Unterhaltung

Maffay bezieht deutlich Stellung Corona-Leugner "schaden der Gesellschaft"

imago0105431302h.jpg

Der 71-Jährige hat kein Verständnis für die Aussagen seiner Kollegen Xavier Naidoo und Michael Wendler.

(Foto: imago images/POP-EYE)

Im Moment zeigen sich besonders Personen aus der Kulturszene anfällig für Mythen rund um die Corona-Pandemie. Peter Maffay gehört nicht dazu. Mit klaren Worten richtet sich der Sänger an Corona-Leugner.

Rockstar Peter Maffay kritisiert die Äußerungen mancher Musikerkollegen zur Corona-Pandemie scharf. "Leute, die Corona leugnen, schaden der Gesellschaft. Das ist meine Überzeugung. Und sie schaden nicht nur sich selbst, sondern vor allem anderen", sagte der 71-Jährige dem Podcast "Die Wochentester" des "Kölner Stadt-Anzeigers".

Er selbst würde "denen überhaupt nichts sagen", halte aber die "Negierung eines bestehenden Problems für völlig falsch". "Corona ist ein Umstand, den man akzeptieren muss, weil er da ist. Ihn zu leugnen, halte ich für extrem gefährlich und extrem falsch." Mit solchen Leuten zu diskutieren und zu argumentieren, würde aber laut Maffay nichts bringen.

Zuletzt hatte Schlagersänger Michael Wendler seinen Rückzug aus der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar" erklärt und dies mit dem Vorgehen von Bundesregierung und Medien in der Corona-Pandemie begründet. Am Mittwoch löste Nena mit einem rätselhaften Post auf Instagram kontroverse Diskussionen um mögliche Verschwörungsmythen aus - ihr Management betonte aber, dass sich Nena nicht zum Lager der Corona-Leugner zähle. Kollege Xavier Naidoo kommentierte den Post der Sängerin, er selbst tauchte zuletzt immer wieder im Zusammenhang mit Verschwörungsmythen auf.

Große Sorge macht Maffay vor allem die Lage der Künstlerriege. Diese würde sich seit einem halben Jahr de facto in einem Lockdown befinden. "Im Augenblick stehen viele - Dienstleister genauso wie Künstler - mit dem Rücken an der Wand", so der 71-Jährige. Es gäbe bereits Existenzen, die zusammengebrochen seien. Er vermisse die Anstrengung der Politik, diesen Leuten zu Hilfe zu kommen.

Quelle: ntv.de, jru/dpa/spot