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"Ich akzeptiere die Strafe" Boris Becker will nicht in Berufung gehen

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Das Gefängnis verlässt er wohl frühestens nächstes Jahr wieder: Boris Becker.

(Foto: picture alliance/dpa)

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Zwei Jahre und sechs Monate Haft lautet die gegen Boris Becker verhängte Strafe wegen Insolvenzverschleppung. Und die scheint der dreimalige Wimbledon-Gewinner akzeptieren zu wollen. Er habe nicht vor, "in irgendeiner Form Berufung einzulegen", lässt Becker mitteilen.

Daran ist wohl nicht zu rütteln: Boris Becker wird unwiderruflich für eine längere Zeit hinter schwedischen Gardinen verschwinden. In seinem Prozess wegen Insolvenzverschleppung wurde der 54-Jährige zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Mindestens die Hälfte der Strafe müsse er auch im Gefängnis absitzen, heißt es. Eine Chance, das noch abzuwenden, wäre gewesen, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Doch diese Option ist offenbar vom Tisch.

So erklärte Beckers Anwalt Christian-Oliver Moser nun exklusiv gegenüber RTL: "Der aktuelle Stand ist, dass sich unser Mandant entschieden hat, gegen das Urteil keine Berufung einzulegen." Der Jurist ergänzte: "Das bedeutet, dass das Urteil rechtskräftig ist."

Becker selbst ließ überdies eine Presseerklärung verbreiten. Darin heißt es: "Ich möchte klarstellen, dass ich die Urteile der Geschworenen und die gegen mich verhängte Strafe akzeptiere und deshalb nicht die Absicht habe, in irgendeiner Form Berufung einzulegen. Ich werde meine Strafe in Übereinstimmung mit den Entscheidungen des Gerichts verbüßen."

Nach kurzer Zeit verlegt

Die Möglichkeit einer Berufung hätte zwar grundsätzlich bestanden. Die Erfolgsaussichten wären aber womöglich nicht allzu groß gewesen. Um das Urteil anzufechten, hätten dem Gericht zum Beispiel Fehler bei seiner Urteilsfindung nachgewiesen werden müssen.

Becker war Ende April verurteilt und direkt im Anschluss im Londoner Gefängnis Wandsworth inhaftiert worden. In der Haftanstalt mit zweifelhaftem Ruf musste er jedoch nur kurze Zeit verbringen. Vor einer Woche wurde bekannt, dass Becker in das Gefängnis Huntercombe außerhalb Londons verlegt wurde. Die Haftbedingungen sollen hier um einiges erträglicher sein als in Wandsworth.


Quelle: ntv.de, vpr

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