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Palina Rojinski startet Podcast "Guido Maria Kretschmer hat mich inspiriert"

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Auch Palina Rojinski stellt ihren Gästen bei "Podinski" alle 14 Tage so persönliche Fragen wie möglich.

Nach Jan Böhmermann, Katrin Bauerfeind und Joko Winterscheidt hat jetzt auch Palina Rojinski ihren eigenen Podcast. Bei Spotify trifft sie ab sofort und regelmäßig ihre Wunschgäste. Wer das ist und was sie mit ihnen vor hat, verrät sie n-tv.de im Interview.

Seit gut drei Jahren werden Podcasts immer beliebter. Das liegt zum einen an der Vielfalt des angebotenen Programms, das in der Regel kostenlos und allzeit bereit auf diversen Plattformen zur Verfügung steht. Es gibt kaum ein Themengebiet, das nicht abgedeckt wird - von Politik, Wissen und Kultur über wahre Verbrechen, Sport, Ernährung und Reisen bis hin zum extrem offenen Sextalk. Auch wir von n-tv.de sind mit "Wieder was gelernt" auf dem Podcast-Markt vertreten.

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Zum anderen liegt die neue Popularität aber auch an der wachsenden Anzahl von Sendungen mit prominenter Beteiligung. Wer etwas auf sich hält und im Gespräch bleiben möchte, hat heute eben seinen eigenen Podcast. Da wären zum Beispiel Jan Böhmermann und Olli Schulz, die sich seit fast drei Jahren unter dem Titel "Fest & Flauschig" wilde Wortgefechte liefern. Und Joko Winterscheidt, der gemeinsam mit Fotograf Paul Ripke bei "Alle Wege führen nach Ruhm" First-World-Problems bespricht. Autor Mickey Beisenherz und Comedian Oliver Polak diskutieren in "Juwelen im Morast der Langeweile" bei Audible über alles - von Antisemitismus bis Musik. Und eben dort stellt auch Katrin Bauerfeind ihren prominenten Gästen vor Publikum 50 originelle Fragen.

Mit "Fest & Flauschig" hat Spotify 2016 quasi die "Mutter aller Podcasts" und bis heute eines der erfolgreichsten Formate ins Rennen geschickt. 2017 folgte mit "Talk-O-Mat", der Promi-Talkshow mit Blind-Date-Charakter, eine weitere Eigenproduktion. Jetzt legt der Streamingdienst mit "Podkinski" nach. Gastgeberin dieser Show ist Model, Moderatorin und Schauspielerin Palina Rojinski. n-tv.de hat nachgefragt, wen die 33-Jährige wirklich gern mal zu sich einladen würde.

n-tv: Palina, hattest du einen eigenen Podcast schon länger auf deiner Bucket List oder ist er dir eher so zugeflogen?

Palina Rojinski: Das war total verrückt. Das Ganze ist jetzt auch schon wieder ein Jahr her. Bis so etwas wirklich mal losgeht, dauert es ja immer eine ganze Weile. Jedenfalls habe ich damals gedacht, dass ich total Bock auf einen Podcast hätte. Einfach mal eine Stunde Zeit haben, ungestört mit jemandem zu quatschen, den ich interessant finde, den ich kenne oder kennenlernen möchte. Einen Tag später kam Spotify auf mich zu und fragte mich, ob ich Lust hätte, einen Podcast zu machen. Die sind bei mir quasi offene Türen eingerannt.

Hattest du zu diesem Zeitpunkt - also etwa 24 Stunden nach der ersten Eingebung - eine ungefähre Vorstellung, wie das Ganze aussehen beziehungsweise klingen könnte?

Mir war zumindest schon mal klar, dass ich gerne Gäste haben wollte. Anders als bei "Gemischtes Hack", dem Podcast von und mit Comedian Felix Lobrecht und Autor Tommi Schmitt, oder "Fest & Flauschig" zum Beispiel.

Die ja ohnehin auch jeweils zu zweit sind.

Stimmt. Ohne Gäste wäre der Podcast also eher ein Monolog mit mir selbst. "Palina - der Podcast. Hört mir zu, hier ist kein Platz für jemand anderen." (lacht)

Du hast also neben dir Platz geschaffen. Wie schaut das Konzept der Sendung denn nun aus?

Wichtig ist mir, dass wir eine ausgewogene Mann/Frau-Mischung bei den Gästen haben. Aufgezeichnet wird im Studio, dabei sind wir immer zu zweit, also der Gast und ich. Wir reden ein bisschen über das Leben - über das des Gastes und auch ein wenig über meins. Und wir spielen ein Spiel. Es ist nicht "Mensch ärgere dich nicht" …

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Und auch kein Trinkspiel?

Auch kein Trinkspiel. (lacht) Wobei … für den einen oder anderen Gast könnte ich mir noch ein Trinkspiel überlegen. Jedenfalls muss es etwas sein, bei dem man sich unterhalten kann. Das Spiel selbst kann man bei einem Podcast ja nicht sehen. (lacht) Platon hat gesagt, dass man einen Menschen bei einem Spiel in einer Stunde besser kennenlernt als durch Gespräche in einem Jahr. Und deswegen spielen und reden wir bei "Podkinski". Auf diese Weise erfährt man sehr viel über meinen Gast und auch über mich. Und am Ende lege ich für ihn oder sie noch eine Tarotkarte und gebe einen daraus resultierenden Rat.

Hörst du selbst eigentlich irgendwelche Podcasts?

Tatsächlich gar nicht so viel. Ab und an "Fest & Flauschig", "Hörbar Rust" (Radiotalk mit Bettina Rust beim Berliner Sender Radioeins - Anm.d.A), und auch schon mal "Gemischtes Hack". Aber eigentlich höre ich immer lieber Musik. Tatsächlich aber habe ich ein paar Freunde, die geradezu süchtig nach Podcasts sind und sich freuen, dass es jetzt einen neuen gibt.

Los geht es mit gleich zwei Folgen, für die Fahri Yardim und Stefanie Giesinger bei dir gewesen sind. Wen hast du noch auf dem Zettel?

Die Sendungen mit der Berliner Rapperin Nura und mit Modedesigner Guido Maria Kretschmer sind bereits aufgezeichnet. Und jetzt kommt als Nächstes Olli Schulz.

Mit ihm hast du dann jemanden an deiner Seite, der sich mit Podcasts ja bestens auskennt.

Damit, und einfach nur mit Labern natürlich. (lacht)

Hast du selbst für dich jetzt schon aus einem dieser Gespräche eine besondere Erkenntnis mitgenommen?

Guido Maria Kretschmer hat so tolle Storys erzählt, die mich - obwohl ich mit Anfang 30 im Leben stehe, mein Ding mache und weiß, was ich tue - wahnsinnig inspiriert haben. Nach dem Gespräch mit ihm war ich ganz erfüllt und voller Tatendrang.

Beschränkt sich deine Gästeauswahl auf die Unterhaltungsbranche? Schauspieler, Moderatoren, Musiker?

Ja, denn es soll so bunt sein, wie ich es bin. Natürlich spreche ich mich auch immer mit der Redaktion ab. Ich hätte zum Beispiel total Lust auf Birgit Minichmayr, wenn sie auch erstmal nicht die klassische Kandidatin für einen solchen Podcast ist. Aber ich glaube, sie hätte auch Bock. Ich würde mich mit ihr genauso gut verstehen wie zum Beispiel mit Rapper Summer Cem. Und die beiden sind wirklich extrem unterschiedlich. (lacht) Das war bei mir in der Schule schon so. Ich war immer das Bindeglied zwischen allen Cliquen, den Strebern, den Rauchern, den Sportlern …

Wenn du dir einen Gast ungeachtet jeglicher Sprach- und Ländergrenzen und auch dessen, ob er überhaupt noch lebt, aussuchen könntest, wer wäre das?

Ich hätte total Lust auf Lady Gaga. Meine absolute Wunschkandidatin wäre aber Marilyn Monroe. Ich finde, das war eine wahnsinnig intelligente Frau, die so gestrahlt hat, dass es die Welt nicht ausgehalten hat. Henry Kissinger hätte ich auch gut gefunden, denn der war einfach ein so cooler Diplomat, sowas gibt es heute gar nicht mehr. Und Hans-Dietrich Genscher hätte ich auch gern gehabt, weil ich es spannend finde, mit solchen Menschen nicht nur über Politik zu sprechen. Man muss gewisse menschliche und psychologische Eigenschaften haben, um so eine gute Politik zu machen. Solche Leute fehlen heute ja eher.

"Podkinski" ist nicht das Einzige, das diese Woche mit dir als Moderatorin und Interviewerin startet …

Richtig. Am Samstag um 22 Uhr läuft auf MTV die erste Folge der wiederbelebten Hip-Hop-Sendung "YO! MTV RAPS" mit mir, MC Bogy und Gästen.

Mit Palina Rojinski sprach Nicole Ankelmann

"Podkinski" ist ab dem 14. März exklusiv bei Spotify abrufbar. Zum Start der erste Staffel mit insgesamt 13 Folgen gibt es die Podcasts mit den Gästen Fahri Yardim und Stefanie Giesinger. Dann erscheint alle zwei Wochen donnerstags eine neue Ausgabe.

Quelle: n-tv.de

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