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Lustig oder nicht? Dave Chappelle verhöhnt Jackson-Ankläger

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Dave Chappelle

(Foto: imago/ZUMA Press)

In seiner neuen Stand-Up-Show verteidigt Dave Chappelle Michael Jackson und macht sich über dessen mutmaßliche Opfer lustig. Die Familie des verstorbenen King of Pop findet das gut, andere wiederum nicht.

Dave Chappelle ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten Komiker der USA. Und auch mit seiner neuen Show sorgt er wieder für Gesprächsstoff. Allerdings kommen seine Witze nicht bei allen gut an.

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Der 46-Jährige gibt in seinem neuen Netflix-Stand-Up-Special "Sticks & Stones" an, James Safechuck und Wade Robson kein Wort zu glauben. Die zwei beschuldigen Michael Jackson in der viel diskutierten HBO-Dokumentation "Leaving Neverland", sie als Kinder sexuell missbraucht zu haben.

"Ich glaube diesen Motherfuckern nicht", so Chappelle in seinem Bühnenprogamm. Zudem ruft er seine Zuschauer dazu auf, die Doku zu ignorieren, da sie "verdammt ekelerregend" sei. Doch Chappelle geht noch weiter. Er scherzt, dass selbst in dem Fall, dass die zwei die Wahrheit sprächen, es doch besser sei, vom verstorbenen King Of Pop missbraucht worden zu sein, als von jemandem, der weniger reich und berühmt sei.

"Freifahrtschein nach Hawaii"

"Ich weiß, dass mehr als die Hälfte der Menschen in diesem Raum in ihrem Leben belästigt wurden, aber es war kein verdammter Michael Jackson, oder? Diesem Kind wurde vom King of Pop der Schwanz gelutscht. Alles, was wir bekommen, sind merkwürdige Thanksgivings für den Rest unseres Lebens. Wisst ihr, wie gut es sich angefühlt haben muss, am nächsten Tag in die Schule zu gehen? Ich weiß, es erscheint harsch, aber jemand muss es diesen Kindern beibringen. Es gibt keinen Freifahrtsschein nach Hawaii", scherzt Chappelle weiter.

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Dann kommentiert er noch die Freundschaft zwischen Jackson und "Kevin - Allein zu Haus"-Kinderstar Macaulay Culkin. "Ich bin kein Pädophiler, aber wäre ich es, dann wäre Macaulay Culkin das erste Kind, das ich ficke. Das sage ich euch jetzt."

Und auch über andere Männer, die aktuell wegen sexueller Übergriffe in der Kritik stehen, spricht Chappelle, darunter Komiker-Kollege Louis C.K. und R'n'B-Sänger R. Kelly. Über ihn sagt er, er sei sich ziemlich sicher, dass die Anklagepunkte gegen ihn wahr seien. Er selbst sei gebeten worden, bei der "investigativen" Dokumentationsserie "Surviving R. Kelly" mitzumachen, allerdings kenne er Kelly ja gar nicht. Also auch hier ein Seitenhieb auf die Macher der Doku.

Zumindest der Familie von Michael Jackson gefallen Chappelles Gags, Jacksons Neffe Taj lobt ihn sogar öffentlich bei Twitter dafür. Wade Robson, eins der mutmaßlichen Jackson-Opfer, sagte laut US-Seite "The Guardian" hingegen: "Chappelle kann sagen, was er will. Es verrät ihn, nicht uns." Und sein Anwalt fügte hinzu: "Es ist bedauerlich, dass er sich entschieden hat, seine Plattform zu nutzen, um Opfer von sexuellem Missbrauch zu beschämen und seine Unwissenheit über sexuellen Missbrauch an Kindern zu verbreiten, um seine Karriere wiederzubeleben."

Quelle: ntv.de, nan