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"Ode an den Journalismus" Böhmermann veralbert Journalisten

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"Die Doofen"? Nein, Olli Dittrich (l.) und Jan Böhmermann.

Journalisten haben es schwer. Deswegen will Jan Böhmermann eine Lanze für die Kollegen brechen. Gemeinsam mit Olli Dittrich trällert der Satiriker eine Rap-Hymne auf den Journalismus. Einen Pulitzer-Preis bekommt er dafür aber sicher nicht.

Jan Böhmermann besingt das harte Los der Journalisten "in den Straßen von Deutschland". Glaubt man dem Satiriker, trinken Journalisten zu viel, können ihre Miete nicht zahlen und sind anscheinend ziemlich arme Schweine. Und weil er und Komiker Olli Dittrich viel Verständnis für die Nöte von Journalisten haben (zumindest behaupten sie das), trällern sie in Böhmermanns Show "Neo Magazin Royale" eine "Ode an den Journalismus".

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"Life in the streets" ist auch der Titel des Songs. Darin heißt es unter anderem "Writing, editing, checking the facts, journalists are great, we owe them respect" (Schreiben, veröffentlichen, Fakten checken, Journalisten sind toll, wir schulden ihnen Respekt.)

Ganz ernst meinen es der Komiker und der TV-Satiriker natürlich nicht. Und so finden sich ironische Zeilen wie "Auch Journalisten haben Gefühle" ebenso wie sarkastische Branchenweisheiten wie die, dass zu viel Recherche die Story kaputtmache. Ein Vers lautet: "Es ist ein harter Job, aber machst du ihn richtig, gewinnst du vielleicht irgendwann den Pulitzer-Preis."

Während der bewusst stocksteifen Darbietung von Böhmermann und Dittrich tänzeln im Hintergrund typische Vertreter des "verachteten" Berufsstandes umher. Da ist ein  Redakteur mit Hipster-Schal, ein Käse-Brötchen kauender Kameramann, ein Fotograf, ein zauseliger Lokalreporter mit Notizblock und eine jungeJungredakteurin mit Macbook. Und am Schluss summen Dittrich und Böhmermann im Duett "Journalism, we need you!" (Journalismus, wir brauchen dich!).

Dass Böhmermann unabhängiger Journalismus durchaus am Herzen liegt, stellte er kürzlich unter Beweis, als er für den in der Türkei inhaftierten Journalisten Deniz Yücel bei einer Solidaritäts-Lesung  das Volklied "Die Gedanken sind frei" anstimmte.

Quelle: n-tv.de, dsi

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