Unterhaltung

"Let's Dance" - Show 9 Amira Pocher rührt alle zu Tränen

Amira und Olli Pocher liegen sich weinend in den Armen, Bastian Bielendorfer gelingt erneut der Angriff auf unsere Lachmuskeln und die Zehnerkellen werden gezückt wie selten. Alles zur wirklich magischen, neunten Live-Show.

Wenn man wie Amira Pocher in der Öffentlichkeit steht, weiß man irgendwann, was zu tun ist, damit dumme Kommentare oder Vorurteile nicht verletzen können. Man legt sich einen Panzer zu und geht sorgsam mit Informationen und Emotionalität um. Alles, was man macht, wird interpretiert. Oft wirkt die Frau von Oliver Pocher auf andere deswegen zwar stark und taff, aber auch unnahbar. Doch unter einer harten Schale ist oft ein weicher Kern.

Show 9 ist die Show der magischen Momente. Pocher vertanzt in einem Mix aus Contemporary, Tango, Salsa, Paso Doble und Rumba ihre vaterlose Kindheit. Da sind dieser Schmerz und die Sehnsucht nach dem anderen Elternteil, die an diesem Abend auf der Tanzfläche aus ihr herausbrechen. Das verlassene Kind, das nicht weiß, wieso. Das Kind, von dem sehr lange "ein Teil fehlte". Inzwischen ist die Lücke im Herzen gefüllt. Vater und Tochter haben wieder Kontakt. Aber dieses Schicksal, das viele Kinder eint, tänzerisch so herzzerreißend zu transportieren, sorgt bei der Jury sowie bei den Zuschauern für "pure Gänsehaut". Tränen fließen, nicht nur bei Motsi. Auch Olli, ebenfalls im Studio, überrollen die Gefühle. Vielleicht war die väterliche Videobotschaft aus Kairo letztlich ein My zu viel, aber das ändert nichts an den zurecht verdienten "sensationellen" dreißig Punkten.

Bielendorfer und die fiesen Sprüche

"Let's Dance" ist eine Familienshow. Und wir alle wissen, dass Bastian Bielendorfer in diesem Leben wohl kein begnadeter Tänzer mehr werden wird. Aber er mischt die Bude ordentlich auf, berührt die Herzen. Und seine Sprüche fordern vom Zwerchfell Höchstleistung. Er tanzt eben, wie Motsi anmerkt, in seiner "ganz speziellen Art". Umso ekliger ist es, dass es da draußen, in diesem komischen Internet, Leute gibt, die von ihrem Sofa aus beleidigende Kommentare hinaus tröten, die den Komiker zutiefst verletzen. Kritik? Bitte! Aber Hass ist keine Meinung. Einfach mal die Kresse halten! Oder umschalten!

In diesem Jahr gibt es bei "Let's Dance" gleich mehrere sehr starke Paare. Zu den stärksten zählen René Casselly und Kathrin Menzinger. Beide tanzen einen Freestyle, der für die Jury nahezu "Weltklasse" und "pure Kunst" ist. Alles ist perfekt, aber manchmal fehlt ein wenig "der emotionale Aspekt", so Llambi. Tanzen ist eben mehr als nur Technik.

Das hat Janin Ullmann schon lange begriffen. Ein bisschen wirkt die Moderatorin, als könnte sie auf der Tanzfläche einfach alles loslassen und über das Parkett schweben. Die 40-Jährige vertanzt in einem Freestyle den Tod einer ihrer besten Freundinnen und gesellt sich mit ebenfalls 30 Punkten zu Pocher und Casselly.

Magische Tanzduelle und ein Elektroschock-Tanz

Magisch an diesem Abend sind aber auch die drei Tanzduelle. Wenn man bedenkt, wie wenig Zeit bleibt, um einen zweiten Tanz einzustudieren, ist das Ergebnis: "sensationell". Sarah Mangione präsentiert im Duell mit Amira Pocher eine "sexy" und "sinnliche" Bachata. Die Schauspielerin, die im Training noch hinter Pocher liegt, ist sogar ein Fitzelchen besser oder wie Mangione sagen würde: "Ich hab dich abrasiert!" Auch René Casselly tanzt gegen Janin Ullmann einen "bombastischen" Lindy Hop. Llambi zückt bei Ullmann dieses Mal sogar die Zehnerkelle plus eins. Das Level der Paare ist, das kann man guten Gewissens sagen, inzwischen High-End.

Zugabe aber fordert das Publikum für die "herrliche" Nummer von Mathias Mester und Bastian Bielendorfer. Beide versuchen sich in ihrem Duell an einem Streetdance, der eher aussieht wie ein "geiler Ententanz mit Finger in der Steckdose". Vor allem die rhythmischen Bewegungen des Komikers sind schlicht zum Niederknien.

"Ihr habt ein Licht bei Let's Dance gelassen, wir werden immer daran denken", sagt Motsi mit Lachtränen in den Augen, vor allem vor dem Hintergrund, dass Mester und Bielendorfer sich während der Nummer die Kleider vom Leib rissen und in güldenen Hot Pants an der Stange tanzten.

"Wir sind dankbar, dass uns Herr Llambi seine Privatunterhosen geliehen hat", scherzt ein herzerwärmender Bastian Bielendorfer ein letztes Mal. Lieber Bastian, auch wenn du nach Show 9 abtanzen musst: Du hast so viel gegeben! Pfeif auf die beleidigenden Dämlacke! Das war der beste Elektroschock-Hip-Hop-Tanz aller Zeiten!

Quelle: ntv.de

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