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"Jeder macht sein eigenes Ding" Freundschaft von Legend und West ist passé

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John Legend gilt als entschiedener Trump-Gegner.

(Foto: imago images/Starface)

Sie produzierten zusammen Musik, sangen sich gegenseitig Ständchen und gingen gemeinsam mit ihren Ehefrauen aus. Doch mittlerweile ist die Freundschaft zwischen Rapper Kanye West und Sänger John Legend abgeflaut. Einer der vielen Gründe scheint auch der amtierende US-Präsident zu sein.

Früher haben sie nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich die gleiche Sprache gesprochen: Kanye West und John Legend. Der Schmusesänger trat sogar mit seinem Hit "All of Me" bei der Hochzeit des Rappers mit Kim Kardashian auf. Seitdem hat sich einiges im Leben der beiden Stars getan - und heute scheinen sie sich nicht mehr wirklich grün zu sein. Das liegt unter anderem, aber nicht ausschließlich, an Wests Unterstützung von US-Präsident Donald Trump, wie der 41-Jährige nun "The Sunday Times" verriet.

"Jeder macht sein eigenes Ding", sagte Legend. Es sei ganz natürlich, dass man mit der Zeit weniger miteinander zu tun hätte, so der Sänger weiter: "Er lebt in Wyoming. Ich bin hier in L.A. Wir beide haben Familien, die weiter wachsen. Außerdem habe ich keine Geschäftsbeziehung mehr mit ihm als Künstler. Ich denke, das ist nur ein Teil des natürlichen Lebenszyklus." Legend hatte zuvor mehrfach öffentlich zugegeben, dass er Wests politischen Ansichten nicht teilen würde. Er und seine Ehefrau Chrissy Teigen gelten als entschiedene Trump-Gegner und kritisieren den US-Präsidenten immer wieder via Twitter und in Interviews.

"Billiger Gewinn" für Trump

Nachdem West sich 2017 immer wieder als Fan des Republikaners outete - und mit fragwürdigen Aussagen zur Sklaverei schockierte -, warnte Legend ihn per Text: West sei zu mächtig und einflussreich, um Trump Unterstützung anzubieten. Er bat seinen Freund, das Ganze noch einmal zu überdenken. West veröffentlichte das Gespräch empört auf Twitter. Ein öffentliches Zerwürfnis blieb vor allem wegen Teigens provokantem Humor aus. Das Model twitterte damals in Reaktion darauf: "Steht unser Abendessen am Freitag noch oder nicht, lol?" Kardashian antwortete: "Ja, aber vielleicht ohne Telefone."

2018 war es aber der Reality-Star, der die Freundschaft der beiden Musiker mit ihrem Besuch im Weißen Haus strapazierte. Wegen Kardashians Engagement ließ Trump die inhaftierte Afroamerikanerin Alice Marie Johnson freisprechen, die wegen eines gewaltfreien Drogendeliktes eine lebenslange Haftstrafe absaß. Eigentlich eine edle Sache - aber Legend sagte später, er fühle sich über Kardashians Entscheidung, Trump zu treffen, hin- und hergerissen und nannte es einen "billigen Gewinn" für den Präsidenten.

Über Politik hätten die beiden Künstler in ihren guten Zeiten aber ohnehin nie geredet, sagte Legend der "Sunday Times" nun. "Das war nicht Teil unserer Interaktion. Wir haben fast immer nur über Kreativität und Musik gesprochen." Er versuche nicht, Kanye zu verleugnen, "weil ich ihn immer noch liebe und alles liebe, was wir gemeinsam kreativ gemacht haben. Aber wir waren nie die engsten Freunde". Offensichtlich seien sie sich in der "Trump-Sache" nicht einig gewesen, "und laut dem neuen 'GQ'-Artikel tun wir dies anscheinend immer noch nicht". Zur Erklärung: Die Mai-Ausgabe des Magazins enthielt ein Interview mit West, in dem er seine Unterstützung für Trump bekräftigte und seine Absicht zum Ausdruck brachte, bei den bevorstehenden Wahlen für ihn zu stimmen.

Quelle: ntv.de, lri/spot

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