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Einmal Royal, immer Royal? Erzbischof bemitleidet Prinz Harry

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Der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, hat Verständnis für die Royals.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Erst kürzlich wendet sich der Erzbischof von Canterbury an die Öffentlichkeit, um Behauptungen aus Harrys und Meghans Interview mit Oprah Winfrey richtigzustellen. Nun vergleicht Justin Welby in einem weiteren Gespräch mit den Medien eine Geburt als Royal mit einer "lebenslänglichen Freiheitsstrafe".

Wurde Prinz Harry durch seinen Status als Royal in eine Art Haftstrafe hineingeboren? So scheint es zumindest Justin Welby, der Erzbischof von Canterbury, zu beurteilen. Er traute Prinz Harry und Herzogin Meghan im Mai 2018 und fragte nun in einem neuen Interview mit dem "FT Magazine" der "Financial Times": "Es ist eine lebenslängliche Freiheitsstrafe ohne die Möglichkeit einer Strafaussetzung auf Bewährung, oder nicht?"

Seiner Meinung nach müsse man nur in die 1930er-Jahre zurückblicken und den Fall des Eduard VIII. (1894-1972) betrachten. Der ehemalige König von England dankte im Dezember 1936 ab, sei aber auch im Anschluss "immer noch eine Berühmtheit gewesen und wurde überall verfolgt", meint der Erzbischof. Was die Faszination der britischen Königsfamilie ausmache? Der Geistliche scheint es sich damit zu erklären, dass die Menschen erwarten würden, "dass sie übermenschlich sind".

Nicht das erste Interview

Erst kürzlich hatte sich Welby öffentlich zu dem abtrünnigen Royal-Paar geäußert. Im Interview mit der Zeitung "La Repubblica" ging es um die angeblich vorgezogenen Hochzeit der beiden, die vor dem offiziellen Termin in kleinem Rahmen stattgefunden haben sollte. Dort betonte der 65-Jährige, die legale Eheschließung sei am 19. Mai 2018 gewesen, als Millionen Menschen am TV-Gerät dabei waren.

Er räumte aber auch ein, sich schon vorher mit Harry und Meghan getroffen zu haben. Was bei diesen Zusammenkünften geschehen sei, werde er aber nicht ausplaudern. Wer mit einem Priester spreche, erwarte schließlich Vertraulichkeit. Eine vorgezogene Hochzeit, wie das Paar im Interview mit Oprah Winfrey behauptet hatte, sei das aber nicht gewesen.

Meghan hatte in dem Gespräch mit der Talkmasterin gesagt: "Weißt du, drei Tage vor unserer Hochzeit haben wir geheiratet. Niemand weiß das." Demnach riefen sie und Harry den Erzbischof an und erklärten ihm, dass das Hochzeitsspektakel für die Öffentlichkeit sei, sie aber ihre Gelübde unter sich austauschen wollten. Deshalb hätten sie schon drei Tage vor der offiziellen Trauung "in unserem Hinterhof" geheiratet - im Beisein des Erzbischofs.

Quelle: ntv.de, nan/spot

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