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"Ich glaube Woody Allen" Farrow reagiert empört auf Johansson

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Dylan Farrow beschuldigt ihren Vater Woody Allen seit vielen Jahren des sexuellen Missbrauchs.

(Foto: imago/Future Image)

Scarlett Johansson gehörte zu den ersten Befürwortern der #MeToo-Initiative. Von den Missbrauchsvorwürfen gegen Woody Allen will sie aber trotzdem nichts wissen. Dass die Schauspielerin den Regisseur nun öffentlich in Schutz nimmt, bringt Allens Adoptivtochter Dylan Farrow auf die Palme.

Dylan Farrow hat Scarlett Johansson auf Twitter geantwortet, nachdem diese in einem Interview gesagt hatte, sie schenke den Missbrauchsvorwürfen, die Farrow gegen ihren Adoptivvater Woody Allen erhebt, keinen Glauben. Johansson hatte im Gespräch mit dem "Hollywood Reporter" gesagt, dass Allen ihr gegenüber seine Unschuld beteuert hätte.

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Farrow schrieb nun in Anspielung auf die #MeToo-Bewegung: "Und wenn wir aus den letzten zwei Jahren etwas gelernt haben, dann, dass wir auf jeden Fall männlichen Straftätern glauben sollten, die ihre Unschuld beteuern, ohne es infrage zu stellen. Scarlett hat noch einen weiten Weg vor sich, um ein Thema zu verstehen, von dem sie behauptet, sich damit auszukennen."

Die 34-jährige Schauspielerin galt lange als inoffizielle Muse von Woody Allen. Drei Filme drehte Johansson bislang mit ihm, "Match Point", "Scoop" und "Vicky Christina Barcelona". Dabei entwickelte sich offenbar eine innige Beziehung zwischen den beiden. "Ich liebe Woody", erklärte sie dem "Hollywood Reporter" und ergänzte: "Wir sehen uns, wann auch immer es geht." Allen habe ihr seine Unschuld beteuert "und ich glaube ihm".

Allens Ex-Frau Mia Farrow hatte die Anschuldigungen gegen Allen bereits 1993 erhoben - damals war Dylan acht Jahre alt. Farrows Sohn Ronan hat diese Vorwürfe ebenfalls bestätigt und versucht seit vielen Jahren, die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren. Es war Ronan Farrows investigative Recherche, die den Missbrauchsskandal um Hollywood-Boss Harvey Weinstein ans Licht brachte und somit den Grundstein für #MeToo sowie die "Time's Up"-Initiative legte - die wiederum auch Johansson unterstützt hatte.

Quelle: n-tv.de, lri/spot

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