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Der Tag Merz über Aussagen zu Homosexualität: "Da dichtet man mir etwas an"

Vor einigen Tagen antwortet Friedrich Merz auf die Frage eines Reporters, ob er etwas gegen einen homosexuellen Bundeskanzler hat: "Nein". Auf die Nachfrage, ob er das "normal" fände, antwortet er: "Über die Frage der sexuellen Orientierung, das geht die Öffentlichkeit nichts an. Solange sich das im Rahmen der Gesetze bewegt und solange es nicht Kinder betrifft - an der Stelle ist für mich allerdings eine absolute Grenze erreicht - ist das kein Thema für die öffentliche Diskussion." Für diese Aussagen musste sich der Kandidat für den CDU-Vorsitz einige Kritik gefallen lassen (Disclaimer: auch von mir).

In einem Interview mit "t-online.de" sagte Merz nun, dass er "offensichtlich" und "teilweise bösartig" missverstanden worden sei und er auf keinen Fall einen Zusammenhang zwischen Homosexualität und Pädophilie herstellen wollte. Es sei nicht seine Absicht gewesen, irgendjemanden persönlich herabzusetzen. "Ich verstehe aber, dass man sie (die Aussage, Anm.) missverstehen kann. Deswegen will ich nochmal ausdrücklich sagen, wenn sich irgendjemand davon persönlich getroffen gefühlt hat, bedauere ich das wirklich sehr. Das war nicht meine Absicht." Die sexuelle Orientierung sei eine Privatangelegenheit. Er selbst habe nichts gegen Homosexuelle. "Da dichtet man mir etwas an, was mit mir nichts zu tun hat." Frühere Aussagen, unter anderem zum Coming-out von Klaus Wowereit (sinngemäß: Wenn er mir nicht zu nah kommt, ist das okay) würde er so heute nicht mehr wiederholen, sagte Merz. Und er schob hinterher: "Die Bereitschaft für Humor und Ironie in dieser Gesellschaft ist unterentwickelt."

Quelle: ntv.de

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