Unterhaltung

Debatte um sexuelle GewaltCarolin Kebekus ist von Männern "positiv überrascht"

08.04.2026, 11:38 Uhr
00:00 / 02:28
Komikerin-Carolin-Kebekus-bei-der-Buch-Premiere-von-8000-Arten-als-Mutter-zu-versagen-im-Gloria-Theater-Koeln-30-11
Lässt sich von Männern gern "positiv überraschen": Carolin Kebekus. (Foto: picture alliance / Panama Pictures)

Seit Collien Fernandes die ihr angetane digitale Gewalt öffentlich gemacht hat, äußern sich auch andere prominente Frauen zu dem Thema. Unter ihnen Carolin Kebekus, die sich mit einer Botschaft an alle Männer wendet und sogar ein Lob für einige von ihnen übrig hat.

Carolin Kebekus ist "positiv überrascht" von den Reaktionen vieler Männer auf die Vorwürfe von Moderatorin Collien Fernandes. "Mir fällt doch auf, dass sich viele Männer jetzt damit auseinandersetzen", erklärte die Komikerin und Entertainerin.

"Sie machen sich Gedanken dazu, was sie anders machen können, oder kommen von selbst darauf zu sprechen, dass das vielleicht auch etwas mit Strukturen zu tun haben könnte. Mit Frauen, die aus verschiedensten Gründen in toxischen Beziehungen leben müssen. Okay, ich spreche jetzt nur über mein persönliches Umfeld - im Netz spielt sich gerade was ganz anderes ab. Aber ich denke schon, dass da jetzt auch positiv was ins Rollen gebracht worden ist."

Wut der Frauen "allgegenwärtig"

Hintergrund der aktuellen Debatte über digitale Gewalt sind schwere Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen, über die zuerst der "Spiegel" berichtet hatte. Sie wirft ihm vor, Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber pornografische Darstellungen verbreitet zu haben. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt Christian Schertz kündigte an, gegen die "initiale Berichterstattung" des "Spiegels" gerichtliche Schritte einzuleiten.

Die Wut der Frauen sei derzeit allgegenwärtig, sagte Kebekus. "Jeder bekommt das ja derzeit gerade von seiner Frau, Freundin, Mutter oder Schwester aufs Brot geschmiert. Man hat so richtig den Eindruck: Das war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Und deswegen sind jetzt alle Männer gezwungen, sich damit auseinanderzusetzen. Und meine Haltung dazu ist: Ja, das war überfällig. Nehmt doch diese Wut der Frauen mal ernst!"

Quelle: ntv.de, nan/dpa

Sexualisierte GewaltFeminismus#MeToo