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Angelina Jolie will weiter kämpfen.
Angelina Jolie will weiter kämpfen.(Foto: dpa)
Donnerstag, 07. Dezember 2017

La Jolie für die Menschenrechte: Angelinas Power-Rede

Sie hat vielleicht schon eine Weile keinen guten oder erfolgreichen Film mehr gemacht - aber wenn sie etwas sagt, dann hat es Hand und Fuß: "Kunst zu machen, ist ein Menschenrecht", findet Angelina Jolie, und hat sich mit einer kraftvollen Rede für Frauenrechte eingesetzt.

Es sind schon irgendwie aufregende Zeiten in Hollywood: Der Weinstein-Skandal und seine Folgen haben nicht nur schmutzige Details ans Licht gebracht, sondern auch eine Bewegung in Gang gesetzt. In der Entertainment-Branche findet derzeit ein Umdenken statt, das vor allem die Rechte der Frauen in den Vordergrund stellt. Ein Thema, das auch bei dem am Mittwoch vom "Hollywood Reporter" organisierten Event "Women in Entertainment Breakfast" vorherrschend war. Unter anderem hielt Angelina Jolie eine kraftvolle und eindringliche Rede.

Sie startete ihre circa sieben Minuten lange Ansprache mit Anekdoten aus ihrem Leben als sechsfache Mutter. Jolie betonte, dass alle Anwesenden sich bewusst sein müssten, dass sie privilegiert seien, ihren künstlerischen Traum zu leben. "Wir alle kennen Frauen, die ihre kreativen Träume nie leben konnten, weil sie ihre Familien an die erste Stelle setzen mussten, die ihre kreative Energie in ihre Familien fließen ließen", so die 42-Jährige weiter.

Die Weisheit der Frauen

Lächelnd gegen Ungerechtigkeiten - so macht frau das.
Lächelnd gegen Ungerechtigkeiten - so macht frau das.

Außerdem prangerte sie die Fehler der Unterhaltungsindustrie an: "Wir alle wissen, dass es in unserer Branche an Vielfalt und Gleichberechtigung mangelt und dass es vieles zu ändern gibt, für das wir kämpfen müssen." Doch dafür kämpfen zu können, sei ein großer Vorteil: "Aber wir haben ein Maß an Freiheit, das für Millionen anderer Frauen auf der Welt unvorstellbar ist", so Jolie. "Frauen, die mit Konflikten und Terrorismus, Vertreibung und Armut leben, die nie eine Chance bekommen und deren Stimmen immer zum Schweigen gebracht werden."

In Hollywood gehe es den Frauen vergleichsweise gut. "Wir müssen uns keine Sorgen machen, wir müssen nicht davon ausgehen, dass der Film, den wir gemacht haben, uns ins Gefängnis bringen könnte, wo wir gefoltert oder bestraft werden", erinnerte die Schauspielerin ihr Publikum. Doch auf der ganzen Welt gebe es Frauen, "die versuchen, eine Stimme zu bekommen, die versuchen, eine Meinung zu haben".

Sich künstlerisch zu betätigen sei ein Menschenrecht, so Jolie. Jede Frau habe das Recht, ihr Leben zu leben und sich durch Politik genauso wie durch Kunst und Ideen auszudrücken. "Dieses Recht wird Frauen so oft verwehrt, weil es so mächtig ist." Gesellschaften, in denen es Frauen verwehrt werde, sich künstlerisch auszudrücken, seien nicht vollständig. Ihnen fehle die Stimme, der Einfluss und die Weisheit der Frauen.

Quelle: n-tv.de

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