das Ende des deutsch-französischen Kampfjet-Projekts FCAS. Wegen eines festgefahrenen Streits unter Rüstungsriesen stand das milliardenschwere Rüstungsvorhaben lange auf der Kippe - heute haben sich Deutschland und Frankreich auf ein Ende des Projekts geeinigt. Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron seien zu der gemeinsamen Einschätzung gekommen, dass die Unternehmen Dassault und Airbus beim Bau eines gemeinsamen Kampfflugzeuges nicht zusammenfinden, hieß es aus deutschen Regierungskreisen. 

Außerdem kann ich Ihnen noch diese Texte ans Herz legen:

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend. Ich hoffe, Sie haben einen angenehmen Abend und eine ruhige Nacht. Wir lesen uns morgen!

Ihr Tobias Hauser

Das war Montag, der 08. Juni 2026
22:05 Uhr

Der Papst sieht große Gefahr in Krieg mit KI

Papst Leo XIV. hat im spanischen Parlament vor einer zunehmenden Militarisierung und dem Einsatz künstlicher Intelligenz in Waffensystemen gewarnt. Es sei "besorgniserregend, dass sich an verschiedenen Orten der Welt, auch in Europa, die Aufrüstung erneut als fast unvermeidliche Antwort auf die Instabilität der internationalen Lage darstellt", sagte der Papst am dritten Tag seines Spanien-Besuchs.

Die Welt befinde sich in einer "tiefen geistigen und kulturellen Krise", die sich in Gewalt, Polarisierung und gegenseitigem Misstrauen äußere. Das Oberhaupt von 1,4 Milliarden Katholiken forderte deshalb mehr Orientierung an Diplomatie und Völkerrecht. Aufrüstung und Kriege seien keine Lösung. Wahre Sicherheit entstehe durch Gerechtigkeit, Dialog, die Achtung des Völkerrechts und eine Politik, die das Wohl der Menschen über Kriegsinteressen stelle, sagte der 70 Jahre alte US-Amerikaner. Mit Blick auf die militärische Nutzung künstlicher Intelligenz betonte er, Entscheidungen über Leben und Tod dürften niemals automatisierten Systemen überlassen werden.

Der Papst sieht große Gefahr in Krieg mit KI
21:26 Uhr

Müntefering über Merz: "Lassen wir ihn doch"

Der frühere SPD-Chef Franz Müntefering will Bundeskanzler Friedrich Merz keine Ratschläge unter Sauerländern für seine Kommunikationsstrategie machen. "Soviel Hinterhältigkeit ist doch da. Ich denke mir: Lassen wir ihn doch mal", sagte er am Abend bei der Verleihung des Politikawards für sein Lebenswerk des Magazins "Politik & Kommunikation" und der Quadriga Hochschule in Berlin.

Merz und Müntefering stammen aus dem Sauerland. Der Kanzler steht wegen seiner zu forschen Rhetorik in der Kritik und hat bereits selbst Kommunikationsdefizite eingeräumt.

Müntefering über Merz: "Lassen wir ihn doch"
20:44 Uhr

Flüchtender SUV überschlägt sich - Baby fliegt aus Auto

Bei einer Verkehrskontrolle im US-Bundesstaat Arkansas ergreift der Fahrer eines SUV die Flucht vor der Polizei. Bei der anschließenden Verfolgungsjagd verliert er die Kontrolle über den Wagen, der sich überschlägt. Am Unfallort machen die Beamten dann eine schockierende Entdeckung: Ein Säugling liegt auf dem Boden.

Flüchtender SUV überschlägt sich - Baby fliegt aus Auto
20:17 Uhr

Abgeordnete in Ungarn verzichten auf 40 Prozent ihrer Diäten

Die Abgeordneten in Ungarn haben für eine Kürzung ihrer Diäten um 40 Prozent gestimmt. Damit sollen die öffentlichen Finanzen entlastet werden. Ab dem kommenden Monat beträgt das Grundgehalt der ungarischen Abgeordneten umgerechnet 3690 Euro brutto. Damit ist es immer noch fast doppelt so hoch wie das landesweite Durchschnittsgehalt, aber niedriger als unter dem langjährigen Ministerpräsidenten Viktor Orban.

Kritiker hatten Orban vorgeworfen, mit den hohen Diäten Oppositionsabgeordnete beschwichtigen zu wollen. Seine Fidesz-Partei hatte bei der Parlamentswahl im April eine empfindliche Niederlage erlitten, die konservative Tisza-Partei des heutigen Ministerpräsident Peter Magyar setzte sich damals durch und erzielte eine Zweidrittelmehrheit.

Abgeordnete in Ungarn verzichten auf 40 Prozent ihrer Diäten
19:21 Uhr

Grüne geben Regierung Schuld an Aus von Kampfjet-Projekt

Nach dem Scheitern des deutsch-französischen Kampfflugzeugprojekts FCAS haben die Grünen der Bundesregierung Versagen vorgeworfen. Die CDU-geführte Regierung habe bei dem schwierigen Projekt nicht genügend Führungskraft gezeigt, sagte Parteichefin Franziska Brantner dem "Handelsblatt". Berlin verweise nur auf eine Blockadehaltung der beteiligten Industrie - "doch genau hier zeigt sich das eigentliche Versagen: Wo die Industrie blockiert, ist es Aufgabe der Politik, Führung zu zeigen und durchzusetzen."

Dass nun beides - ein deutsch-französischer Konsens und ein tragfähiges Industriemodell - nicht gelungen sei, sei ein schwerer Rückschlag für die europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik in einer zunehmend gefährlichen Welt, sagte die Grünen-Vorsitzende weiter. "Wenn es schlecht läuft, steht am Ende gar kein europäisches modernes Kampfflugzeug, oder nur eines mit einem amerikanischen Motor. Das ist fahrlässig."

Grüne geben Regierung Schuld an Aus von Kampfjet-Projekt
18:33 Uhr

Linke warnt vor "größtem Sozialraub" in Deutschlands Geschichte

Die Linke warnt mit Blick auf das Treffen von Koalition, Wirtschaft und Gewerkschaften am Mittwoch vor Sozialkürzungen im großen Stil. Man stehe da an der Seite der Gewerkschaften. Die Bundesregierung wolle vor der Sommerpause grundlegende Entscheidungen fällen. "Und dabei geht es um nicht weniger als den größten Sozialraub in der Geschichte dieses Landes", sagte Parteichef Jan van Aken vor Journalisten in Berlin.

Die Spitzen von Union und SPD wollen an diesem Mittwoch mit Arbeitgebern und Gewerkschaften zusammenkommen, um über den weiteren Reformkurs zu beraten. Die Koalition will bis zur Sommerpause Reformpakete zu zentralen Themen wie Rente und Steuern auf den Weg bringen. Geringe und mittlere Einkommen sollen entlastet, der Anstieg der Sozialabgaben soll gebremst werden. Gewerkschaften und Sozialverbände warnen vor einem Abbau des Sozialstaats.

Linke warnt vor "größtem Sozialraub" in Deutschlands Geschichte
17:49 Uhr

Reisetasche vergessen - Mann springt auf abfahrenden Zug

Der Impuls ist nachvollziehbar, nachgeben sollte man ihm aber mit Sicherheit nicht: Ein Mann ist im Hauptbahnhof Hannover auf einen abfahrenden Regionalzug gesprungen, weil er sein Reisegepäck darin vergessen hatte. Beim Anfahren sei er dem Zug hinterhergelaufen, auf eine Außentreppe gesprungen und einige Meter mitgefahren, teilte die Bundespolizei mit. Der Zugchef habe die leichtsinnige Aktion bemerkt und die Notbremse gezogen.

Als der Zug abrupt abbremste, sprang der 27-Jährige zurück auf den Bahnsteig. Mitarbeiter der DB-Sicherheit hielten ihn gemeinsam mit dem Zugchef bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest. Nach derzeitigen Erkenntnissen hatte der Mann seine Reisetasche im Zug vergessen und sich deshalb in Lebensgefahr gebracht. 

Reisetasche vergessen - Mann springt auf abfahrenden Zug
17:07 Uhr

Mittelmeer-Taucher stoßen unerwartet auf Weißen Hai

Eigentlich wollen sie Geisternetze bergen, doch Tauchern vor Sizilien schwimmt plötzlich ein Weißer Hai vor die Kamera. Die spektakulären Aufnahmen sorgen bei Forschern und Hai-Experten für große Aufmerksamkeit. Sichtungen der bedrohten Raubfische sind in der Region extrem selten.

Geisternetze töten jedes Jahr unzähliche Fische, Schildkröten und andere Meerestiere. Naturschützer hoffen nun, dass die Bilder auf den Schutz bedrohter Haiarten aufmerksam machen.

Mittelmeer-Taucher stoßen unerwartet auf Weißen Hai
16:33 Uhr

Granate in Garten gefunden - Stadt teilweise geräumt

Nach dem Fund einer Granate in einem Garten in Rinteln werden Teile der Stadt geräumt. In einem Radius von 300 Metern um den Fundort müssen Menschen ihre Häuser verlassen, wie die Polizei mitteilte. Die Granate solle im Laufe des Tages durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst vor Ort unschädlich gemacht - also entschärft oder kontrolliert gesprengt - werden. 

Gefunden wurde der gefährliche Gegenstand den Angaben zufolge bei Gartenarbeiten. Nach der Sichtung von Fotos nahmen Fachleute zunächst an, es handele sich um eine Granate aus dem Ersten Weltkrieg, von der keine sofortige Gefahr ausgehe. Vor Ort stellten Fachleute jetzt aber fest, dass es sich um eine britische Flakgranate mit Zeitzünder handelt, von der doch eine mögliche Gefahr ausgeht.

Granate in Garten gefunden - Stadt teilweise geräumt
15:44 Uhr

Lego bringt sein bisher größtes Set auf den Markt - und das ist ganz schön teuer

Noch nie hatte ein Lego-Set so viele Steine: Der Spielzeugkonzern bringt die Sagrada Família mit 12.060 Steinen auf den Markt. Das Modell zeigt, wie sehr Lego seine Strategie verändert hat. Der Preis für die Kirchenminiatur dürfte viele Fans aber nicht gefallen.

Das teuerste Set ist die Sagrada Familia, die zu Gaudis hundertstem Todestag erscheinen wird, allerdings nicht. Auf Platz Nummer Eins ist der Millenium Falcon aus Star Wars. Es hat 5174 Teile und kostet für Sammler derzeit rund 4500 Euro. Auf dem zweiten Platz liegt das Taj Mahal. Der Nachbau des Tempels fasst ganze 5922 Teile und kostet in Top-Qualität rund 2500 bis 4000 Euro.

Lego bringt sein bisher größtes Set auf den Markt - und das ist ganz schön teuer
14:59 Uhr

Manuel Neuers Ex-Frau Nina ist schwanger

Dressurreiterin Nina Neuer hat bei Instagram ihr privates Fotoalbum geöffnet und eine Bilderreihe aus der österreichischen Hauptstadt veröffentlicht. Mit "Wien in seiner besten Form" und "Familytime" beschreibt sie die Fotos, ihren deutlich gewölbten Bauch kommentiert sie nicht. Unter dem Posting sammelten sich jedoch schnell die Glückwünsche zur Schwangerschaft.

Nina Neuer war von 2017 bis 2020 mit Fußballprofi Manuel Neuer verheiratet. Nach der Scheidung heiratete der Nationaltorhüter 2023 die Handballerin Anika Bissel. 2024 kam ihr erster gemeinsamer Sohn zur Welt. Neuer, der sich mit privaten Einblicken grundsätzlich zurückhält, teilt seitdem hin und wieder sein Vaterglück auf Instagram. Ein Foto zeigt ihn im November 2025 beispielsweise mit seinem Sohn auf dem Spielplatz.

Manuel Neuers Ex-Frau Nina ist schwanger
14:21 Uhr

Vierbeinige Sturmgewehr-Drohnen: China testet "Roboter-Wölfe" in Steppen-Manöver

Beim aktuell laufenden Militärmanöver "Steppe Partner 2026" erprobt China vierbeinige Bodendrohnen mit Standard-Sturmgewehren. Diese sind leiser, beweglicher und schon seit 2024 im Test als nächste Stufe der Roboterkriegsführung.

Die vierbeinige Bodendrohnen arbeiten mit fliegenden Drohnen zusammen und sollen Ziele koordiniert angreifen.

Vierbeinige Sturmgewehr-Drohnen: China testet "Roboter-Wölfe" in Steppen-Manöver
14:20 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

mein Kollege Stefan Guther darf die Sonne genießen, ich darf den "Tag" übernehmen. Win-win! Ich begleite Sie von nun an bis zum Abend mit spannenden, wichtigen und kuriosen Meldungen aus Deutschland und der Welt! Bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie mich unter tobias.hauser@ntv.de. Los geht's!

Schichtwechsel
13:45 Uhr

Neonazi Liebich legt Beschwerde gegen Auslieferung nach Deutschland ein

Der verurteilte Rechtsextremist, der sich zur Frau erklärt hat und jetzt Marla Svenja Liebich heißt, hat Beschwerde gegen seine Auslieferung von Tschechien nach Deutschland eingereicht. Das sagte ein Sprecher des Landgerichts in Pilsen (Plzen). Zudem habe Liebich einen Befangenheitsantrag gegen die Vorsitzende Richterin gestellt, die mit dem Fall befasst war. Über beide Beschwerden müsse das Oberlandesgericht in Prag entscheiden, dem nun die Akten zugestellt würden.

Das Landgericht in Pilsen hatte vor einer Woche entschieden, dass Liebich nach Deutschland ausgeliefert werden solle. Liebich gab im Laufe der Verhandlung an, nicht nach Deutschland gebracht werden zu wollen, weil er unter anderem Angst habe, in einem deutschen Männergefängnis ums Leben zu kommen. Ein erster Befangenheitsantrag gegen die Vorsitzende Richterin wurde vor Ort abgelehnt. Liebich war nach monatelanger europaweiter Fahndung am 9. April dieses Jahres im tschechischen Krasna bei Asch nahe der Grenze zu Deutschland festgenommen worden. Derzeit sitzt der 55-Jährige in sogenannter Auslieferungshaft im Gefängnis von Pilsen, einer Stadt im Westen Tschechiens.

Neonazi Liebich legt Beschwerde gegen Auslieferung nach Deutschland ein
13:17 Uhr

Mit Feuerwerk beladener Truck fängt auf Highway Feuer

Es hört gar nicht mehr auf zu knallen: Ein Lieferwagen mit Feuerwerkskörpern ist mitten auf dem Highway in Flammen aufgegangen. Die Feuerwerkskörper auf dem Anhänger des Pick-ups explodieren in alle Richtungen. Als Hunderte Feuerwerkskörper auf der Ladefläche Feuer fangen und die Ladung des Lieferwagens explodiert, bekommen die Autofahrer in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee eine spektakuläre Show geboten.

Die Polizei sperrte den Highway für mehrere Stunden in beide Richtungen ab. Der Fahrer des Lieferwagens konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Die Ermittlungen laufen, warum die explosive Ladung Feuer fing. Fassungslose Schaulustige filmen von einer Brücke aus.

Mit Feuerwerk beladener Truck fängt auf Highway Feuer
12:42 Uhr

Gabriela und Wolfgang Porsche feiern Hochzeit auf Mallorca

Gabriela und Wolfgang Porsche haben ihre Hochzeit auf Mallorca gefeiert - genau ein halbes Jahr nach der standesamtlichen Trauung. Der Anwalt des Paares, Christian Schertz, bestätigte, dass die Porsches am vergangenen Wochenende im Familien- und Freundeskreis ihre Hochzeit auf Mallorca gefeiert hätten. Der 83-jährige Porsche-Aufsichtsratschef und seine 20 Jahre jüngere Partnerin hatten am 6. Dezember in Salzburg standesamtlich geheiratet.

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Hochzeit in Weiß: Gabriela und Wolfgang Porsche auf Mallorca. (Foto: picture alliance/dpa/Privat)

Zur Feier auf Mallorca waren auch zahlreiche prominente Gäste aus Politik und Wirtschaft dabei. So sagte etwa Ex-Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der mit seiner Frau Julia vor Ort war, der "Bild"-Zeitung: "Ein besonderer Anlass, ein wunderbares Fest und eine Liebe, die zwei so besondere Menschen verbindet." Auf weiteren Bildern waren auch Gäste wie Mietwagen-Unternehmer Erich Sixt mit Ehefrau Regine, Fleischfabrikant Clemens Tönnies und Ann-Katrin Bauknecht zu sehen.

Gabriela und Wolfgang Porsche feiern Hochzeit auf Mallorca
11:56 Uhr

Von eigenem Auto überrollt: 88-Jähriger stirbt in Karlsruhe

In Baden-Württemberg ist ein 88-Jähriger von seinem eigenen Auto überrollt worden und knapp drei Tage später gestorben. Nach Angaben der Polizei in Karlsruhe erlag der Mann in einer Klinik seinen schweren Verletzungen. Der 88-Jährige war am Freitag im Karlsruher Stadtteil Knielingen beim Versuch, sein rückwärts rollendes Auto zu stoppen, unter den Wagen geraten und überfahren worden. Ein Zeuge leistete sofort Erste Hilfe.

Rettungskräfte brachten den Verletzten anschließend in ein Krankenhaus, wo er nun starb. Nach Polizeiangaben war bei dem Automatikfahrzeug wohl noch der Rückwärtsgang eingelegt, weshalb der Wagen ins Rollen kam.

Von eigenem Auto überrollt: 88-Jähriger stirbt in Karlsruhe
11:32 Uhr

Mann sticht auf Passanten an New Yorker Bahnhof ein

In einem Eingangsbereich des zentralen New Yorker Bahnhofs Penn Station hat ein Mann auf Passanten eingestochen und mehrere Menschen verletzt. Der Verdächtige - mutmaßlich ein Obdachloser - sei festgenommen worden, teilen Einsatzkräfte der US-Metropole nach Medienangaben mit. Bei dem Vorfall am frühen Sonntagabend (Ortszeit) erlitten demnach sechs Menschen Stichverletzungen. Niemand sei lebensbedrohlich verwundet worden, berichtet der Sender CNN unter Berufung auf die Polizei.

Der Angriff ereignete sich kurz vor dem sportlichen Großevent der NBA Finals in unmittelbarer Nähe in Manhattan: Am Montag und Mittwoch werden Playoff-Runden der Basketball-Profiliga im Madison Square Garden ausgetragen - erstmals seit 1999 in der berühmten Mehrzweckarena, die über den unterirdischen Gleisen der Penn Station in Manhattan thront.

Mann sticht auf Passanten an New Yorker Bahnhof ein
10:53 Uhr

Drohnenvorfälle verursachen Millionenkosten an deutschen Flughäfen

Drohnensichtungen in der Nähe von Flughäfen haben in Deutschland im vergangenen Jahr zu massiven Kosten geführt. Der Flugverkehrsbranche entstand durch betriebliche Störungen infolge von Drohnensichtungen ein Schaden von schätzungsweise 60 Millionen Euro, teilt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit. Demnach kam es zu 116 Störfällen an insgesamt 25 Flughäfen.

"Die Auswirkungen unautorisierter Drohnenflüge reichen von Verzögerungen und Warteschleifen über Umleitungen bis hin zu partiellen oder vollständigen Betriebseinstellungen", sagt das DLR. "Sie greifen direkt in eng getaktete Umlaufpläne ein und verursachen wirtschaftliche Folgen sowohl bei Airlines als auch bei Flughäfen." Den Airlines entstehen etwa Kosten wegen zusätzlichen Treibstoffverbrauchs und Entschädigungszahlungen an Fluggäste. Den Flughafenbetreibern entgehen durch weniger Starts Entgelte. Auch Händler und Gastronomen leiden unter den Folgen.

Drohnenvorfälle verursachen Millionenkosten an deutschen Flughäfen
10:12 Uhr

Notlandung misslingt: Jet rast neben Landebahn durchs Gras und explodiert - zwei Tote

In der Dominikanischen Republik ist ein US-Privatjet bei einer Notlandung verunglückt. Pilot und Co-Pilot kommen dabei ums Leben. Passagiere waren laut Behörden nicht an Bord. Vor dem Unfall setzen die Piloten noch einen Notruf ab und kehren zum Startflughafen in der Dominikanischen Republik zurück.

Beim Versuch, zu landen, kommt es dann zur Tragödie. Die Front der Maschine knallt auf den Boden, der Jet explodiert. Es wurden Ermittlungen zur genauen Ursache eingeleitet.

Notlandung misslingt: Jet rast neben Landebahn durchs Gras und explodiert - zwei Tote
09:32 Uhr

Trump verlässt wutentbrannt Interview: "Sie sind unaufrichtig oder dumm"

US-Präsident Donald Trump bricht wegen kritischer Fragen einer Journalistin wutentbrannt ein Interview mit dem Sender NBC ab. "Sie sind ein voreingenommener, unaufrichtiger Sender. Tut mir leid. Lasst uns aufhören, denn ich habe genug. Vielen Dank, Darling", sagt Trump zu der Gastgeberin der NBC-Sendung "Meet the Press", Kristen Welker, nachdem sie ihn in dem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit seinen wahrheitswidrigen Behauptungen konfrontiert hatte, die von ihm verlorene Präsidentschaftswahl 2020 sei manipuliert gewesen.

Das Interview war am Freitag auf einem Bauernhof im US-Bundesstaat Wisconsin aufgezeichnet worden, wo sich Trump mit Landwirten getroffen hatte. Trump wurde ärgerlicher, als es um den von ihm vorgeschlagenen Entschädigungsfonds ging, der Menschen zugute kommen sollte, die seiner Meinung nach unter seinem demokratischen Vorgänger Joe Biden zu Unrecht verfolgt wurden. "Ich liebe diese Idee, denn Leute wie Sie, die schmutzige Falschmeldungs-Presse, die unaufrichtige Presse, Leute wie der dumme Biden (...), sie haben Leute zerstört", sagte Trump.

Schließlich eskalierte das Interview, als Trump seine unbelegte Behauptung wiederholte, die von ihm gegen Biden verlorene Präsidentschaftswahl im Jahr 2020 sei manipuliert gewesen. Von Welker aufgefordert, Beweise vorzulegen, erwiderte Trump: "Sie sind entweder unaufrichtig oder Sie sind dumm." Anschließend verließ er das Sichtfeld der Kamera. Welker sagte ihren Zuschauern am Sonntag, sie habe mit Trump noch einmal über die schlechten Wetterbedingungen während der Sendung gesprochen. Der Präsident habe zugestimmt, ihr ein weiteres Interview zu geben.

Trump verlässt wutentbrannt Interview: "Sie sind unaufrichtig oder dumm"
08:58 Uhr

Greenpeace bringt Tempo-100-Schilder an Autobahnen an

Greenpeace-Aktion-fuer-ein-Tempolimit-auf-deutschen-Autobahnen-Auf-der-A4-bei-Aachen-ueberkleben-zwei-Aktivistinnen-von-Greenpeace-die-Richtgeschwindigkeit-von-130-mit-einem-Tempo-100-Geschwindigkeitsgebot-Die-Aktion-wurde-an-mehreren-deutschen-Grenzuebergaengen-gleichzeitig-durchgefuehrt
Auf der A4 bei Aachen überkleben zwei Aktivistinnen von Greenpeace die Richtgeschwindigkeit von 130 mit einem Tempo 100 Geschwindigkeitsgebot. Die Aktion wurde an mehreren deutschen Grenzübergängen gleichzeitig durchgeführt. (Foto: picture alliance/dpa)

Aktivistinnen und Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace überkleben Verkehrsschilder an Autobahnen, um ihrer Forderung nach einem generellen Tempolimit Nachdruck zu verleihen. Am frühen Morgen kletterten Aktivistinnen zu einer Stelle der Autobahn 4 bei Aachen und brachten einen 100-km/h-Aufkleber dort an, wo zuvor nur die Zahl 130 als empfohlene Richtgeschwindigkeit gestanden hatte. Man habe dies auch an den anderen 25 Autobahn-Grenzübergängen gemacht, heißt es von Greenpeace.

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Beim schnellen Vorbeifahren könnte man es fast für echt halten, doch es ist eine Greenpeace-Aktion für ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen. (Foto: picture alliance/dpa)

Aus Sicht der Umweltschutzorganisation ist ein generelles Tempolimit von 100 Kilometern pro Stunde auf den deutschen Autobahnen überfällig. "Die Bundesregierung blockiert eine kostenlose supereffektive Maßnahme, um Sprit zu sparen, das Klima zu schützen und die Straßen sicherer zu machen", sagt Greenpeace-Mobilitätsexpertin Marissa Reiserer. "Daher haben Aktivistinnen das selbst in die Hand genommen und Tempo 100 eingeführt." Die Aktion sei ein Signal gewesen, um endlich unabhängiger vom Öl zu werden. "Wer in der fossilen Krise auf fossile Scheinlösungen wie den Tankrabatt setzt, vertagt die Bewältigung des Problems, statt es anzugehen."

Greenpeace bringt Tempo-100-Schilder an Autobahnen an
08:06 Uhr

Verdacht auf Brandstiftung nach großflächigem Stromausfall in Reutlingen

Nach einem großflächigen Stromausfall in Reutlingen gibt es nach Angaben des Netzbetreibers Anzeichen für eine Brandstiftung in einem Umspannwerk. Es seien drei Brandstellen gefunden worden, außerdem seien der Zaun und das Gelände vor der Anlage beschädigt, sagt ein Sprecher von Netze BW. Die Polizei ermittle in alle Richtungen, sagt ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) Baden-Württemberg. LKA-Brandsachverständige seien in die Ermittlungen eingebunden. Das sei bei Vorfällen ab einer bestimmten Dimension aber üblich, führt er aus.

Nach Angaben von Netze BW ist das Umspannwerk Reutlingen-West betroffen. Seit 1.45 Uhr sei das Umspannwerk ausgefallen. Fünfeinhalb Stunden später sei etwa die Hälfte der betroffenen rund 20.000 Kunden der Fairnetz GmbH, des Strom- und Gasnetzbetreibers in der Region Reutlingen, wieder versorgt. Die beiden Energieunternehmen teilen sich den Angaben zufolge das Umspannwerk. Dem Sprecher zufolge leistet Netze BW beim Wiederaufbau der Stromversorgung Amtshilfe. Der Vorfall erinnert an einen mutmaßlich linksextremen Brandanschlag auf die Stromversorgung eines Berliner Technologieparks.

Verdacht auf Brandstiftung nach großflächigem Stromausfall in Reutlingen
07:15 Uhr

Sophia Thomalla feiert ihren Partner Alexander Zverev für French-Open-Sieg

Alexander-Zverev-Sophia-Thomalla
Alexander Zverev feierte zunächst unter anderem mit Dackel Mishka den Sieg. Seine Partnerin Sophia Thomalla reiste erst später zu ihm nach Paris. (Foto: Jean Catuffe / Getty Images / Imago images/Eventpress Kochan/ spot on)

Als Alexander Zverev am Sonntag auf dem Court der French Open in die Knie geht und seinen ersten Grand-Slam-Titel bejubelt, sitzt seine Freundin Sophia Thomalla nicht auf der Tribüne. Die 36-Jährige feiert ihren Partner dafür aus der Ferne. Nur wenige Minuten nach dem Ende des Finales gegen Flavio Cobolli meldet sich die Moderatorin auf Instagram zu Wort. In ihrer Story teilt sie einen Beitrag der ATP, der Zverev unter dem Schriftzug "Grand Slam Champion" zeigt. Thomallas Kommentar dazu ist knapp, aber unmissverständlich: "Er hat es!" - gefolgt von vier roten Herz-Emojis. Kurz darauf folgt ein weiterer geteilter Post, dieses Mal vom offiziellen Roland-Garros-Account, ergänzt um ein Trophäen-Symbol und erneut ein Herz.

Die Moderatorin hatte bereits im Vorfeld erklärt, grundsätzlich nicht während eines Grand Slams bei Zverev aufzutauchen. Doch nach dem Sieg eilte sie zu ihrem Partner. Am Abend postete Sophia Thomalla ein strahlendes Selfie aus dem Zug in ihre Instagram-Story und zeigte ein Peace-Zeichen in die Kamera, dazu der schlichte Kommentar: "Paris calling!" Die Reise zum frischgebackenen Grand-Slam-Champion war damit offiziell eingeläutet.

Sophia Thomalla feiert ihren Partner Alexander Zverev für French-Open-Sieg
07:00 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

im Nahen Osten spitzt sich die Lage wieder deutlich zu. Als Reaktion auf neue iranische Raketenangriffe greift Israels Luftwaffe am frühen Morgen Ziele im Westen und im Zentrum des Irans an. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu angerufen und ihn nach den iranischen Angriffen um Zurückhaltung gebeten. Nun meldet Israel weitere Raketenangriffe aus dem Iran. Was jetzt aus dem Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran wird, ist unklar. Trump wird wohl weiterhin darauf hoffen, ein Rahmenabkommen mit Teheran abzuschließen. Dafür sieht es jedoch nicht gut aus. Wir behalten die Lage weiter im Blick.

Zudem haben wir heute diese Themen auf dem Zettel:

  • Europäer und Ukraine fordern Putin zu Verhandlungen auf: Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Ukraine haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einer sofortigen Waffenruhe und Verhandlungen über ein Ende des Krieges aufgerufen. Ausgangspunkt dafür soll die derzeitige Frontlinie in der Ukraine sein. Die USA sowie Europa sollten "aktiv" an den Gesprächen beteiligt werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die Kanzler Friedrich Merz, Präsident Emmanuel Macron, Premierminister Keir Starmer und Präsident Wolodymyr Selenskyj nach ihrem Treffen gestern Abend in London veröffentlichten.

  • Schweres Erdbeben auf den Philippinen - Tsunami-Warnung: Nach einem schweren Erdbeben vor der Küste der südphilippinischen Provinz Sarangani haben die Behörden eine Tsunami-Warnung für mehrere Küstengebiete auf der Insel Mindanao ausgegeben. Das Beben ereignete sich am Morgen um 7.37 Uhr (Ortszeit) und erreichte nach Angaben des örtlichen Instituts für Vulkanologie und Seismologie (Phivolcs) eine Stärke von 7,8. Bewohner zahlreicher Küstenregionen wurden aufgefordert, sich umgehend in höher gelegene Gebiete zu begeben.

  • Knapper Sieg im Erzgebirge - CDU-OB setzt auf Zusammenarbeit: Die CDU hat die Oberbürgermeisterwahl in Aue-Bad Schlema im Erzgebirge knapp gewonnen. Ihr Kandidat will dem unterlegenen Bewerber von den rechtsextremen "Freien Sachsen" dennoch die Hand reichen. CDU-Wahlsieger Marcus Hoffmann sagte der Deutschen Presse-Agentur auf die Frage, ob er auch auf Stefan Hartung zugehen werde: "Ja natürlich, wir müssen zusammenarbeiten. Konkret im Stadtrat."

  • Hauseinsturz in Görlitz - Buntmetalldiebe im Verdacht: Drei Wochen nach dem tödlichen Einsturz eines Hauses im sächsischen Görlitz sind zwei mutmaßliche Buntmetalldiebe im Visier der Ermittler. Sie stehen im Verdacht, die Rohrleitungen im Gebäude beschädigt und/oder manipuliert zu haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntagabend mit. Die Männer wurden festgenommen und sitzen - wegen anderer Tatvorwürfe - bereits in U-Haft. Die Ermittler suchen nun Zeugen, die Angaben über die Männer machen können.

  • Armenien bleibt nach der Wahl auf Kurs Richtung Westen: In der Südkaukasusrepublik Armenien hat der prowestliche Regierungschef Nikol Paschinjan ersten Hochrechnungen zufolge die Parlamentswahl gewonnen. Nach Angaben der Zentralen Wahlkommission stimmten nach Auszählung von 110 der etwa 2000 Wahllokale 57 Prozent der Armenier für Paschinjans Partei Zivilvertrag. Stärkste oppositionelle Kraft wurde die prorussische Partei Starkes Armenien von Milliardär Samwel Karapetjan mit 21 Prozent.

  • Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter Anfang Februar in der Westpfalz will die Bahn in Frankfurt am Main heute (ab 10 Uhr) erste Ergebnisse von Pilotprojekten zur Erhöhung der Sicherheit bei DB Regio vorstellen.

  • Außenminister Johann Wadephul empfängt die australische Verteidigungsministerin Penny Wong und deren Stellvertreter Richard Males.

  • In Bonn beginnt eine UN-Klimakonferenz zur Vorbereitung der Weltklimakonferenz, die Ende des Jahres im türkischen Antalya stattfindet.

  • In Berlin wird am Abend der Politik-Award 2026 verliehen: Ausgezeichnet wird unter anderem der neue baden-württembergische Ministerpräsident Cem Özdemir.

  • Veranstaltung zum Stand der Staatsmodernisierung mit Digitalminister Karsten Wildberger, Sozialministerin Bärbel Bas und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst in Berlin.

  • In Washington tagt der Supreme Court der USA.

  • In Hamburg wird am Abend der Deutsche Sachbuchpreis 2026 verliehen.

  • Apple startet seine Entwicklerkonferenz WWDC, bei der traditionell künftige Software für Geräte des iPhone-Konzerns vorgestellt wird.

  • Informelles Treffen der Verteidigungsminister der EU-Staaten in Nikosia (Zypern).

  • Der IAEA-Gouverneursrat beginnt seine Sommersitzung in Wien.

  • Die Bundesparteien treffen sich in Berlin zu ihren Gremiensitzungen.

  • Papst Leo XIV. setzt seinen Spanien-Besuch in Madrid fort.

  • Die Fußball-Nationalmannschaft bezieht heute ihr WM-Quartier in Winston-Salem.

Mein Name ist Stefan Guther. Ich begleite Sie bis zum frühen Nachmittag durch den Tag und versorge Sie mit wichtigen, kuriosen und interessanten Nachrichten aus aller Welt. Wenn Sie mich erreichen wollen, schreiben Sie mir doch an dertag(at)ntv.de.

Das wird heute wichtig
06:40 Uhr

Frauen werden über soziale Medien in illegale Samenspende-Angebote gelockt

Frauen, die sich sehnlichst ein Kind wünschen, werden laut einem Medienbericht sexuell belästigt und ihnen werden online billige, illegale Spermaproben angeboten. Wie die BBC berichtet, warnt die britische Aufsichtsbehörde für Reproduktionsmedizin Frauen vor der Gefahr der "Ausbeutung durch skrupellose Spender". Demnach suchen einige derjenigen, die keinen Zugang zu Fruchtbarkeitsbehandlungen haben, nach Alternativen auf Social-Media-Plattformen. Dies würde einen wachsenden, unregulierten Markt entstehen lassen. Aus Verzweiflung würden sich manche sogar Webseiten zuwenden, die sich "Tinder für Sperma" nennen.

Die britische Behörde für menschliche Befruchtung und Embryologie (HFEA) definiert eine unregulierte Spende als eine Spende, die außerhalb einer von der HFEA lizenzierten Einrichtung stattfindet, und fügte hinzu, dass dies im Vereinigten Königreich eine Straftat sei. Dem Bericht der BBC zufolge bieten unregulierte Spender ihre Dienste auf unterschiedliche Weise an, von solchen, die Sex anbieten, bis hin zu solchen, die die Kosten für die Anreise um die halbe Welt zur künstlichen Befruchtung berechnen. Einige der Männer würden unentwegt auf Sex drängen und versuchten, die Frauen davon zu überzeugen, dass dies die billigste und effektivste Option sei.

Ein Sprecher des Nationalen Polizeichef-Rats sagte der BBC: "Unregulierte Samenspenden bergen viele Risiken und können die Schwächsten ausnutzen. Wir raten der Öffentlichkeit dringend, sich über die Risiken zu informieren und nur regulierte Wege zu nutzen."

Frauen werden über soziale Medien in illegale Samenspende-Angebote gelockt
06:00 Uhr

Forscher warnen vor Wettrüsten der Atommächte

Kriege, Konflikte und geopolitische Spannungen auf der Welt drohen die neun Atommächte in eine Spirale der Aufrüstung zu treiben. Das geht aus einem neuen Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri hervor. "Wir stecken bereits mitten in einem neuen nuklearen Wettrüsten", sagt Sipri-Experte Matt Korda. "Jeder Nuklearstaat baut sein Atomwaffenarsenal entweder quantitativ oder qualitativ aus - und manche tun beides."

Gleichzeitig löse die Modernisierung und Verbesserung der Arsenale eine Art Kettenreaktion aus, in der die Maßnahmen, die ein Land ergreife, zu ähnlichen Schritten in anderen Nuklearstaaten führten. "Dieser Kreislauf ist extrem schwer zu durchbrechen", führt Korda weiter aus. Laut dem aktuellen Bericht der Friedensforscher nutzen die Atommächte ihre Arsenale stärker zur Abschreckung. Moskau etwa hat im Angriffskrieg in der Ukraine auf sein Atompotenzial angespielt, um westliche Länder von der Unterstützung für die Ukraine abzuhalten.

Zudem ist der Rüstungskontrollvertrag New Start zwischen Russland und den USA im Februar ausgelaufen, ohne dass ein Nachfolgeabkommen zustande kam. Deshalb könnten die beiden großen Atommächte theoretisch viele hundert Sprengköpfe auf ihre bestehenden Trägersysteme laden, ohne auch nur einen einzigen neuen Träger bauen zu müssen, meint Sipri-Forscher Korda. Ohne entsprechende Verträge entschieden sich Atomwaffenstaaten außerdem zunehmend dafür, wichtige Details über ihre nuklearen Fähigkeiten nicht mehr offenzulegen, warnt der Experte.

Forscher warnen vor Wettrüsten der Atommächte