Unterhaltung
Gabi Schawohl genießt ihren Junggesellenabschied der anderen Art.
Gabi Schawohl genießt ihren Junggesellenabschied der anderen Art.
Freitag, 14. September 2018

Überraschend auf den Quiz-Stuhl: Geschockte Braut & Speed-Dating mit Jauch

Von Nina Jerzy

Der Schleier sitzt und der geschockten Braut in spe kommen die Tränen. Statt im Musical sitzt sie bei "Wer wird Millionär?". Eine andere Überraschungs-Kandidatin kommt erst ins Speed-Dating und dann zur Nummer von Leon Windscheid.

Gabi Schawohl hatte sich auf so einen romantischen Abend gefreut. Erst ins "Tanz der Vampire"-Musical, dann schön mit dem Verlobten essen gehen. Die verbundenen Augen auf der Autofahrt zum Ziel machten die Braut in spe schon mal stutzig. So schlimme Vorahnungen kann aber wirklich niemand haben. Schawohls erwachsene Töchter hatten ihre Mutter beim Überraschungs-Special von "Wer wird Millionär?" angemeldet und Günther Jauch nahm im Studio die Augenbinde ab: "Herzlich willkommen zu Ihrem etwas anderen Junggesellenabschied!" Stummes Entsetzen: So sieht es aus.

Zum Glück ist Schawohl offenbar mit Nerven aus Stahl gesegnet. Die Bürokauffrau, die vor knapp 40 Jahren das letzte Mal Brautschleier getragen hat, kam trotz des Schocks erstaunlich souverän durch die Runden. Während ihre Töchter und die Schampus trinkende Freundinnenhorde im Hintergrund leichte Anfälle bekamen, beschloss der "Wer wird Millionär?"-Fan ein ums andere Mal: "Ich trau mich."

Schockerlebnis mit Happy End

Sandra Thielsch macht bei der Partnerwahl keine Kompromisse.
Sandra Thielsch macht bei der Partnerwahl keine Kompromisse.

Auch Glück mit den Jokern führte dazu, dass die Kandidatin plötzlich bei der 500.000-Euro-Frage angekommen war. Sie sollte wissen: Bei der Forschung zur Verbesserung welchen Produkts wurde 1909 die heute in der Chemie gängige pH-Skala entwickelt? A) Jeans, B) Zement, C) Bier (korrekt), C) Zahnpasta. Die mit Schärpe und Schleier angetane Kandidatin winkte mit flatternden Händen ab. "Ich möchte jetzt beenden und das Geld mitnehmen", verkündete die nun um 125.000 Euro reichere Schawohl unter dem tosenden Applaus des Publikums.

Aus dessen Mitte war zu Beginn der Sendung Sandra Thielsch herausgefischt worden. Ein Kollege hatte sie bei der Sendung angemeldet. "Ach, du Scheiße", kommentierte die überrumpelte Erzieherin Jauchs Offenbarung. Das war aber noch nicht das Ende vom Lied. Thielsch träumt nämlich nicht nur von der Million (sie hatte sich schon zweimal bei WWM beworben), sondern auch von der großen Liebe. Flugs ging es hinter die Kulissen zum Speed Dating mit zehn von RTL bereitgestellten Herren. Zurück im Studio wollte Jauch wissen: Und, wer darf es sein? "Ich muss leider sagen, dass ich keinen von denen wiedersehen wollen würde", meinte die Kita-Erzieherin aus Leichlingen rigoros.

Einen der Herren musste sie dann aber doch erwählen, denn der sollte als ihr Ratepartner fungieren. Notgedrungen entschied sich Thielsch für DJ Resa Dadash. Von Gleichberechtigung war bei dieser Paarung keine Rede, die Überraschungs-Kandidatin gab den Ton vor. Auch, als es um die Wahl des Telefonjokers ging. Zur Wahl standen die früheren Gewinner Prof. Dr. Eckhard Freise, Ralf Schnoor und Leon Windscheid. Thielsch wollte Windscheid. "Weil der so gut aussieht?", wollte Dadash wissen. Jauch witterte eine erneute Verkupplungschance. Aber ist Windscheid überhaupt zu haben?

Jauch will Windscheid verkuppeln

"Ich meine mich damals an ihre Freundin zu erinnern, die mit dabei war", fühlte der Moderator wenig subtil bei dem bislang letzten Gewinner seiner Show nach. "Das ist jetzt sehr privat", entgegnete Windscheid. Er ließ sich aber auf einen Deal ein: "Ich versuche jetzt, die Fragen zu lösen und wenn das läuft, dann schicken Sie mir nachher mal die Nummer und wir gucken, wie es weiter geht."

Aus dem von Jauch angestrebten Match "Millionär und Millionärin" wurde am Ende nichts. Thielsch erspielte 32.000 Euro und gab 4000 Euro an Dadash ab. Das war auch die Gewinnsumme des dritten Kandidaten des Überraschungs-Specials. Der war durch fünf Fragerunden unter allen Zuschauern im Studio ermittelt worden. Philipp Flasch, 27 Jahre alt, aus der Nähe von Görlitz, konnte sich zwar gegen die Konkurrenz durchsetzen. Der Ingenieur für Schienenfahrzeugtechnologie verbrauchte aber schnell alle Joker und schien am Ende irgendwie erleichtert zu sein, als das Abenteuer ein Ende hatte.

Wem das Szenario "entführte Braut" bekannt vorkommt: Im Januar 2016 war schon Christine Kantert auf ihrem Weg zum Junggesellinnen-Abschied ins RTL-Studio umgeleitet worden. Diese Braut in spe ging damals mit respektablen 64.000 Euro nach Hause. Schock und Schleier: Das scheint bei "Wer wird Millionär?" eine unerwartete Erfolgskombination zu sein.

Quelle: n-tv.de