mit Uladzimir ZhyhachouDas war Samstag, der 6. November 2021
In einem ICE von Passau nach Hamburg hat heute ein Mann mit einem Messer Reisende angegriffen. Drei Menschen wurden schwer verletzt, die Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Regensburg war neun Stunden lang gesperrt. Die Polizei überwältigte den Täter. Viele Fragen sind noch offen. Was über den Angriff bisher bekannt ist, lesen Sie hier.
Was war heute sonst alles wichtig:
Verletzte in Leipzig - "Dynamische Einsatzphase" bei "Querdenker"-Demo
Strenge Regeln ab Montag - Österreich meldet Rekord-Neuinfektionen
Gefälle zwischen Reich und Arm - Proteste in Glasgow fordern Klimagerechtigkeit
Gottschalk zurück auf der Couch - "Ich freu' mich, dass ihr euch so freut"
Liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!
Schwerster Kürbis der Welt ist jetzt in Deutschland zu sehen
Der schwerste Kürbis der Welt ist jetzt deutlich leichter: Bei der Kürbisausstellung in Ludwigsburg ist aus dem Weltrekord-Gemüse ein großer Kürbisgeist geschnitzt und von innen beleuchtet worden. Das Kunstwerk werde nun die traditionelle Ausstellung in den Gärten des Blühenden Barocks das restliche Wochenende schmücken, teilten die Veranstalter mit.
Der Kürbis stammt von dem Züchter Stefano Cutrupi aus der Toskana. Bei den Kürbiswiegemeisterschaften in Italien Ende September brachte seine Züchtung stolze 1226 Kilogramm auf die Waage - und gilt damit als der schwerste Kürbis der Welt.
Der Hobby-Gemüsezüchter Udo Karkos verwandelte den Weltrekord-Kürbis mit seiner Schnitzerei nun in die Gestalt eines Geistes. Dadurch sei der größte geschnitzte und erleuchtete Riesenkürbis der Welt entstanden, hieß es seitens der Veranstalter.
Die Kürbisausstellung ist noch bis zum 5. Dezember zu sehen und wird abends leuchtend in Szene gesetzt.
Deutsche Seenotretter mit 800 Migranten dürfen anlegen
Das Seenotrettungsschiff "Sea-Eye 4" der deutschen Hilfsorganisationen Sea-Eye und Mission Lifeline darf mit mehr als 800 Menschen an Bord in Trapani auf Sizilien anlegen. Das entschieden die italienischen Behörden, nachdem das Schiff seit Donnerstag auf die Zuteilung eines sicheren Hafens gewartet hatte.
Die Ankunft in Trapani am Westzipfel Siziliens wird für Sonntag erwartet. "Wir sind erleichtert und überglücklich, dass die schwierigen Stunden für unsere Besatzung und die geretteten Menschen am Sonntag enden werden und die Menschen dann endlich in Italien in Sicherheit sind", sagte Gorden Isler, der Vorsitzende von Sea-Eye, und zeigte sich zugleich "entsetzt" über "Maltas unterlassene Hilfeleistung". Der Inselstaat habe auf Notrufe unter der Woche nicht reagiert.
Frau darf nicht abtreiben und stirbt - Zehntausende protestieren in Polen
Nach dem Tod einer schwangeren Frau haben zehntausende Menschen in ganz Polen gegen das rigide Abtreibungsrecht in ihrem Land protestiert. Die 30-jährige Izabela ist nach Angaben von Frauenrechtsgruppen das erste Opfer des seit einem Jahr geltenden nahezu vollständigen Abtreibungsverbotes.
Izabela war in einem Krankenhaus in Pszczyna im Süden des Landes gestorben, sie war mit großen Problemen in der 22. Woche schwanger.
Das Oberste Gericht hatte mit Unterstützung der Regierung im Oktober vergangenen Jahres auch die Abtreibung schwer fehlgebildeter Föten für verfassungswidrig erklärt und damit das ohnehin schon sehr restriktive Abtreibungsrecht in Polen weiter verschärft. Seitdem gab es immer wieder Massenproteste gegen das Urteil, diese verstärkten sich zum Jahrestag des Urteils und durch den Tod von Izabela.
Trump gibt Baldwin Schuld an der "Rust"-Tragödie
Dass für Ex-US-Präsident Donald Trump Pietät wohl ein Fremdwort ist, hat er unlängst wieder einmal mit einem hämischen Kommentar zum Tod des ehemaligen Außenministers Colin Powell bewiesen. Nun äußerte sich Trump öffentlich zu der Tragödie am Set des Westerns "Rust", bei der die Kamerafrau Halyna Hutchins durch einen von Alec Baldwin abgefeuerten Schuss ihr Leben verlor.
Zum konservativen Moderator einer Radioshow namens Chris Stigall habe er laut Medienberichten via Telefonschalte gesagt: "Meiner Meinung nach hatte er etwas damit zu tun. Wer würde eine Waffe nehmen, sie auf eine Kamerafrau richten und den Abzug betätigen?" Schließlich erhebt er einen ungeheuerlichen Vorwurf: "Vielleicht hat er sie geladen." Zudem beschimpfte er Baldwin als "Spinner". Nach aktuellem Wissensstand hatte sich beim Dreh versehentlich ein Schuss gelöst, als Alec Baldwin mit der ihm gereichten und als sicher bezeichneten Waffe probte.
Angriff im ICE: Größerer Polizeieinsatz in Passauer Studentenwohnheim
Im Zusammenhang mit der Messerattacke im ICE läuft derzeit ein größerer Polizeieinsatz in einem Studentenwohnheim in Passau ab. Das berichtet "Passauer Neue Presse" unter Berufung auf die Polizei. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll der Täter zuletzt in Passau gewohnt haben. Ob der Polizeieinsatz im Studentenwohnheim mit dem Täter zusammenhängt, will die Polizei laut "PNP" nicht bestätigen.
Corona-Demo in Leipzig: Polizei setzt 24 Rechte fest
Am Rande einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Leipzig hat die Polizei 24 Personen aus der rechten Szene festgesetzt. Sie hätten verbotene Gegenstände bei sich getragen und seien in Gewahrsam genommen worden, informierte die Polizei. "Sie können heute an keiner Veranstaltung mehr teilnehmen."
Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Dazu gehörten auch drei Wasserwerferstaffeln. Die Zahl der Demonstranten wurde von Beobachtern auf einige Tausend geschätzt. Weil die Versammlungsfläche auf dem Augustusplatz voll war, wurden weitere Demonstranten auf eine alternative Fläche umgeleitet. Zudem gab es Gegenproteste.
Mann will seine Hunde aus dem Wasser retten und geht unter
Beim Versuch seine beiden Hunde aus dem Nordostsee-Kanal zu retten, ist ein 44 Jahre alter Mann im Wasser untergegangen. Eine großangelegte Rettungsaktion in Schafstedt in Schleswig-Holstein blieb bislang erfolglos. Ersten Erkenntnissen zufolge hatten die Hunde ein Reh gejagt und waren dabei in den Kanal gesprungen. Bei dem Versuch, die Tiere aus dem Wasser zu retten, geriet der Besitzer jedoch selbst in Not. Zeugen hatten noch gesehen, wie er mitten im Kanal um Hilfe rief. Dann sei er verschwunden. Die Hunde konnten wohlbehalten untergebracht werden.
Rassistischer Angriff in Straßenbahn nach Hinweis auf Maskenpflicht
Erfurt hat eine Inzidenz von über 400 - und ein Problem mit Neonazis. In der thüringischen Hauptstadt wurde ein junger Mann in Gesicht geschlagen und dann auch noch rassistisch beleidigt, weil er einen Fahrgast auf die Maskenpflicht hingewiesen hatte. Auch ein weiterer Fahrgast äußerte Polizeiangaben zufolge rassistische Beleidigungen.
Die beiden Angreifer verließen anschließend die Straßenbahn und liefen in unbekannte Richtung davon. Der Straßenbahnfahrer alarmierte nach einem Hinweis des 19-Jährigen die Polizei, die jedoch die Täter nicht finden konnte.
Die Erfurter Polizei bat Zeugen des Vorfalls, sich zu melden.
Kretschmer mit magerem Ergebnis als CDU-Chef in Sachsen bestätigt
Die sächsische CDU hat ihren Vorsitzenden Michael Kretschmer für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt - allerdings mit einem eher mageren Ergebnis. Der 46-Jährige erhielt auf einem Landesparteitag in Dresden eine Zustimmung von 76,35 Prozent. Damit schnitt er deutlich schlechter ab als bei vorherigen Abstimmungen.
2017 hatte Kretschmer bei seiner ersten Wahl 90 Prozent der Stimmen erhalten, zwei Jahre später waren es sogar 95,5 Prozent.
Diebe stehlen Brücke in Niedersachen
Spektakulärer Diebstahl im niedersächsischen Verden: Von einer Baustelle haben Unbekannte haben eine Fußgängerbrücke gestohlen. Dabei gingen sie aber mit Fürsorge vor: Damit vorbeikommende Passanten nach der Tat nicht in die Baugrube fielen, über die die Brücke führte, sperrten die Täter diese mit herumstehendem Absperrmaterial ab, wie die Polizei mitteilte.
Bauarbeiter hatten am Freitag das Fehlen der Behelfsbrücke bemerkt und die Polizei alarmiert. Wie die Täter die knapp drei Meter lange und einen Meter breite Brücke aus Aluminium in der Nacht zum Freitag abtransportierten, sei noch unklar, sagte eine Sprecherin der Polizei.
Mann schlägt auf Zugbegleiter ein
Ein Unbekannter hat einen Zugbegleiter in einer Regionalbahn in Unterfranken angegriffen. Während der Fahrscheinkontrolle schlug der Mann dem Kontrolleur mehrmals ins Gesicht und trat ihn, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Zuvor habe sich der Mann am gestrigen frühen Abend vermutlich ohne gültiges Ticket auf einer Toilette eingesperrt. Am Bahnhof Erlenbach am Main floh der Unbekannte aus dem Zug. Der Zugbegleiter musste ärztlich behandelt werden.
DNA-Reihentest zu Babyleiche - Dutzende Frauen beteiligen sich
Im hessischen Büdingen hat ein freiwilliger DNA-Reihentest mit relativ großer Resonanz begonnen. Die Polizei hofft damit, die Mutter eines toten Babys zu finden, dessen Leiche vor 22 Jahren entdeckt wurde. "Die Zahl der Teilnehmerinnen lag bis zum Mittag im größeren zweistelligen Bereich", erklärte die Polizei. Etwa 600 Frauen waren dazu aufgefordert, an diesem Wochenende freiwillig eine Speichelprobe abzugeben - auch in anderen Städten. Ein Spaziergänger hatte den in Plastiktüten verpackten Leichnam des Babys 1999 an einem Feldweg bei Büdingen gefunden. 2019 gelang es, eine vollständige DNA des Kindes aus sichergestellten Leberzellen zu extrahieren. Dadurch erst waren die Bedingungen für den Test gegeben. Die Frauen, die von der Polizei um die Abgabe der DNA-Proben gebeten wurden, waren zum Zeitpunkt des Leichenfundes zwischen 13 und 30 Jahre alt und wohnten damals im Raum Büdingen.
Seehofer entsetzt über Messerattacke in ICE
Der Messerangriff in Bayern hat Entsetzen ausgelöst. Bundesinnenminister Seehofer schreibt, "die grausame Messerattacke im ICE ist furchtbar". Er hoffe, dass die Verletzten und diejenigen, die diese Tat miterleben mussten, schnell und vollständig gesund werden. Seehofer dankte Polizei und Zugpersonal "für ihren mutigen Einsatz". Die Polizei hat den mutmaßlichen Täter festgenommen. Sie geht bisher nicht von weiteren Tätern aus. Der Hintergrund ist jedoch noch unklar. Aus Sicherheitskreisen heißt es, der Angreifer habe mit einem Messer drei Menschen verletzt. Zwei von ihnen erlitten demnach schwere Verletzungen.
Polizei beendet Blockade von Umweltaktivisten
Während in Glasgow die Weltklimakonferenz läuft, laufen in vielen Ländern gleichzeitig Proteste gegen die bisherige Klimapolitik. Auch hier in Deutschland. In Grevenbroich in Nordrhein-Westfalen zum Beispiel hatten sich gestern Umweltaktivisten an Schienen festgekettet, auf denen Kohle zum Braunkohlekraftwerk Neurath gebracht wird. Letzte Nacht beendete die Polizei die Blockade mithilfe von Sägen. Am Morgen hätten sich noch 26 Menschen in Polizeigewahrsam befunden, hieß es. Mit Blick auf die Klimakonferenz sagte eine der Aktivistinnen, "wir brauchen mehr als leere Versprechungen".
Hamburger SPD hat erstmals Doppelspitze
Die Hamburger SPD wird erstmals von einer Doppelspitze angeführt. Ein Landesparteitag wählte Melanie Leonhard und Nils Weiland zu gleichberechtigten Vorsitzenden. Leonhard ist bereits seit 2018 Landeschefin der Hamburger SPD, darüber hinaus ist sie Sozialsenatorin. Weiland war bisher stellvertretender SPD-Landesvorsitzender. Leonhard hatte die Doppelspitze so begründet: "Die Aufgaben innerhalb, aber auch außerhalb der Partei werden immer vielfältiger und erfordern ein hohes Maß an Aufmerksamkeit - daher ist es nur folgerichtig, dass sich auch die Spitze breiter aufstellt."
DNA-Spur bei Wiener Attentäter führt nach Osnabrück
Nach dem Wiener Terroranschlag vom November 2020 sind Berichten zufolge DNA-Spuren eines Osnabrücker Islamisten bei dem getöteten Attentäter gefunden worden. Wie der "Spiegel" und die Wiener Zeitung "Der Standard" aus Ermittlungsakten zitieren, wurden die Spuren auf Klebeband an der Sprengstoffgürtel-Attrappe gefunden, die der Angreifer trug. Der junge Mann aus Osnabrück und ein weiterer Islamist aus Kassel waren ins Visier der Ermittler geraten, weil sie den Täter vor dem Attentat in Wien besucht hatten. Dabei trafen sie auch weitere Gleichgesinnte aus Österreich und der Schweiz. Schon im Juli hatte die deutsche Bundesanwaltschaft berichtet, dass die DNA einzelner Teilnehmer der Wiener Treffen später auf den bei dem Anschlag verwendeten Waffen nachgewiesen worden sei. Die Bundesanwaltschaft verdächtigt die Männer aus Deutschland der Nichtanzeige geplanter Straftaten. Bei dem Anschlag erschoss ein IS-Sympathisant vier Menschen. Mehr als 20 Menschen wurden verletzt.
BER steuert auf Verlust zu, aber weniger als erwartet
Ein Jahr nach seiner Inbetriebnahme steckt der neue Hauptstadtflughafen BER tief in den roten Zahlen. Für dieses Jahr wird ein Konzernverlust von 350 Millionen Euro erwartet, wie es in einem Bericht der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg an das Bundesverkehrsministerium heißt, der der Nachrichtenagentur Dpa vorliegt. Das Minus falle damit jedoch um rund 50 Millionen Euro geringer aus als geplant. Von Juli bis Oktober konnte demnach im laufenden Geschäft ein Plus erwirtschaftet werden. Alle Flughäfen haben wegen des Einbruchs der Passagierzahlen in der Corona-Pandemie wirtschaftliche Schwierigkeiten. Den BER belasten zusätzlich hohe Schulden aus der langen Bau- und Sanierungszeit des Flughafens; er ging im vergangenen Herbst mit neun Jahren Verspätung ans Netz.
300 Meter lange Salzbachtalbrücke der A66 gesprengt
Seit 2017 wird die knapp über 300 Meter lange Brücke der A66 über das Salzbachtal eigentlich saniert, dann aber stürzen im Juni Teile ab. Seither ist die wichtige Verkehrsader gesperrt, die Region erlebt ein Verkehrschaos. Nun reißt eine kontrollierte Sprengung das Bauwerk ab.
Verbraucherzentralen fordern "echte Ernährungswende"
Die Verbraucherzentralen fordern von der künftigen Bundesregierung eine "echte Ernährungswende". "Unser Essen muss gesünder und nachhaltiger werden", sagt der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller.
Er schlägt unter anderem vor, die Mehrwertsteuer auf Obst und Gemüse weiter zu reduzieren. Die Verbraucherzentralen fordern auch strengere Regeln für an Kinder gerichtetes Lebensmittelmarketing und, dass das Nährwert-Logo Nutri-Score verbindlich wird. Außerdem sollten nur Tierhalter, "die für messbar mehr Tierwohl sorgen, auch Förderung erhalten".
SPD, FDP und Grüne wollen laut dem Ergebnis ihrer Sondierungen die Landwirtschaft dabei unterstützen, "einen nachhaltigen, umwelt- und naturverträglichen Pfad einzuschlagen". Ziel sei aber gleichzeitig, "ein langfristig auskömmliches Einkommen für die Landwirtinnen und Landwirte zu sichern". Mit Blick auf die Tierhaltung kündigten die drei Parteien vorab lediglich an, dass eine Haltungskennzeichnung für Transparenz beim Einkaufen sorgen solle.
Verletzte bei Messerattacke in ICE
In einem ICE zwischen Regensburg und Nürnberg hat es eine Messerattacke gegeben. Mehrere Menschen wurden verletzt. Ein Mann wurde festgenommen, wie das Polizeipräsidium Oberpfalz mitteilte. Von den Verletzten sei nach aktuellen Erkenntnissen niemand in Lebensgefahr. Der ICE wurde im Bahnhof der Gemeinde Seubersdorf zwischen Nürnberg und Regensburg abgestellt. Es bestehe "aktuell keine Gefahr mehr", erklärte die Bundespolizei weiter. Der Hintergrund der Tat ist bisher unklar. Gegen 9:20 Uhr war ein Notruf bei der Polizei eingegangen.
Mehr als 90 Tote bei Explosion in Sierra Leone
Bei einer Kollision eines Tanklasters mit einem Lkw und einer anschließenden Explosion sind in Sierra Leone Dutzende Menschen getötet worden. Der Vizepräsident des westafrikanischen Landes, Mohamed Juledh Jalloh, sprach am Unglücksort in der Hauptstadt Freetown von 92 Toten und 88 Schwerverletzten. Laut Augenzeugenberichten eilten nach der Kollision zahlreiche Menschen mit Behältern zu dem Tankfahrzeug, um Benzin abzuschöpfen. Kurz darauf sei der Laster explodiert. Einige umliegende Geschäfte und Autos hätten Feuer gefangen, hieß es.
Schwimmer nach mutmaßlichem Hai-Angriff vermisst
An der Westküste Australiens wird ein Mann nach einem mutmaßlichen Hai-Angriff vermisst. Die Wasserschutzpolizei koordiniere derzeit die Suche in einem Gebiet südlich von Perth, erklärte die Polizei. Der Fernsehsender ABC berichtete, dass Menschen von einem Boot aus Zeuge eines Angriffs eines Weißen Hais sowie eines Tigerhais auf einen Schwimmer geworden seien. Die Bootinsassen warnten daraufhin die anderen Menschen am Strand. "Das Verhalten der Zeugen war heldenhaft und sehr mutig", hieß es von der Polizei.
Mehr als 1600 Extremisten haben Waffenerlaubnis
In Deutschland besitzen einem Bericht zufolge mehr als 1600 Extremisten eine waffenrechtliche Erlaubnis. Mehr als 1500 von ihnen würden von den Verfassungsschützern als Rechtsextremisten und Reichsbürger eingestuft, schreibt die "Welt am Sonntag" und beruft sich Bundesländer-Angaben. Aus Rheinland-Pfalz und Thüringen lägen allerdings keine Angaben hierzu vor, die Zahlen aus Hamburg seien nicht vollständig gewesen, heißt es. Die tatsächliche Zahl der Extremisten mit Waffenerlaubnis dürfte daher noch deutlich höher liegen. Dem Bericht zufolge steigt die Zahl der Personen mit Waffenerlaubnis im Bereich des Rechtsextremismus seit mehreren Jahren.
Offiziell: Xavi wird neuer Trainer des FC Barcelona
Die Barça-Fans können aufatmen: Das Klub-Idol Xavi Hernández wird neuer Trainer des FC Barcelona. Zuvor hatte es lange Verhandlungen und auch widersprüchliche Angaben zu einer angeblich schon erzielten und dann wieder dementierten Einigung gegeben. Xavi sei für die laufende Spielsaison und die beiden anschließenden verpflichtet worden. Er werde im Laufe des Wochenendes in Barcelona eintreffen und am Montag offiziell vorgestellt werden.
Eine ausführlichere Variante dieser Meldung erschien zuerst im Sport-Tag.
Mindestens acht Tote bei Festival in Houston
Beim "Astroworld Festival" in Houston sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Hunderte weitere Personen wurden verletzt. Was die jeweilige Todesursache war, wird noch untersucht. Von der Feuerwehr heißt es, die Menge habe gestern Abend nach vorne zur Bühne gedrängt. Das habe Panik verursacht, Menschen seien verletzt und ohnmächtig geworden, das habe für noch mehr Panik gesorgt. Mindestens 17 Menschen seien in Krankenhäuser gebracht worden, elf von ihnen erlitten einen Herzstillstand. Rund 300 weitere Menschen seien vor Ort behandelt worden. Die Polizei sagt, sie werte derzeit Videoaufnahmen aus, um der Ursache des Unglücks auf den Grund zu gehen. "Innerhalb weniger Minuten gingen mehrere Menschen zu Boden und erlitten eine Art Herzstillstand", erklären die Ermittler. CNN berichtet, es seien etwa 50.000 Menschen bei dem Festival gewesen, das unter anderem von Rapper Travis Scott organisiert worden sei.
Schon am Nachmittag war es zu chaotischen Szenen gekommen, wie mehrere US-Medien berichten. Ein Video zeigt, wie Hunderte Festivalbesucher durch einen Eingang rennen. Teile der Kontrollstelle stürzen um, Menschen gehen zu Boden.
Clooney appelliert in offenem Brief an Medien
Hollywood-Star George Clooney hat aus Angst um das Wohl seiner Kinder die Medien gebeten, keine Bilder von ihnen zu veröffentlichen. Die Arbeit seiner Frau Amal Clooney als Menschenrechtsanwältin bringe es mit sich, dass die gemeinsamen Kinder Ziel möglicher Vergeltungsmaßnahmen seien, schreibt er in einem offenen Brief, der in mehreren Medien veröffentlicht wurde. Teil ihrer Tätigkeit sei es, "terroristische Gruppen zu bekämpfen und ihnen vor Gericht gegenüberzustehen". "Wir können unsere Kinder nicht schützen, wenn irgendeine Zeitung ihr Gesicht auf dem Cover zeigt." Das Paar hat die 2017 geborenen Zwillinge Alexander und Ella.
Süssmuth: Frauen sollten Mut haben für CDU-Vorsitz zu kandidieren
Das Rennen um den CDU-Parteivorsitz soll keine reine Männerveranstaltung werden, findet die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth. Ab heute können Bewerberinnen und Bewerber für den Posten nominiert werden und die CDU-Politikerin ermutigt Frauen zur Kandidatur. "Wenn keine Frau antritt, wäre das kein gutes Zeichen", sagt die 84-Jährige dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wir kämpfen für die Parität. Die Frauen sollten den Mut haben zu kandidieren. Es wäre ein wichtiges Signal." Süssmuth betont, "wir müssen zeigen, dass wir uns stellen". Das Rennen sei durchaus noch nicht gelaufen. Als mögliche Kandidatinnen nennt sie Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien, die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Anette Widmann-Mauz, Kulturstaatsministerin Monika Grütters und die Hamburger Bundestagsabgeordnete Franziska Hoppermann.
Fünf Millionen Dollar für Hinweise zu Drogenbossen geboten
Eine hohe Belohnung und ein hohes Risiko: Das US-Außenministerium bietet eine millionenschwere Belohnung für Hinweise, die zur Festnahme oder Verurteilung von vier mexikanischen Drogenbossen führen – jeweils bis zu fünf Millionen US-Dollar. Unter ihnen ist der Bruder des einst mächtigsten Drogenbosses der Welt, Joaquín "El Chapo" Guzmán Loera, dessen Sinaloa-Kartell die USA mit Drogen überschwemmt hatte. Dessen Bruder Aureliano sowie die Brüder Ruperto Salgueiro-Nevárez, Jose Salgueiro-Nevárez und Heriberto Salgueiro-Nevárez operierten alle unter dem Dach des Sinaloa-Kartells, heißt es aus Washington. Alle vier seien in den USA wegen Verstößen gegen amerikanische Betäubungsmittelgesetze angeklagt.
Das wird heute wichtig
Einen schönen guten Morgen!
Es ist zwar nicht Freitag, sondern Samstag, trotzdem steht der Tag ganz im Zeichen der Klimaschutzproteste. In mehr als 200 Städten weltweit wollen Menschen im Laufe des Tages für mehr Tempo beim Klimaschutz demonstrieren. Im schottischen Glasgow, wo die Weltklimakonferenz stattfindet, werden Zehntausende Demonstranten erwartet. Darunter auch Klimaaktivistin Greta Thunberg, die gegen 16 Uhr eine Rede halten soll. Wichtig ist heute außerdem das:
Ab heute können Bewerber für den Posten des CDU-Vorsitzenden nominiert werden. Die Frist läuft bis zum 17. November. Als wahrscheinliche Kandidaten gelten der ehemalige Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen.
Auch regional stehen politische Personalentscheidungen an: Die sächsische CDU wählt ab 10 in Dresden einen neuen Parteivorstand. Und die Hamburger SPD soll erstmals in ihrer Geschichte von einer Doppelspitze geführt werden.
Einmal noch: Zehn Jahre nach seinem Abschied moderiert Thomas Gottschalk nochmal "Wetten, dass..?". Unter den Gästen sind die ABBA-Stars Björn Ulvaeus und Benny Andersson und Rocker Udo Lindenberg.
Im hessischen Büdingen beginnt ein DNA-Reihentest. Die Ermittler versuchen damit den Fall eines vor mehr als 22 Jahren tot aufgefundenen Babys aufzuklären und die Mutter zu finden. Rund 600 Frauen sind gebeten, freiwillig eine Speichelprobe abzugeben.
In der Formel 1 kämpfen WM-Spitzenreiter Max Verstappen und Verfolger Lewis Hamilton ab 21 Uhr um die Pole Position für den Grand Prix von Mexiko. Schon um 18:30 Uhr beginnt das dritte freie Training.
Im Topspiel der Fußball-Bundesliga trifft um 18.30 Uhr RB Leipzig auf Dortmund.
Ich bin Heidi Ulrich und heiße Sie bei "Der Tag" herzlich willkommen!
Ungewöhnlicher Vorfall legt Airport auf Mallorca lahm
Ein ungewöhnlicher Vorfall hat den Flughafen von Palma de Mallorca mehr als drei Stunden lahmgelegt. Eine Maschine aus Marokko, die auf dem Weg in die Türkei war, sei gestern Abend auf Mallorca unplanmäßig zwischengelandet, berichten die "Mallorca Zeitung" und "El Pais" – wegen eines angeblichen medizinischen Notfalls. Als der Krankenwagen eintraf, um einen angeblich unter einem Diabetesschock stehenden Passagier und dessen Begleiter abzuholen, seien etwa 20 andere Passagiere auf das Flugfeld gerannt. Die Polizei habe mindestens fünf von ihnen in der Nähe des Flughafens festgenommen. Den Berichten zufolge gehen die Behörden davon aus, dass es sich um eine gezielte Aktion handelte, um illegal nach Spanien zu gelangen. Bei dem Passagier mit dem angeblichen medizinischen Notfall seien im Krankenhaus keine Beschwerden festgestellt worden. Auch er wurde festgenommen. Wegen des Vorfalls mussten 13 ankommende Maschinen umgeleitet werden, 16 abfliegende Maschinen verspäteten sich.