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Name mit Südstaaten-Bezug Band Lady Antebellum benennt sich um

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Ab sofort nur noch Lady A.

(Foto: dpa)

Seit zwei Wochen gibt es in den USA landesweite Anti-Rassismus-Proteste. Das verleitet auch die Countryband Lady Antebellum dazu, genauer zuzuhören und hinzusehen. Weil der Name der Band einen Zusammenhang mit den rassistischen Südstaaten im Bürgerkrieg hat, benennen sich die Musiker um.

Die US-Countryband Lady Antebellum benennt sich um, weil ihr Bandname an die Zeit der Sklaverei erinnert. Künftig laute ihr Name Lady A, teilten die Musiker mit. Sie seien "beschämt", weil sie den Bezug des Namens zur Sklaverei nicht früher berücksichtigt hätten.

Der Begriff "ante bellum" stammt aus dem Lateinischen und bezeichnet generell die Periode vor einem Krieg. Im US-Sprachgebrauch wird damit häufig auf die Südstaaten vor dem Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 verwiesen. In dem Krieg hatte die Südstaaten-Konföderation vergeblich für den Fortbestand der Sklaverei gekämpft.

Die vor 14 Jahren gegründete Band bat für "den Schmerz", den der Name verursacht habe, um Entschuldigung. Es sei nie ihre Absicht gewesen, jemanden zu verletzen, erklärten die Grammy-Gewinner. Die Idee zu dem Namen sei ursprünglich entstanden, da sie ihre ersten Bandfotos in einem Haus im Antebellum-Architekturstil gemacht hatten.

In den vergangenen Wochen hätten sie "mehr denn je zugehört und hingesehen" und "die Ungerechtigkeit, die Ungleichbehandlung und die Vorurteile" gesehen, mit denen Schwarze jeden Tag konfrontiert seien, erklärten die Musiker.

Seit zwei Wochen gibt es in den USA landesweite Anti-Rassismus-Proteste als Reaktion auf den Tod des Schwarzen George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in der US-Stadt Minneapolis.

Quelle: ntv.de, mba/dpa