Unterhaltung

Mit 95 Jahren Gina Lollobrigida will ins Parlament

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Erwägt ernsthaft eine Kandidatur: Gina Lollobrigida.

(Foto: picture alliance/dpa/SOPA Images via Zuma Press Wire)

Als Schauspielerin hat Gina Lollobrigida alles erreicht. Sie geht nicht nur als große italienische Film-Diva in die Geschichte ein, sondern auch als unvergessenes Sexsymbol. Doch das reicht ihr offenbar nicht. Nun will sie doch glatt noch in die Politik.

Mit 95 Jahren will die italienische Film-Diva Gina Lollobrigida bei der kommenden Parlamentswahl am 25. September für den Senat kandidieren. "Ich war es einfach leid, die Politiker untereinander streiten zu hören, ohne jemals zur Sache zu kommen", sagt sie im Interview des "Corriere della Sera". "Italien steht schlecht da, ich will etwas Gutes und Positives tun", erklärt die berühmte Schauspielerin aus "Der Glöckner von Notre Dame" (1956), "Fanfan, der Husar" (1952) oder "Die Schönen der Nacht" (1952) weiter.

Lollobrigida will auf der Kandidatenliste antreten, die unter anderem zur kommunistischen Partei und weiteren Splitterparteien gehört. Solange es um das Wohl Italiens ginge, wolle sie mit allen zusammenarbeiten, sagt die Kino-Ikone. Vor ihrer Entscheidung, zu kandidieren, sprach sie nach eigenen Worten noch mit ihrem Anwalt Antonio Ingroia. Lollobrigida hat einen Vormund, den ihr ein Gericht nach einem jahrelangen Familienstreit zuwies, und darf deshalb nicht über ihr Vermögen entscheiden.

Nicht ihr erster Versuch

Der Weltstar versuchte es schon 1999 mit einer politischen Laufbahn. Lollobrigida kandidierte damals für das EU-Parlament, verfehlte aber deutlich die nötige Stimmenanzahl. "Das war eine Erfahrung. Im Leben kann man verlieren und man kann gewinnen", sagte sie dazu im Interview.

Die Menschen in Italien sollen am 25. September ein neues Parlament wählen, weil die Regierung von Mario Draghi Ende Juli zerfallen ist. Staatschef Sergio Mattarella löste daraufhin die Parlamentskammern auf und leitete die vorgezogene Wahl ein. Draghi ist noch geschäftsführend im Amt. In aktuellen Umfragen liegt der Mitte-Rechts-Block um die postfaschistischen Fratelli d'Italia, die rechte Lega und die konservative Forza Italia vorn.

Quelle: ntv.de, vpr/dpa

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