Das war Donnerstag, der 3. März 2016
Liebe Leser, der Nachrichtentag neigt sich dem Ende entgegen - und wie immer lassen wir ihn an dieser Stelle noch einmal Revue passieren. Diese Themen haben Sie heute besonders interessiert:
Kanzlerin Angela Merkel warnt vor den Landtagswahlen am 13. März davor, die AfD zu wählen. "Die AfD hat aber keine Lösungen anzubieten, die gut für Deutschlands Zukunft wären", sagte sie in einem Zeitungsinterview.
Die Messerattacke auf einen Bundespolizisten in Hannover hat möglicherweise einen terroristischen Hintergrund. Ermittler sollen annehmen, dass die 15-jährige Täterin mit der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in Verbindung steht.
Bei den Sparkassen kursieren einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge mittlerweile Überlegungen, größere Geldbeträge über Nacht im eigenen Haus zu belassen als es zu ungünstigen Konditionen bei der EZB zu parken.
Der frühere Spitzensportler Oscar Pistorius ist mit seiner Beschwerde gegen das Mordurteil vor dem südafrikanischen Verfassungsgericht gescheitert. Der Fall werde wegen mangelnder Erfolgsaussichten zurückgewiesen, teilte das Gericht mit. Nun droht ihm eine lange Haftstrafe.
Michael Jacksons Tochter hat sich einen neuen Look verpasst.
Ich verabschiede mich von Ihnen und wünsche Ihnen eine angenehme Nacht. Schlafen Sie gut!
Wahl-Umfrage: Zwei Landesregierungen vor dem Aus
Bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt am 13. März landet die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) nach einer Umfrage des Instituts Infratest dimap mit 19 Prozent vor der SPD (15 Prozent). Die CDU von Ministerpräsident Reiner Haseloff bliebe mit 31 Prozent stärkste Kraft.
Den Regierungen in Stuttgart und Mainz droht die Abwahl. In Baden-Württemberg liegt die Union bei 28 Prozent und damit erstmals unter der Marke von 30 Prozent. Die SPD kommt demnach auf 13 Prozent und liegt damit gleichauf mit der AfD. Stärkste Kraft sind die Grünen mit 32 Prozent. Grüne und SPD, die das Land seit fünf Jahren regieren, hätten keine Mehrheit mehr.
In Rheinland-Pfalz könnte es der Umfrage zufolge weder für ein rot-grünes noch ein schwarz-gelbes Bündnis reichen. Bei der Befragung kam die CDU auf 36 Prozent, die SPD landete bei 34 Prozent. Die AfD verbuchte 9 Prozent, die Grünen kamen auf 7 Prozent.
Uni Halle begrüßt Erstsemester mit veganen Kondomen
An der Universität Halle will der Studierendenrat (Stura) nach einem Bericht der "Mitteldeutschen Zeitung" 5.000 vegane Kondome und vegane Lecktücher (für sicheren Oralverkehr an Frauen) beschaffen, um sie als Begrüßungsgeschenk an Erstsemester zu verteilen. Die Kosten belaufen sich auf rund 8.000 Euro - und sollen aus dem Stura-Topf kommen.
Kritik gibt es dem Bericht zufolge vom Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS), der das Ganze Verschwendung studentischer Gelder bezeichnete. "Wir zweifeln stark an, dass die Mehrheit der Studenten einem Kondom, welches sie zufällig in einer Tasche finden, tatsächlich vertrauen und es zum Einsatz kommt. Die meisten schmeißen es weg", sagte eine RCDS-Sprecherin.
Katalanen dürfen keine Enten mehr jagen
Seit fast einem Jahrhundert pflegt der Badeort Roses an der katalanischen Küste eine umstrittene Tradition: die Entenjagd. Allerdings kommt dabei keine Waffe zum Einsatz. Vielmehr werden traditionell 50 Enten ins Wasser geworfen - und von Schwimmern wieder eingefangen. Die Vögel werden nicht getötet. Trotzdem gehen Tierschützer seit Jahren auf die Barrikaden. Denn laut Animal Rescue España erleiden sie während der Prozedur "Stress, innere Blutungen, Schmerz und Angst".
Nun hat die Stadtverwaltung angekündigt, dass das nächste, im August stattfindende Spektakel abgesagt wird. "Die Zeiten ändern sich und die Gesellschaft fordert von uns, neue Wege einzuschlagen", sagte Bürgermeisterin Montse Mindan.
Meckern über Oscar: Schwedens Polizei erntet Shitstorm
Schweden hat einen weiteren Prinzen - und die Polizei mehr Arbeit? Mit einem Twitter-Post haben sich zwei stadtbekannte Polizisten in Stockholm den Unmut eingefleischter Royalisten zugezogen. Nach der Geburt von Prinz Oscar schrieben sie: "Ein königliches Kind ist geboren. Es wird auch eine königliche Taufe geben. Glückwunsch an Victoria und Daniel. Bedauern an die Polizei". Tatsächlich jagte in den vergangenen Monaten ein royales Großereignis das nächste - da kann man als Polizist schon mal müde werden.
Doch statt Verständnis gab es verbale Nackenschläge. Und auch eine Entschuldigung ging in der allgemeinen Empörung unter. Schließlich löschten die Polizisten die Tweets wieder. "Babyglück soll nicht durch Twitter gestört werden. Haben die Tweets entfernt."
Polizei sucht mutmaßliche Vergewaltiger von 14-Jähriger
Mit Fahndungsfotos sucht die Hamburger Polizei nach zwei Verdächtigen, die an der Vergewaltigung einer 14-Jährigen am 11. Februar beteiligt gewesen sein sollen. Der Fall hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt, weil die Täter das Mädchen bewusstlos und bei Temperaturen um den Gefrierpunkt in einem Hinterhof abgelegt hatten. Die Polizei spricht deshalb nicht nur von einem Sexualdelikt, sondern von "versuchtem Mord".
Bei den beiden mutmaßlichen Vergewaltigern handelt sich demnach um den 16-jährigen Alexander K. und den 21-jährigen Bosko P. - bei beiden hat die Polizei 1500 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung führen. Drei weitere Verdächtige, ein 16-Jähriger, ein 14-Jähriger und eine 15-Jährige, sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft bereits in Haft. Letztere hatte die Tat mit dem Handy gefilmt.
Hinweise zum Aufenthaltsort von Alexander K. und Bosko P. können beim Landeskriminalamt unter der Nummer 040-4286567 gegeben werden.
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Krankenwagen überrollt Zwölfjährigen aus Lübeck
Ein Rettungswagen hat in Lübeck einen zwölfjährigen Jungen überfahren und tödlich verletzt. Das Kind sei im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen, teilten Polizei und Feuerwehr mit. Ersten Erkenntnissen zufolge war der Rettungswagen am Nachmittag mit Blaulicht im Stadtteil St. Lorenz unterwegs, als er das Kind anfuhr. Der Junge "wollte gerade die Straße an einer Fußgängerampel überqueren", sagte eine Polizeisprecherin. Der Fahrer habe noch versucht, auszuweichen - vergeblich.
Berliner Zahnarzt soll IS-Kämpfer rekrutiert haben
Die Berliner Polizei hat nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" einen 33-jährigen Zahnarzt aus dem Bezirk Reinickendorf festgenommen, weil er als Rekrutierer für den Islamischen Staat (IS) tätig gewesen sein soll.
Nassim B. stammt nach Angaben der Staatsanwaltschaft Karlsruhe aus Baden-Württemberg und steht im Verdacht, einen 24-jährigen Selbstmordattentäter aus Freiburg radikalisiert zu haben. Demnach kaufte er ihm ein Flugticket nach Syrien und plante dessen Reise.
Bei dem 24-Jährigen handelt es sich dem Bericht zufolge um Yannick N., der im Mai 2015 mit einem Lastwagen voller Sprengstoff in einen irakischen Kontrollpunkt gerast war. Zwölf Soldaten starben.
Der Zahnarzt muss sich nun wegen Beihilfe zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat verantworten. Die Polizei habe bei Durchsuchungen in Berlin und Mannheim unter anderem eine optische Zielvorrichtung für eine Schusswaffe gefunden.
Nassim B. soll Ende Februar seinen Job in einer Arztpraxis in Charlottenburg gekündigt haben.
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Terrorzelle mit Bio-Waffen in Marokko ausgehoben
Die Behörden in Marokko haben nach eigener Darstellung eine Terrorzelle ausgehoben, die im Besitz von biologischen Waffen war. Die Untersuchung der Stoffe habe laut Innenministerium ergeben, dass sie das Nervensystem angreifen und zudem auch schwere Umweltschäden verursachen können. Die zehnköpfige Terrorgruppe habe die Waffen bei einem Anschlag in Marokko einsetzen wollen.
Die Terrorgruppe, die Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) haben soll, war bereits am 18. Februar in der Hafenstadt Al-Jadida an der Atlantik-Küste festgenommen worden.
"Keine Lösungen": Merkel warnt Wähler vor der AfD
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat davor gewarnt, die Alternative für Deutschland (AfD) zu wählen. "Ich verstehe, dass Menschen Sorgen haben, wir leben in schwierigen Zeiten", sagte Merkel im Interview der Koblenzer "Rhein-Zeitung" und der Mainzer "Allgemeinen Zeitung". Die AfD habe keine Lösungen anzubieten, die gut für Deutschlands Zukunft wären.
Mit Aggressionen in der Gesellschaft "dürfen wir uns nicht abfinden", sagte Merkel. Wenn es gelinge, die Zahl der Flüchtlinge zu reduzieren, werde die Zustimmung für die AfD wieder abnehmen. "Und ich bin überzeugt, dass es uns gelingen wird", fügte die Kanzlerin hinzu.
König Felipes Schwester sagt vor Gericht aus
Die Schwester des spanischen Königs Felipe VI., Infantin Cristina, ist im Prozess um einen Finanzskandal erstmals vernommen worden. Ein Skandal - denn noch nie in der Geschichte der spanischen Monarchie stand eine erste nahe Verwandte eines Königs als Angeklagte vor einem Richter.
Der 50-Jährigen wird zur Last gelegt, ihrem Ehemann Iñaki Urdangarin Beihilfe zum Steuerbetrug geleistet zu haben.
Die Infantin erklärte zu Beginn ihrer Vernehmung in Palma de Mallorca, dass sie nur auf die Fragen ihres Verteidigers antworten werde.
Auf eine Serie von Fragen einer Anwältin, die die Nebenklage vertritt, reagierte Cristina mit royalem Schweigen.
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Trotz Tumor: 90-Jährige reist im Wohnmobil durch USA
Über 60 Jahre lang war die US-Amerikanerin Norma eine fürsorgliche Mutter und Ehefrau: Dann starben im Sommer 2015 sowohl ihr Bruder Ralph als auch ihr Mann Leo kurz hintereinander. Die Frau aus Michigan, die zwar Krankenschwester im Zweiten Weltkrieg war, aber seither noch nicht einmal einen Fuß auf den Nachbar-Bundesstaat Wisconsin gesetzt hatte, verfiel in tiefe Trauer. Doch es sollte noch schlimmer kommen. Nur zwei Tage nach dem Tod ihres Mannes erhielt die alte Dame die Diagnose Krebs.
Doch anstatt sich durch zahlreiche Therapien zu quälen, entschied sich Norma im August 2015 dazu, mit dem Wohnmobil durch die gesamte USA zu reisen. Ihr Sohn dokumentiert die Reise der 90-Jährigen seither auf Facebook - und mittlerweile ist Norma zu einem echten Internet-Star avanciert. Selbst ihr Lieblingsautor, Paulo Coelho, schickte ihr bereits Liebesgrüße.
Romney: "Trump ist ein Aufschneider und Betrüger"
Die Parteiführung der US-Republikaner versucht nach dem "Super Tuesday" mit allen Mitteln, Donald Trump als Präsidentschaftskandidaten zu verhindern - und das auf recht drastische Art und Weise. In einer 15-minütigen Rede hat der republikanische Präsidentschaftskandidat des Jahres 2012, Mitt Romney, jetzt mit dem Immobilientycoon abgerechnet. Hier nur ein paar der verbalen Salven, die er in Richtung Trump schoss:
"Seine Versprechen sind genauso wertlos wie ein Abschluss an der Trump University."
"Seine Innenpolitik würde in die Rezession führen. Und seine Außenpolitik würde Amerika und die Welt unsicherer machen."
"Er hat weder die Veranlagung noch das Urteilsvermögen, um Präsident sein zu können."
"Es gibt genügend Hinweise darauf, dass Mr. Trump ein Aufschneider und ein Betrüger ist."
Natürlich hat Trump bereits auf die Anfeindungen reagiert - und schrieb via Twitter: "Scheint, als wolle jemand, der zweimal als Kandidat scheiterte, den Republikanern erzählen, wie man gewählt wird. Kein guter Botschafter!".
Korb vom Hotel: AfD muss Berliner Wahlparty verlegen
Dass es am 13. März für die Alternative für Deutschland (AfD) etwas zu feiern geben wird, scheint angesichts aktueller Umfragen zu den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sicher. Nur wo gefeiert wird, das steht in den Sternen. Parteisprecher Christian Lüth bestätigte, dass das Hotel, in dem die Feier eigentlich stattfinden sollte, abgesagt hat. Hintergrund seien Drohungen gewesen. "Es wird für die AfD immer schwieriger, Räumlichkeiten für öffentliche oder interne Veranstaltungen anzumieten", beklagte Lüth.
Mann erschießt sich versehentlich beim Selfie machen
Im US-Bundesstaat Washington hat sich ein Mann bei einem Selfie versehentlich selbst erschossen. Zusammen mit seiner Freundin und einer Pistole posierte der 43-Jährige laut "Skagit Valley Herald" mehrmals vor der Kamera. Für die Fotos entlud er die Waffe zwar immer wieder, füllte sie aber nach jedem Schnappschuss wieder mit Munition. Beim letzten Selfie übersah der Mann offenbar eine Kugel und schoss sich in den Kopf.
Szenario "Brexit": Wolfgang Schäuble würde "weinen"
So emotional kennen wir den Bundesfinanzminister sonst gar nicht: Wolfgang Schäuble hat in London mit emotionalen Worten für den Verbleib Großbritanniens in der EU geworben. Bei einem Ja zum Brexit beim Referendum im Juni würde das Königreich "das Risiko eines instabileren, volatileren Kontinentaleuropas eingehen", sagte er bei einer Wirtschaftskonferenz in der britischen Hauptstadt. Auf die Frage, wie Deutschland auf den Brexit reagieren würde, sagte er: "Wir würden weinen (...) und ich hoffe, dass wir es nicht tun (müssen)."
Pistorius scheitert mit Beschwerde gegen Mordurteil
Der südafrikanische Sprintstar Oscar Pistorius ist vor der höchsten juristischen Instanz seines Landes mit einer Beschwerde gegen seine Verurteilung wegen Mordes gescheitert. Das Verfassungsgericht hat den Antrag auf Berufung wegen mangelnder Aussicht auf Erfolg abgewiesen.
Pistorius war nach dem Tod seiner Freundin Reeva Steenkamp zunächst "nur" wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden. Im vergangenen Dezember hatte dann jedoch ein Berufungsgericht das Urteil in Mord geändert.
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Gericht: Facebook darf Nutzern Pseudonyme verbieten
Facebook darf von Nutzern in Deutschland weiterhin verlangen, sich mit ihren echten Namen anzumelden. Das Verwaltungsgericht in Hamburg gab einem Eilantrag des Online-Netzwerks statt und stoppte damit eine Datenschützer-Anordnung, die eine Nutzung auch unter Pseudonym vorschrieb.
Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hatte sich auf das deutsche Telemediengesetz berufen. Das Verwaltungsgericht entschied jedoch, das deutsche Recht gelte in diesem Fall nicht. Es sei das Recht desjenigen EU-Landes anzuwenden, "mit dem die streitige Datenverarbeitung am engsten verbunden sei" - im Falle von Facebook also Irland.
Die deutsche Niederlassung sei überwiegend nur im Bereich der Werbung tätig, erklärte das Gericht. Eine Beschwerde gegen die Entscheidung kann beim Hamburgischen Oberverwaltungsgericht aber noch eingelegt werden.
Deutsche Biathlon-Mixedstaffel holt WM-Silber
Die deutschen Biathleten haben zum Auftakt der WM in Oslo mit der Mixedstaffel die Silbermedaille gewonnen. In der Formation Franziska Preuß (Haag), Franziska Hildebrand, Arnd Peiffer (beide Clausthal-Zellerfeld) und Simon Schempp (Uhingen) musste sich das DSV-Quartett über 2x6 und 2x7,5 Kilometer nur Frankreich geschlagen geben.
Bronze ging an Olympiasieger Norwegen. Im ersten Rennen der Titelkämpfe am legendären Holmenkollen hatte das deutsche Team nach insgesamt sieben Nachladern 4,3 Sekunden Rückstand auf die Franzosen.
Im vergangenen Jahr war zum Auftakt der WM in Kontiolahti/Finnland nur der sechste Platz herausgesprungen.
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Obduktion offenbart Details zum Tod der NSU-Terroristen
Zwei Gerichtsmediziner am Universitätsklinikum Jena haben die Theorie zum Tod der beiden NSU-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im wesentlichen bestätigt. Die Obduktion ihrer Leichen habe ergeben, dass Mundlos sehr wahrscheinlich zuerst Böhnhardt und dann sich selbst erschossen habe, erklärte die Leiterin der Rechtsmedizin, Gita Mall, im NSU-Untersuchungsausschuss.
Mundlos und Böhnhardt waren am 4. November 2011 tot in einem Wohnmobil in Eisenach gefunden worden. Zwischen 2000 und 2007 sollen sie insgesamt zehn Menschen ermordet haben.
Ein Mediziner, der die Leichenschauen im November 2011 selbst durchgeführt hatte, erläuterte zahlreiche Details der Untersuchungen. Nach seinen Worten lassen sich auch scheinbar widersprüchliche Spuren aus dem Wohnmobil mit der Theorie vereinbaren.
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Clooney: "Trump ist ein fremdenfeindlicher Faschist"
In den USA geht nach dem "Super Tuesday" die Angst um - die Angst vor Donald Trump. Der Republikaner ist auf dem besten Weg, als Kandidat für die nächste Präsidentschaftswahl aufgestellt zu werden. Und einer, dem immer wieder nachgesagt wird, er hätte selbst ähnliche Ambitionen, will das gern verhindern: Hollywood-Star George Clooney.
Im Interview mit dem britischen "Guardian" bezeichnete er Trump als "fremdenfeindlichen Faschisten" und Opportunisten - er selbst unterstütze Hillary Clinton. Ob das wohl an seinem ersten und einzigen Treffen mit dem Immobilientycoon liegt? "Wir saßen in einer Nische im Restaurant und haben uns eine Weile unterhalten. Am Ende sagte er, ich wäre sehr klein. Und ich so: 'Ich habe die ganze Zeit gesessen, Donald!'
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Wien: Deutschland hat längst die Tages-Obergrenze
Der deutsch-österreichische Streit um Tagesquoten für Flüchtlinge geht weiter. Die aktuelle österreichische Tagesobergrenze von 3200 Flüchtlingen orientiere sich an deutschen Gepflogenheiten an der Grenze, sagte Kanzleramtsminister Josef Ostermayer jetzt in Wien.
Seit Anfang November gebe es Beschränkungen, wie viele Flüchtlinge Deutschland pro Stunde an den Grenzübergängen übernehme - in der Summe seien es 3600 pro Tag.
Ein Beleg für die deutschen Tageskontingente sei aber auch, dass in Transitquartieren in Österreich zeitweise bis zu 20.000 Flüchtlinge untergebracht gewesen seien.
Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann hatte zuvor erklärt, sein Land wolle nicht "zum Wartezimmer für Deutschland" werden.
Britney Spears im Handtuch - nicht wiederzuerkennen
Können Sie sich noch an Britney Spears erinnern, wie sie sich 2007 öffentlich in einem Salon in Los Angeles eigenhändig eine Glatze rasierte? Nun, diese Zeiten sind vorbei. In der neuen Fotoserie mit dem passenden Titel "Towel Series" von Star-Fotograf Mario Testino sieht das Pop-Sternchen plötzlich wieder wie eine echte Diva aus. Liegt's nur am Licht? Urteilen Sie selbst!
Nanny enthauptete Kind wegen Putins Bomben
Die Tat hatte weltweit für Entsetzen gesorgt: Eine 38 Jahre alte Frau aus Usbekistan enthauptet ein vierjähriges Kind - und läuft mit dem abgetrennten Kopf durch Moskau. Nun hat sich die Nanny Gulchekhra B. erstmals zu den Gründen für ihre Tat geäußert. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, gab sie auf Nachfrage an, die russischen Angriffe in Syrien und die getöteten Muslime rächen zu wollen.
"Putin hat Blut vergossen, Flugzeuge haben Bomben abgeworfen. Warum werden Muslime getötet? Sie wollen auch leben", sagte sie. Russische Medien hätten sich dem Bericht zufolge dazu entschieden, diese Antworten nicht zu veröffentlichen. Deshalb haben Blogger das Material im Netz veröffentlicht.
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Lucke: "Wünsche mir, dass die AfD scheitert"
Bernd Lucke, der Vater der Alternative für Deutschland (AfD), hat in einem Interview mit "Die Zeit" erklärt, er bedauere nicht, die Partei gegründet zu haben - und das, obwohl er den "Schwefelgeruch" durchaus auch wahrnehme. Eine Metapher, die recht deutlich umschreibt, als was Lucke die heutige AfD sieht, von deren Agenda er sich immer wieder klar distanziert hat. "Ich wünsche mir, dass die AfD scheitert", so Lucke in dem Interview.
Als er noch Parteichef war, verwehrte sich Lucke stets gegen die vermeintliche Nähe der AfD zur NPD. Von rechtsextremistischen Tendenzen wollte er nichts wissen. Am Ende, sagte er nun, sei das aber eine sich selbst erfüllende Prophezeiung gewesen. "Die ständigen Vorhaltungen haben dazu geführt, dass die Beitritte aus dem liberalen, bürgerlichen Milieu abgenommen haben und dass Menschen zu uns gekommen sind, denen diese Rechts-Vorwürfe offenbar nichts ausmachten."
Flüchtling stürzt sich vor Abschiebung von Brüstung
Ein 18-jähriger Flüchtling hat sich am Flughafen Köln/Bonn sieben Meter in die Tiefe gestürzt, um seiner Abschiebung zu entgehen. Der Polizei sagte er, er wolle nur noch eine Zigarette rauchen. Dann sprang er über eine Brüstung, sagte ein Sprecher des Hochsauerlandkreises, wo der Flüchtling zuvor gewohnt hatte. "Er hat sich ein Bein gebrochen und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert."
Die 20-jährige Schwester des Mannes wurde nach dem Zwischenfall allein abgeschoben. Die drohende Abschiebung hatte im Umfeld der Familie zuvor für Unverständnis gesorgt. Mitschüler hatten vor dem Kreishaus in Meschede protestiert. Der junge Mann steht kurz vor seinem Realschulabschluss und hatte bereits einen Ausbildungsplatz sicher.
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Schichtwechsel
Vielleicht haben Sie es schon geahnt: Der März soll noch ungemütlicher werden als der Dezember. Das zumindest prophezeien Meteorologen. Eigentlich also der perfekte Zeitpunkt, um den nächsten Urlaub zu buchen. Worauf sie bei der Beratung in einem Reisebüro achten müssen, verrät Ihnen der n-tv Ratgeber.
Und ich verrate Ihnen in der zweiten Tageshälfte, was sonst noch auf der Welt passiert. Mein Name ist Judith Görs. Los geht's.
Aktivisten: Zahl getöteter Zivilisten in Syrien sinkt deutlich
Seit Beginn der Waffenruhe in Syrien ist die Zahl der zivilen Todesopfer nach Angaben von Aktivisten deutlich zurückgegangen. In den vergangenen fünf Tagen seien nur noch 24 Zivilisten getötet worden, darunter sechs Kinder, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Im Februar hatte es demnach durchschnittlich 38 zivile Todesopfer pro Tag gegeben. Allein am Freitag, dem Tag vor der Waffenruhe, seien noch 63 Zivilisten getötet worden.
Ex-Terrorist will bei Kommunalwahl in Marburg antreten
Die Kandidatur eines früheren RAF-Mitglieds bei der Kommunalwahl in Marburg sorgt für Ärger in der hessischen Stadt:
Die städtische CDU kritisiert scharf, dass Wolfgang Grundmann bei den Ortsbeiratswahlen am Sonntag für die SPD antritt.
Grundmann war wegen der Mitgliedschaft in der RAF verurteilt worden und kam ins Gefängnis.
Der SPD-Stadtverband wies die Kritik der CDU zurück. Grundmann habe seine Strafe verbüßt.
"Im Rechtsstaat gilt: Danach bekommt jeder eine neue Chance. Das ist Kernbestandteil der Rückkehr in die Gesellschaft", sagte die Vorsitzende des SPD-Stadtverbands Monika Biebusch einer Mitteilung zufolge.
Attacke auf Istanbuler Polizeistation - Angreiferinnen tot
Türkische Polizisten haben Medienberichten zufolge zwei Frauen erschossen, die eine Polizeiwache in Istanbul angegriffen hatten. Die Attentäterinnen hätten im Stadtteil Bayrampasa zunächst mehrere Granaten geworfen und dann das Feuer auf die Polizeiwache eröffnet, berichtete die Nachrichtenagentur Dogan. Anschließend verschanzten sich die beiden Frauen in einer nahegelegenen Wohnung, die später von der Polizei gestürmt wurde.
Sind Graumulle sexy?
Sind Graumulle sexy?
Apropos "sexy": Mehr über das Sexleben des Graumulls lesen Sie hier.
Deutsche Startups schaffen die meisten Jobs in Europa
Die Gründer in Deutschland schaffen im europäischen Vergleich die meisten Jobs. Im Durchschnitt arbeiten bei einem Startup hierzulande 17 Mitarbeiter, wie der erste europäische Startup-Monitor (ESM) zeigt. Damit liegt Deutschland bei der Beschäftigung deutlich vor der europäischen Konkurrenz. Auf Platz 2 liegen die Startups in Großbritannien mit 14 Mitarbeitern, gefolgt von Frankreich mit 11. Der Mittelwert der 28 EU-Mitgliedsländer liegt bei 13 Beschäftigten.
Kaum zu glauben
Jüngster Milliardär Australiens ist pleite
Wie kann man eine Milliarde auf den Kopf hauen? Gut, eine Milliarde australische Dollar sind nur 666 Millionen Euro. Aber auch das könnte ich nicht innerhalb von fünf Jahren durchbringen:
Dem einst als jüngster Milliardär Australiens gefeierten Kohlebaron Nathan Tinkler ist es gelungen.
Er entschuldigte sich am Donnerstag bei seiner Familie und seinen Gläubigern.
Noch 2011 stand er mit einem Vermögen von 1,13 Milliarden Australien-Dollar auf der Liste der jungen Reichen in Australien ganz oben.
Reich war er mit Kohle-Geschäften geworden. Als der Kohlepreis sank, begann auch sein Abstieg.
Ein Gläubiger brachte ihn nun vor Gericht, weil er die 2,25 Millionen US-Dollar (2,07 Millionen Euro) für einen seiner Privatjets nicht zahlen konnte. Der Richter ordnete Anfang Februar eine Zwangsvollstreckung an.
Polizei verhaftet deutschen IS-Rekrutierer in Berlin
Die Berliner Polizei hat zusammen mit Ermittlern des LKA Baden-Württemberg im Auftrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe einen 33-jährigen deutschen Arzt festgenommen. Er soll einen 24-jährigen Deutschen islamistisch radikalisiert und ihm 2014 die Reise ins syrisch-irakische Krisengebiet ermöglicht haben. Im Mai 2015 soll der 24-Jährige dann für die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) im Irak einen Selbstmordanschlag mit mindestens zwölf Toten verübt haben.
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Schlagzeilen zur Mittagspause
Amnesty: Luftangriffe auf Kliniken sind Strategie
Schwere Vorwürfe erhebt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) gegen Russland:
Hinter den Luftangriffen auf Krankenhäuser in Syrien vermutet die Organisation eine Kriegsstrategie des Regimes und Russlands.
"Syrische und russische Kräfte haben Gesundheitseinrichtungen absichtlich angegriffen", teilte Amnesty-Mitarbeiterin Tirana Hassan mit.
Das Zerstören von Kliniken scheine Teil der Militärstrategie geworden zu sein.
Eine AI-Untersuchung habe Hinweise auf systematische Bombardierungen in den vergangen drei Monaten gefunden. Westliche Regierungen und Aktivisten hatten syrische Regierungstruppen und ihre russischen Verbündeten für Angriffe auf Krankenhäuser verantwortlich gemacht. Moskau hat die Anschuldigungen stets zurückgewiesen.
Medien: Messerattacke in Hannover hatte IS-Hintergrund
Die Messerattacke einer 15-Jährigen auf einen Bundespolizisten in Hannover soll laut einem Medienbericht einen islamistischen Hintergrund haben. Laut dem Portal "Focus Online" geht die Polizei davon aus, dass es bei dem Angriff einen "terroristischen IS-Hintergrund" gab. Am vergangenen Freitag hatte die Jugendliche, es soll sich dabei um eine Marokkanerin mit deutschem Pass handeln, den Beamten bei einer Kontrolle im Hauptbahnhof mit einem Messer in den Hals gestochen. Der verletzte 34-Jährige musste ins Krankenhaus eingeliefert werden, es bestand aber keine Lebensgefahr.
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Elfjähriger schlägt "Hole-in-one" - Tiger Woods gratuliert
Klingt wie der Tagtraum eines jeden jungen Menschen:
Einem elfjährigen Jungen ist bei der Eröffnung eines Golfkurses in Texas prompt ein Hole-in-one gelungen, das "Einlochen" des Abschlags.
Es geschah im Beisein von Golf-Legende Tiger Woods, der den Kurs mitentworfenen hatte.
Der zurzeit verletzte Ausnahmeprofi rannte sofort zu dem Jungen und umarmte ihn kräftig.
"Eröffnungsschuss - und er versenkt ihn gleich!", rief Woods der Menge zu.
Europas Patentamt verzeichnet Rekordzahl an Erfindungen
Noch nie wurden so viele Erfindungen in Europa zum Patent angemeldet wie im vergangenen Jahr:
2015 verzeichnete das Europäische Patentamt (EPA) 160.000 Patentanmeldungen - neuer Rekord.
Das waren fünf Prozent mehr als im Vorjahr.
Die meisten Anmeldungen kamen aus den USA. Deutschland folgt auf Platz zwei noch vor Japan.
Als innovationsstärkste Branchen erwiesen sich die Medizintechnik, die digitale Kommunikation sowie die Computertechnologie.
Flüchtlinge blockieren Eisenbahnverkehr in Griechenland
Unzufriedene Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak haben im nordgriechischen Idomeni den Eisenbahnverkehr lahmgelegt. Hunderte Menschen blockierten auf den Schienen einen Güterzug, der aus Mazedonien in Richtung Griechenland fahren wollte, berichtete ein dpa-Reporter. Unter den Demonstranten, die immer wieder "Open the border" (Öffnet die Grenze) skandierten, seien viele Kurden gewesen. Am Morgen hatte Mazedonien wieder einige wenige der schätzungsweise 11.000 Flüchtlinge über die geschlossene Grenze gelassen.
Internet avanciert zum Retter des Musikmarkts
Was wurde noch gejammert vor ein paar Jahren: Das Internet sei der Totengräber der Musikbranche und so weiter und so fort. Am Ende ist es genau anders rum - das Internet entwickelt sich zum Motor der Branche:
Der deutsche Musikmarkt ist im vergangenen Jahr dank neuer Internet-Angebote noch stärker gewachsen als zunächst angenommen.
Der Gesamtumsatz der Branche stieg um 4,6 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro, wie der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) mitteilte.
Dabei habe sich das Geschäft mit Musik-Streaming mit einem Wachstum von 106 Prozent mehr als verdoppelt.
Streaming, bei dem die Songs direkt aus dem Netz abgespielt werden, macht nun 14,4 Prozent der gesamten Erlöse aus.
Für den deutschen Musikmarkt ist es das dritte Wachstumsjahr in Folge. Dabei nimmt das Tempo zu: 2013 gab es das erste Plus nach 15 Jahren mit schmalen 1,2 Prozent, im Jahr darauf waren es 1,8 Prozent. So zeigt diese Geschichte mal wieder: Oft werden nur die Risiken, nicht aber die Chancen neuer Entwicklung betont ...
Pakistan gibt zu: Afghanische Taliban-Führer sind bei uns
Viele haben es bereits seit Längerem vermutet, nun ist es offiziell:
Zum ersten Mal hat ein pakistanischer Regierungsvertreter eingeräumt, dass das Land den afghanischen Taliban Unterschlupf gewährt.
Die Führungsriege der Extremisten verstecke sich in Pakistan, erklärte der außenpolitische Berater der pakistanischen Regierung, Sartaj Aziz.
"Wir haben einen gewissen Einfluss auf sie, weil ihre Führung in Pakistan ist", sagte Aziz.
Nun soll dieser Einfluss genutzt werden, um die Taliban zu Friedensgesprächen mit der afghanischen Regierung zu bewegen. Die Aussagen von Aziz stammen aus einem Redemanuskript, das das US-Politikinstitut Council on Foreign Affairs auf seiner Internetseite veröffentlichte.
Auch Intel soll an Brille für "erweiterte Realität" tüfteln
Der Chip-Riese Intel entwickelt laut einem Zeitungsbericht eine Datenbrille, mit der virtuelle Objekte für den Betrachter in reale Umgebungen eingeblendet werden können. Intel wolle dabei seine 3D-Kameratechnologie "RealSense" einsetzen, schrieb das "Wall Street Journal" weiter unter Berufung auf informierte Personen.
Auf dieses Konzept der "erweiterten Realität" (Augmented Reality) setzt unter anderem auch Microsoft mit seiner Brille Hololens. Apple kaufte die deutsche Firma Metaio, die AR-Brillen für Unternehmen entwickelte.
Schlagzeilen am Morgen
Zahl der unerlaubten Werbeanrufe ist leicht rückläufig
Wer schon mal einen ungebetenen Telefon-Werbeanruf bekommen hat, weiß: Es gibt kaum etwas Nervigeres. Ein kleiner Lichtblick ist, dass es mittlerweile etwas seltener vorkommt:
Einen Rückgang von rund 26.200 auf 24.500 Beschwerden wegen ungebetener Telefonwerbung gab es 2015.
Dies berichtet die "Neuen Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf Angaben der Bundesnetzagentur.
Die meisten unerwünschten Werbeanrufe kommen nach Angaben von Verbraucherschützern von Gewinnspielanbietern.
Eine besonders fiese Variante der Telefonwerbung ist übrigens der "Ping-Anruf": Dabei wird der Anruf nach dem ersten Klingeln unterbrochen. Wenn der Angerufene die Nummer auf dem Display wählt, verbirgt sich dahinter häufig eine teure Servicenummer.
Klimawandel könnte halbe Million Menschen töten
In Deutschland zucken viele Menschen bei diesem Thema mit den Schultern: "Klimawandel? Was soll daran schlecht sein!? Wird es doch schön mediterran in Deutschland." Aber Wissenschaftler von der Universität Oxford machen nun auf komplexe (mögliche) Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam, die viele Menschenleben kosten könnten:
Die Forscher rechnen im Jahr 2050 mit einer halben Million zusätzlicher Toter durch Nahrungsmittelverluste.
Klimabedingte Ernteausfälle könnten zu einer geringeren Versorgung mit Kalorien und Obst führen.
Dies könne den Tod vieler Menschen durch Herzinfarkte, Krebs oder Schlaganfälle zur Folge haben.
"Selbst geringste Veränderungen in der Verfügbarkeit von Nahrung können weitreichende gesundheitliche Folgen haben", erklärte der Leiter der Studie.
Flüchtlingscamp an mazedonischer Grenze wächst
An der griechisch-mazedonischen Grenze geht kaum noch was. Und es werden immer mehr Flüchtlinge, die dort ausharren:
Nach griechischen Medienberichten warten mittlerweile mehr als 11.000 Migranten auf der griechischen Seite der Grenze.
In der griechischen Hafenstadt Piräus sind am Morgen zudem etwa 580 Migranten von den Ägäisinseln angekommen.
Und 515 Migranten werden am Nachmittag in dem griechischen Hafen erwartet.
Die Versorgung der Flüchtlinge werde immer schwieriger, warnten mehrere humanitäre Organisationen.
Polizist erschießt mit Stock "bewaffneten" Schwarzen
Nicht enden zu wollen scheint die Serie von Fällen tödlicher Polizeigewalt in den USA:
Nun ist im Bundesstaat Alabama ein weißer Polizist wegen des Vorwurfs des Mordes festgenommen worden.
Der 23-jährige Polizist Aaron Smith habe einen 59-jährigen Schwarzen festnehmen wollen, weil er dessen Verhalten verdächtig fand.
Nach einem Wortwechsel habe der Polizist den Mann erschossen, der demnach einen Stock bei sich hatte.
Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA haben wiederholt für Empörung und Aufruhr in der afroamerikanischen Bevölkerung gesorgt. Im Sommer 2014 hatte die Tötung des 18-jährigen Michael Brown in Ferguson im Bundesstaat Missouri schwere Unruhen ausgelöst.
Räuber reißen mit Traktor Geldautomat aus Bank
Brachiale Räuber haben mit einem Traktor einen Geldautomaten aus einer Bank in Nordrhein-Westfalen gerissen. Die Täter verwüsteten dabei den Vorraum der Filiale in Vettweiß bei Düren, wie die Polizei mitteilte. Anschließend luden sie den Geldautomaten in einen Transporter und flüchteten. Den Traktor ließen sie zurück. Anwohner berichteten der Polizei von mehreren maskierten Räubern. Wie viel Geld sie erbeuteten, war zunächst unklar.
Studie: Extremes Glück kann tödlich sein
Heutzutage ist man vor nichts mehr sicher. Sogar dem Glück - angeblich das höchste Ziel im Leben, sagen manche - ist nicht mehr zu trauen:
Glückliche Ereignisse wie die Geburt eines Kindes oder ein großer Sieg könnten einen gefährlichen Zustand auslösen.
Ärzte und Forscher nennen es das "Gebrochene-Herzen-Syndrom".
Neben akuten Brustschmerzen und Atemnot könne dies bis hin zum Herzinfarkt und zum Tod führen.
Was soll man da noch machen? Am besten zu Hause bleiben.
Übrigens: Nicht nur Glückszustände, sondern auch Trauer, schwere Verluste und Trennungen können das "Gebrochene-Herzen-Syndrom" vervorrufen.
Jugendlicher will nicht zur Schule und schießt auf Familie
Weil er weder aufstehen noch zur Schule gehen wollte, hat ein Jugendlicher im US-Bundesstaat Tennessee mehrfach auf seine Familie geschossen. Der 16-Jährige griff zur Waffe, nachdem seine Mutter ihn geweckt hatte. Die 67-jährige Großmutter wurde nach Angaben der Zeitung "The Tennessean" zweimal getroffen, auch eine Schwester im Alter von 12 Jahren und ein 6-jähriger Neffe des Schützen wurden getroffen. Die Mutter blieb unverletzt. Der Junge wurde von der Polizei festgenommen - ihm droht eine Anklage wegen versuchten Mordes in vier Fällen.
Pentagon will sich hacken lassen
Ein bisschen paradox erscheint beim ersten Hinhören diese Meldung: Das US-Verteidigungsministerium will sein Computersystem hacken lassen. "Fragt doch die NSA, die kennt sich damit aus!", mag man ihnen zurufen. Aber der Hintergrund ist ein anderer:
So sollen laut Pentagon Hacker von außerhalb dazu eingeladen werden, die Sicherheitsvorkehrungen des hauseigenen Systems zu testen.
Zu Anfang wird sich das Programm auf die öffentlich zugänglichen Webseiten des Pentagons beschränken.
Findet einer der Hacker eine Sicherheitslücke im System, winken Geldprämien oder eine "anderweitige Anerkennung".
Hoffentlich ist mit "anderweitige Anerkennung" kein Gratis-Urlaub auf Kuba gemeint - im "Resort Guantanamo".
Mehr dazu lesen Sie hier.
Bandenmitglied erhält Gefängnisstrafe von 410 Jahren
Glaubt der Gesetzgeber im mittelamerikanischen El Salvador, dass die Wissenschaft bei der Eindämmung des menschlichen Alterungsprozesses noch signifikante Fortschritte machen könnte? Folgende Geschichte wirft diese Frage auf:
In El Salvador ist ein Bandenmitglied zu einer Gefängnisstrafe von 410 Jahren verurteilt worden.
Ein Gericht sprach den 31-Jährigen des Mordes von 17 Menschen schuldig.
Er soll zusammen mit anderen einen Bus in Brand gesteckt haben. Dabei wurden 17 Businsassen getötet.
Hier die Auflösung: Der Mann wird "nur" 60 Jahre absitzen müssen, weil dies laut Gesetz die Höchststrafe ist.
Das wird heute wichtig
Nachdem die US-Vorwahlen ein bisschen von den Sorgen in Europa abgelenkt haben, rückt nun wieder die Flüchtlingskrise in den Vordergrund. Noch immer sind viele Fragen ungelöst: Etwa wie es für die in Griechenland zu Tausenden gestrandeten Flüchtenden weitergeht. Das wird heute außerdem wichtig:
Frankreich, Deutschland, Russland und die Ukraine wollen in Paris den stockenden Friedensprozess in der Ostukraine voranbringen.
Das NPD-Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht geht in den abschließenden Verhandlungstag.
Im NSU-Prozess sollen Zeugen über Banküberfälle in Chemnitz aussagen.
Das Kölner Landgericht verhandelt über eine Millionenklage von Altkanzler Helmut Kohl gegen seinen ehemaligen Ghostwriter.
Mehrere deutsche Großkonzerne legen ihre Bilanzen vor: darunter Adidas, Continental, Vonovia und Axel Springer.
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Außerdem - Sie wissen es aus Erfahrung - wird es höchstwahrscheinlich wieder Nachrichten geben, mit denen keiner gerechnet hätte. Ich begleite Sie heute auf dem Weg in den Tag, mein Name ist Kai Stoppel. Los geht's!
Das Wetter mit Björn Alexander
Heute früh müssen Sie bei Temperaturen um den Gefrierpunkt streckenweise mal wieder mit Glätte rechnen. Tagsüber geht es dann häufig wechselhaft mit Schauern und örtlichen Gewittern weiter. Die Schneefallgrenze liegt bei 300 bis 500 Meter. Freundlicher und meist trocken wird es im Norden und Osten des Landes. Die Temperaturen: wieder kälter bei Tageshöchstwerten von 3 bis 7 Grad im Flachland und 0 bis +2 Grad im Bergland. Im Südwesten und Westen weht dabei mäßiger bis frischer, auf den Bergen in Böen starker bis stürmischer Südwestwind. Morgen wird es in den Alpen vorübergehend föhnig und mild, doch ansonsten stellt sich auch am Wochenende nasskaltes und im Bergland winterliches Wetter ein.
Schlagzeilen aus der Nacht