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"Das ist ein Kriegsverbrechen"George Clooney battelt sich mit dem Weißen Haus

09.04.2026, 13:04 Uhr
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Hält sich mit Kritik am Weißen Haus nicht zurück: George Clooney. (Foto: picture alliance/dpa/LPS via ZUMA Press Wire)

Donald Trumps Drohung, im Iran eine "ganze Zivilisation" auszulöschen, hat viele entsetzt - auch George Clooney. Der Hollywood-Star hält dem US-Präsidenten die Ankündigung von Kriegsverbrechen vor und wird prompt vom Weißen Haus beschimpft.

Dass George Clooney kein Freund der aktuellen US-Regierung unter Präsident Donald Trump ist, ist bekannt. Mit Blick auf den Iran-Krieg übte der Hollywood-Star nun abermals deutliche Kritik am Weißen Haus, dem er die Drohung mit Kriegsverbrechen vorhielt.

Clooney äußerte sich zunächst bei einer Veranstaltung seiner Clooney Foundation for Justice vor 3000 Schülerinnen und Schülern in der norditalienischen Stadt Cuneo. Auslöser war Trumps Drohung, im Iran eine "ganze Zivilisation" auszulöschen, ehe es inzwischen zum brüchigen Waffenstillstand gekommen ist.

"Manche sagen, Donald Trump ist in Ordnung. Aber wenn jemand sagt, er wolle eine Zivilisation auslöschen, dann ist das ein Kriegsverbrechen", erklärte Clooney. Man könne zwar durchaus konservative Positionen vertreten, betonte der 64-Jährige. Doch es müsse eine Grenze des Anstands geben, die nicht überschritten werden dürfe.

"Infantiles Beschimpfen"

Die Reaktion aus Washington ließ nicht lange auf sich warten. Steven Cheung, Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, konterte auf X: "Die einzige Person, die Kriegsverbrechen begeht, ist George Clooney mit seinen schrecklichen Filmen und seinem erbärmlichen Schauspiel."

Der Schauspieler, der mit der Menschenrechtsanwältin Amal Clooney verheiratet ist, ließ auch das nicht unkommentiert. In einem Statement, das er dem Branchenblatt "The Hollywood Reporter" zukommen ließ, wies er auf die Ernsthaftigkeit der weltpolitischen Lage hin: "Familien verlieren ihre Liebsten. Kinder wurden verbrannt. Die Weltwirtschaft steht auf Messers Schneide." Dies sei eine Zeit für intensive Debatten auf höchstem Niveau - und nicht für "infantiles Beschimpfen".

Ein Kriegsverbrechen liege laut Völkermordkonvention und dem Römischen Statut dann vor, "wenn die Absicht besteht, eine Nation physisch zu vernichten", stellte Clooney fest und schob die Frage hinterher: "Was ist die Verteidigung der Regierung?" Die nächste Retourkutsche aus dem Weißen Haus lässt womöglich nicht lange auf sich warten.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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