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Tennis-Legende droht Haftstrafe Boris Becker hält sich für unschuldig

Tennis-Idol Boris Becker liegt mit der britischen Insolvenzbehörde über Kreuz. Weil er sein Vermögen nicht korrekt offengelegt haben soll, droht ihm Gefängnis. Becker wiederum ist sich keiner Schuld bewusst.

Der frühere Tennisprofi Boris Becker hat sich in einem in Großbritannien laufenden Verfahren in Zusammenhang mit seiner Insolvenz für unschuldig erklärt. Der 52-Jährige erschien heute zu einer Anhörung vor einem Londoner Gericht, von wo aus der Fall zum Southwark Crown Court verwiesen wurde. Sein Mandant werde sich dort "energisch gegen die Vorwürfe verteidigen", sagte Beckers Anwalt Jonathan Caplan zu Pressevertretern.

Becker soll sein Vermögen nicht korrekt offengelegt haben. Ihm drohen bis zu sieben Jahre Haft. Ein Konkursgericht in London hatte ihn im Juni 2017 wegen unbeglichener Schulden für zahlungsunfähig erklärt. Eigentlich können Insolvenzverfahren in dem Land bereits nach einem Jahr abgeschlossen werden. Im vergangenen Jahr waren die Insolvenzauflagen gegen Becker jedoch bereits um zwölf Jahre verlängert worden - weil er Transaktionen aus der Zeit vor und nach dem Insolvenzverfahren nicht ordnungsgemäß gemeldet haben soll. Demnach muss sich der Ex-Profi bis zum 16. Oktober 2031 bestimmten Einschränkungen für zahlungsunfähige Personen in Großbritannien unterwerfen.

Becker erklärte, er habe die vom Gericht festgesetzte Schuldsumme von 3,9 Millionen Euro beglichen, doch der Insolvenzverwalter sei immer noch nicht zufrieden. In dem nun laufenden Verfahren sieht Becker sich 19 konkreten Vorwürfen fehlender Informationsübergabe an die Insolvenzbehörde gegenüber. In allen 19 Fällen erklärte sich Becker für unschuldig. Er darf laut Gerichtsentscheid bis zur nächsten Anhörung am 22. Oktober unter Auflagen auf freiem Fuß bleiben.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/sid