Unterhaltung

Dschungelcamp - Tag 11 Filip Pavlovic kämpft sich durch die Kanalisation

Eric Stehfest kriecht zu Kreuze, Linda Nobat nennt Anouschka Renzi "Madame" und Filip Pavlovic kämpft unter der südafrikanischen Erde mit einem Fettberg. Gehen muss jemand, der sich bereits auf dem Dschungel-Thron gesehen hat.

Jawoll! So geht das! Nach Erics stehfestem Egotrip und seiner Weigerung, die Dschungelprüfung zu absolvieren, zeigt Filip Pavlovic an Tag 11, wie man es richtig macht. Keine Sperenzien, kein Gezeter und das, obwohl die Frohnatur allen Grund dazu hätte. Denn der 27-Jährige muss unter der Erde, in der Kanalisation, die - Gott bewahre - natürlich keine echte ist, nach Sternen fischen. "Locus Pocus": schön vorbei am miefenden Fettberg! Filip krabbelt und kraucht und schwimmt durch Ekelplörre. Dabei trifft er auf Ratten, die in keiner vernünftigen Kanalisation fehlen dürfen, auf Krokodile und selbstverständlich auch auf - Igel.

Wer kennt es nicht, vor allem auch in Deutschland? Es ist eine solche Plage, wenn man zur warmen Jahreszeit aufs stille Örtchen muss. Denn es ist keine Seltenheit, dass in der Kloschüssel eine Igel-Familie chillt.

Der Sympathikus holt alle acht Sterne. Vor allem Stehfest kann an dieser Stelle froh sein, dass er bei Pavlovic "nicht mehr verschissen" hat. Denn Tag 11 ist auch der Tag, an dem Ego-Eric Abbitte leistet, und zwar bei allen. Erst dauert es zwar eine gefühlte Ewigkeit, bis der Schmollende sich öffnet, aber dann bricht es doch aus ihm heraus.

"Der will Stress machen, das ist sein Plan!"

Die blockierten Energien der "tickenden Zeitbombe", wie Filip ihn nennt, beginnen, sich ein wenig zu lockern. Er erzählt ziemlich viel, obschon er im Grunde immer das Gleiche sagt, nur eben jedes Mal mit anderen Worten. Aufgewühlt sei er, nicht richtig bei sich angekommen und irgendwann, nachdem Harald längst zu Anouschka gesagt hat: "Der will Stress machen, das ist sein Plan!", sagt er schließlich, es tue ihm leid. Der Hunger, der Schlafmangel, all das habe dazu geführt, dass er sich zurückversetzt gefühlt habe in seine dunkelsten Stunden. Etwas sei in ihm hochgekommen, was er wohl nicht verarbeitet habe, er sei oft enttäuscht worden und sein Vertrauen wurde missbraucht und da habe er eben "'nen Film geschoben".

Filip habe zwar Erics "Grenzen überschritten", weil er offen kommunizierte, ihn "scheiße" zu finden, aber am Ende dieser Folge wird der heilige Stehfest dann doch Pavlovics Augen küssen und möglicherweise, wenn das so weitergeht, auch bald übers Wasser gehen und selbiges in Wein verwandeln. Dann können sich alle die Hucke vollsaufen und vielleicht bringt das ja wieder mehr Schwung in den Busch.

Erics Einsicht und das Pfannen-Desaster

Zum Glück ist der Geläuterte noch rechtzeitig zu Apostel Harald gegangen und hat sich mit ihm ausgesprochen. Denn der Satz: "Glaube nichts von alledem, was ich dir jemals erzählt habe", war vom Modeguru gar nicht so gemeint. Glööckler habe ihm nur Dinge erzählt, "die einhundert Prozent wahr sind". Bei Eric sei deswegen "voll ein Thema hochgekommen". Aber, dass er sich jetzt öffnet und so philosophische Hochkaräter bringt wie: "Ich bin ich", ist, um es mit Lindas Worten zu sagen, "mega schön". Alle haben sich lieber als je zuvor, es gibt "ehrliche Gesten" und Umarmungen, und leider ist auf einmal eine Pfanne kaputt.

Hey, Anouschka, wie kannst du es wagen, die Pfanne mit einem Metallschwamm auszuwaschen? Das geht nicht! Das ist verboten! Die Pfanne ist nun beschädigt, und die Linda sauer und deswegen muss sie gleich wieder schreien. Und wenn dich das stört, dann verstehst du die Linda nicht, denn sie ist eben so! Anouschka, mittlerweile schwer genervt von der Befehle-Bellerei, sagt: "Ich habe keine Lust, mich von einer erziehen zu lassen, die 30 Jahre jünger ist als ich."

Alter ist nur eine Zahl, und gewiss kann man bis ins hohe Alter viel von Jüngeren lernen, aber der Ton macht eben die Musik. Dieses Kommandohafte, diese Maßregelungen, Diskussionen und oberlehrerhaften Attitüden: Renzi gibt auf. "Okay! Ist gut, ich bin schuld, ich bin schuld!" Zum Brüllen komisch, als die Pfannen-Plärrerin sich auch noch erdreistet, die 57-Jährige in ihrem Belehrungsmonolog als "Madame" zu titulieren.

Und was war sonst so los an Tag 11?

Anouschka gibt zu - und das ist wirklich ein Schock - dass sie die ganze Dschungelcamp-Nummer nur durchziehe, weil sie das Geld brauche. Manuel mausert sich zu einem der heimlichen Favoriten, auch wenn er nach Erics Ansprache, "kein Fressen" für Leute zu erspielen, die "Fake" seien, versehentlich applaudiert hat. Das sei wohl sowas wie ein "Reflex gewesen". Erkenntnis des elften Tages: Im Dschungelcamp sitzen wirklich echte Menschen.

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Ein Apostel muss den heiligen Stuhlkreis dennoch leider verlassen: Tina Ruland. Schade, wo sie sich doch so schön eingeredet hat, bestimmt Dschungelkönigin zu werden.

"Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!": Daniel Hartwich und Sonja Zietlow führen wie gewohnt durch die Sendung, bis sich am 5. Februar entscheidet, wer Dschungelkönig oder Dschungelkönigin wird. Am 6. Februar findet das "Große Wiedersehen" aller Dschungel-Stars statt. Die Show ist auch auf RTL+ abrufbar.

Quelle: ntv.de

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