Das war Donnerstag, der 26. Juli 2018
Ein sehr US- und sehr naturlastiger Donnerstag geht zu Ende. Zum einen verkünden die USA einen Zoll-Waffen-Stillstand mit Europa und zum anderen erklären sie, die Krim-Annexion durch Russland niemals anerkennen zu wollen.
Es bleibt weiterhin heiß in Deutschland und auch wenn die eine Hitzewelle bald endet – die nächste steht schon in den Startlöchern. Mittenrein in die tropischen Temperaturen fällt auch noch die längste Mondfinsternis aller Zeiten (die ist aber erst morgen Abend).
Und das war heute sonst noch wichtig:
Direkt an der Autobahn A9 in Brandenburg entsteht ein riesiges Feuer und breitet sich rasend schnell aus. Rund 90 Hektar trockener Kiefernwald stehen in Flammen. Ein Ort muss sich auf die Evakuierung vorbereiten.
Samsung hat ein Display entwickelt, dem Stürze und extreme Temperaturen nichts anhaben können. Der revolutionäre Bildschirm könnte auch die nächsten iPhones immun gegen Displayschäden machen.
Astronomen gelingt ein wissenschaftlicher Coup: Im Zentrum der Milchstraße weisen sie an einem Stern erstmals die sogenannte Gravitationsrotverschiebung nach.
Damit wünsche ich Ihnen einen erholsamen Schlaf. "Der Tag" ist morgen wieder für Sie da.
Kurioser Kopfschutz rettet US-Baseballfan
Ein Eimer auf dem Kopf kann nützlich sein. Ein Baseball-Fan in einem Stadion in Chicago ist von einem herabgestürzten Teil der Anzeigetafel getroffen worden - da er aber einen Plastikeimer zur Kopfbedeckung umgewandelt hatte, kam er relativ glimpflich davon.
Wie die "Chicago Tribune" berichtete, hatte der 19-jährige Fan der Chicago Cubs im Stadion Wrigley Field das Spiel seiner Mannschaft gegen die Arizona Diamondbacks verfolgt, als sich eine Metallkachel aus der Anzeigetafel löste. Dank des Eimers erlitt er nur eine Platzwunde am Kopf, die mit ein paar Stichen genäht wurde.
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Macrons Bodyguard
Die Pariser Staatsanwaltschaft hat Vorermittlungen wegen mutmaßlicher Gewalt gegen Polizisten am Rande einer Maikundgebung in der französischen Hauptstadt eingeleitet. Die Ermittlungen richteten sich gegen alle Verdächtigen, die am 1. Mai in der Nähe des Contrescarpe-Platzes an den Ausschreitungen beteiligt waren, erklärte die Staatsanwaltschaft. Darunter ist auch das Paar, das Videoaufnahmen zufolge von einem ehemaligen Sicherheitsmitarbeiter des französischen Präsidenten Emmanuel Macron verprügelt wurde.
Das Video, das die Zeitung "Le Monde" vor einigen Tagen veröffentlicht hatte, zeigt, wie Macrons damaliger Mitarbeiter Alexandre Benalla Demonstranten heftig angeht und schlägt. Benalla trug dabei einen Polizeihelm und eine Polizei-Armbinde, obwohl er nicht Polizist ist.
Roma-Siedlung in Italiens Hauptstadt geräumt
In der italienischen Hauptstadt ist ein Camp mit mehreren Hundert Angehörigen der Minderheit der Roma geräumt worden. Die Bürgermeisterin begründete die Maßnahme mit Gesundheitsrisiken für die Bewohner der illegalen Barackensiedlung am Rande der Stadt.
Es gebe Hygiene-Probleme, schrieb die Bürgermeisterin Virginia Raggi auf Facebook.
Den Bewohnern seien alternative Unterkünfte und die freiwillige Rückkehr in ihre Heimatländer angeboten worden.
Dass die "Camping River" genannte Siedlung bereits am Donnerstag geräumt wurde, hatte für Empörung gesorgt, weil der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) Italien darum gebeten hatte, damit noch zu warten und bis Freitag weitere Informationen zu liefern.
Hunderte Fahrgäste aus defektem Zug gerettet
Aus einem defekten Zug sind bei brütender Hitze nahe dem Essener Hauptbahnhof Hunderte Fahrgäste in Sicherheit gebracht worden. Nach Angaben der Bundespolizei ist der Zug einer Privatbahn kurz nach der Ausfahrt aus dem Bahnhof wegen eines Motorschadens am späten Donnerstagnachmittag liegengeblieben.
"Rund 300 Fahrgäste mussten evakuiert werden aus dem Zug", sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Die Strecke Richtung Mülheim, auf der der Zug unterwegs gewesen sei, sei gesperrt worden. Der defekte Zug habe noch Stunden später an dieser Stelle gestanden. Vier Erwachsene und ein Baby seien wegen Kreislaufbeschwerden von einem Notarzt behandelt worden.
Videos des Tages
Polizei spürt gestohlenen blauen Diamanten auf
17 Millionen Euro ist der Diamant wert, der so schön blau schimmert. Der Stein sei von einem Mitarbeiter eines Geldtransportunternehmens entwendet worden, teilte die Polizei in einem Video mit.
Der Mann habe den Diamanten in einem Schuhkarton auf einem Handelsschiff mit Ziel Sri Lanka versteckt.
Die Polizei gab an, etwa hundert Verdächtige befragt und Tausende Stunden Videoüberwachungsmaterial gesichtet zu haben. Die gesamte Ladung des Schiffes sei daraufhin beschlagnahmt und durchsucht worden. Der Hauptverdächtige sei festgenommen worden und habe schließlich die Tat gestanden, sagen die Beamten in dem Video.
Astro-Alex meldet sich mit Botschaft aus dem All
Der deutsche Astronaut Alexander Gerst würde gerne Steine vom Mond und vom Mars zur Erde mitbringen. In einer Live-Schaltung von der Internationalen Raumstation ISS in seine baden-württembergische Heimatstadt Künzelsau nannte es Astro-Alex "wichtig", zu den beiden uns nächstgelegenen Himmelskörpern zu reisen. Die Menschen seien ein "Inselvolk" in einem "großen schwarzen Meer", "und das müssen wir besser verstehen".
Gerst meldete sich aus dem europäischem Columbus-Modul auf der ISS in Künzelsau, wo zahlreiche Menschen die Video-Schaltung auf einer Großleinwand verfolgten.
Im Westen wird's tropisch bis in die Nacht
Bereiten Sie sich auf eine heiße Nacht vor - und zwar was die Temperaturen angeht. Unser n-tv Meteorologe Björn Alexander hat den Wetterausblick für die kommenden Stunden für Sie:
Vor allem auf den Nordseeinseln ist die Hitze des heutigen Tags rekordverdächtig: List auf Sylt knackte den bisherigen Rekord für Juli aus dem Jahre 1941 - damals 31,6 heute mindestens 32,8 Grad.
Die Hitzespitze lag aber definitiv im Westen. So vermeldete Neuss bei Düsseldorf am Nachmittag 38,3 Grad.Und auch nachts geht es tropisch weiter. Besonders im Norden und Westen mit Tiefstwerten um die 20 bis 23 Grad.
Sehr schlaffeindlich ist es hierbei in den Ballungsräumen. Zum Beispiel dürfte in Köln erst nach Mitternacht die 30 Grad-Marke unterschritten werden.
Erst am Wochenende wird es vorübergehend mal weniger heiß. Hier die Details.
Ihr Björn Alexander
Wann die Hitzewelle voraussichtlich endet, können Sie hier nachlesen.
Laufende Kettensäge fällt Mann ins Gesicht
Ein 79-Jähriger hatte alleine in einem Wald bei Elvershausen im Landkreis Northeim Bäume gefällt, als das Unglück passierte. Seine laufende Kettensäge ist ihm ins Gesicht gefallen, nachdem er gestürzt war.
Danach ist er blutüberströmt mit seinem Traktor nach Hause gefahren. Dort behandelte ihn ein Notarzt, bevor er von einem Hubschrauber in ein Krankenhaus in Göttingen geflogen wurde. Die Kettensäge verletzte ihn rechts im Gesicht, nach Polizeiangaben "erheblich".
Immer mehr Senioren bessern Rente mit Minijob auf
Die Rente reicht bei vielen hinten und vorne nicht. Immer mehr Senioren in Deutschland sind offenbar auf einen Minijob angewiesen, um auch im Rentenalter ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.
Im Dezember 2017 gab es knapp 1,1 Millionen Minijobber ab 65 Jahren, wie die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte. Ende 2003 waren es erst rund 587.000.
Die Altersgruppe ab 65 stelle mittlerweile den größten Anteil an den geringfügig Beschäftigten, teilte Zimmermann mit. Im Dezember 2003 hatten demnach mit fast 688.000 noch die 35 bis 40-Jährigen die größte Gruppe bei den Minijobbern gebildet.
Fall um Pastor: USA drohen Türkei mit Sanktionen
Die USA haben der Türkei Sanktionen angedroht, falls sie den wegen Terror- und Spionagevorwürfen angeklagten US-Pastor Andrew Brunson nicht auf freien Fuß setzt. Dies kündigte Vizepräsident Mike Pence an.
Brunson war am Mittwoch nach fast zwei Jahren in einem türkischen Gefängnis in den Hausarrest entlassen worden.
Schlagzeilen zum Feierabend
Haftstrafe - Museumsmitarbeiter veruntreute 207.000 Euro
Wegen der Veruntreuung von rund 207.000 Euro ist ein ehemaliger Mitarbeiter des Berliner Mauermuseums zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden.
Außerdem muss der 39-Jährige laut Beschluss des Amtsgerichts Tiergarten das von ihm entwendete Geld zurückzahlen, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Weil der geständige Angeklagte zur Tatzeit stark spielsüchtig war, ging das Gericht bei dem Urteil von einer verminderten Schuldfähigkeit aus.
Als Abteilungsleiter für Finanzen und Controlling des privaten Museums am Checkpoint Charlie hatte der Mann laut Anklage zwischen Anfang 2013 und 2016 in 162 Fällen Überweisungen gefälscht und so Geld auf sein Konto abgezweigt.
Ed Sheeran setzt Katzen auf Instagram in Szene
Calippo und Dorito – was lecker klingt, ist in erster Linie total süß. Es handelt sich um die Namen der Katzen des Popsängers Ed Sheeran. Der Künstler hat seinen beiden Haustieren jetzt einen eigenen Istagram-Account verpasst. 150.000 Follower und steigend.
Zu sehen gab es zunächst nur drei Fotos von Calippo und Dorito in verschiedenen Posen. Die Schnappschüsse mit Titeln wie "Badezeit" oder "Dumm und Dümmer" brachten Sheerans Haustieren im Handumdrehen tausende Likes und eine Vielzahl entzückter Reaktionen ein.
Waldbrand: Brandenburger Siedlung droht Evakuierung
Ein großer Waldbrand bedroht den brandenburgischen Ort Fichtenwalde. Die Bürger wurden aufgerufen, sich auf eine Evakuierung vorzubereiten. "Ich will keine Panik machen, aber die Bürger müssen vorbereitet sein", sagte Ortsvorsteher Tilo Köhn gegenüber den "Potsdamer Neue Nachrichten".
Die angrenzende A9 ist ebenfalls wegen des Brandes zwischen dem Dreieck Potsdam und Beelitz-Heistätten gesperrt. Die Rauchentwicklung ist weit sichtbar. Eine Fläche von bis zu 50 Hektar soll in Flammen stehen.
Ungekühlt: Zoll entdeckt Transporter voller Spanferkel
Bei dieser Hitze sollte die Kühlkette bei Lebensmitteln auf keinen Fall unterbrochen werden. Ein Vergehen dagegen konnte nun der Zoll in Nordrhein-Westfalen aufdecken. Sie fanden 74 geschlachtete Spanferkel in einem Kleintransporter- unverpackt und ungekühlt.
Die Tiere hätten auf der Ladefläche gelegen, teilte das Hauptzollamt Dortmund mit. Die Weiterfahrt sei untersagt worden. Das Veterinäramt verfügte die Vernichtung der Schweine.
Der 47-jährige Fahrer gab an, auf dem Weg aus den Niederlanden nach Bulgarien zu sein. Wegen des Verdachts der Unterbrechung der Kühlkette und Verstößen gegen die Hygienevorschriften durfte er nicht weiterfahren.
Geisel von flüchtigem Messerstecher in Sicherheit
Die Erfurter Polizei hat die Geisel des flüchtigen Messerstechers weitgehend wohlbehalten aufgefunden. Die 34-jährige Exfreundin des 41 Jahre alten Manns sei leicht verletzt aufgegriffen und einem Arzt vorgestellt worden, erklärten die Beamten.
Nach dem flüchtigen Täter, der auf der Flucht einen unbeteiligten 24-jährigen Passanten niedergestochen und schwer verletzt haben soll, wurde weiter gefahndet.
US-Finanzminister: Vorerst keine Strafzölle auf Autos
US-Finanzminister Steven Mnuchin hat bestätigt, dass die USA vorerst keine Strafzölle auf Autos aus der Europäischen Union verhängen werden. Dies gelte für die Dauer der Verhandlungen zwischen den USA und der EU, sagte Mnuchin im US-Sender CNBC.
Bislang hatte nur die EU erklärt, dies sei beim Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Mittwochabend in Washington vereinbart worden.
Mehr dazu in Kürze auf n-tv.de.
Linke: Deutschland trägt Mitschuld an Bränden bei Athen
Die Spitze der Linken in Deutschland hat der Bundesregierung eine Mitschuld an den Waldbränden im Osten Athens mit mindestens 82 Toten gegeben.
"Die deutsche #Regierung trägt eine Mitschuld!", twitterte Parteichef Bernd Riexinger. Die Waldbrände seien zwar von der Hitze verursacht. "Die Einsparungen bei der Brandbekämpfung wurden aber durch u.a. deutsche Sparprogramme in Griechenland verordnet", schrieb Riexinger.
Parteivorsitzende Katja Kipping twitterte: "Die Feuerwehr wurde kaputt gespart durch Schäubles Spardiktat." Damit meint sie die Sparauflagen der internationalen Geldgeber, die im Gegenzug Kredite für das pleitebedrohte Griechenland gegeben hatten.
Schichtwechsel
Mein Kollege Uladzimir Zhyhachou stürmt in die nachmittagliche Hitze und gleichzeitig auch ins vorgezogene Wochenende. Mein Name ist Michael Bauer und bis in den späten Abend werde ich Sie mit wichtigen und wissenswerten Meldungen versorgen. Bei Fragen oder Anregungen können Sie mich unter michael.bauer[at]nama.de erreichen.
Unbekannter schießt auf Motorradfahrer in Köln
Ein Unbekannter hat in Köln auf offener Straße mehrere Schüsse auf einen Motorradfahrer abgefeuert und den 30-Jährigen verletzt. Passanten fanden den Mann im Stadtteil Bilderstöckchen neben seiner Maschine am Boden liegend und alarmierten die Polizei. Zeugen beobachteten, wie nach den Schüssen ein dunkles Auto älterer Bauart vom Tatort wegfuhr.
Der Motorradfahrer aus Köln wurde von einem Projektil getroffen und in eine Klinik gebracht. Lebensgefahr bestand nach ersten Erkenntnissen nicht. Die Hintergründe und den genauen Ablauf der Tat will nun eine Mordkommission der Kölner Polizei aufklären.
Jugendlicher fährt Maserati zu Schrott
Eine Spritztour mit dem Maserati des Freundes seiner Mutter ist für einen 14-Jährigen in Baden-Württemberg zum teuren Spaß geworden: Der Jugendliche aus Rickenbach machte sich in der vergangenen Woche mit dem Wagen vom Typ Spyder aus dem Staub - ohne die Erlaubnis des Besitzers und natürlich ohne Führerschein.
Mit überhöhter Geschwindigkeit kam er in einer Linkskurve von der Fahrbahn nach rechts ab und fuhr das Auto auf einem Acker mit jungen Bäumen fest. Die hintere Radaufhängung blieb an einem Baumstumpf hängen und brach. Den Schaden bezifferten die Beamten auf rund 50.000 Euro. Der Jugendliche blieb unverletzt.
Caritas-Erzieherinnen sollen Jugendliche missbraucht haben
Wegen des Verdachts, Heim-Jugendliche sexuell missbraucht zu haben, hat die Caritas zwei Mitarbeiterinnen in Hessen vom Dienst freigestellt. "Wir haben beide Angelegenheiten zur Strafanzeige gebracht", sagte Ansgar Erb vom Vorstand des Wohlfahrtsverbandes.
Betroffen ist das Fritzlarer Haus Carl Sonnenschein mit 90 Kindern und Jugendlichen an mehreren Standorten.
Laut Erb waren zwei schriftliche, anonyme Hinweise eingegangen. Darin wird einer Mitarbeiterin vorgeworfen, mit einem 16-Jährigen eine Liebesbeziehung gehabt zu haben, der zeitweise im Haus Carl Sonnenschein betreut wurde.
Eine andere Mitarbeiterin soll einen Jugendlichen sexuell gestreichelt haben.
Hunderte Migranten stürmen gewaltsam in spanische Exklave
Hunderte Flüchtlinge sind gewaltsam in die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta gelangt. Zwischen 450 und 600 Migranten hätten am frühen Morgen die gut sechs Meter hohen doppelten Grenzzäune überwinden können, berichteten spanische Medien übereinstimmend unter Berufung auf die Polizei. Die Migranten hätten die Beamten unter anderem mit selbstgebauten Flammenwerfern und mit Branntkalk, der beim Kontakt mit der Haut gefährliche Verätzungen verursache, attackiert.
Vier Beamte der Guardia Civil (Zivilgarde) und elf Migranten seien in ein Krankenhaus in Ceuta gebracht worden, hieß es. Den Angaben zufolge versuchten Hunderte weitere Migranten, ebenfalls über die Grenzzäune zu klettern. Sie seien aber von spanischen und marokkanischen Beamten daran gehindert worden.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Mann sticht Elfjährigen nieder
Ein junger Mann soll in Niederbayern ein Nachbarskind mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt haben. Der elf Jahre alte Junge wurde mit tiefen Schnitt- und Stichwunden am Oberkörper, am Hals und am Bein in ein Krankenhaus gebracht.
Das Kind aus Vilshofen bei Passau ist dank einer Notoperation mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr.
Der 25 Jahre alte Tatverdächtige kommt aus Eritrea und wohnt im selben Haus wie das Kind. Die Gründe für die Attacke sind noch unklar.
Der Tatverdächtige wurde unmittelbar nach dem Angriff auf der Flucht festgenommen. Dabei stellte die Polizei auch das Messer sicher.
Navi bringt Autofahrer 350 Kilometer vom Ziel ab
Ein Tippfehler bei der Bedienung seines Navigationsgeräts hat einem schwedischen Autofahrer in Deutschland einen gehörigen Umweg eingebrockt.
Statt ins schleswig-holsteinische Puttgarden lotste ihn sein digitaler Helfer nach Putgarten in Mecklenburg-Vorpommern, wie die Polizei in Stralsund mitteilte.
Sie hatte den 29-Jährigen bei einer Verkehrskontrolle angehalten, weil er zu schnell fuhr. Dabei fiel den Beamten der Irrtum des Mannes auf.
Er hatte sein eigentliches Ziel um rund 350 Kilometer verfehlt, als ihn die Polizisten auf einer Landstraße auf der Insel Rügen stoppten. Der Mann war da nur noch rund eine Stunde von Putgarten entfernt. Er musste eine Sicherheitsleistung von 80 Euro plus einer Bearbeitungsgebühr bezahlen. Danach drehte er um, um den Weg in Richtung Puttgarden auf Fehmarn anzutreten.
Bedrohungslage in Erfurt: Messerstecher auf der Flucht
Die Polizei in Erfurt fahndet nach einem Mann, der einen Passanten niedergestochen und schwer verletzt haben soll. Nach Informationen der "Bild" handelt es sich bei dem Angreifer um einen 41-jährigen Litauer, der vor der Attacke seine Ex-Freundin entführt haben soll.
Die Polizei schreibt auf Twitter von einer "Bedrohungslage in Erfurt" und warnt davor, im Bereich Hauptbahnhof, Güterbahnhof und Weimarische Straße Anhalter mitzunehmen. "Niemand mitnehmen, Abstand halten, 110 rufen!", heißt es.
Zuletzt soll der angebliche Geiselnehmer mit seiner Ex-Freundin in Höhe der Bahngleise gesehen worden sein. Die Polizei ist mit einem Hubschrauber im Einsatz.
Wegen der Suche war der Erfurter Hauptbahnhof für knapp eine Stunde gesperrt worden.
450 Reisende sitzen in ICE ohne Klimaanlage fest
Nicht nur Besucher des Ed-Sheeran-Konzerts in Hamburg haben gestern unter der Hitze gelitten. Zwischen Verden und Rotenburg in Niedersachsen stürzte am späten Nachmittag ein Baum auf die Oberleitung, dadurch wurde ein ICE gestoppt. 450 Reisende mussten für mehr als zwei Stunden in dem Zug ausharren. Weil die Stromzufuhr unterbrochen war, fiel die Klimaanlage aus.
Wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte, wurden die Türen rasch geöffnet, einige Fahrgäste stiegen aus. Alle seien sehr schnell mit Getränken versorgt worden. Von gesundheitlichen Beeinträchtigungen sei nichts bekannt. Nach zwei Stunden wurde der Zug mit einer Diesellok zurück nach Rotenburg gezogen.
Kliniken verzichten auf Millionen für bessere Pflege
Trotz Pflegemangels an Krankenhäusern nutzen die Kliniken eine millionenschwere Förderung für neue Schwestern und Pfleger nur etwa zur Hälfte. 2016 und 2017 wurden bislang 157 Millionen Euro in Anspruch genommen. Zur Verfügung stellen die Kassen aber rund 300 Millionen Euro. Das zeigt ein Bericht des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung zum sogenannten Pflegestellen-Förderprogramm.
Das Förderprogramm wurde 2015 mit einer Klinikreform des damaligen Gesundheitsministers Hermann Gröhe beschlossen. Bis 2018 belaufen sich die Fördermittel auf bis zu 660 Millionen Euro.
Hunderte Fans bei Ed-Sheeran-Show müssen behandelt werden
Die große Hitze hat vielen der 80.000 Besucher des Konzerts von Superstar Ed Sheeran in Hamburg zu schaffen gemacht.
Rund 330 Musikfans wurden bei schwülem Wetter mit Kreislaufproblemen behandelt, sagte ein Sprecher der Hamburger Feuerwehr. Zwölf Konzertbesucher seien vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden.
Wegen der hohen Temperaturen auf der Bahrenfelder Trabrennbahn hatte die Feuerwehr schon vor dem Konzert Besuchern dazu geraten, viel zu trinken und Hüte aufzusetzen.
Die Tipps hätten gewirkt, sagte ein Sprecher. Im Vergleich zu anderen Großveranstaltungen hätten bei dem Konzert nur wenige Menschen behandelt werden müssen.
Schlagzeilen am Morgen
Explosion nahe US-Botschaft in Peking
Auch in der Nähe der US-amerikanischen Botschaft in Peking hat sich eine Explosion ereignet. Die Polizei habe das ohnehin stark gesicherte Gelände weiter abgesperrt, sagte eine Augenzeugin der dpa. Staatlichen Medienberichten zufolge hat die chinesische Polizei eine Frau abgeführt, die sich mit Benzin übergossen hat, um sich offenbar selber anzuzünden. In ersten Berichten gab es keine Angaben zu möglichen Opfern. Kurz nach der Explosion wurden aber erste Absperrungen bereits wieder geräumt.
Explosion in Geschäftsgebäude in Berlin
Bei einer Explosion in einem Geschäftsgebäude in Berlin sind drei Menschen schwer verletzt worden.
Die Polizei ging ersten Erkenntnissen zufolge nicht von einer Straftat aus. Eine Sprecherin erklärte, das Unglück sei "höchstwahrscheinlich" auf den falschen Gebrauch einer Gasflasche zurückzuführen.
An dem dreistöckigen Haus im Stadtteil Zehlendorf seien durch die Wucht der Detonation die Scheiben zerborsten, schilderte ein Feuerwehr-Sprecher. Die Verletzten wurden demnach vor dem Gebäude gefunden.
In dem Gebäude selbst wurden nach ersten Angaben der Feuerwehr keine weiteren Menschen gefunden. Unter anderem befinde sich in dem Gebäude eine Bar, hieß es.
Transporter kracht in Kleidungsgeschäft
Gleich vorab: Es war kein Terroranschlag. Ein Kleintransporter ist in Nordrhein-Westfalen in die Ladenfront eines Kleidungsgeschäftes gekracht. Eine 52 Jahre alte Angestellte, die gerade im Eingangsbereich stand, wurde verletzt.
Der 41-jährige Fahrer hatte auf einem Parkplatz in Voerde die Kontrolle über seinen Transporter verloren. Das Fahrzeug raste los und kam erst im Eingangsbereich des Ladens zum Stehen. Der Schaden liegt im fünfstelligen Bereich.
Weiteres Opfer von 9/11 identifiziert
Fast 17 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ist in New York ein weiteres Todesopfer identifiziert worden.
Scott Michael Johnson wurde als 1642. Todesopfer ermittelt, wie die Gerichtsmedizinerin Barbara Sampson mitteilte.
Der damals 26-Jährige war als Analyst bei einer Investmentbank angestellt. Seine Identität wurde anhand von DNA-Tests an sterblichen Überresten festgestellt, die in den Trümmern gefunden worden waren.
Bei dem schwersten Anschlag in der Geschichte des Terrorismus mit vier gekaperten Passagierflugzeugen waren in den USA rund 3000 Menschen getötet worden.
Mehr als 1100 New Yorker Todesopfer und damit etwa 40 Prozent der am World Trade Center Getöteten wurden bis heute nicht identifiziert.
Das wird heute wichtig
Wer hätte das gedacht? EU- Kommissionschef Juncker gelingt beim Treffen mit US-Präsident Trump ein Durchbruch. Trump spricht von einem "großen Tag" und entdeckt gar seine "Freundschaft" für Europa. Hat er sich schon wieder "versprochen"?
Von US- Zusatzzöllen auf europäische Autoimporte und von Vergeltungsdrohungen der EU ist - vorerst - keine Rede mehr. Beide Seiten wollen nun über die Angleichung von Standards reden und gemeinsam an einer Reform der Welthandelsorganisation arbeiten. Die Bundesregierung ist hoch erfreut.
Das wird heute wichtig:
Außenminister Maas setzt seine erste Asien-Reise in Südkorea fort, wo es vor allem um die Entspannungsbemühungen mit Nordkorea gehen wird. Neben politischen Gesprächen in der Hauptstadt Seoul wird der SPD-Politiker das entmilitarisierte Grenzgebiet besuchen.
Im Fall des von seiner Mutter und seinem Stiefvater für Vergewaltigungen verkauften Jungen aus dem baden-württembergischen Staufen beginnt heute der vermutlich letzte Prozess zu der Tatserie. Angeklagt ist ein 33 Jahre alter Mann aus Spanien, der sich wiederholt an dem zur Tatzeit neun Jahre alten Jungen vergangen und dafür an dessen Eltern und das Kind Geld gezahlt haben soll. Dem Mann werden unter anderem besonders schwere und schwere Vergewaltigung, Kindesmissbrauch, Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung, schwere Zwangsprostitution sowie Besitz und Verbreitung kinderpornografischer Schriften vorgeworfen.
Nach seinem Abschied aus der Fußball-Nationalmannschaft steht Özil mit Arsenal London erstmals wieder bei einem Testspiel auf dem Platz - bei der Saison-Vorbereitung in Singapur trifft das Team auf Europa-League-Spieger Atlético Madrid.
Guten Morgen, liebe Leserinnen und liebe Leser! Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen entspannen Tag!
Höhepunkt der Hitzewelle kommt erst noch
Die Freunde des heißen Hochsommers kommen auch weiterhin voll auf ihre Kosten. Für alle anderen und vor allem für die Natur bleiben die Zeiten hingegen hart. Denn bei Spitzenwerten von bis zu 38 Grad steuern wir heute und morgen auf den vorläufigen Höhepunkt der Hitzewelle zu. Am Wochenende wird es dann zwar weniger heiß, dafür aber schwüler mit teils heftigen Gewittern, bevor die Hitze nächste Woche wahrscheinlich wieder Anlauf nimmt.
Der heutige Tag beginnt nach einer mitunter tropischen Nacht (Tiefstwerte nicht unter 20 Grad) mit viel Sonne. Und auch tagsüber gesellen sich nur ein paar harmlose Wölkchen als Schattenspender dazu. Einzig Richtung Ostbayern sowie in der Eifel und im Grenzgebiet zu den Niederlanden sind einzelne Hitzegewitter drin.
Dabei sollten wir spätestens heute in den absoluten Schongang schalten. Es wird nämlich sehr, sehr heiß. Die höchsten Temperaturen gibts rund um Rhein und Ruhr sowie Richtung Münster- und Emsland bei bis zu 38 Grad. Die Spitzenreiter der Wettermodelle mit eben diesen 38 Grad finden sich hierbei an den Wetterstationen in Neukirchen Vluyn (Niederrhein), Ringe-Grosringe (Grafschaft Bentheim), Emsdetten, Marl, Nordhorn, Duisburg Hochfeld, Kleve und Weeze (Niederrhein).
Das untere Ende der Temperaturskala markiert der Alpenrand bei bis zu 27 Grad. Ansonsten bekommen Sie zwischen 30 und 36 Grad. Eine Abkühlung gibts beispielsweise in den Badeseen und Freibädern sowie in Nord- und Ostsee bei Wassertemperaturen von 20 bis 22 Grad. Zudem lebt der zum Teil böige Ostwind im Tagesverlauf auf und bringt uns später mit Böen zwischen Windstärke 3 und 5 zumindest eine kleine Erfrischung. Ihr Björn Alexander