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Duncan Jones nahm die Preise im Namen seines Vaters entgegen.
Duncan Jones nahm die Preise im Namen seines Vaters entgegen.(Foto: AP)
Donnerstag, 23. Februar 2017

Sohn nimmt Preis entgegen: Bowie gewinnt posthum zwei Brit Awards

Mehr als ein Jahr nach seinem Tod wird David Bowie noch einmal mit der höchsten britischen Musikauszeichnung geehrt - und das gleich doppelt. Den emotionalen Höhepunkt einer sonst recht blutleeren Veranstaltung liefert aber ein anderer im Jahr 2016 Verstorbener.

Wer hätte schon gegen eine Legende wie David Bowie gewinnen können? Auch die Sänger Craig David und Michael Kiwanuka sowie die Grime-Rapper Kano und Skepta waren in der Kategorie Bester Britischer Solokünstler nominiert. Doch wie erwartet bekam Bowie den Preis mehr als ein Jahr nach seinem Tod. Der Musiker, der am 10. Januar 2016 gestorben war, wurde posthum auch für sein letztes Werk "Blackstar" ausgezeichnet, das zum besten britischen Album gekürt wurde. Den Preis nahm Bowies Sohn Duncan Jones sichtlich bewegt entgegen.

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Die britische Musikbranche hatte im Jahr 2016 weitere Verluste zu verkraften, darunter George Michael. Des ehemaligen Wham!-Sängers wurde besonders gedacht. Michaels ehemaliger Bandkollege Andrew Ridgeley ehrte seinen Freund gemeinsam mit den früheren Wham!-Background-Sängerinnen Helen "Pepsi" DeMacque und Shirlie Holliman, denen dabei die Tränen kamen. Anschließend sang Coldplay-Sänger Chris Martin George Michaels Ballade "A Different Corner" in Begleitung eines Streicher-Ensembles. Es war der emotionale Höhepunkt einer sonst eher emotionslosen Preisverleihung.

Dezente Kritik an Trump und May

Internationale Stars waren den Brit Awards weitestgehend ferngeblieben. Die Preise für die Beste Internationale Solokünstlerin (Beyoncé), den Besten Internationalen Solokünstler (Drake) und die Beste Internationale Band (A Tribe Called Quest) wurden im Schnellverfahren verkündet, weil keiner von ihnen anwesend war. Drake hatte immerhin eine Videobotschaft aufgezeichnet. Eine dezente politische Botschaft sandte US-Sängerin Katy Perry. Sie sang ihre aktuelle Single "Chained To The Rhythm" und ließ dazu zwei überdimensionale Skelette auf der Bühne tanzen. Die Figuren trugen einen dunklen Anzug und ein rotes Kostüm und erinnerten damit an US-Präsident Donald Trump und die britische Premierministerin Theresa May bei ihrem ersten Treffen Ende Januar in Washington - gewiss kein Zufall.

Im Showprogramm traten außerdem Bruno Mars, die Band Coldplay und Ed Sheeran auf, der bei "Shape Of You" von Grime-Rapper Stormzy begleitet wurde. Emily Sandé, die gleich zu Beginn der Veranstaltung die Auszeichnung als Beste Britische Solokünstlerin erhalten hatte, sang ihren Song "Hurts". Zum Abschluss des Abends trat der mehrfache Brit-Award-Gewinner Robbie Williams mit einem umjubelten Medley auf. Bei seiner Zugabe "Feel", die nicht mehr im Fernsehen übertragen wurde, hatte Williams dann leider hörbar mit der Technik zu kämpfen.

Die Brit Awards gelten neben den Grammys als wichtigste Musikpreise der Welt. Über die Auszeichnungen entscheiden mehr als 1000 Mitglieder der Musikindustrie, darunter auch die Nominierten und Gewinner der Vorjahre.

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Quelle: n-tv.de

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