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"Cliff Barnes feiert im Himmel" "Dallas"-Star Ken Kercheval ist tot

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"Kollege mit schlauem Humor", schreibt die Schauspielerin Victoria Principal über Ken Kercheval. In der Serie "Dallas" spielt sie die Schwester von Cliff Barnes.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Als rivalisierende "Dallas"-Ölbarone J.R. Ewing und Cliff Barnes erlangen die Schauspieler Larry Hagman und Ken Kercheval Weltruhm. Serien-Fiesling Hagman ist bereits vor sechs Jahren gestorben. Nun ist auch sein ewiger TV-Gegenspieler Kercheval tot.

Mit Ken Kercheval, einem Millionen-Publikum als Cliff Barnes bekannt, ist ein weiterer Star der US-Kultserie "Dallas" gestorben. "Ken starb am Ostersonntagabend in seiner Heimatstadt Clinton in Indiana", teilte sein Manager Jeff Fisher mit. Ein Begräbnis im Familienkreis sei geplant. Zu der Todesursache machte Fisher keine Angaben. Kercheval wurde 83 Jahre alt.

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Muss mächtig einstecken: Cliff Barnes im Dauerstreit mit Serien-Fiesling J.R.

(Foto: imago stock&people)

Berühmt wurde Kercheval durch seine Rolle als Öl-Tycoon Cliff Barnes, der ewig unterlegene Gegenspieler von J.R. Ewing, aus der in den 80er-Jahren produzierten Hit-Serie "Dallas". J.R.-Darsteller Larry Hagman starb 2012 im Alter von 81 Jahren an Krebs. Kollegin Barbara Bel Geddes, die als Miss Ellie die gutmütige Mutter von Fiesling J.R. mimte, erlag 2005 einem Krebsleiden.

"Dallas"-Schauspielerin Victoria Principal würdigte Kercheval als "enorm talentierten" Kollegen mit schlauem Humor. "Ich hoffe, du, Larry und Barbara schmeißt eine himmlische Party im Texas-Stil! Ruhe in Frieden, lieber Bruder", schrieb Principal auf Instagram.

In der TV-Serie spielte sie Pamela Barnes, die Halbschwester von Kerchevals Figur Cliff Barnes. "Du wirst immer in meinem Herzen sein", schrieb Schauspielerin Audrey Landers auf Instagram zu einer "Dallas"-Szene, in der sie als Barnes' Freundin Afton Cooper Abschied nimmt. Sie dankte Kercheval, dass er mit "Dallas" Fernseh-Geschichte geschrieben habe.

Cliff Barnes: In allen Staffeln dabei

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Preisverleihung des "Pop Cultur Awards" an die Dallas-Stars 2006: Da sind sie noch alle am Leben. Ken Kercheval (l.) ist am Ostersonntag gestorben.

(Foto: REUTERS)

In der Rolle als Ölbaron hatte Cliff Barnes mehr Feinde als Freunde. Mit dem Ewing-Clan lag er stets im Clinch, seinem skrupellosen Erzfeind J.R. stand er an Kampfeslust kaum nach. In den USA lief das Familiendrama um Geld, Macht und Intrigen 14 Jahre lang ununterbrochen.

Die 356 Folgen wurden in 67 Sprachen übersetzt und in 90 Ländern ausgestrahlt. Kercheval spielte in allen Staffeln mit, auch bei der späteren Serien-Fortsetzung von 2012 bis 2014 war er dabei. Der Charakter der Figur war so bemerkenswert, dass sich eine deutsche Independent-Rock-Band nach ihr benannte: "Cliff Barnes and the Fear of Winning" bringt es auf den Punkt: Tiefenpsychologische Kenner der Serie hatten früh den Verdacht, dass dieser Cliff Barnes eigentlich gar nicht gewinnen wollte.  

Der Schauspieler, der seine Karriere am New Yorker Broadway begonnen hatte, wirkte auch in Kino-Filmen wie "The Seven-Ups" und an der Seite von Sylvester Stallone in "F.I.S.T. - Ein Mann geht seinen Weg" mit. Kercheval war starker Raucher. In den 90er-Jahren erkrankte er an Lungenkrebs und musste sich einer Operation unterziehen.

Quelle: n-tv.de, mau/dpa

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