Unterhaltung

"Neuer Körper, neue Denkweise" Bei Ashley Graham wird nichts retuschiert

imago89626142h.jpg

Natürlich wunderschön: Ashley Graham.

(Foto: imago images/Picturelux)

Oft wird von Frauen erwartet, nach der Geburt schnellstmöglich wieder zu einer Traumfigur zu gelangen. Gegen genau diese Haltung kämpft Ashley Graham immer wieder an. Sechs Monate nach der Geburt ihres ersten Sohnes präsentiert sie nun stolz mit mehreren Bikinifotos ihre Dehnungsstreifen.

Nicht oft kommt es vor, dass sich der "Durchschnittsbürger" mit einem Model identifizieren kann. Ashley Graham stellt da wohl die Ausnahme dar. Die kurvige US-Schönheit postet immer wieder Bilder von sich, die Kritiker zwar als unvorteilhaft, Fans dafür aber als ehrlich und wunderschön bezeichnen. Vor allem seit die 32-Jährige im Januar mit Isaak ihren ersten Sohn auf die Welt gebracht hat, teilt sie wiederholt Fotos in sozialen Medien, die zeigen sollen, wie normal es ist, dass sich der Körper nach einer Schwangerschaft verändert.

*Datenschutz

Nun hat sie erneut eine Reihe von Bildern aus einer Kampagne für Bademode veröffentlicht - unbearbeitet und ohne Filter. Die Kollektion ist ihre eigene Linie beim Label "Swimsuits For All", das es sich auf die Fahnen geschrieben hat, in seiner Werbung nur "echte" Körper zu präsentieren. Und so zeigt das Model auch, wie sein Körper sechs Monate nach Isaaks Geburt aussieht - mit Dehnungsstreifen am unteren Bauch, kleinen Speckfalten über der Hüfte und Dellen an den Beinen.

"Ein paar Sachen, die ich liebe: ein süßer Badeanzug und ein Fotoshooting im Garten mit der Familie! Wir hatten eine so schöne Zeit dabei, das Beste aus diesem Sommer in Nebraska herauszuholen", schreibt die 32-Jährige zu den Aufnahmen, die von ihrem Ehemann geknipst wurden. Auf einem Video präsentiert sie ihren Körper zudem in verschiedenen Posen.

Im Gespräch mit dem "People"-Magazin sagte sie zu ihrer Erfahrung bei dem Fotoshooting: "Es kommt immer die Frage auf, was ich retuschieren und herausnehmen lassen will. Und ich sage: nichts. Ich möchte, dass jeder es wirklich weiß … ich möchte, dass die Leute sehen, wer ich bin, weil jeder Körper eine Geschichte hat."

"Ich fühle mich gut"

Obwohl sie dafür bekannt sei, andere Frauen zu inspirieren, sich wohl in ihrer Haut zu fühlen, sei das auch für sie nicht immer leicht, sagte Graham dem Magazin weiter. Das Shooting sehe zwar "so einfach und schön aus", sie sei nun aber auch vom Gewicht her schwerer als vorher. "Ich habe Dehnungsstreifen und am Anfang musste ich wirklich viele Gespräche mit mir selbst führen und mir sagen: 'Okay, neuer Körper, neue Denkweise.' Aber nach diesem Fotoshooting fühlte ich mich so gestärkt, weil ich sagte: Ja. Ich sehe gut aus. Ich fühle mich gut."

Mehr zum Thema

Wie immer kommt Grahams Ehrlichkeit bei ihren Instagram-Followern gut an. "Danke, dass du Dehnungsstreifen für normal erklärst", schreibt etwa eine Userin. "Danke, dass du so ECHT bist!", schreibt ein weiterer Fan. "All diese Promis, die scheinbar 'zurückspringen' und so aussehen, als hätten sie nie ein Kind zur Welt gebracht, sind so unrealistisch."

Schon während ihrer Schwangerschaft wurde die 32-Jährige für ihre ehrliche Dokumentation des Mutterseins auf Instagram gefeiert, als sie sich unter anderem stolz mit Dehnungsstreifen an Bauch und Brüsten zeigte. Kurz nach der Geburt ihres Sohnes sorgte sie auch mit einem Instagram-Post für Aufsehen, in dem sie die unangenehmen Seiten der Nachgeburt thematisierte. "Hebe deine Hand, wenn du nicht wusstest, dass du auch deine eigenen Windeln wechseln würdest", schrieb Graham zu einem Bild von sich in Einwegunterwäsche. Vor wenigen Tagen postete sie mehrere Fotos, auf denen zu sehen ist, wie Isaak ihr beim Stillen in die Brust kneift.

Quelle: ntv.de, lri