Andrew allein zu Haus?Bedienstete wollen nicht für den Ex-Prinzen arbeiten

Seine Titel hat Ex-Prinz Andrew wegen seiner Verstrickung in den Jeffrey-Epstein-Skandal bereits verloren. Seinen bisherigen Wohnsitz ebenfalls. Und nun scheint ihm auch noch das Personal zusehends von der Fahne zu gehen.
Der Umzug von Andrew Mountbatten-Windsor auf das königliche Anwesen Sandringham führt nach einem Bericht der britischen Zeitung "The Sun" zu Spannungen beim Personal. Mehrere Angestellte des Landsitzes in der Grafschaft Norfolk sollen sich weigern, für den einstigen Prinzen zu arbeiten.
Ein namentlich nicht genannter Informant aus dem Umfeld des Personals erklärte gegenüber der Zeitung: "Ihnen wurde gesagt, dass sie Andrew nicht bedienen oder für ihn arbeiten müssen, wenn sie sich unwohl fühlen. Es gibt bereits eine lange Liste von Leuten, die absagen. Verständlicherweise herrscht große Unruhe, da er nun ein totaler Ausgestoßener ist."
Andrew Mountbatten-Windsor war am Montagabend unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus seinem jahrzehntelangen Wohnsitz Royal Lodge in Windsor ausgezogen. Nach Angaben der Zeitung erfolgte der Umzug im Schutz der Dunkelheit - zeitgleich mit neuen Enthüllungen aus Dokumenten über den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, mit dem Andrew über Jahre befreundet gewesen war.
"Angespannt und frostig"
Der Bruder von König Charles III. lebt nun vorübergehend im Landhaus Wood Farm auf Sandringham, bevor er ab April in das benachbarte, kleinere Anwesen Marsh Farm ziehen soll. Diese wird derzeit noch renoviert.
Ein weiterer Insider sagte laut "The Sun": "Leute, die jahrelang mit ihm zusammengearbeitet haben, sind weg. Es wird bestenfalls eine Minimalbesetzung geben." Die Atmosphäre auf dem Anwesen sei "angespannt und frostig", heißt es weiter.
Andrew, der 2019 seine königlichen Aufgaben niederlegen musste, war wegen seiner Verbindung zu Epstein und einer Zivilklage der inzwischen aus dem Leben geschiedenen US-Amerikanerin Virginia Giuffre in die Schlagzeilen geraten. Er bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs, hatte aber 2022 eine außergerichtliche Einigung im Millionenbereich mit Giuffre erzielt.
König Charles, der sich laut Berichten seit Jahren darum bemüht hat, seinen Bruder zum Verlassen seiner bisherigen Residenz zu bewegen, soll den Umzug als "notwendige Konsequenz" betrachten. Er hat Andrew auch alle royalen Titel entzogen.