Unterhaltung

Dschungelcamp - Tag 7 Das Versagen der drei Damen vom Kühlergrill

Tara beendet die jahrzehntelange Beziehung zu Filip, jemand sagt "blöde Sau" und Teamchefin Tina hat sich mit Harald in den Haaren. Tag 7 im Camp ist der Tag, nach dem alle am Abgrund standen und nun schon einen Schritt weiter sind.

Kennen Sie das: Erst passiert mehrere Tage gleichbleibend eher wenig und auf einmal geschieht an einem einzigen Tag so viel, dass die Festplatte sicherheitshalber in den Standby-Modus schaltet, weil das Geschehen für die kurze Zeit einfach zu viel ist. Dschungel-Overkill, oder um es mit den Worten vom drolligen Peter zu sagen: "Gestern haben wir kurz vorm Abgrund gestanden und heute sind wir einen Schritt weiter!"

Das trifft vor allem auf Tara zu. Man steigt nicht so recht dahinter, aber sie scheint an Wahrnehmungsstörungen zu leiden. Nimmt sie sich an Tag 7 doch allen Ernstes Filip zur Brust und wünscht sich eine Aussprache. Ihre Argumentation mutet angsteinflößend an. Pavlovic perplex: "Tara, du tust gerade so, als ob wir drei Jahre in einer Beziehung sind. (…) Wir waren gar nicht zusammen!" Es sei nie etwas zwischen ihnen gewesen. Doch plötzlich geht es um ihr Bild in der Öffentlichkeit und wer wen abserviert hat. Dieses Stalking, dieses auf die Pelle rücken, die kleine tara'ische Welt dreht sich um einen Menschen, der nichts von ihr möchte. Tragisches Ende einer Beziehung, die es nie gab.

Probleme an Tag 7 auch mit Anouschka: Ach, der ist sowieso alles "scheißegal". Die Stimmung ist ungefähr so wie in einem überfüllten Linienbus und Tara hat die "Schnauze gestrichen voll". Die ewig grummelige Renzi mache vorne rum "Bussi, Bussi" und ziehe hintenrum vom Leder. Es ist wichtig, auch in unangenehmen Situationen die Contenance zu wahren, diese "Social-Media-Leute" können das: "Die blöde Sau soll scheißen gehen". Dieses Geschäft übernehmen zum Glück schon die Affen.

"Hey, bitte nicht in diesem Kommandoton, ja?"

Nervenaufreibend wird es auch mit Tina, die sich in der Rolle als Teamchefin pudelwohl fühlt und gerne Anweisungen gibt. "Jawohl, El Comandante!", rufen Harald und Anouschka und, hey, bitte nicht in diesem "Kommandoton", Tina! Wir sitzen hier nicht im Kostüm in einem Scheiß-Manta in Dortmund!

Bevor gleich einer kinskihaft brüllt: "Diesmal schlag ich dir in die Fresse!", sagt Harald nahezu milde zu Frau Chefin: "Du attackierst die Anouschka unentwegt!" Es wird darüber diskutiert, dass man die Diskussion satt hat und Tina es lassen soll, die Leute "permanent zurechtzuweisen" "Ist gut jetzt!", bestimmt die Kommandantin. Darauf Harald: "Ist gut jetzt, wenn du sagst, ist gut!"

Hach ja, das ist schon nicht so einfach mit den "Blagen", beklagt sich der Gerechtigkeitsfanatiker bei Eric während der Nachtwache. Man sei im Camp eben mit vielen Kindern. Und schließlich spricht er das ganze Dilemma einer ganzen Branche aus. Man habe eben nur wenige "richtige Stars" und dann "solche Social-Media-Leute." Der Zuschauer wolle nicht nur "was mit Optik", sondern "auch was mit Geist". Und wenn man permanent das Gefühl hat, dass nur Notstrombeleuchtung glimmt, ist es eben genau so, wie Sonjas Einschätzung der Schatzsuche von Tara und Filip: "Laaaaaaaaangweilig!"

"Wenn der Morgen grau ist"

Manchmal aber blitzt dann doch so etwas durch wie ein tiefer Gedanke. Filip sinniert über das Wort Morgengrauen. So ein Mumpitz! Das träfe ja nur zu, "wenn der Morgen grau ist". Müsste es also korrekterweise nicht "Morgenschein" heißen? Und hier stößt er wirklich einen philosophischen, um nicht zu sagen ortegischen Gedanken an. Sagen wir alle das eine und meinen das andere? Müsste die Morgenfrühe nicht Heutefrühe heißen? Und was ist mit dem Morgenland, wenn es abends wird? Es wird kommen: In einer Zeit, lange, nachdem das Abendland untergegangen ist, wird Pavlovic im Morgenmantel auf seiner Veranda sitzen, seinen Morgenkaffee trinken und sagen: Morgen ist auch noch ein Tag.

Das scheinen sich auch "die drei Damen vom Kühlergrill" gedacht zu haben. Linda, Anouschka und Jasmin müssen zur sagenumwobenen Rennstrecken-Prüfung. "Der große Preis von Mpumalanga" steht in den Startlöchern. Die blinde Jasmin erhält Anweisungen von der gehörlosen Anouschka, die ihre wiederum von der stummen Linda empfängt. Mit Jürgen Milski, Menderes und Thorsten Legat ist diese Prüfung übrigens in die Annalen der Dschungelgeschichte eingegangen.

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"Links, halblinks, aber nicht so dolle links, sondern mehr so das rechte links." Es beginnt fluffig, aber manchmal kann man die Erinnerungen eben doch nur kurz aufleben lassen. In der Neuauflage gibt es viel Aggressivität, Gezicke und null Sterne, weil es der "Girl-Power-Group" nicht gelingt, innerhalb der Zeit die Ziellinie zu überqueren. Linda wird wieder laut, irgendwelche nassen Botten stinken und die Affen koten weiter munter von den Bäumen.

Schließen wir das Kapitel des siebten Tages mit einem Vers von Christian Morgenstern, der genauso gut vom tiefsinnigen Filip stammen könnte: "Es war die hohe Jungfrau Morgenröte, die sich an mir die jungen Glieder wärmte - und mich nun leuchtend auf die Augen küsst!" Aber damit bist nicht du gemeint, Tara!

Zur nächsten Dschungelprüfung müssen antreten: Tina, Linda und die einzig wahre Anouschka.

"Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!": Daniel Hartwich und Sonja Zietlow führen wie gewohnt durch die Sendung, bis sich am 5. Februar entscheidet, wer Dschungelkönig oder Dschungelkönigin wird. Am 6. Februar findet das "Große Wiedersehen" aller Dschungel-Stars statt. Die Show ist auch auf RTL+ abrufbar.

Quelle: ntv.de

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