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Auf dem Weg in die Politik: Frédéric von Anhalt.
Auf dem Weg in die Politik: Frédéric von Anhalt.(Foto: imago/APress)
Donnerstag, 21. September 2017

Für Zsa Zsa: Frédéric von Anhalt will Gouverneur werden

Die gute Nachricht ist: Frédéric von Anhalt strebt kein politisches Amt in Deutschland an, sondern weit, weit weg in den USA. Die schlechte Nachricht lautet: Wer möchte heutzutage noch ausschließen, dass er demnächst womöglich wirklich Gouverneur von Kalifornien wird?

Werfen wir doch mal einen Blick auf Frédéric von Anhalts Biografie. Nur mal so. Eigentlich heißt er Hans-Robert Lichtenberg. Er ist gelernter Bankkaufmann. Später betreibt er ein paar Saunaclubs. Dann lernt er eine verarmte Adelige kennen, die ihn adoptiert, weil er sie mit ein paar Penunzen finanziert. Jetzt ist er auf einmal Frédéric von Anhalt. Er zieht in die USA, lernt dort die abgehalfterte Hollywood-Diva Zsa Zsa Gabor kennen und wird ihr achter rechtmäßiger Ehemann (von einer Ehe der Schauspielerin, die ungültig war, mal abgesehen).

Fortan macht er vor allem mit skurrilen, peinlichen und skandalösen Auftritten von sich Reden. Er behauptet öffentlich, neben seiner Ehe eine Liaison mit Model Anna Nicole Smith gehabt zu haben und womöglich Vater ihrer Tochter zu sein (was er natürlich nicht ist). Er nimmt an der Reality-TV-Show "Die Burg" teil und pinkelt Kader Loth in die Wanne. Und er posiert auf Fotos, die große Fremdscham hervorrufen, regelmäßig mit seiner zunehmend greisen Gattin.

Bewerbung eingereicht

Just seine Gattin, die im vergangenen Jahr mit fast hundert Jahren gestorben ist, inspirierte von Anhalt nun angeblich, sich zu höheren Weihen berufen zu fühlen: als Politiker. "Sie ist diejenige, die wollte, dass ich antrete", zitiert die "Los Angeles Times" den 74-Jährigen. Und so soll der adoptierte Adelige bereits die Dokumente für seine Kandidatur bei den kommenden Gouverneurswahlen in Kalifornien eingereicht haben.

Mit Blick auf die Biografie des gebürtigen Deutschen, der heute auch die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, mag man ihn vielleicht nicht unbedingt für eine Karriere in der Politik prädestiniert halten. Aber in Zeiten eines US-Präsidenten Donald Trump erscheint ja nun nahezu auch nichts mehr ausgeschlossen. Und so schreibt sich von Anhalt dann sinnbildlich auch schon mal das Motto "Make California great again" auf die Fahnen.

"Wie ist das möglich?"

"Ich lebe seit 36 Jahren in dieser Stadt. Und ich habe in der westlichen Welt noch nie so viele Leute aus Mülltonnen essen sehen", so der angehende Politiker mit Wohnsitz Los Angeles. "Wir sprechen von Hollywood, dem Entertainment-Zentrum der ganzen Welt. Wie ist das möglich?"

Vielleicht bekommt er ja bald Gelegenheit aufzuräumen, was anscheinend unter anderem Arnold Schwarzenegger liegen gelassen hat. Der Österreicher war schließlich bereits von 2003 bis 2011 Gouverneur in Kalifornien. Übrigens wollte von Anhalt ursprünglich am liebsten direkt in "Arnies" Fußstapfen treten. Er zog 2010 jedoch zurück, um sich um seine bettlägrige Frau zu kümmern, wie es hieß.

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Quelle: n-tv.de