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Comeback nach EntführungSängerin Duffy kündigt erstes Konzert nach 15 Jahren an

08.06.2026, 11:46 Uhr
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Duffy bei einem öffentlichen Auftritt im Jahr 2011. (Foto: picture alliance / Sueddeutsche Zeitung Photo)

2008 landet Duffy mit dem Song "Mercy" einen Hit. Doch kurz darauf zieht sie sich aus der Öffentlichkeit zurück, offenbart erst Jahre später den traumatischen Grund. Nun wagt sie sich an ein vorsichtiges Comeback.

Ihr letzter Live-Auftritt liegt 15 Jahre zurück. Doch nun möchte es die walisische Sängerin Duffy, die 2008 mit dem Song "Mercy" die Charts eroberte, noch einmal wagen. In ihren Instagram-Storys kündigt die inzwischen 41-Jährige an, am 5. Juli "ein geheimes, intimes Konzert" in London spielen zu wollen. "Ich würde mich riesig freuen, wenn einige von euch dabei wären", schreibt Duffy.

Das Konzert sei bewusst klein gehalten und die Tickets dafür würden verlost. Auf Instagram können sich Fans dafür registrieren. In ihrem Beitrag kündigt Duffy zudem an, dass sie "einige neue Lieder" bei diesem Auftritt performen werde.

Bereits im Mai hatte die Sängerin durchscheinen lassen, dass sie offenbar an einem musikalischen Comeback feilt. Auf ihrem Instagram-Profil teilte sie ein Schwarz-Weiß-Foto aus einem Tonstudio und schrieb dazu: "Wenn ich doch nur die richtigen Worte fände, um zu beschreiben, wie sehr ich euch alle vermisst habe. Ich arbeite daran, zu euch zurückzukehren."

Vergewaltigt und verschleppt

Aimée Anne Duff, wie Duffy mit bürgerlichem Namen heißt, war 2008 auf dem Weg, ein ganz großer Star zu werden. Mit ihrer Single "Mercy" und dem Album "Rockferry" eroberte sie die Charts, gewann drei BRIT-Awards und einen Grammy. "Rockferry" wurde zudem in Großbritannien das meistverkaufte Album des Jahres. 2010 veröffentlichte die Sängerin ihr zweites Album "Endlessly". Daraus wurde die Single "Well, Well, Well" ausgekoppelt. Vor der Veröffentlichung eines dritten Albums zog sich Duffy überraschend komplett aus der Öffentlichkeit zurück.

Was hinter dem Rückzug steckte, blieb lange unklar. Erst 2020, fast ein Jahrzehnt nach ihrem Verschwinden, brach Duffy ihr Schweigen: In einem Instagram-Post offenbarte sie, was "absolut niemand" bislang gewusst habe. Sie erklärte, vergewaltigt, unter Drogen gesetzt und in ein fremdes Land verschleppt worden zu sein. In einem persönlichen Essay auf ihrer Website schilderte sie das Erlebte und erklärte, dass die Entführung sie in Suizidgedanken getrieben hatte. Der Täter wurde nie namentlich bekannt gemacht.

Hilfe bei Suizidgedanken

Wenn Sie Suizidgedanken haben oder jemand in Ihrem Umfeld, suchen Sie bitte Hilfe - bei der Telefonseelsorge unter 0800 / 111 0 111, dem Notruf 112, dem medizinischen Notdienst 116 117 oder auf suizidprophylaxe.de

Quelle: ntv.de, csp/spot

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