Popstar macht EntzugBritney Spears begibt sich freiwillig in Behandlung

Nach ihrer Festnahme im März zieht Britney Spears Konsequenzen: Die Sängerin entscheidet sich für einen freiwilligen Klinikaufenthalt. Dies soll einer Sprecherin zufolge der Beginn einer dringend nötigen Veränderung sein. Auch ihre Familie spiele dabei eine wichtige Rolle.
Britney Spears hat sich nach den jüngsten Ereignissen entschieden, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen und sich freiwillig in eine Behandlungseinrichtung begeben. Das bestätigte eine Sprecherin des Popstars am Sonntag dem US-Magazin "People". Die Sängerin habe diesen Schritt eigenständig gewählt - rund fünf Wochen nach ihrer Festnahme in Ventura, Kalifornien, wegen des Verdachts auf Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss.
Die Verhaftung hatte am 4. März stattgefunden, bereits am folgenden Tag kam Spears wieder frei. Ihre Sprecherin sprach damals von einem "bedauerlichen" und "völlig unentschuldbaren" Fehltritt. In einem Statement hieß es zudem, die 44-Jährige werde "die richtigen Schritte unternehmen und das Gesetz befolgen" - der Aufenthalt in der Klinik solle "der erste Schritt einer längst überfälligen Veränderung" in ihrem Leben sein.
Dem damaligen Statement zufolge sollen auch Spears' Söhne Sean und Jayden Zeit mit ihr verbringen. Die beiden stammen aus der Ehe mit ihrem Ex-Mann Kevin Federline. Außerdem wurde angekündigt, dass ihr Umfeld gemeinsam einen Plan entwickeln wolle, der Spears "für ihr Wohlbefinden auf Erfolgskurs bringt".
"Die Frau in mir wurde lange unterdrückt"
Der Vorfall rückte erneut die lange und schwierige Geschichte rund um die psychische Gesundheit der Künstlerin in den Fokus der Öffentlichkeit. Bereits im Januar 2008 war Spears innerhalb weniger Wochen zweimal gegen ihren Willen in psychiatrische Einrichtungen eingewiesen worden - Maßnahmen, die von Behörden angeordnet werden können, wenn eine Person als Gefahr für sich selbst gilt.
In der Folge stand Britney Spears von 2008 bis November 2021 unter der Vormundschaft ihres Vaters Jamie Spears. Ein Richter erklärte diese im November 2021 für beendet. In ihrer 2023 veröffentlichten Autobiografie "The Woman in Me" schrieb sie über diese Zeit: "Die Frau in mir wurde lange Zeit unterdrückt."
Auch danach äußerte sich Spears mehrfach offen zu ihrem Gesundheitszustand. Im November 2021 erklärte sie, die "richtige Medikation" gefunden zu haben, betonte jedoch zugleich, dass noch "viel Heilung" notwendig sei. Im August 2022 veröffentlichte sie ein rund 22 Minuten langes Video, in dem sie die "traumatischen" Erfahrungen während ihrer Vormundschaft schilderte und ihrer Mutter sowie ihrer Schwester vorwarf, die damaligen Strukturen unterstützt zu haben. Beide wiesen die Anschuldigungen zurück.
Im Oktober 2025 meldete sich Kevin Federline in seinen Memoiren "You Thought You Knew" zu Wort. Darin äußerte er große Sorge um die Mutter seiner Kinder und warnte eindringlich vor ihrer Situation. "Es ist unmöglich geworden, so zu tun, als ob alles in Ordnung wäre", schrieb er. "Etwas Schlimmes wird passieren, wenn sich nichts ändert - und meine größte Angst ist, dass unsere Söhne die Scherben aufsammeln müssen." Eine Sprecherin von Spears entgegnete damals, die Sängerin konzentriere sich ausschließlich auf ihre Kinder und deren Wohlergehen.