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"Promi Big Brother" - Finale "Amazing!": Janine siegt vor Joey

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Janine fand schon vor dem Sieg, dass sie gewonnen hat, nämlich ihren Tobi.

(Foto: picture alliance/dpa)

Janine Pink ist die Gewinnern von "Promi Big Brother 2019". Platz 2 geht an Joey. Tobi macht das Dreamteam komplett. Auch "PromiBB" kann einen Sieg verbuchen: Gewinner der langweiligsten Staffel jüngster Trash-TV-Geschichte.

"Krass, ihr seid so krass, was ist nur los da draußen? Das ist nicht normal hier!", weint Janine Pink ein paar Tränchen über ihren bahnbrechenden, seinesgleichen suchenden Sieg bei "Promi Big Brother 2019". Aber eigentlich, so sagt sie, hatte sie ohnehin schon gewonnen - nämlich "den Tobi".

Mit dem Gewinn von 100.000 Euro kann sie sich nun sehr viel Wassereis, Nutella und Rasierer für ihre "Monika" kaufen. Der eine oder andere Werbevertrag für die vielen Produkt-Erwähnungen ihrerseits dürfte ebenfalls winken. Am Ende dieses faden Finales verballert der Sender Tausende Euro für ein nicht enden wollendes Feuerwerk in den Kölner Nachthimmel. Man hat das Gefühl, alle Cäsaren würden gleichzeitig ins antike Rom einreiten. Alles mächtig übertrieben, im Endeffekt aber siegt die Erleichterung, dass sie nun endlich vorbei ist - diese zweiwöchige Schmierenkomödie.

Zuvor aber musste sich der Zuschauer, sofern er nicht kopfüber in seiner Chips-Schüssel schnarchte, durch ein schier endlos langes Finale quälen. Durch eines, das mit absoluter Gewissheit schon jetzt als eines der drögesten in die jüngste deutsche Trash-TV-Geschichte eingehen wird. Bevor Janine der Koffer mit der Kohle winkte, wurden noch ein paar fragwürdige Spiele absolviert, längst Makulatur und für den Verlauf der Entscheidung von keinerlei Bedeutung, zähes Füllmaterial mit hochgradigem Ermüdungsfaktor.

"Boah, 'schkrieg Durchfall"

Im Studio: alle Ex-Camper. Lilo sah aus, als trage sie mindestens drei komplette Bijou-Brigitte-Filialen um ihren Hals, Ginger als wolle sie gleich zur Venus-Messe weiter und Chris machte mit seiner gesamten Körperhaltung keinen Hehl daraus, was er von dem ganzen Tamtam hält. Derweil rasteten die vier verbliebenen Luxis in ihrem Bereich aus, als hätten sie schier Unglaubliches vollbracht. "Big Brother" huldigt diese Menschlein, die zwei Wochen "GANZ DEUTSCHLAND" ermüdeten, als wäre es ihnen gelungen, den Code für die Rettung der Welt zu entschlüsseln.

Auch ganz übel: Über Theresias Plüschtier wird eine Stimme aus dem Off gelegt. Herbert, in dem doch eigentlich Theresias "Opa" stecken soll, palavert plötzlich die widerlichste, sexistische Grütze: "Das habe ich von meiner Alten gelernt!", erklärt uns Herbert, zu Bildern, bei dem das Stofftier beim Aufblasen eines Planschbeckens ans Luftventil gedrückt wird. Und mit Kameraschwenk auf Ginger Costello-Wollersheim: "Guck mal, die Hupen von der Braut da!" In den Ohren des Zuschauers klingelt es nur noch. Finden die das lustig? Finden die das wirklich lustig?

Zwischendurch: Die Promis zeichnen ihre Lebenslinien, bisschen Psychoanalyse mit Retrospektive. Wir sehen, wie die Ex-Camper auf den Zeltplatz scharwenzeln und Janine das Hemd ihres Tobis mit ihrer Bräunungscreme beschmutzt.

Hier ein Einblick in das umfangreiche Sprachrepertoire der sympathischen Gewinnerin: "Gooooola!", "Isch flibb gleisch aus!", "Nutella." "Amazing!", "Boah, 'schkrieg Durchfall", "de Monika", "Isch flibb gleisch aus!" "Gooooola!", "Amazing!", "Isch flibb gleisch aus!", "Boah, 'schkrieg Durchfall", "de Monika", "Gooooola!", "Amazing!", "Boah, 'schkrieg Durchfall", "de Monika" ...

Tobi auf Platz 3, Joey Zweitplatzierter

Phil Daub, der Mann, der "Big Brother" seine Stimme leiht, faselt irgendwas von Berühmtheiten, man wird minutenlang verbal aufs Lächerlichste vollgestrullt, bevor Theresia als "vierte Gewinnerin" den Container endlich verlässt und sich in die Arme ihres Gatten stürzt. War das schlimm, da unten in der dunklen Höhle, wo sie mindestens vier Jahre lang festsaß und nichts Richtiges zu beißen hatte!

Der dritte Gewinner ist Tobi, der zweite Joey, der "sehr viel stärker geworden" ist und sich nun auf seine Teilnahme bei der Schlittschuh-Show "Dancing on Ice" freuen kann. Tränenreich fällt er seiner Freundin um den Hals, nachdem er eine kleine Rede halten durfte, bei der er sich fühlte "wie Angela Merkel".

Das Interessanteste an diesem Finale war tatsächlich jener Augenblick, als Zlatko und Chris zu Wort kamen. Der eine faselte was von "Nobody is perfekt", der andere war ganz offensichtlich froh, dass er es überstanden hat. Damit steht der "Diggi" dem Zuschauer in nichts nach.

In diesem Sinne: Es ist vollbracht. "Isch flibb gleisch aus!" Liebe Leserinnen und Leser, Vielen Dank, für Ihre treue Begleitung, hier auf der Unterhaltungsseite von n-tv.de. Bis zum nächsten Mal! Bleiben Sie "amazing"!

Quelle: n-tv.de

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