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Trump sorgt für Punk-Revival "American Idiot" zurück in den Charts

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In London werden während Trumps England-Besuch 50 000 Menschen zu einer Anti-Trump-Demo erwartet.

(Foto: picture alliance/dpa)

14 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung ist ein Punk-Song der Band Green Day auf dem besten Weg, die britischen Charts zurückzuerobern. Das Revival ist Teil einer Protestaktion gegen US-Präsident Donald Trump, der am Freitag England besucht.

Der anstehende Besuch von US-Präsident Donald Trump in Großbritannien sorgt dort für die Rückkehr des 14 Jahre alten Punk-Songs "American Idiot" von Green Day in die Charts. Eine britische Initiative lehnt sich gegen den Trump-Besuch auf und hat ihre Landsleute via Facebook und Twitter aufgerufen, den Titeltrack von Green Days gleichnamigen Doppelalbums herunterzuladen und zu streamen. In dem Song singt Billie Joe Armstrong sinngemäß: "Will kein amerikanischer Idiot sein/Will keine Nation, welche unter dem Bann der neuen Medien steht/Und kannst du den Klang der Hysterie hören?"

Offenbar war die Aktion bereits ein Erfolg, denn viele Engländer sind diesem Aufruf seit dem 6. Juli gefolgt. Schon jetzt steht der Song auf dem 18. Platz der britischen Single-Hitparade.

Die große Hoffnung der Protestgruppe ist, dass der Song pünktlich zum Trump-Besuch zur Nummer 1 der britischen Charts wird. Der US-Präsident kommt am Donnerstag in Großbritannien an, wo er sich tags darauf mit Premierministerin Theresa May und Queen Elizabeth II. trifft. Ursprünglich richtete sich der Song gegen den einstigen US-Präsidenten George W. Bush.

Um London macht Trump weitgehend einen Bogen. In der Stadt werden am Freitag etwa 50 000 Menschen zu einer Anti-Trump-Demo erwartet. Über dem Platz vor dem Parlament soll dann ein Ballon in Form eines riesigen Trump-Babys in Windeln schweben.

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Quelle: n-tv.de, meh/dpa