Donnerstag, 05. Dezember 2019Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
22:43 Uhr

Das war Donnerstag, der 5. Dezember 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

ich möchte mich mit einem Video in den Feierabend verabschieden. Nein, nicht mit dem meistgesehenen Youtube-Clip des Jahres ("Wolke 10" von Mero), obwohl der schon allein wegen der Zeile "Ihre Blicke machen mich an, so wie Gucciletten" besonders wertvoll ist.

Sondern mit dem da. Das ist ein süßer Werbefilm aus Wales, hinter dem eine schöne Botschaft steckt. Nämlich in der Weihnachtszeit auch die kleinen, unabhängigen Geschäfte zu unterstützten. "Wir versuchen zu zeigen, dass wir genau so viel bieten können wie Handelsketten", zitiert CNN den Inhaber eines Familiengeschäfts im Örtchen Rhayader, in dem das Video – übrigens für weniger als 100 Pfund – gedreht wurde. 

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Und das hier sind die meistgelesenen Artikel des Tages:

So, jetzt ist Zeit für ein Feierabendbier. Natürlich aus dem Späti. Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht! Morgen früh begrüßt Sie Christoph Rieke an dieser Stelle.

22:06 Uhr

Steinmeier schreibt Kommentar unter Rezos Kolumne

Der Youtuber Rezo hat auf seine jüngste "Zeit-Online"-Kolumne mit der Überschrift "Was soll ich in einer Partei?" eine Antwort von höchster Stelle bekommen.

Rezo hatte unter anderem geschrieben, sich gegen eine Partei zu entscheiden, könne sehr direkte und pragmatische Gründe haben, etwa, dass man nicht die dafür nötige Zeit habe. Es könne aber auch strukturelle Gründe geben, schrieb Rezo: "Parteien sind große, komplexe, träge Gebilde. Um etwas durchzusetzen oder auch nur eine Kampagne zu realisieren, muss man taktieren, Zweckbündnisse eingehen, Zugeständnisse machen, sich vielfach absichern, Hierarchien beachten, die Älteren, die sich schon zu zentralen Positionen hochgearbeitet haben, mit ins Boot holen. Kurz: Man kann nicht frei agieren."

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Wenn der Bundespräsident deine Kolumne kommentiert.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nutzte die Kommentarfunktion unter dem Artikel und schrieb: "'Frei agieren' heißt in der Demokratie doch genau das: Andersdenkende überzeugen wollen, aber sich vielleicht auch selbst überzeugen lassen. Erkennen, dass man vieles nicht allein schafft - und deshalb Verbündete finden, Gegensätze zum Ausgleich bringen, Zugeständnisse machen." Die Fähigkeit zum Kompromiss sei doch keine Schwäche, "sondern sie ist die Stärke der Demokratie".

Jungen Menschen gab Steinmeier den Rat: "Engagiert Euch - ja: auf Straßen und Plätzen und im Netz. Aber bitte auch in politischen Parteien. Obwohl es anstrengend ist - nein, im Gegenteil: weil es anstrengend ist! Politik ohne Mühe ist Rechthaberei. Politik mit Mühe ist Demokratie."

21:40 Uhr

Trump: Merkel "ist wirklich eine fantastische Frau"

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Macht Trump hier etwa Merkels Raute nach?

(Foto: picture alliance/dpa)

Auch wenn Deutschland seiner Ansicht nach zu wenig für Verteidigung ausgibt, findet US-Präsident Donald Trump Bundeskanzlerin Merkel richtig toll.  

  • "Sie ist wirklich eine fantastische Frau", sagte Trump  bei einem Mittagessen mit Botschaftern der im UN-Sicherheitsrat vertretenen Staaten im Weißen Haus.
  • Zum Auftakt des Treffens hatte Trump jene Nato-Staaten kritisiert, die nach seiner Überzeugung hinter den selbstgesteckten Nato-Zielen zurückzubleiben - ohne allerdings die betroffenen Länder zu nennen.
  • Der deutsche UN-Botschafter Christoph Heusgen sorgte in der Runde im Weißen Haus für Gelächter, als er an die Adresse Trumps sagte: "Ich habe mich nur gefragt, wen Sie gemeint haben, als Sie über die Nato gesprochen haben." Trump antwortete, das sei eine sehr interessante Konversation, die er auch "mit Angela" gehabt habe - der US-Präsident und die Kanzlerin waren am Mittwoch beim Nato-Gipfel in Großbritannien zusammengekommen.
21:02 Uhr

Das ist die Farbe des Jahres 2020

Das Farbinstitut Pantone hat die "Farbe des Jahres 2020" bekannt gegeben: Classic Blue. "Ein zeitloses und beständiges Blau, elegant in seiner Schlichtheit", erklärt Pantone die Wahl. "Die beruhigenden Eigenschaften von Classic Blue lassen den Himmel in der Abenddämmerung erahnen und versprechen Schutz."

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  • Die Farbe unterlege den Wunsch nach einer zuverlässigen und stabilen Grundlage, auf der man aufbauen könne, heißt es in dem Post, der weiter von der "Schwelle zu einer neuen Ära" spricht.
  • Auch Vorstandsmitglied Leatrice Eiseman spricht laut Pantone von Zeiten, in denen "Vertrauen und Glaube" gefordert wären. Die Dinge auf der Welt seien derzeit etwas wackelig, so Vize-Präsidentin Laurie Pressman laut "New York Times". Allerdings hätte man mit der Farbe kein politisches Statement machen wollen - etwa für die Demokraten in der US-Wahl.
  • Das Pantone-Institut wählt jedes Jahr im Dezember die Farbe für das nächste Jahr. An dem Farbtrend orientieren sich verschiedenste Industriezweige wie Marketing, Fashion und Design. Die Farbe des Jahres 2019 war der Korallton "Living Coral", der "das Streben nach Optimismus und Freude" darstellen sollte.
20:26 Uhr

Frau nach sechs Stunden Herzstillstand reanimiert

Spanischen Ärzten ist gelungen, das Leben einer Britin trotz eines sechsstündigen Herzstillstands zu retten.

  • Die in Barcelona lebende Britin Audrey Marsh war Anfang November mit ihrem Ehemann in den Pyrenäen von einem Schneesturm überrascht worden. Die 34-Jährige einen Herzstillstand.
  • Beim Eintreffen der Rettungskräfte gut zweieinhalb Stunden später wies sie keine Lebenszeichen mehr auf und ihre Körpertemperatur war auf 18 Grad gesunken.
  • Marsh wurde nach Barcelona gebracht und an ein Gerät angeschlossen, das die Lungen- und Herzfunktion des Patienten übernimmt. Dabei wird das Blut kontinuierlich entnommen, mit Sauerstoff angereichert und dem Patienten wieder zugeführt.
  • Mehr als sechs Stunden nach ihrer Rettung gelang es den Medizinern, Marsh zu reanimieren. "Durch die Kälte verlangsamt sich der Stoffwechsel, die Organe benötigen weniger Blut und Sauerstoff. Das hilft, das Gehirn zu schützen", erklärte ein Arzt.
  • Bereits nach sechs Tagen konnte Marsch die Intensivstation ohne neurologische Schäden verlassen. In den kommenden Tagen will sie wieder arbeiten gehen.
20:02 Uhr

Pelosi: Ich bete für Trump

Nancy Pelosi, die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, war eigentlich gerade dabei, den Raum nach einem Pressestatement zu verlassen, als ein Reporter ihr die Frage nachrief, ob sie Präsident Donald Trump hasse.

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  • "Ich hasse niemanden", antwortete die 79-Jährige sichtlich aufgebracht. "Als Katholikin ärgere ich mich, dass Sie das Wort 'Hass' in Bezug auf mich in einem Satz verwenden."
  • "Legen Sie sich nicht mit mir an, wenn es um solche Wörter geht", sagte sie weiter. Sie sei zu Nächstenliebe erzogen worden und bete immer für den Präsidenten. Pelosi kritisierte, Trump sei ein "Feigling", wenn es um strengere Waffengesetze gehe, er sei "grausam" in der Migrationspolitik und leugne die Klimakrise. Die Impeachment-Ermittlungen gegen den Präsidenten jedoch hätten nichts mit unterschiedlichen parteipolitischen Positionen zu tun.
  • Trump reagierte auf Twitter mit Spott. "Nancy Pelosi hatte gerade einen Ausraster." Sie sage, dass sie für den Präsidenten bete, schrieb er weiter und schob nach: "Ich glaube ihr nicht, kein bisschen."
19:18 Uhr

Einbrecher versteckt sich in Kühlschrank

Nachdem in einem Supermarkt im bayerischen Bad Kissingen ein Einbruchsalarm ausgelöst wurde, umstellte die Polizei das Gebäude. Als vom Einbrecher aber keine Spur zu finden war, kam ein Spürhund zum Einsatz. Er führte die Ermittler zu dem Kühlschrank einer im Supermarkt ansässigen Bäckereifiliale.

Im unteren Teil, wo sich keine Einlegeböden befanden, saß der Einbrecher.

Der 23-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Ihn erwartet nun ein Ermittlungsverfahren.

18:41 Uhr

BER-Chef wünscht sich Tesla-Tempo bei Flughafenfreigabe

2019 angekündigt, 2020 Baubeginn, 2021 Produktionsstart: Auf den ehrgeizigen Zeitplan für den Bau Elon Musks neuer Tesla-Fabrik im brandenburgischen Grünheide kann man schon neidisch sein. Besonders wenn es woanders nicht so schnell vorangeht.

Die Betreiber des neuen Hauptstadtflughafens BER setzen auf eine schnelle Freigabe durch die Baubehörde. "Brandenburg hat sich vorgenommen, die Firma Tesla anzusiedeln", sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup im Berliner Abgeordnetenhaus. "Und wenn ich mir die Dynamik der Entscheidungsläufe in diesem Prozess vorstelle, dann habe ich doch die berechtigte Erwartung, dass auch bei den BER-Behörden die Dynamik der Sachlage des Projektes angemessen ist."

Es stehe ihm aber nicht zu, die Arbeit der Behörden zu bewerten, ergänzte Lütke Daldrup.

18:13 Uhr

EU-Kommission genehmigt Milliardenkredit für NordLB

Die EU-Wettbewerbshüter haben die milliardenschwere Rettung der Norddeutschen Landesbank (NordLB) genehmigt. Die geplante Finanzspritze von insgesamt rund 3,6 Milliarden Euro sei mit EU-Recht vereinbar, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit.

Die Landesbank ist in der Schieflage, weil sie vor allem mit der Finanzierung von Schiffen Milliardenverluste verzeichnet hatte. Die Kernkapitalquote, die künftig 14 Prozent betragen soll, lag Ende September bei lediglich 6,53 Prozent. Unter Aufsehern gilt eine harte Kernkapitalquote von 5,5 Prozent als das Minimum, das Banken unter Stress noch vorweisen sollten.

16:44 Uhr

"Wieder was gelernt": Die Quanten-Revolution hat begonnen

Quanten sind winzig kleine Teilchen, die sich an mehreren Orten und in mehreren Zuständen gleichzeitig befinden können. Warum das so ist, wissen wir nicht. Aber Physiker wie Tommaso Calarco vom Institut für Quantenkontrolle am Forschungszentrum Jülich wissen, wie wir mithilfe von Quanten superschnelle Computer bauen, die unseren Alltag revolutionieren werden. Staufrei durch den Berufsverkehr in Peking kommen und abhörsicher kommunizieren, sind nur zwei von vielen Möglichkeiten. Darum geht's in dieser Folge von "Wieder was gelernt".

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Wieder was gelernt

Alle Folgen von "Wieder was gelernt" finden Sie in der n-tv App, bei Audio Now, Apple Podcasts, Deezer und Spotify. Für alle anderen Podcast-Apps können Sie den RSS-Feed verwenden. Kopieren Sie die Feed-URL und fügen Sie "Wieder was gelernt" einfach zu Ihren Podcast-Abos hinzu.

 

17:43 Uhr

Sohn ersticht Mutter - mit Pflege überfordert

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Der 56-Jährige erstach seine Mutter und lebte drei Tage lang mit der Leiche in einer Wohnung.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor dem Bonner Landgericht hat ein 56-Jähriger zugegeben, seine pflegebedürftige Mutter erstochen zu haben.

Der Mann soll seine 90-jährige Mutter Ende Juni mit einem gezielten Stich ins Herz getötet haben, weil er mit ihrer Pflege überfordert gewesen sein soll. Nach der Tat lebte er laut Anklage noch drei Tage lang mit der Leiche in der gemeinsamen Wohnung im nordrhein-westfälischen Meckenheim, ehe er den hausärztlichen Notdienst rief.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann im Zustand verminderter Schuldfähigkeit handelte. Nach dem Tod des Vaters 1995 habe der alleinstehende Sohn sein Leben ganz der Mutter gewidmet und sie seit 2006 gepflegt. Im Laufe der Zeit sei sie immer dominanter und fordernder geworden und habe ihn wie ein Kleinkind behandelt, erklärte der 56-Jährige.

17:11 Uhr

Trump: Impeachment-Verfahren "wegen nichts"

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Die US-Demokraten im Repräsentantenhaus wollen ein Impeachment-Verfahren gegen Präsident Trump anstoßen - "wegen nichts", wie er selber sagt.

Trump wird vorgeworfen, er habe versucht, die ukrainische Regierung dazu zu bringen, sich in die kommenden US-Wahlen einzumischen und möglicherweise auch, die Justiz behindert zu haben.

Die Republikaner seien vereinter denn je, schrieb nun Trump auf Twitter: "Wir werden gewinnen!" Er warnte auch davor, dass das eigentlich selten genutzte Instrument des Impeachments künftig "routinemäßig" eingesetzt werden könnte, um auch andere Präsidenten anzugreifen. "Das ist nicht, was unsere Gründer im Sinn hatten."

16:33 Uhr

Klimaaktivisten blockieren Tausende E-Scooter

E-Scooter sind doch eigentlich eine C02-neutrale Alternative zu Autos, dachte ich. Aktivisten der Umweltbewegung Extinction Rebellion (XR) in Frankreich sind da offenbar anderer Meinung.

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Sie haben nach eigenen Angaben im Rahmen der massiven Streiks Tausende Elektro-Tretroller in mehreren französischen Städten fahrunfähig gemacht.

  • In Paris sowie in Lyon und Bordeaux seien rund 3600 Tretroller sabotiert worden und nun "außer Betrieb", teilte der französische Ableger der Bewegung auf Twitter mit.
  • Von XR veröffentlichte Fotos zeigten Roller, deren QR-Codes übermalt waren und deshalb nach Angaben der Aktivisten nicht mehr gescannt werden konnten. XR wolle damit den Umwelteinfluss von Elektro-Tretrollern anprangern und den Streik gegen die Rentenreform unterstützen, erklärte die Bewegung. XR nannte die Elektro-Tretroller zudem "Streikbrecher".
  • Der Betreiber des Öffentlichen Personennahverkehrs in Paris (RATP) bot gemeinsam mit einem Roller-Betreiber vergünstigte oder freie Fahrten als alternative Fortbewegungsmöglichkeit an.
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16:17 Uhr

Youtube sperrt 300 Bushido-Videos

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Mittlerweile weiß jedes Kind, dass Bushidos Album "Sonny Black" etwas Verbotenes enthält.

(Foto: picture alliance / dpa)

Auf Druck der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein hat Youtube 300 Videos gesperrt, die das Album "Sonny Black" des Rappers Bushido oder einzelne Tracks daraus verbreitet haben. Da das Album als jugendgefährdend indiziert sei, dürfe es weder an Kinder und Jugendliche verkauft werden, noch für sie im Internet frei zugänglich sein, teilte die Medienanstalt mit.

15:37 Uhr

Deutscher Panzerkreuzer aus Erstem Weltkrieg entdeckt

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So sah die "SMS Scharnhorst" vor mehr als hundert Jahren aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Britische Forscher haben den im Ersten Weltkrieg versenkten Panzerkreuzer "SMS Scharnhorst" im Südatlantik entdeckt. Das Wrack des deutschen Kriegsschiffes sei vor den Falklandinseln geortet worden, teilte der Falklands Maritime Heritage Trust mit. Mit Unterwasserrobotern sei das Flaggschiff der Ostasienstaffel der Kaiserlichen Marine 98 Seemeilen südöstlich von Stanley in einer Tiefe von 1610 Metern gefunden worden.

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Und das ist das, was von dem Panzerkreuzer geblieben ist.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die "SMS Scharnhorst" war am 8. Dezember 1914 zu Beginn des 1. Weltkriegs von der britischen Marine versenkt worden. Insgesamt kamen bei den Gefechten, bei denen noch weitere deutsche Kriegsschiffe zerstört wurden, rund 2200 Soldaten ums Leben. Auch der Kommandant des Geschwaders, Admiral Maximilian Graf von Spee, und seine zwei Söhne wurden bei der Schlacht getötet.

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15:30 Uhr
Breaking News

Demokraten leiten Amtsenthebungsverfahren gegen Trump ein

Das US-Repräsentantenhaus wird gegen Präsident Donald Trump ein Amtsenthebungsverfahren einleiten. Das kündigt die Präsidentin der Kongresskammer, Nancy Pelosi, an. Trump habe eindeutig zu seinem eigenen Vorteil gegen das Gesetz verstoßen und damit die nationale Sicherheit der USA in Gefahr gebracht.

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15:00 Uhr

Pastor verwechselt Benzin mit Wasser - mit fatalen Folgen

In einer Kirche in Nigerias Hauptstadt Lagos hat ein Pastor bei einer Messe Benzin für Wasser gehalten und versehentlich einen Gläubigen verbrannt.

  • "Der Pastor nahm ein Gefäß, von dem er dachte, dass Wasser darin sei", sagte ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde. Der Pastor habe nicht gewusst, dass es sich um Benzin handelte und den Inhalt über den Gläubigen gegossen.
  • Ein Funke einer in der Nähe stehenden Kerze löste dann ein Feuer aus, das beide Männer ergriff. Die Leiche des Gläubigen sei bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, der Pastor habe schwere Brandverletzungen erlitten.
  • Der Kirchenbrand griff auch auf nahegelegene Ölpipelines über, die in Flammen aufgingen. Rettungskräfte sind im Einsatz und versuchen den Brand zu löschen.
14:45 Uhr

SPD-Vorstand will zu Mindestlohn und Klima mit Union sprechen

Das neue Führungsduo der SPD will mit der Union über Nachbesserungen am Klimapaket und einen Mindestlohn von perspektivisch 12 Euro verhandeln. Darauf habe sich der Parteivorstand bei der Diskussion über den Leitantrag für den Parteitag geeinigt, sagten Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans in Berlin. Der Antrag sei ein guter Kompromiss geworden.

Esken und Walter-Borjans hatten sich vor dem Mitgliederentscheid deutlich kritisch über eine Fortsetzung der Großen Koalition geäußert und auch härtere Bedingungen gestellt, als nun in dem Antrag formuliert wurden. Sie seien trotzdem zufrieden, sagten die angehenden Parteichefs, die am Freitag auf dem Parteitag offiziell gewählt werden sollen.

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14:30 Uhr

Schichtwechsel

Die Sonne scheint, doch ich freue mich, in der Redaktion zu sein. Um Sie, liebe Leserinnen und Leser, mit den aktuellsten Nachrichten aus der ganzen Welt zu versorgen. Meine Kollegin Heidi Ulrich verabschiedet sich jetzt in den wohlverdienten Feierabend. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:08 Uhr

Razzien gegen mutmaßliche Schleuser

Mit Razzien in Thüringen und Nordrhein-Westfalen ist die Bundespolizei gegen mutmaßliche Schleuser vorgegangen. Die Hauptverdächtige sei eine 55 Jahre alte Chinesin, sagte ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Halle. Die Geschäftsfrau soll rund 25 Landsleuten geholfen haben, Visa für Deutschland zu erschleichen. Für ihre Leistungen soll sie zwischen 20.000 und 200.000 Euro kassiert haben. Durchsucht wurden Wohn- und Geschäftsräume in Bad Liebenstein in Thüringen und im nordrhein-westfälischen Hennef. Nach Erkenntnissen der Ermittler wurden Scheinfirmen aufgebaut, um eine Selbstständigkeit der Ausländer vorzutäuschen und so einen Aufenthalt in Deutschland zu erwirken. Ermittelt wird in dem Fall auch gegen einen 40-jährigen Deutschen. Ein Haftbefehl liegt bisher nicht vor.

13:44 Uhr

Halbe Million Einsiedlerkrebse sterben wegen Plastikmüll

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Plastikmüll ist hunderttausenden Einsiedlerkrebsen zum Verhängnis geworden. Das berichten Forscher unter anderem von der University of Tasmania und dem Natural History Museum in London. Auf den Kokosinseln im Indischen Ozean sowie auf Insel Henderson im Südost-Pazifik haben sie mehr als eine halbe Million tote Einsiedlerkrebse entdeckt. Sie waren etwa in Plastikgefäßen gefangen und verendet, die an den Strand gespült worden waren. Die Krebse hatten es nicht mehr geschafft, herauszuklettern, wenn die Gefäßöffnung steil nach oben zeigte.

Der britische "Guardian" berichtet, in einem Gefäß hätten die Forscher 526 Krebse gefunden. Anscheinend war es zu einer fatalen Kettenreaktion gekommen. Einsiedlerkrebse könnten es riechen, wenn ein anderer Einsiedlerkrebs gestorben sei und hätten es auf dessen Muschelhäuschen abgesehen, erklärt Dr. Alex Bond vom Natural History Museum in der Zeitung.

13:17 Uhr

Innenminister wollen syrische Straftäter abschieben

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Gruppenbild vor Beginn der Innenministerkonferenz in Lübeck.

(Foto: dpa)

Die Innenminister von SPD und Union wollen den Abschiebestopp für Syrer lockern. Gefährliche Straftäter sollen in das Bürgerkriegsland abgeschoben werden können, wie der Vorsitzende der Innenministerkonferenz Hans-Joachim Grote sagte. "Ich glaube, anders wäre es auch den Menschen hier nicht zu vermitteln, dass jemand, der schwere Straftaten begeht, dennoch den Schutzstatus des Flüchtlings hat. Irgendwann werden auch diese Rechte, die wir gewähren, auch verwirkt." Allerdings gebe es praktische Probleme, so Grote. "Es gibt momentan in Syrien für uns keine Ansprechpartner, das ist die Schwierigkeit."

Dabei ist es in Syrien nach wie vor gefährlich. Laut dem Auswärtigen Amt gibt es dort aktuell keine Region, in die Geflüchtete ohne Risiko zurückkehren könnten. In einem internen Bericht des Ministeriums heißt es, "immer wieder sind Rückkehrer, insbesondere - aber nicht nur - solche, die als oppositionell oder regimekritisch bekannt sind oder auch nur als solche erachtet werden, erneuter Vertreibung, Sanktionen beziehungsweise Repressionen, bis hin zu unmittelbarer Gefährdung für Leib und Leben ausgesetzt".

12:47 Uhr

Hessin gewinnt 30 Millionen Euro

Eine Frau aus Hessen ist jetzt Multimillionärin. Sie hat ihre Spielquittung bei Lotto Hessen präsentiert und bekommt dafür nun 30 Millionen Euro, die sie beim Eurojackpot gewonnen hat. Sie lebt im Main-Kinzig-Kreis und ist unter 30 Jahre alt. Was sie mit dem Geld anfangen will, weiß sie noch nicht konkret. "Ich würde mal sagen, ein Haus und ein Auto kaufen, aber da bleibt noch verdammt viel übrig", zitierte Lotto Hessen die Frau. An Weihnachten wolle sie in Ruhe darüber nachdenken, wer aus der Familie etwas bekomme und wie sie das Geld anlegen werde.

12:23 Uhr

TikTok gibt Diskriminierung zu

Das Soziale Netzwerk TikTok hat zugegeben, Menschen mit einer Behinderung diskriminiert zu haben. "Als Reaktion auf eine Zunahme von Mobbing in der App haben wir frühzeitig eine unbeholfene und zeitlich befristete Regelung umgesetzt", sagte ein Firmensprecher dem US-Portal "The Verge". "Unsere Absicht war gut, wir haben aber einen falschen Ansatz gewählt." Die entsprechenden Regeln gebe es inzwischen nicht mehr. Unklar ist, wie lange sie angewendet wurden.

Das Portal Netzpolitik.org hatte berichtet, dass die Moderatoren bei TikTok angewiesen worden seien, Videos von bestimmten Menschen in ihrer Reichweite zu begrenzen. Dazu gehörten neben Menschen mit einer Behinderung auch homosexuelle und dicke Menschen, hieß es. Sie seien auf einer Liste von "Besonderen Nutzern" gelandet, deren Videos grundsätzlich als Mobbing-Risiko betrachtet würden. Der eigentliche Inhalt der Videos habe dabei keine Rolle gespielt. Als Beispiele für die betroffenen Nutzer nennen die zitierten Richtlinien "entstelltes Gesicht", "Autismus" und "Downsyndrom".

12:00 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:49 Uhr

Hochseilartisten stürzen in Stuttgart in Tiefe

Mehrere Hochseilartisten sind bei der Generalprobe des "Weltweihnachtscircus" in Stuttgart in die Tiefe gestürzt. Inwiefern sie verletzt wurden, ist bisher nicht bekannt.

Der Unfall passierte gestern Abend, als sieben Zirkuskünstler der "Werner Guerrero Gruppe" auf Fahrrädern in mehr als fünf Metern Höhe eine Pyramide bildeten. Damit wollten sie einen Weltrekord aufstellen. Doch dann stürzten nach dpa-Informationen vier Artisten vom Seil, drei weitere Künstler schafften es noch, zurück auf die Plattform zu radeln.

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Hier ist eine frühere Aufführung der 7-Mann-Pyramide zu sehen.

(Foto: dpa)

 

11:26 Uhr

"Vergewaltiger-bist-du-Performance" geht um die Welt

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Sehr beeindruckend finde ich diese Performance mit dem Titel "Der Vergewaltiger bist Du". Damit wenden sich Frauen gegen Macho-Kultur und sexuelle Gewalt, gegen patriarchalische Strukturen und repressive Regierungen. "Der Unterdrücker-Staat ist ein vergewaltigender Macho", singen sie und tanzen eine Choreografie.

Etwa 4000 bis 6000 Frauen aus allen Altersgruppen haben die Perfomance gestern Abend vor einem Stadion in Chiles Hauptstadt Santiago de Chile aufgeführt. In Schwarz gekleidet, mit verbundenen Augen und einem roten Schal um den Hals stimmten sie das Lied an und zeigten mit ausgestrecktem Arm nach vorne: "Es war nicht meine Schuld! Es lag nicht daran, wo ich war! Und auch nicht daran, wie ich angezogen war! ... Der Vergewaltiger bist Du!"

Eine kleine Gruppe von Frauen in der chilenischen Stadt Valparaíso hatte sich die Choreografie vor einem Monat ausgedacht. Inzwischen kennen sie Menschen auf der ganzen Welt. Aufgeführt wurde sie unter anderem in Berlin, Mexiko-Stadt, Amsterdam, Paris, Lima, Barcelona und Bogotá.

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10:59 Uhr

Emma Stone heiratet

Klatsch und Tratsch Runde 2: Oscar-Preisträgerin Emma Stone hat sich mit ihrem Freund Dave McCary verlobt. Er hat auf Instagram ein Foto vom Verlobungsring gepostet. Die beiden sind seit zwei Jahren zusammen. McCary arbeitet als Regisseur und Autor für die US-Comedy-Show "Saturday Night Live". Die beiden sollen sich kennengelernt haben, als Stone Ende 2016 einen Auftritt in der Show hatte und in einem Sketch mitwirkte, bei dem McCary Regie führte.

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10:30 Uhr

Hamburg verbietet Silvesterfeuerwerk an Binnenalster

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Dieses Jahr darf am Jungfernstieg nicht geböllert werden.

(Foto: imago/Panthermedia)

Hamburg verbietet in diesem Jahr zu Silvester ein Feuerwerk rund um die Binnenalster. "Das Risiko durch verantwortungslosen Umgang, Bewerfen und Beschießen mit Feuerwerkskörpern war einfach zu groß", sagte Innensenator Andy Grote. Bei Aggressionen aus der Menge sei auch die Situation für Einsatzkräfte schwierig.

Letztes Jahr hatten rund 10.000 Menschen am Jungfernstieg den Jahreswechsel gefeiert, darunter waren viele Familien mit Kindern. Mehrere Menschen wurden durch Feuerwerkskörper verletzt. In einigen Fällen seien sie damit von anderen gezielt beworfen worden, sagte Grote. Die Polizei an Silvester soll kontrollieren, ob das Verbot eingehalten wird. Ähnliche Verbote gibt es schon in Städten wie Hannover und Köln.

10:00 Uhr

Banane mit Tape wird für 120.000 Dollar verkauft

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Der Künstler Maurizio Cattelan macht mal wieder mit einem auffälligen Kunstwerk von sich reden. Bei der Kunstmesse Art Basel Miami Beach hat er Bananen an die Wand getaped. Das ist alles. Das Kunstwerk heißt "Comedian". Und es ist für einige Menschen sehr wertvoll: Zwei von drei getapten Bananen seien verkauft worden für je 120.000 US-Dollar, berichtet die Webseite Artnet.com. An der dritten Banane seien zwei Museen interessiert. Ob und wie oft die Bananen ausgetauscht würden, sei unklar, heißt es.

Der Gallerist Emmanuel Perrotin sagt bei CNN, die Bananen symbolisierten einerseits den globalen Handel, andererseits Humor. Der Künstler verwandle banale Objekte in etwas, das "beides, Freude und Kritik" transportiere. Bei der Arbeit gehe es darum, wie wir einen Wert bestimmen und was für Objekte wir wertschätzen, hieß es zudem in einem Statement der Gallerie.

Ein anderes bekanntes Kunstwerk von Maurizio Cattelan ist die Plastik "America" – eine funktionierende Toilette aus 18-karätigem Gold. Vor knapp drei Monaten war sie aus dem Bleinheim Palace in England gestohlen worden.

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Besucher konnten die goldene Toilette auch benutzen.

(Foto: picture alliance / dpa)

 

09:07 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

09:25 Uhr

Brummifahrer fährt Schlangenlinien wegen Porno

Die Polizei hat in Rheinland-Pfalz einen Brummifahrer gestoppt, der über eine weite Strecke Schlangenlinien gefahren ist. Bei der Kontrolle gestern Abend fanden die Beamten auch schnell die Ursache: Der Fahrer hatte auf einer Bundesstraße bei Birkweiler auf seinem Tablet einen Erotikfilm geguckt. Laut dem Polizeibericht war der Mann "ganz entzückt wie gleichermaßen auch fahrtechnisch abgelenkt, wie er selbst reumütig zugab". Der Lkw-Fahrer musste nun wegen der Benutzung eines elektronischen Gerätes während der Fahrt ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro zahlen.

08:48 Uhr

Generalstreik verhindert Bahnfahrten nach Frankreich

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Ausnahmsweise mal kein Gewimmel am Gare du Nord in Paris heute früh.

(Foto: REUTERS)

Wo sonst auf den Bahnsteigen das übliche morgendliche Gedränge herrscht, ist es an diesem Morgen teilweise wie leergefegt. In Frankreich hat der Generalstreik gegen die geplante Rentenreform von Präsident Macron begonnen.

  • 90 Prozent der TGV-Schnellzüge wurden nach Angaben der staatlichen Bahngesellschaft SNCF gestrichen, ebenso 80 Prozent der Regionalzüge.
  • In Paris liegt der Verkehr auf 11 der 16 Metrolinien lahm.
  • Es fahren heute auch keine Fernzüge zwischen Deutschland und Frankeich. Wie es in den nächsten Tagen weitergeht, kann die Deutsche Bahn noch nicht sagen. Betroffene Bahn-Kunden können kostenlos umbuchen.
  • Auch die Lufthansa rief Frankreich-Reisende auf, sich im Internet zu informieren. Für heute wurden nach Angaben eines Sprechers neun Flüge gestrichen - unter anderem nach Paris, Lyon und Marseille.
  • Der Ärger richtet sich gegen Macrons Pläne, bei der Rente Vorrechte für viele Berufsgruppen abzuschaffen. Einzelheiten will er Mitte des Monats vorstellen.
  • Morgen wollen in Frankreich auch Feuerwehrleute, Mitarbeiter von Schulen, Krankenhäusern und der Müllabfuhr die Arbeit niederlegen.
08:25 Uhr

Timberlake entschuldigt sich für Händchenhalten

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Sänger Justin Timberlake ist mit der Schauspielerin Jessica Biel verheiratet.

(Foto: imago/The Photo Access)

Hier kommt eine Runde Klatsch und Tratsch am Morgen: Justin Timberlake hat sich bei seiner Ehefrau Jessica Biel öffentlich entschuldigt, nachdem er beim Händchenhalten mit der Schauspielerin Alisha Wainwright fotografiert wurde. "Ich halte mich so weit wie möglich von Klatsch fern", schrieb er auf Instagram. "Aber ich glaube, für meine Familie ist es wichtig, die jüngsten Gerüchte anzusprechen, die die Menschen, die ich liebe, verletzen."

Vor ein paar Wochen habe sein Urteilsvermögen versagt - "aber lasst mich klarstellen - zwischen mir und meinem Co-Star ist nichts passiert", erklärt er. Er habe in der Nacht zu viel getrunken und hätte es besser wissen sollen. "Ich entschuldige mich bei meiner großartigen Frau und Familie, dass ich sie in eine so peinliche Situation gebracht habe, und ich konzentriere mich darauf, der beste Ehemann und Vater zu sein."

Timberlake und Wainwright arbeiten gemeinsam an dem Football-Film "Palmer". In New Orleans sind sie zusammen was trinken gegangen. Auf den Balkon einer Bar hielten sie Händchen. Außerdem war auf Fotos auch zu sehen, dass ihre Hand auf seinem Knie lag.

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08:00 Uhr

US-Kriegsschiff beschlagnahmt iranische Waffen

Ein Kriegsschiff der US-Marine hat im Arabischen Meer bei der Kontrolle eines Frachters eine Lieferung iranischer Waffen und Raketenteile sichergestellt. Eine genauere Untersuchung des Vorfalls laufe noch, erklärte ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums. Es habe sich um ein "staatenloses" Schiff in internationalen Gewässern gehandelt, hieß es. Der Ort des Zwischenfalls vom vergangenen Montag ließe darauf schließen, dass es sich um eine Waffenlieferung für die Huthi-Rebellen im Jemen gehandelt haben könnte, die vom Iran unterstützt werden, hieß es. Konkreter wurde der Sprecher allerdings nicht.

07:33 Uhr

Armutsrisiko ist trotz Aufschwung hoch

Mehr als elf Jahre nach Beginn der globalen Finanzkrise haben sich einer Studie zufolge die Arbeitsmärkte in vielen Industrieländern deutlich erholt. Das habe aber keine entscheidenden Auswirkungen auf die Armutsquoten, stellt eine Untersuchung der Bertelsmann Stiftung in 41 Ländern der EU und OECD fest.

  • In 25 Staaten stagniere das Armutsrisiko oder sei bis 2018 sogar noch gewachsen. Insgesamt seien Kinder häufiger betroffen als ältere Menschen, heißt es in dem "Social Justice Index".
  • Am besten schneiden in der Studie Island und Norwegen ab. Deutschland ist auf Platz zehn. Am schlechtesten schneiden die Türkei und Mexiko ab.
  • Während die Beschäftigungsrate in Deutschland zwischen 2013 und 2018 von 73,5 auf 75,9 Prozent stieg, habe sich das Armutsrisiko im selben Zeitraum von 9,4 auf 9,8 Prozent erhöht.
  • Das Missverhältnis zwischen Arbeitsmarkt-Entwicklung und Armutsdaten sei auffallend, betont die Analyse. Faktoren könnten ein Anstieg befristeter und Teilzeit-Jobs sein oder auch ein größerer Anteil von Beschäftigten im Niedriglohnsektor.
  • In sechs Kategorien werden Anstrengungen zur Armutsvermeidung, Beschäftigung/Arbeitsmarkt, gerechte Bildungschancen, Generationen-Gerechtigkeit, Gesundheit sowie Politik gegen Diskriminierung bewertet.

 

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07:14 Uhr

Boot mit Migranten gekentert - mindestens 57 Tote

Vor der Küste des westafrikanischen Staates Mauretanien sind mindestens 57 Migranten beim Kentern eines Schiffs ums Leben gekommen. Das teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) mit. 83 Menschen seien gerettet worden, für sie werde nun gesorgt, twitterte die IOM weiter. An Bord des Schiffes, das Gambia am Vortag verlassen habe, seien rund 150 Menschen gewesen. Die Suche nach möglichen weiteren Überlebenden oder Opfern werde fortgesetzt. Wie es zu dem Unglück kam, ist noch nicht bekannt.

06:57 Uhr

New York huldigt seinem Weihnachtsbaum

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Mit einer großen Show wurde das Anschalten der Weihnachtsbeleuchtung gefeiert.

(Foto: REUTERS)

New York zur Weihnachtszeit hat bestimmt was! Ich selbst war noch nie da. Das Rockefeller Center würde definitiv auf meiner Liste stehen. Dort haben sich am Abend Zehntausende Menschen vor dem Weihnachtsbaum versammelt und zugeschaut, wie dessen Beleuchtung angeschaltet wurde. Mehr als 50.000 Lichter lassen die 23 Meter hohe Fichte nun erstrahlen. Gekrönt wird sie von einem mehr 400 Kilogramm schweren Swarovski-Weihnachtsstern, der von Architekt Daniel Libeskind entworfen wurde. Das feierliche Anzünden der Lichter ist eine berühmte New Yorker Weihnachtstradition – es gibt sie schon seit Anfang der 1930er Jahre.

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06:37 Uhr

Sonne zeigt sich nochmal viel vor Regentagen

Nur der alleräußerste Norden und die höheren Berge im Süden starten heute frostfrei in den Tag. Ansonsten gibt es verbreitet Frost oder Bodenfrost mit der Gefahr von Reifglätte. Außerdem wabern vereinzelt dichte Nebelfelder mit Sichtweiten unter 50 Metern.

Am kältesten ist es übrigens im Schwarzwald und der Schwäbischen Alb. So melden St. Georgen und Sonnenbühl strengen Frost um die minus 11 Grad. Im Gegensatz dazu vermelden die Wetterstationen am Nebelhorn und auf dem Hohenpeißenberg plus 5 Grad. Wie krass die Temperaturunterschiede auf kleinstem Raum hierbei sein können, zeigt uns beispielsweise der Blick nach Garmisch-Partenkirchen. Im Ort meldet die Wetterstation auf 720 Metern minus 5 Grad. Nur 4 Kilometer südlich liegt der Kreuzeck. Ein Berg mit rund 1630 Metern Höhe, auf dem es gleichzeitig plus 7 Grad sind.

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Björn Alexander

Tagsüber können wir uns heute dank Hochdruckeinfluss noch häufig über viel Sonne freuen. Nennenswerte Einschränkungen in der Sonnenbilanz gibt es nur in den (wenigen) Nebellöchern sowie im Nordwesten, wo später mehr Wolken aufziehen. Die Temperaturen bringen es dabei am Alpenrand auf sehr milde 12 Grad. Auch an der windigen Nordsee sind es bis knapp 10 Grad. Ansonsten werden es häufig 2 bis 7 Grad. Lediglich im zäheren Nebel kalte 0 Grad.

Die weiteren Aussichten: morgen breiten sich in der Nordhälfte dichte Wolken mit Regen oder Nieselregen aus. Eine gefährliche Lage für Teile der Mittelgebirge, denn hier trifft der Regen teilweise auf kalte Böden und kann dort gefrieren. Länger ruhig und schön bleibt es unterdessen im Süden, während mit den Wolken der Wind stürmisch auffrischt. Dazu gibt es zwischen 0 und 12 Grad.

Am Wochenende übernehmen die Tiefdruckgebiete dann überall das Zepter und sorgen immer wieder für Regen, einen zum Teil starken bis stürmischen Wind und recht milde Temperaturen. Vor allem am Sonntag bei 7 bis 13 Grad. Erst in der nächsten Woche wird es wieder kälter. Ihr Björn Alexander

06:23 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leser!

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Blick vom Eiffelturm auf den Louvre in Paris.

(Foto: imago images/Cavan Images)

Es ist noch früh, aber ich hoffe, Sie sind soweit gut in den Tag gestartet. Viele Kinder werden im Laufe des Tages wohl ihre Stiefel putzen und positionieren, schließlich ist morgen Nikolaus. Aus nachrichtlicher Sicht könnten heute diese Termine interessant werden:

  • Um 13 Uhr treten die designierten SPD-Vorsitzenden Esken und Walter-Borjans vor die Presse. Vorher will der SPD-Vorstand seinen neuen Leitantrag für den Bundesparteitag beschließen. Esken und Walter-Borjans wollen sich Rückendeckung für Forderungen an die Union holen – etwa für mehr Klimaschutz.
  • Das schlechte Abschneiden deutscher Schüler und Schülerinnen bei der Pisa Studie gestern gibt zu denken – die Kultusministerkonferenz trifft sich und berät über mögliche Konsequenzen. Auch Lehrermangel ist heute Thema.
  • Die Innenminister von Bund und Ländern sprechen in Lübeck unter anderem über den Kampf gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus und Gewalt in Fußballstadien.
  • In Frankreich werden heute die größten Proteste seit Beginn der "Gelbwesten"-Proteste vor gut einem Jahr erwartet: Ein Generalstreik im öffentlichen Dienst dürfte das Land weitgehend zum Stillstand bringen.
  • Wie wird das Ölkartell Opec auf die aller Voraussicht nach geringere Erdöl-Nachfrage im kommenden Jahr reagieren? Die zuständigen Minister der 14 Länder verhandeln ab heute in Wien über ihre Strategie für die kommenden Monate.
  • Der Europäische Gerichtshof verkündet heute gegen 9:30 Uhr ein Urteil zur Vollstreckung ausländischer Bußgeldbescheide innerhalb der EU. Es geht unter anderem um die Frage, ob eine solche Strafe ohne weitere Ermittlungen gegen einen Fahrzeughalter verhängt werden darf.

Wenn Sie Fragen oder Kritik zum "Tag" haben, können Sie mir schreiben an heidi.ulrich(at)nachrichtenmanufaktur.de.