Unterhaltung

Wegen Uiguren-Kritik Chinesen streichen Özil aus PES

de4d126cddc844621c01ea0a78651825.jpg

Es wird ihn nicht ruinieren, aber ein Nadelstich ist die Streichung Özils aus dem beliebten Spiel wohl dennoch.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

"Mesut wer?" Das könnten demnächst Zocker des beliebten Fußball-Videospiels Pro Evolution Soccer in China fragen. Wegen seiner kritischen Äußerungen zur Uiguren-Politik wird Ex-Nationalspieler Özil dort aus dem Spiel gestrichen.

Ex-Nationalspieler Mesut Özil ist in China nach seinen kritischen Kommentaren zur Situation der Uiguren aus der Fußball-Simulation Pro Evolution Soccer herausgenommen worden. Der Hersteller, das chinesische Unternehmen NetEase, begründete das Löschen von Özils virtuellem Charakter mit dessen "extremen Aussagen über China".

Zuletzt hatte bereits das Außenministerium des asiatischen Staates Özil als "getäuscht von Fake News" bezeichnet. Ein Sprecher sagte am Montag, dass Özils Urteilsvermögen beeinflusst sei von "unwahren Bemerkungen", und er sich gerne in Xinjiang ein eigenes Bild machen könne. China wird international vorgeworfen, die muslimische Minderheit in der Provinz zu verfolgen und in Lager einzusperren.

Rio-Weltmeister Özil hatte sich in den sozialen Medien mit deutlichen Worten für die Uiguren starkgemacht und gleichzeitig die muslimischen Länder für ihr Schweigen kritisiert. Der staatliche TV-Sender CCTV nahm daraufhin das Topspiel von Özils Klub FC Arsenal gegen Manchester City am Sonntag aus seinem Programm. Die "Gunners" distanzierten sich von Özils Kommentaren.

Quelle: ntv.de, vpe/sid