Das war Mittwoch, der 7. März 2018
Zum Schluss eine gute Nachricht: Blinde und doppelt amputierte Alpinisten dürfen wieder auf den Mount Everest. Das höchste Gericht von Nepal hat wenige Wochen vor Beginn der Klettersaison am Mount Everest das Ende 2017 eingeführte Verbot blockiert. Eine sehr erfreuliche Nachricht für Hari Budha Magar: Er plant, als erster doppelt Amputierter in diesem Jahr den Gipfel zu erklimmen.
Was war heute wichtig? Hier eine kurze Übersicht:
Trump legt im Handelsstreit nach: "Dann belegen wir ihre Autos mit 25 Prozent"
Terrorprozess in Dresden: Lange Haftstrafen für rechte "Gruppe Freital"
"Guten Namen in Dreck gezogen": SPD droht AfD mit Folgen der Syrien-Reise
"Scotch" aus den USA?: US-Lobbyisten wollen Brexit nutzen Von Jan Gänger
Nach mehr als 40 Jahren: Kapstadts "Brücke ins Nichts" wird beendet
Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht!
Mehrere Verletzte bei Messerattacke in Wien
Bei einer Messerattacke auf offener Straße sind am Abend in Wien drei Menschen schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei war der Täter zunächst noch flüchtig. Die Attacke ereignete sich um 19.45 Uhr vor einem Restaurant, berichtet die "Kronen Zeitung". Bei den Schwerverletzten handelt es sich um eine österreichische Familie, neben den Eltern wurde auch deren erwachsene Tochter angegriffen. Danach flüchtete der Täter und verletzte eine weitere Person, heißt es weiter.
Nach Verfolgungsjagd: Polizei findet gefesselte Frau
Ein 30-Jähriger aus Hessen hat seine Ex-Lebensgefährtin in einem Lieferwagen entführt und wohl zwei Tage lang in seiner Gewalt gehabt. Die gefesselte 27-Jährige wurde in Bayern gerettet, weil der Polizei das Kennzeichen des Transporters verdächtig vorkam.
Bei einer kilometerlangen Verfolgungsjagd über eine Autobahn missachtete der 30-Jährige alle Anhaltesignale der Beamten und rammte drei Streifenfahrzeuge, ohne dass jemand verletzt wurde. An einer Behelfsausfahrt im Raum Würzburg verließ der Mann mit dem Transporter die Autobahn und hielt auf einem Waldweg an. Nach kurzer Flucht zu Fuß konnten ihn Beamte überwältigen - und entdeckten dann die Frau.
Wie sich herausstellte, war dem 30-Jährigen ein gerichtliches Kontaktverbot zu seiner Ex-Lebensgefährtin auferlegt worden. Dessen ungeachtet soll er sie am Sonntag im Raum Gießen aufgesucht, sie überwältigt und mit einer Schusswaffe gezwungen haben, in den Transporter zu klettern.
Im Verlauf der folgenden beiden Tage soll es auch zu sexuellen Übergriffen gekommen sein. Der wie die Frau aus Hessen stammende Mann sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.
Frau in Supermarkt womöglich von Schlange gebissen
Eine Schlange soll in einem Supermarkt in Thüringen eine Seniorin gebissen haben. Von dem Tier fehlt bislang aber jede Spur. Nach Angaben einer Sprecherin des Wartburgkreises wurde das Geschäft erst eine Woche nach dem Vorfall geschlossen - nachdem sich die Familie der mutmaßlich gebissenen 76-Jährigen beim Gesundheitsamt beschwert hatte.
Demnach wird nun Gas in den Supermarkt geleitet, um die Schlange - falls vorhanden - zu töten. Erst dann könne der Laden wieder öffnen.
Die "Bild" hatte unter Berufung auf die 76-Jährige geschrieben, ein Arzt habe ihr bestätigt, dass ihre Wunde von einer Schlange stammt. Dem Bericht zufolge wollte die Frau nach einer Orange greifen, als sie einen stechenden Schmerz am Bauch spürte.
Die Zeitung "Freies Wort" in Suhl berichtete, die Familie habe den Supermarkt direkt nach dem Vorfall informiert - ohne dass dieser reagiert habe. Nach Informationen der Zeitung vermuten Reptilienexperten anhand des Blutbildes der Frau, dass sie womöglich von einer europäischen Schlange aus Italien oder Spanien gebissen wurde.
19-Jähriger rammt Polizisten Messer in den Bauch
Ein 19-jähriger Randalierer hat im nordrhein-westfälischen Gescher einem Polizisten ein Messer in den Bauch gerammt.
Wie die Polizei mitteilte, wurden Beamte am Nachmittag zum Haus der Mutter des jungen Manns gerufen, die sich mit ihm gestritten hatte. Den Angaben zufolge warf die Frau ihren Sohn aus dem Haus, woraufhin dieser randalierte und Drohungen ausstieß.
Als die Polizei eintraf, war der 19-Jährige laut Bericht zunächst nicht zu sehen, so dass die Beamten zur Mutter ins Haus gingen. Als sie wieder herauskamen, trafen sie auf den jungen Mann, der einem 55-jährigen Polizisten ein Messer in den Bauch stieß und ihn schwer verletzte. Ein zweiter Beamter nahm den Angreifer fest.
Für den Verletzten bestand nach einer Notoperation keine Lebensgefahr.
Die Videos des Tages
Kaufland ruft Bockwurst wegen Käse zurück
Käse hat in der Bockwurst ja nichts zu suchen. Aus diesem Grund hat Kaufland Bockwürste zurückgerufen: In ihnen ist möglicherweise Käse drin, der Allergikern nicht bekommt. Es handelt sich um K-Classic Delikatess Bockwurst, geräuchert, 1000 Gramm, 10 Stück, mit Mindesthaltbarkeitsdatum 20.03.2018 und der Charge 0036273340. Es könne nicht völlig ausgeschlossen werden, dass sich in einzelnen Verpackungen Wurst mit Käse befinde, teilte das Unternehmen mit. Wegen möglicher allergischer Reaktionen werden Kunden mit Milcheiweiß-Allergie vom Verzehr abgeraten. Die betroffene Ware sei aus dem Verkauf genommen worden. In jedem Kaufland können die zurückgerufenen Packungen zurückgegeben werden. Das Geld wird erstattet.
Russischer Ex-Spion wurde Opfer von Nervengift
Der ehemalige russische Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Yulia sind höchstwahrscheinlich Opfer von Nervengift geworden. Das teilte der Chef der britischen Anti-Terror-Einheit, Mark Rowley, in London mit. Es werde wegen versuchten Mordes ermittelt.
Angreifer wollen Triathleten Beine absägen
In Südafrika haben drei Angreifer einen Triathleten beim Training vom Fahrrad gestürzt, in die Büsche geschleppt und dann versucht, seine Beine abzusägen.
Der 27 Jahre alte Triathlet Mhlengi Gwala war am frühen Morgen in der Hafenstadt Durban auf dem Weg zum Fitnesszentrum, als er angegriffen wurde. Aus welchem Grund die Angreifer seine Beine mit einer Säge absägen wollten, war noch völlig unklar, erklärte die Polizei.
Die Angreifer fügten dem Triathleten schwere Verletzungen zu, flohen jedoch aus unbekanntem Grund, ohne dass sie eines seiner Beine absägten. Der Triathlet wurde am Mittwoch operiert. Ob er bleibende Bewegungseinschränkungen davontragen wird, war zunächst unklar.
Eine für den Athleten eingerichtete Crowdfunding-Kampagne hatte am Mittwochnachmittag umgerechnet bereits etwa 5000 Euro eingesammelt – mehr als die Hälfte des angestrebten Betrags.
Ostdeutsche SPD-Verbände einigen sich auf Giffey
Die Bürgermeisterin des Berliner Bezirks Neukölln, Franziska Giffey, soll für die SPD als Ministerin aus Ostdeutschland ins Bundeskabinett wechseln. Darauf haben sich laut dpa die ostdeutschen SPD-Landesverbände geeinigt. Die 39 Jahre alte Sozialdemokratin stammt aus Frankfurt (Oder) und machte sich als Nachfolgerin von Heinz Buschkowsky mit klarer Kante in der Integrationspolitik und Pochen auf den Rechtsstaat einen Namen. Giffey selbst wollte sich nicht zu einem möglichen Ministerposten äußern.
A1-Rückwärtsfahrer kommen ohne Strafe davon
Autofahrer, die am Stauende rückwärts oder mit einem Wendemanöver von der A1 bei Köln heruntergefahren sind, kommen ohne Strafe davon. Obwohl 13 Autos dabei gefilmt wurden, bleiben die riskanten Verstöße von Anfang September 2017 für die Übeltäter ohne Folgen. Die Bußgeldstelle der Stadt begründete die Einstellung der Verfahren damit, dass keiner der Fahrer so zweifelsfrei erkennbar gewesen sei, dass es für eine Sanktion ausgereicht habe. Bei einer eindeutigen Identifizierung hätten dem jeweiligen Fahrer ein Bußgeld von 75 Euro und ein Punkt in Flensburg gedroht.
Olympiasieger Mo Farah beklagt Rassismus in München
Vierfacher Olympiasieger Mo Farah wurde während der Sicherheitskontrolle am Münchner Flughafen seiner Meinung nach rassistisch behandelt. Deshalb schrieb er auf Instagram: "Traurig zu sehen, dass es in dieser Zeit immer noch rassistische Belästigungen gibt."
Dazu postete der Brite ein Video, in dem zu sehen ist, wie er von einem Bundespolizisten mehrfach aufgefordert wird, zum Gate zu gehen. Dabei berührt der Beamte ihn auch an der Schulter. Farah bezeichnete dies als "Rassismus".
Die Bundespolizei Bayern weist den Rassismus-Vorwurf zurück. "Unser Beamter hat angemessen und korrekt seine Aufgabe erfüllt. Ich kann in keiner Weise ein rassistisches Verhalten seitens des hier eingesetzten, auf dem Video zu sehenden Bundespolizisten erkennen", hieß es in der Polizeimitteilung.
"Weil Herr Farah die Kontrollstelle nicht verlassen wollte, hat das Personal den Bundespolizisten, den man im Video sieht, zur Unterstützung gerufen. Zusammen mit dem Modulmanager versuchte der Beamte, Herrn Farah diese routinemäßige Kontrolle zu erklären und ihn zu beruhigen. Leider ließ er sich aber nicht beruhigen", hieß es in der Erklärung weiter.
Schlagzeilen zum Feierabend
Schweizer AKW wegen Störung abgeschaltet
Eine Störung im Überwachungssystem der Dampfleitungen hat beim Schweizer Atomkraftwerk Mühleberg zu einer automatischen Schnellabschaltung des Reaktors geführt. Das teilte der Betreiber BKW mit. Die Ursache für die Störung sei noch unklar. "Es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung und die Umgebung", so die BKW. Der Reaktor sei in einem sicheren Zustand. Das Atomkraftwerk, seit 1972 am Netz, soll Ende 2019 aus finanziellen Gründen außer Betrieb genommen werden. Die Anlage wird laut BKW nach Behebung der Störung und nach Zustimmung der Nuklearaufsichtsbehörde ENSI wieder angefahren.
Drogen-Epidemie in den USA breitet sich aus
Die US-Behörden sind alarmiert über eine rasante Zunahme der Überdosen an Opioiden. Die Zahl der Krankenhaus-Einlieferungen wegen einer Überdosis an Drogen wie Heroin, Fentanyl und verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln schnellte zwischen 2016 und 2017 um 30 Prozent in die Höhe, wie die US-Gesundheitsbehörde CDC erklärte. Betroffen sind nach den Worten von CDC-Chefin Anne Schuchat Männer wie Frauen gleichermaßen sowie alle Altersgruppen. Die Opioid-Krise breite sich in sämtlichen Regionen der Vereinigten Staaten aus. Schuchat sprach von einer "rasch fortschreitenden Epidemie".
Gericht prüft Haftentlassungsantrag für Abu Walaa
Im Prozess gegen den mutmaßlichen Kopf der Terrormiliz Islamischer Staat in Deutschland, Abu Walaa, prüft das Gericht eine Entlassung aus der Untersuchungshaft. Über den Antrag des Verteidigers sei noch nicht entschieden, teilte eine Sprecherin des Oberlandesgerichts mit.
Der Verteidiger hatte zur Begründung für seinen Antrag vom Dienstag nach fünfeinhalb Monaten Prozessdauer und Befragung des Hauptbelastungszeugen gesagt, es gebe keinen dringenden Tatverdacht.
Vor einem Gerichtsentscheid über den Antrag muss die Bundesanwaltschaft dazu Stellung nehmen, eine Frist dafür gibt es nicht. Abu Walaa und vier Mitangeklagte müssen sich seit Ende September wegen Unterstützung und Mitgliedschaft in der Terrormiliz IS verantworten.
Sie sollen junge Menschen besonders im Ruhrgebiet und im Raum Hildesheim islamistisch radikalisiert und in die IS-Kampfgebiete geschickt haben. Ein Ende des Prozesses ist derzeit nicht absehbar.
Mehrere Tote bei Hubschrauber-Absturz in Russland
Beim Absturz eines Grenzschutz-Hubschraubers in der russischen Teilrepublik Tschetschenien im Nordkaukasus sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen.
Ein Mensch sei verletzt und werde behandelt, meldeten die Agenturen Tass und Interfax unter Berufung auf örtliche Behörden. Zu den Opferzahlen gab es zunächst unterschiedliche Angaben von bis zu neun Toten.
Der Helikopter vom Typ Mi-8 stürzte wenige Kilometer von der Grenze zur Südkaukasusrepublik Georgien ab. Beim Flug durch eine Schlucht habe er mit den Rotorblättern eine Felswand gestreift, hieß es. Neben einem Pilotenfehler galt auch schlechtes Wetter als mögliche Unfallursache.
Lange Haftstrafen im Freital-Prozess
Im Prozess gegen die rechtsextreme "Gruppe Freital" hat das Oberlandesgericht Dresden lange Haftstrafen zwischen vier und zehn Jahren verhängt. Die sieben angeklagten Männer und eine Frau wurden unter anderem wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung und versuchten Mordes beziehungsweise Beihilfe dazu verurteilt.
Mehr dazu hier.
Schichtwechsel
Kira Pieper verabschiedet sich in den Feierabend, ich übernehme nun ihren Platz in der Redaktion. Bis zum späten Abend versorge ich Sie mit den neusten Nachrichten aus der ganzen Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen angenehmen Nachmittag!
Über den Autor
Sahra Wagenknecht plaudert über ihre Ehe
Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht ist voll des Lobes über ihren Ehemann Oskar Lafontaine. "Wenn ich ins Saarland zurückkomme, wartet dort mein Mann und fängt mich auf", sagte sie der Zeitschrift "Super Illu". "Seit wir zusammenleben, bin ich einfach ein glücklicher Mensch." Bei ihm gehe es ihr gut, "da bin ich ganz bei mir." Daraus schöpfe sie ganz viel Kraft und Souveränität, sagte die 48-Jährige. Der 74-jährige Lafontaine ist Fraktionschef der Linken im saarländischen Landtag. Seit 2014 ist er in vierter Ehe mit Wagenknecht verheiratet. Sie bereue heute, keine Kinder bekommen zu haben, sagte die 48-Jährige: "Man denkt doch ganz lange, man hätte alle Zeit der Welt und dann ist es plötzlich zu spät." Auf die Anfänge ihrer Politkarriere angesprochen, sieht Wagenknecht ihre frühen Auftritte nach eigenen Worten eher kritisch: "Ich war damals ein Trotzkopf, hatte das Gefühl, die DDR auf Teufel komm raus verteidigen zu müssen, ohne dafür wirklich einen Grund zu haben. Ich habe damals sicher manchen Unsinn erzählt. Aber dazu stehe ich."
Karl Lagerfeld verärgert Umweltschützer
Mit einer Modenschau im Herbstwald hat Karl Lagerfeld den Zorn von Umweltschützern erregt. Für die Präsentation seiner Herbst-Winter-Kollektion für Chanel im Pariser Grand Palais ließ der deutsche Modezar neun bemooste Eichen aufstellen. Weitere Bäume dienten den Zuschauern der Fashion Week als Bänke. Der Umwelt-Dachverband France Nature Environnement reagierte empört: "Natur bedeutet nicht, Bäume im Wald zu fällen, sie für ein paar Stunden für eine Show aufzustellen und sie dann auf eine Müllhalde zu werfen." Chanel reagierte prompt: Keine der für die Modenschau verwendeten Eichen und Pappeln sei hundert Jahre alt gewesen. Zudem habe sich die Modemarke beim Kauf der Bäume verpflichtet, "100 neue Eichen im Herzen des gleichen Waldes" zu pflanzen.
Tschechiens Regierungschef klagt gegen Stasi-Behörde
Tschechiens geschäftsführender Regierungschef Andrej Babis wehrt sich mit allen juristischen Mitteln gegen den Vorwurf, vor 1989 ein Spitzel des kommunistischen Geheimdienstes gewesen zu sein. Seine Anwälte reichten beim Obersten Gericht in Bratislava Berufung ein. Im Februar hatte das dortige Landgericht seine Klage gegen das Institut des Nationalen Gedächtnisses (UPN), die slowakische Stasi-Unterlagenbehörde, abgewiesen. Das Institut hatte Unterlagen veröffentlicht, nach denen der 63-Jährige als informeller Mitarbeiter mit der damaligen Staatssicherheit (StB) der Tschechoslowakei zusammengearbeitet habe. Der Multimilliardär hatte im Jahr 2013 erstmals auf Unterlassung geklagt. Frühere Gerichtsinstanzen hatten mal für, mal gegen den Kläger entschieden. Sollte Babis am Ende doch noch Recht bekommen, wäre damit die Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit überhaupt infrage gestellt, warnte die Gegenseite.
EU droht USA mit Zoll auf Erdnussbutter
Die EU schlägt zurück! Wegen der drohenden US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium bereitet die Europäische Union Gegenmaßnahmen vor. Mögliche US-Produkte, auf welche die Europäer ihrerseits Strafzölle erheben könnten, umfassten unter anderem Erdnussbutter, Orangensaft und Whiskey, sagte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström. Entscheidungen sind demnach aber noch nicht gefallen.
Werbeagentur zahlt Radfahrern mehr Lohn
Für die Angestellten einer Werbeagentur in Neuseeland zahlt sich das Radeln zur Arbeit auf dem Lohnzettel aus: Der Agenturchef kündigte an, dass es für jede Fahrt mit dem Rad zur Arbeit und zurück fünf Neuseeland-Dollar extra gebe - umgerechnet sind das etwa 2,93 Euro. Wer übers Jahr hinweg mehr als die Hälfte der Tage strampelnd kommt, soll sogar das Doppelte bekommen. Okay, die Agentur mit Sitz in Wellington hat aktuell nur sechs Angestellte. Aber vielleicht macht die Idee ja trotzdem Schule!
Auch Veronica Ferres wurde sexuell belästigt
Immer mehr Schauspielerinnen sprechen über sexuelle Belästigungen. So nun auch Veronica Ferres. "Ich bin da keine Ausnahme", sagte sie dem Magazin "Bunte". 1999 habe ihr ein Regisseur an der Bayerischen Staatsoper bei einer Generalprobe in den Ausschnitt gefasst und gesagt, es gefalle ihm besser, wenn sie "oben ohne" spiele. Sie sei so geschockt gewesen, dass sie ihm "instinktiv vor allen Leuten eine gescheuert" habe, so Ferres. Später habe sie sich mit dem inzwischen Verstorbenen ausgesprochen.
"Reichsbürger" liefert sich Verfolgungsjagd mit Polizei
Nach einer Verfolgungsfahrt über die Autobahn haben Polizisten einen sogenannten Reichsbürger festgenommen. Der mit Haftbefehl gesuchte 65-Jährige war im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz festgenommen worden. Doch dann gelang ihm die Flucht über die Autobahn 3 in Richtung Köln. Die Beamten nahmen daraufhin die Verfolgung auf. Auch als der Mann an einem Stauende anhalten musste, ignorierte er sämtliche Anweisungen der Beamten und verriegelte seinen Wagen von innen. Die Polizisten schlugen daraufhin die Autoscheiben ein und nahmen den Mann fest, wobei er keinen weiteren Widerstand leistete.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Polizei gelingt Schlag gegen internationalen Waffenhandel
Ermittlern in Baden-Württemberg, Frankreich, Österreich und der Schweiz ist mit einer gemeinsamen Aktion ein Schlag gegen den internationalen Waffenhandel gelungen. In Deutschland wurden drei Haupttäter vorübergehend festgenommen. Die Polizei stellte außerdem zahlreiche Waffen sicher, darunter Faustfeuerwaffen, Langwaffen und Munition. Die Kriminalpolizei in Rottweil ermittelt bereits seit Juni vergangenen Jahres wegen grenzüberschreitenden, bandenmäßigen Waffenhandels.
Verschleppter Vietnamese: Bundesanwalt erhebt Anklage
Im Fall der aufsehenerregenden Verschleppung des Vietnamesen Trinh Xuan Thanh im vergangenen Juli in Berlin durch den vietnamesischen Geheimdienst hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen einen 47-Jährigen erhoben. Der Vietnamese Long N. H. soll unter anderem in Prag einen Transporter angemietet haben, der für die Entführung benutzt wurde, wie die Behörde erklärte. Die Anklage lautet auf geheimdienstliche Agententätigkeit und Beihilfe zur Freiheitsberaubung.
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EuGH stärkt Fluggastrechte bei späten Umsteigeflügen
Urlauber können aufatmen: Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die Rechte von Fluggästen gestärkt, die Flugverspätungen bei Umsteigeflügen innerhalb der EU mit verschiedenen Airlines erleiden mussten. Die Kunden können Ausgleichszahlungen wegen Flugverspätung wahlweise an ihrem Abflugs- oder Ankunftsort geltend machen, wenn die Fluggesellschaft, die die Verspätung verursachte, ihren Sitz in der EU hat, entschied der EuGH.
Darum gehen aktuell viele Uhren nach
Viele Radiowecker oder Uhren in Mikrowellenherden haben aktuell Probleme, die exakte Zeit anzuzeigen und gehen deswegen nach. Grund dafür ist wohl akute Energieknappheit, berichten einige Medien. Viele solcher Uhren nutzten statt Quarzoszillatoren die minimalen Abweichungen der konstanten Netzfrequenz für die Berechnung der Zeitanzeige. Diese liegt in Europa bei fast genau 50 Hertz. Stärkeren Energiebedarf gleichen die Versorger durch höhere Einspeisung aus, so dass die Frequenz normalerweise nur um ein paar hundertstel Hertz differiert, was den Uhren aber als Taktgeber ausreicht. Dass diese Uhren nun mehrere Minuten nachgingen, sei ein Indiz dafür, dass seit Längerem zu wenig Leistung etwa aus Gaskraftwerken ins Netz gespeist werde, schreibt "Heise Online". "Der Leistungsmangel scheint aktuell ein Dauerzustand zu sein." Ein Grund dafür könnte der Strompreis sein. Möglicherweise exportiere Deutschland derzeit große Mengen an Strom nach Frankreich, da das Nachbarland aktuell Probleme mit der Energiegewinnung aus seinen Atomkraftwerken hat. Wenn es wieder wärmer wird, wird sich das Problem wohl von selbst erledigen.
Update, 11:02 Uhr: Die Deutsche Presseagentur berichtet nun, dass ein Streit zwischen dem Kosovo und Serbien der Auslöser für die falsche Uhrzeit sein sollen. Schuld soll eine politische Unstimmigkeit sein, die zu Frequenz-Abweichungen und einer Unterversorgung im Stromnetz geführt hat. Das erklärte der Verband Europäischer Übertragungsnetzbetreiber ENTSO-E. Der Verband mahnte eine schnelle Lösung an.
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US-Regierung verklagt Kalifornien
Im Streit um illegale Einwanderung hat das US-Justizministerium den Bundesstaat Kalifornien verklagt. Der Bundesstaat, der sich im Oktober zum "Sanctuary State" (etwa: Zufluchtsstaat) für Einwanderer ohne gültige Papiere erklärt hatte, behindere die Durchsetzung der US-Einwanderungsgesetze, heißt es in der eingereichten Klage. Die Verfassung gebe Kalifornien nicht das Recht dazu. Kaliforniens demokratischer Gouverneur Jerry Brown hatte im Oktober Gesetze zum Schutz von Einwanderern ohne Aufenthaltsgenehmigung unterzeichnet und war damit auf Konfrontationskurs zu US-Präsident Donald Trump gegangen. In den Regelungen wird unter anderem die Zusammenarbeit der kalifornischen Polizei mit den Bundesbehörden begrenzt, wenn diese illegale Migranten aufspüren wollen.
Explosion in Wohnhaus in Mülheim
In einem Wohnhaus in Mülheim hat sich am Abend eine Explosion ereignet. Darüber berichtet die "WAZ". Im zweiten Stock gingen Fensterscheiben zu Bruch, die Feuerwehr evakuierte daraufhin 13 Bewohner und Nachbarn. Verletzte gab es jedoch nicht. Nun sind Statiker im Gebäude, um es auf schwere Schäden zu untersuchen.
24-Jähriger soll Vater getötet haben
Ein 24-Jähriger soll in Berlin seinen Vater getötet und seine Mutter schwer verletzt haben. Spezialeinsatzkräfte nahmen den Sohn fest. Die Mordkommission übernahm die Ermittlungen. Nach Angaben mehrerer Medien soll der Sohn im Streit auf seine Eltern eingestochen haben. Die Polizei bestätigte das noch nicht.
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Köln ermittelt gegen Zoo-Seelöwen
Astrid, Amelie, Oz, Lina und Mia sind mit die Besucher-Lieblinge im Kölner Zoo. Doch nun sorgen die Seelöwen für Ärger: Es gibt eine Lärmbeschwerde aus der Nachbarschaft. Die Tiere brüllen nachts wohl zu laut. Darüber berichtet der "Express". Nun ordnete die Bezirksregierung eine Untersuchung an. Es gibt auch schon eine erste Konsequenz. Der Zoo wurde aufgefordert, Schallschutzmaßnahmen zu prüfen.
Schlagzeilen am Morgen
Politiker empört über Syrien-Reise der AfD
Eine Gruppe von AfD-Bundestagsabgeordneten und nordrhein-westfälischen Landtagsabgeordneten hatte am Dienstag Fotos veröffentlicht, die sie unter anderem bei einem Treffen mit dem Assad-treuen Großmufti Ahmed Hassun zeigen. Die Reise soll die AfD-Forderung nach einer Rückkehr der in Deutschland lebenden syrischen Flüchtlinge unterstreichen. Politiker von SPD und CDU haben sich mittlerweile kritisch zu der Reise geäußert. Der SPD-Außenexperte Rolf Mützenich sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger": "Das folgt einer gewissen Strategie, das Regime von Assad und seine Unterstützer aufzuwerten." Die Reise werde ein Nachspiel im Bundestag haben. Auch der menschenrechtspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion äußerte sich kritisch über die Reise. "Während Bomben und Giftgas von Diktator Assad eingesetzt werden" würden die AfD-Politiker "ohne Skrupel in die Kameras lächeln und sich mit der Täter-Clique treffen", sagte Michael Brand.
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Immer mehr Frauen von Armut bedroht
Die Armutsgefährdung von Frauen hat in den vergangenen Jahren in Deutschland deutlich zugenommen. Darauf machte die Linke im Bundestag unter Berufung auf Daten des Europäischen Statistikamts Eurostat aufmerksam. Der Anteil der von Armut bedrohten Frauen stieg nach den jüngsten Eurostat-Zahlen binnen zehn Jahren von 13 Prozent auf 17,8 Prozent im Jahr 2016. EU-weit waren es 2016 17,9 Prozent. Waren 2006 noch 5,4 Millionen Frauen in Deutschland armutsgefährdet, waren es zehn Jahre später 7,3 Millionen. Der Grund für die Entwicklung: Im Berufsleben werden Frauen durch niedrige Löhne und unfreiwillige Teilzeit benachteiligt, was wiederum zu niedrigen Renten führt.
Banken sollen Milliarden in Atomwaffen investieren
Finanzinstitute investieren offenbar immer mehr Geld in Firmen, die an der Produktion von Atomwaffen beteiligt sind. Darüber berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Das Blatt beruft sich auf eine Studie der Anti-Atom-Kampagne Ican. Auch deutsche Banken sollen in diesem Bereich Anlagen getätigt haben. Sogar mit dem Geld von Privatkunden. Weltweit soll es um 525 Milliarden Dollar gehen.
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Élysée-Palast bekommt tierische Bewohner
Neuerung im Garten des Élysée-Palasts: In einem eingezäunten Hühnerstall sind fortan die braun gefiederten Hennen Agathe und Marianne untergebracht. Auf einem Video ist Präsidentenhund Nemo zu sehen, der die neuen Nachbarn neugierig beschnuppert. Staatschef Emmanuel Macron nahm das Federvieh persönlich vom Chef einer landwirtschaftlichen Genossenschaft aus dem Nordwesten des Landes entgegen. Macron hatte Ende Februar bei einem Rundgang auf der Pariser Landwirtschaftsmesse das Angebot für das Hühner-Geschenk bekommen und angenommen. Der Mischling Nemo stammt aus einem Tierheim. Macron und seine Frau Brigitte hatten ihn im Sommer vergangenen Jahres adoptiert.
Verfassungsschützer wollen AfD beobachten
Einige Landes-Verfassungsschutzämter drängen den Bundes-Verfassungsschutz dazu, deutschlandweit Material für eine mögliche Beobachtung der AfD sammeln zu lassen. Das bayerische Landesamt habe dem Präsidenten des Bundesamtes, Hans-Georg Maaßen, bereits am 15. Januar eine vertrauliche Analyse dazu vorgelegt, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf Geheimdienstkreise. Das Papier münde in das Fazit: "Ein Informationsaustausch ist sinnvoll." Zur Begründung heiße es, Teile der AfD bildeten mit der Identitären Bewegung und der Initiative "Ein Prozent" bis nach Österreich ein enges Geflecht, das Gefahrenpotenzial sei "bedeutsam".
Mehr zu dem Thema lesen Sie in Kürze bei n-tv.de.
"Lady Gaga" bekommt ihr achtes Kälbchen
Zum Aufwachen für Sie erst einmal etwas Seichtes: Deutschlands schönste Kuh "Lady Gaga" macht eine Babypause. Im Herbst wird die mehrfache Schönheitskönigin ihr achtes Kälbchen bekommen. Ob sie danach auf den Kuh-Laufsteg zurückkehren wird, kann ihr Besitzer Henrik Wille noch nicht sagen. Das komme ganz auf ihre Form an, sagt der 37-jährige Landwirt aus dem niedersächsischen Essen bei Cloppenburg. "Sie soll mit einem Erfolg abtreten." Seit 2013 gewinnt die schwarz-weiße Kuh eine Schau nach der anderen. Dabei ist sie schon elfeinhalb Jahre alt und hat schon 100.000 Liter Milch in ihrem Leben gegeben.
Das wird heute wichtig
Puh! Heute hat der Tagesplan aber viel zu bieten:
Heute findet voraussichtlich die letzte Kabinettssitzung der amtierenden Bundesregierung statt. In der kommenden Woche will sich Angela Merkel zur Kanzlerin wählen lassen.
Wir erwarten das Urteil im Prozess gegen die rechtsextreme "Gruppe Freital". Die acht Angeklagten werden für insgesamt fünf verübte Sprengstoffanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte und politische Gegner verantwortlich gemacht.
Heute ist auch die Berufungsverhandlung um das Kopftuchverbot für Rechtsreferendarinnen in Bayern. Dort hatte eine muslimische Jurastudentin dagegen geklagt, dass sie in Bayern während des Referendariats im Gerichtssaal kein Kopftuch tragen darf. Das Verwaltungsgericht in Augsburg hatte der Frau in erster Instanz Recht gegeben und die Vorschrift für unzulässig erklärt. Das bayerische Justizministerium hat dagegen Rechtsmittel eingelegt.
In einer Pressekonferenz spricht Tusk heute über die neuen Leitlinien für die Brexit- Verhandlungen. Sein Entwurf für die Verhandlungsleitlinien soll Hinweise geben, wie die EU sich die künftigen Beziehungen mit Großbritannien vorstellt. Die britische Regierungschefin May hatte vergangene Woche ihre Ideen dafür präsentiert.
Und wir blicken weiter Richtung Damaskus. In Ost-Ghuta gilt seit dem 27. Februar für das belagerte Rebellengebiet eine von Russland angekündigte mehrstündige Feuerpause am Tag. Doch das Gebiet ist immer noch vollständig von der Außenwelt abgeschnitten.
Die EU-Kommission berät heute voraussichtlich über Schutzzölle auf US-Waren. Nachdem US-Präsident Trump Schutzzölle auf Stahl und Aluminium angekündigt hat, will die EU reagieren.
Dies dürfte Flugreisende besonders interessieren: Der Europäische Gerichtshof urteilt über gerichtliche Zuständigkeit bei Fluggastrechten. Es geht um in Deutschland gebuchte Flüge, bei denen Teilstrecken von ausländischen Partnern der gebuchten Airline ausgeführt wurden. Können Passagiere ihre Rechte auch für diese Teilstrecken vor Gerichten in Deutschland einklagen?
Und der letzte Punkt dieser Liste: Heute beginnt der Prozess gegen einen Müllwagenfahrer, der einen Unfall mit fünf Todesopfern verursacht haben soll. Der Unfall ereignete sich vergangenes Jahr in Nagold. Der Fahrer soll zu schnell gefahren sein, wodurch sein Müllfahrzeug gekippt ist und das Auto einer jungen Familie unter sich begrub. Alle fünf Insassen - zwei Erwachsene, eine Jugendliche und zwei Kinder - starben.
Ich versuche mich bei den nächsten Einträgen kürzer zu fassen, versprochen! Mein Name ist Kira Pieper, einen wunderschönen guten Morgen!
Schneematsch mit nur etwas Sonne
Heute geht es nordöstlich der Elbe nasskalt mit Schnee und Regen bei nur 1 bis 4 Grad weiter. Sonst gibt es einen Mix aus etwas Sonne, vielen Wolken und einzelnen Regenschauern bei 6 bis 11 Grad.
In den nächsten Tagen stellt sich wechselhaftes, aber immer milderes Wetter ein. Die Temperaturen erreichen am Freitag zwischen 5 Grad an der Ostsee und 15 Grad in Südbaden. Zum Wochenende steigen die Temperaturen mit Südwestwind auf frühlingshafte 11 bis 18 Grad, in Küstennähe auf 6 bis 10 Grad an. Ihr Björn Alexander