Topix Construction Index-ZertifikatJapanische Infrastruktur-Aktien mit Potenzial
Mit dem RBS-Topix Construction Index-Zertifikat können Anleger an den Kurssteigerungen japanischer Bauaaktien partizipieren.
Die Schäden,
die das Erdbeben und der dadurch ausgelöste Tsunami in Japan verursacht haben,
werden von der Weltbank auf bis zu 166 Milliarden Euro, von der japanischen
Regierung auf bis zu 210 Milliarden Euro geschätzt (ohne Kosten für das
havarierte Atomkraftwerk).
Zur
Beseitigung von Trümmern, dem Wiederaufbau der Infrastruktur sowie den Bau von
Behelfsunterkünften wurde ein Sonderhaushalt von 33 Milliarden Euro
aufgestellt, der Anfang Mai durch das Parlament verabschiedet werden soll.
Volkswirte weisen auf einen möglichen „Kobe-Effekt“ hin: Ein schweres Erdbeben
in der Stadt Kobe im Jahr 1995 hatte die Konjunkturaussichten stark eingetrübt,
die anschließenden Aufwendungen für den Wiederaufbau sorgten für eine zügige
wirtschaftliche Erholung.
100%
Partizipation an der Indexentwicklung, keine Währungssicherung
Das
Zertifikat der RBS (ISIN: DE000AA3A4H8,
Open End) bezieht sich auf den Topix Construction Index, einen Subindex des
TOPIX (Tokyo Stock Price Index). Während der Topix den Gesamtmarkt mit derzeit
1674 vertretenen Unternehmen repräsentiert, beinhaltet der Topix Construction
die Aktien von 95 Gesellschaften aus dem Baugewerbe (Stand: Ultimo März 2011).
Die
Indexkonzeption folgt der Gewichtung nach Marktkapitalisierung. Diese beträgt
für den Topix Construction 4,2 Billionen Yen, was nach derzeitiger
Wechselkursrelation etwa 35,1 Milliarden Euro entspricht. Dabei vereinigen die
sechs größten Unternehmen (Daito Trust Construction, Sekisui House, Daiwa
House, JGC Group, Obayashi, Kajima und Shimizu) bereits 50 Prozent der
Indexgewichtung.
Im
Gegensatz zum Performanceindex DAX bewirkt die Konstruktion als Preisindex,
dass die anfallenden Dividendenzahlungen nicht reinvestiert werden. Da das
Zertifikat den Index im Verhältnis 1:1 abbildet, fließen diese Ausschüttungen
dem Investor nicht zu. Das in Euro
gehandelte Zertifikat ist nicht wechselkursgesichert (quanto), weshalb das
Währungsrisiko des Japanischer Yen/Euro beim Investor verbleibt. Darauf sei
insbesondere vor dem Hintergrund verwiesen, dass der Yen seit Beginn der
Katastrophe durch Repatriierungen für Wiederaufbau und Schadensregulierung
zulegen konnte. Ein Wiedererstarken des Euro hingegen könnte Gewinne aus
Indexsteigerungen egalisieren, sofern das Währungsrisiko nicht durch
zusätzliche Transaktionen, wie beispielsweise mit Optionsscheinen, abgesichert
wird.
ZertifikateReport-Fazit: Das Indexzertifikat
richtet sich an Investoren, die vor dem Hintergrund der Wiederaufbau-Fantasie
von einer positiven Entwicklung des japanischen Bausektors profitieren möchten
und zudem von einer stabilen beziehungsweise starken japanische Währung
ausgehen.