Unterhaltung

Kurz hintereinander verstorbenDer Graf spricht über Verlust seiner Eltern

11.03.2026, 08:47 Uhr
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Findet Trost in der Musik: Der Graf. (Foto: imago/Future Image)

Innerhalb weniger Wochen verliert Der Graf beide Eltern. Nun berichtet der Sänger von der emotionalen Belastung und wie ihm die Musik half, die Schicksalsschläge zu verarbeiten. Besonders bewegend sind die letzten Worte seiner Mutter.

Der Verlust kam gleich doppelt: Innerhalb von nur drei Monaten hat der Unheilig-Sänger Der Graf sowohl seinen Vater als auch seine Mutter verloren. Jetzt spricht der Musiker erstmals öffentlich über die schwere Zeit und seine Trauer. Gegenüber der "Bild"-Zeitung erzählt er, wie sehr ihn die Ereignisse erschüttert haben.

Sein Vater starb bereits Ende 2025, nur wenige Wochen später folgte seine Mutter. "Während unserer letzten Tour im Dezember ist mein Papa verstorben. Als dann Anfang des Jahres die Nachricht kam, dass meine Mama nicht mehr lange leben wird, hat mir das den Boden unter den Füßen weggerissen", berichtet der Sänger.

Trotz der Schicksalsschläge stand er weiterhin auf der Bühne und absolvierte Konzerte und Auftritte. Die Musik sei für ihn ein Weg gewesen, den Tod seines Vaters zu verarbeiten. Von ihm konnte er sich nicht mehr verabschieden: "Das ging so schnell, damit hatte keiner gerechnet."

Musik als Halt

Schon im November setzte Der Graf seiner Mutter ein musikalisches Denkmal. Sein Song "Mein Löwe" ist ihr gewidmet. "Der Titel bezieht sich auf ihr Sternzeichen Löwe und darauf, dass sie für mich immer wie ein Löwe gekämpft hat - fürsorglich, stark und unerschütterlich", erklärt er. Den Text habe er unter großer emotionaler Belastung geschrieben: "Ich habe ihn unter Tränen verfasst und meine Gefühle ganz bewusst ungefiltert gelassen. Es war mir wichtig, mir das wirklich von der Seele zu schreiben."

Die Nachricht, dass seine Mutter nicht mehr lange leben würde, erreichte ihn kurz vor den Dreharbeiten zur VOX-Sendung "Sing meinen Song", die im Februar in Südafrika stattfanden. Zunächst entschied er sich, seine Teilnahme abzusagen. Erst durch den Zuspruch seiner Familie und das Entgegenkommen des Produktionsteams änderte er seine Entscheidung. Rückblickend sagt er: "Heute weiß ich: Ohne die Musik und diese Sendung hätte ich den Verlust meiner Eltern nicht so schnell verkraftet."

In der Woche vor seiner Abreise habe er seine Mutter noch einmal besucht, um Abschied zu nehmen. "Ich bin zu ihr gegangen, um mich für alles zu bedanken und Lebewohl zu sagen - in dem Gefühl, dass es vielleicht das letzte Mal ist." Ihre Antwort habe ihn berührt: "Du sagst aber jetzt nichts ab, oder?"

Am Tag vor seinem Abflug starb sie. Der Graf erinnert sich mit einem bittersüßen Lächeln: "Typisch Mama! Sie regelt immer noch die Dinge für mich."

Quelle: ntv.de, lpe/spot

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