Politik

Täter verletzt Bombe explodiert vor US-Botschaft in Peking

AP_18207227034226.jpg

Nach der Explosion vor der US-Botschaft in Peking sperrte die Polizei vorübergehend die Straße vor dem Gebäude.

(Foto: AP)

Auf dem Gelände der US-Botschaft in Peking gibt es einen lauten Knall. Kurz darauf ist klar: Eine Bombe ist explodiert. Vermutlich verhindert ein Botschaftsmitarbeiter Schlimmeres. Denn er wirft den Sprengsatz zurück über den Zaun.

Vor der US-Botschaft in Peking hat es eine Explosion gegeben. Nach Darstellung der Amerikaner handelte es sich um eine Bombe. Die chinesische Polizei sprach dagegen von einem Feuerwerkskörper. Die Nachrichtenagentur dpa berichtete, dass es sich um einen Sprengsatz gehandelt haben soll, der aus Feuerwerkskörpern selbst zusammengebaut wurde. Dieser soll vermutlich von einem 26-Jährigen aus der Inneren Mongolei gezündet worden sein.

*Datenschutz

Er habe sich an der Hand verletzt und sei in ein Krankenhaus eingeliefert worden, so die Polizei. Angaben zum Motiv des Mannes gibt es bislang nicht. Ein chinesischer Mitarbeiter der US-Botschaft berichtete, jemand habe einen Gegenstand über den Zaun auf das Grundstück des Anwesens geworfen. Daraufhin habe ein Botschaftsmitarbeiter das Teil wieder zurück auf die Straße geworfen. Dann habe es die Explosion gegeben.

Zeugen, die sich zum Zeitpunkt des Zwischenfalls im Bereich der Botschaft aufhielten, berichteten, sie hätten gegen 13 Uhr Ortszeit eine Explosion gehört und Erschütterungen gespürt. Die US-Botschaft teilte mit, das Gebäude sei nicht beschädigt worden. Gegen 13.45 Uhr konnte der Betrieb normal fortgesetzt werden.

Die Botschaft liegt ebenso wie die diplomatischen Vertretungen vieler anderer Staaten im Nordosten Pekings. In den sozialen Medien kursierten Fotos, auf denen Rauch zu sehen ist in der Nähe des Bereichs, in dem sich Menschen vor dem Botschaftsgelände anstellen, um Visums-Angelegenheiten zu klären. Einige Fotos und Videos wurden später entfernt.

Die Beziehungen zwischen den USA und China sind derzeit wegen des Handelsstreits zwischen beiden Ländern besonders angespannt. Chinesische Regierungsvertreter und die staatlichen Medien haben die US-Handelspolitik wiederholt scharf kritisiert. In den streng zensierten sozialen Medien machte sich bislang allerdings keine Empörungswelle breit und es kam auch nicht zu einem Boykott amerikanischer Waren.

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa/rts