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Niedrigere Sicherheitsstufe Boris Becker in anderes Gefängnis verlegt

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Boris Becker

(Foto: dpa)

Mindestens 30 Monate muss Boris Becker wegen Insolvenzverschleppung absitzen. Der ehemalige Tennis-Star wird wenige Wochen nach Haftantritt in ein anderes Gefängnis verlegt - wohl zu seinen Gunsten.

Drei Wochen nach dem Haftantritt ist der ehemalige Tennis-Profi Boris Becker innerhalb Großbritanniens in ein anderes Gefängnis verlegt worden. Das bestätigte sein Anwalt gegenüber RTL. Direkt nach seiner Verurteilung wegen Insolvenzverschleppung wurde der 54-Jährige in das Londoner Wandsworth-Gefängnis eingewiesen, mittlerweile sei er bereits im Männergefängnis Huntercombe im englischen Nuffield.

Mit der Verlegung steigt für Becker wohl die Gefängnisqualität. In Großbritannien gibt es vier Kategorien (A,B,C,D) mit unterschiedlichen Sicherheitsansprüchen. Die höchste Sicherheitsstufe haben Gefängnisse der Kategorie A - hier werden die gefährlichsten Straftäter untergebracht. Kategorie D bezeichnet offene Strafanstalten, die zeitweise den Freigang erlauben. Becker wechselte von Wandsworth mit der Stufe B nach Huntercombe, das bis 2010 ein Gefängnis für jugendliche Straftäter war. Im Oktober 2010 wurde es als Kategorie-C-Gefängnis für bis zu 400 erwachsene Männer wieder eröffnet.

Nach Angaben der britischen Regierung ist es speziell für ausländische Männer vorgesehen. Die Insassen sollen außerdem die Möglichkeit haben, sich weiterzubilden und Sport zu treiben.

Beckers Anwalt beschrieb die Lage in Wandsworth vor wenigen Tagen als nicht schön, "doch Boris nehme sie hin". Sein Mandant sei "ein Kämpfer": "Das ist er auch in dieser Situation." Becker gehe es den Umständen entsprechend gut - "sicherlich nicht blendend", so der Anwalt. Es habe auch nicht gestimmt, dass der ehemalige Tennis-Star in einem Wohlfühlbereich des Gefängnisses untergebracht war. Er sei im gleichen Gefängnisflügel untergebracht gewesen, in dem er von Anfang an war.

Boris Becker war von einem Londoner Gericht am 29. April wegen Insolvenzverschleppung zu einer zweieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt worden, die er unmittelbar nach dem Urteilsspruch antreten musste. Mindestens die Hälfte der 30 Monate muss er absitzen. Noch besteht allerdings die Möglichkeit, gegen den Schuldspruch Berufung einzulegen.

Quelle: ntv.de, mba/spot

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